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Diskutiere im Thema Adhs und Angst vor dem Tod im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #21
    salamander

    Gast

    AW: Adhs und Angst vor dem Tod

    Der Tod hat wieder angeklopft und ist durch die Tür gegangen. Bekam heute die Nachricht, dass mein Onkel
    gestorben ist. Seltsam, dass ich mich akurat gestern mit diesem Thema beschäftigte. Wer lesen will, wie's mir
    damit geht, hier: https://adhs-chaoten.net/tagebuecher...tml#post385877

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 203

    AW: Adhs und Angst vor dem Tod

    Was geschehen ist kann man ändern, die zeit dort zu investieren ist für Verlust an Energie. Heute zu wirken, erschaffen, sich weiter entwickeln ist besser investierte Energie.
    Da mit verändere ich die Zukunft, forme sie die Blumen im Garten. Man kommt dem Sterben un den Tot immer näher hat aber Leben erfühlt gelebt!
    Durch unsere Gespräche merke ich das mehr darüber nachdenke, bis jetz war so: es wird kommen und ich bin einfach tot! Fertig, was soll da sein? Durch Yoga und Meditation hat der Tot an sich keine besondere Wertigkeit. Ha, jetzt denke ich, hoppla es ist doch ein Prozess der statt finden wird. Wen ich jetzt darüber länger nachgedacht habe, wie ich mein Sterbeprozess durchlaufen werde ist mir nicht egal, oder das ich sagen kann es macht mir keine Angst. Ich hab überlegt Sterben an sich ist der letzte Atemzug und dann bin ich tot. Die Zeit davor ist entscheidender. Was mach ADS mit unseren Leben? Dass ist auch Thema. Wan bin ich und wan entscheidet meine Krankheit Für mich die essentielle Frage in unseren Leben. Wie treffen die "gesunden" die Entscheidungen? Wie fühlt sich das an? Wie reagieren die auf die Veränderungen dadurch?

    In der Firma bin ich der erfolgreichste Mitarbeiter, mein Ehrgeiz ist sehr groß, schon immer gewesen, jetzt habe ich langsam immer mehr graue Haare! Um mich herum sind noch junge Leute die spritzig sind, durch mein Wissen und Erfahrung gleiche ich das super aus. Dabei denke ich was wird mit dir in 5 Jahren? Wen du nicht mehr der beste sein kannst? Krankheit zeigt sich immer mehr. Also dann mache ich Schluss gehe ins Keller mache alle Türen und Fenster zu, das mich keiner sieht wie ich schlecht bin.
    Durch diesen Thread kommt die Frage fange ich an zu sterben? ist das die Angst oder Der Ego?
    Habt ihr auch Angst von der Verschlechterung unserer Krankheit und dessen Auswirkungen? Mir macht es mehr Angst.
    Das ist der Resultat meinen gründlichen Überlegungen. Gruselig

    LG
    dubi

  3. #23
    salamander

    Gast

    AW: Adhs und Angst vor dem Tod

    Holla. Ne, Verschlechterung durch unsere Krankheit, die Angst macht. Das verstehe ich nicht. Warum soll das
    von unserem AD(H)S abhängen?

    Ich weiß nicht, ich denk da drüber nach, dass in anderen Kulturen, Lebenserfahrung und damit einher gehende
    Gelassenheit viel mehr Thema sind und eine hohen Wert darstellen. Klar verändert sich durch die Jahre etwas,
    und der Wissenstand der jüngeren Generationen ist deutlich aktueller als der unsere, aber dort fehlen jetzt wieder
    die Erfahrungswerte aus der Praxis... ich finde, das eine braucht das eine, damit es sich ergänzt und was g'scheites
    draus wird.

    Aber warum in den Keller gehen? Verstehe ich jetzt auch wieder nicht. Hab heute vielleicht ein Brett vorm Hirn...
    Fühlt sich für mich grad wieder so an, wie einen 20-jährigen zu fragen, wo er mit 40 sein will. Das kann er nicht
    wissen, egal was er plant, sich vorstellt und macht. Unter Umständen kann sein Leben völlig anders aussehen,
    aber er wird da hineinwachsen (müssen), ob wer will oder nicht.

    Ich nehm jetzt mal den Musiker Paolo Conte, der hat seinen Job als Anwalt in den 50gern an den Nagel gehängt,
    und sich ganz dem Jazz zugewendet. Der Typ ist jetzt Mitte 70. Bei meinen Jobs hab ich Frauen und Männer jen-
    seits der 60 kennen gelernt, die in verschiedensten Berufen aufgingen, die ich porträtierte. Die waren voll dabei
    und mitten drin. Und manche von ihnen ziemlich resolut. Aber alle miteinander mitten im Leben.

    Andererseits klingt das was Du schreibst Dubi, nach der "Krise" der Männer, wenn sie in Rente gehen. Auf einmal
    ist da ein riesengroße Lücke, die vorher der Beruf gefüllt hat.

    Aber warum mußt Du der Beste sein, immer, und Zeit Deines Lebens? Vielleicht besteht die Kunst darin, das was
    Dich zum Besten macht, an andere weiter zu geben, also ein anderes Betätigungsfeld für Dich zu finden, das Dich
    genauso ausfüllt, aber aus dem Zielfeuer nimmt, so ganz entspannt.

    Und ADS-bedingte Verschlechterungen im Alter. Was ist das? Was könnte das sein? DAs ADS gibt uns doch auch
    etwas, was uns über die Zeit hinaus hebt. ADSLer, so wie ich das in einigen Büchern gelesen habe, behalten eine
    Jugendlichkeit, die nicht ADSLer sehr früh verlieren. Darin liegt doch Potential, oder?

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 203

    AW: Adhs und Angst vor dem Tod

    Hallo Salamander,

    Danke für deine aufmunternde Worte. Ich bin erst 50, sollte in Rente gehen nach den Resultaten in dem Bewertungszentrum. Aber das ist nicht für mich!
    Ich brauche Arbeit sonst falle ich wieder in Depression und das will ich auf kein Fall....Durch ADS ist mein Selbstwertgefühl nicht immer auf der Höhe um richtig Entscheidungen zu treffen. Jetzt durch Einnahme von Medikinet, kann ich Entscheidungen leichter treffen, vor allem überlege über die Auswirkungen meiner Entscheidungen. Früher war ich sehr sponten und oft ist sehr schlecht ausgegangen.
    Jetzt kann ich wieder etwas besser arbeiten, langsam kommt die Konzentration zurück! natürlich will ich wieder der sein wie früher. Glück durchflutet mein Körper, ich fühle mich wieder, Fähigkeiten erhellen meine Aura. Alles habe ich schon ausprobiert und jetzt denke ich leider, was kommt danach? Wen ich wieder falle? Immer bin ich gefallen durch meine Bipolare Störung.
    Depressionen sin immer länger geworden um so älter ich bin. Mit Medikinet hat sich das verschoben, wie weit ist meine Gefüge ins positive verschoben worden?
    Jetzt nehme ich neun Tabletten um normal zu funktionieren, nicht gerade wenig..

    Es ist aber gleichzeitig ein Verständnis für meine Frau aufgekommen, dadurch sind wir noch mehr zusammen geschweißt worden. Nach sehr langer Zeit haben wir Sex gehabt.
    Jetzt höre ich auf, sonst wird es peinlich.

    lg
    dubi

  5. #25
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 523

    AW: Adhs und Angst vor dem Tod

    Nein ich habe keine angst vor dem Tod,
    eher vor dem leben.

    vor allem, weil mich alles überfordert und meinen kleinen kopf zermartert.
    ich hab mir nicht nur einmal gewünscht zu sterben, denn was kann schlimmer sein als die hölle,
    wenn das leben jeden tag die hölle ist? (bitte nicht wörtlich nehmen, sind nur meine worte)

    habs nicht gemacht und bin immernoch hier, aus irgendeinem grund- der mir schlichtweg unbekannt ist
    vllt ein funke hoffnung, der irgendwo versteckt unter der hoffnungslosigkeit schlummert
    vllt weil ich auch einfach nur zu viel angst habe, vor dem sterben

    aber nicht vor dem tod, ich sehe den tod als erlösung,
    als ewiges dahingleiten in raum und zeitlosigkeit, falls es soetwas wie eine seele gibt.
    himmel und hölle sind mir getrost egal..

  6. #26
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Adhs und Angst vor dem Tod

    bei mir ist es differenziert:

    A. auf der einen Seite habe ich Sorge (Angst weiß ich nicht genau) vor dem Prozess des Sterbens.
    Und da vor eigentlich vor zweierlei:
    1. Schmerzen (soweit es natürlich mit Schmerzen verbunden ist) und

    2. einem nahenden "Abschied" (mehr vom Leben als von Menschen, ich bezweifle, dass ich, wenn es so weit ist, viele Menschen um mich herum haben werde). "Verabschieden" kann ich mich nicht gut. Man könnte psychologisieren und das mit der Angst vor Veränderung erklären - das passt aber nicht zu meinem Chaoten-Tum, das ständig Veränderungen braucht und herbeiruft.

    B. macht mir der Gedanke Sorge, dass ich nicht weiß (ohne es selbst mitzumachen, was letztlich nicht umkehrbar ist: testen is nicht ) was danach kommt.

    Wird alles gut, gibt es wirklich etwas wie "Himmel und Hölle" (ich bin Atheist, was aber nciht verhindert, dass es das tatsächlich geben wird). Ist es wie bei "Täglich grüßt das Murmeltier" und ich muss eine Aufgabe lösen, damit die Schleife endet. Werde ich wiedergeboren - gemessen an meinen Taten in DIESEM Leben oder ist einfach alles weg (was ich mir genausowenig wie "Unendlichkeit" vorstellen kann.

    Hm, der Gedanke, es nicht zu wissen und vor allem nicht beeinflussen zu können, behagt mir gar nicht.

    Ich bin mir aber ziemlich sicher, das diese Gedanken, wie ich sie habe, auch jemand ohne AD(H)S haben kann, genauso wie jemand mit AD(H)S andere Gedanken haben wird.

    Fliffis
    Geändert von fliffis (25.07.2013 um 17:54 Uhr) Grund: Rechtschreibung und "Unendlichkeit" hinzugefügt

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