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Diskutiere im Thema Adhs und Angst vor dem Tod im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Apollo_1012

    Gast

    AW: Adhs und Angst vor dem Tod

    "Flöhe schließen Läuse nicht aus."

    Man kann alle möglichen Gefühle und Sorgen spüren, sie müssen aber rein gar nichts mit AD(H)S zu tun haben. ADS ist kein Eimer "falscher" Gefühle und wenn wir darin alles sammeln, was uns an uns selber sonderbar vorkommt, dann wundert es mich nicht, wenn manche andere Menschen die Diagnose nicht ernst nehmen.

    Lieben Gruß
    Apollo

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 203

    AW: Adhs und Angst vor dem Tod

    Panickattacken habe ich nie gehabt so einige von euch beschreibt.
    Aber richtig Angst vor Dunkelheit! Als Kind musste immer Licht in mein Zimmer, auch wenn es nur ein Strahl gewesen war. Im dunklen zu laufen war dass schlimmste weil ich immer von grausamen Gestalten verfolgt würde. Mit der Zeit ist es weg gegangen.

    Seit Jahren gehe ich am liebsten Nachts im Wald spazieren. Dort ist dan kein Mensch zu treffen und genau das wil ich damit erreichen. Allein in der Natur. Ich freue mich nicht dort zu sein, es aber gibt keine gestallten mehr die mich erschrecken, verfolgen! Herz pocht immer noch! Nur ich fühle das es dort andere Wesen gibt, die mir nichts schlechtes antun werden. Ich bin froh aus dem raus zu kommen, klar! Danach fühle mich mit der Natur verbundener zu sein! Ich weis nicht ob man sowas verstehen kann? Darüber hinaus habe ich meine Angst besiegt und das ist so ein geiles Gefühl

    Sterben? Da ich so wehleidig bin habe ich immer probiert nicht in solche Situationen zu kommen wo es Weh tun könnte!
    Aber immer wieder bricht aber ADS mit Hasard gepaart! Kamikaze! Denken? Was ist das?
    Beispiel nicht als Mutprobe : Von eine höhe ca. 7 Meter ins Wasser springen die weniger als ein Meter tief war. Es gab mehrere Tote, Jungs die ich kannte und trotzdem sind wir weiter gesprungen. Hat man daneben gelandet wahr Tot garantiert. Keine Angst davor!

    Tot ist die Geburt auf einer anderen Ebene, wozu Angst haben?

  3. #13
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 764

    AW: Adhs und Angst vor dem Tod

    OMG ja und wie ich darunter leide, endlich trete ich auf verständnis !!!
    Ich hab das öfter gehabt früher, es ist jetzt etwas seltener, ein Buch hat mir wirklich dabei geholfen, 90 Minuten im Himmel heißt es.. aber es ist schon krass. Ich fange teilweise richtig an zu heulen und bekomme so einen eiskalten Schauer und fang an zu Zittern..Und die Gedanken "Ich werde nicht ewig leben!!!" diese tatsache, die sich einfach NICHT ändern lässt !
    Ich bins gewohnt überall nen Ausweg zu sehen, irgendwo, oder wenigstens zu wissen: Es geht anders, aber da nicht...
    Das macht mir oft so eine Angst, oft wenn ich im bett liege und mal wieder nachdenke und nicht schlafen kann..
    Oft beruhigen mich dann nur dämliche Fernsehserien...
    (

  4. #14
    salamander

    Gast

    AW: Adhs und Angst vor dem Tod


    Tot ist die Geburt auf einer anderen Ebene, wozu Angst haben?


    Ziemlich esoterische Sicht auf den Tod...

    Schätze mal die wenigsten haben vor dem Tod angst, sonderm vorm Prozeß des sterbens.
    Heißt ja nicht umsonst Tod SEIN. Ist also schon ein Zustand. Etwas ganz anderes, das vom
    Leben schon getrennt ist...

    Sterben dagegen, heißt sich vom Leben zu verabschieden, zu trennen, hinzunehmen, dass es
    und man selbst endlich ist. Eine ganz andere Hausnummer! Sterben das im Tod endet, ist der
    unumkehrlich Point-of-no-return. Nix geht mehr, alles ist vorbei. Das ultimative Ende eines Lebens,
    das ultimative Ende, dessen was man noch vom Leben wollte.


    Halt das für eine ziemliche Mär, keine Angst vorm sterben. Egal wer's von sich gibt, auch wenn 50.
    Erwachsene Männer fangen an zu weinen, wie ein Kind, wenn es ums wirkliche sterben geht, wenn
    ihr Leben in eine Situation gerät, in der plötzlich die Chancen 50:50 stehen, sei's im Krieg, aktiv
    in Kampfhandlungen, sei's durch Krankheiten, deren Verlauf das sterben als ganz realistische
    Möglichkeit aufzeigen, hier, jetzt, morgen, übermorgen, in einem momat, ein Prozeß, auf den der
    Mensch und sein Wille keinen Einfluß nehmen können.

    So aus blauem heraus, hab ich schon viele ich sag jetzt mal Kerle, weil sie sich für solche hielten,
    sagen hören, sie hätte keine Angst vorm sterben und vorm Tod. Aber grad denen schlottern die
    Knie, dass nur so kracht und scheppert. Sie brechen zusammen in Heulkrämpfen, weil der eigene
    Bruder einen Selbstmord begangen hat, brechen Kontakte ab, weil sie es nicht aushalten, dass
    andere ihr Leben aus freien Stücke beenden, diesen Weg wählen, und sie damit konfrontieren,
    dass sterben ein Prozeß ist, dass er das Ende bedeutet, dass es danach kein zurück mehr gibt.

    Aus meiner Erfahrung heraus, haben gerade diejenigen welchen, die sagen sie haben keine
    Angst vorm Sterben und vorm Tod, die größte Angst davor. Sie halten nichts aus, wenn es hart
    auf hart kommt und brechen als erste zusammen und ein. Während diejenigen welchen, die sich
    mit Tod und Sterben auseinander setzen, und sich ihre Ängste eingestehen, einen ganz anderen
    Zugang sowohl zum Leben als auch zum Tod bekommen, wenn es hart auf hart kommt.

    Sterben als Geburt auf einer anderen Ebene zu betrachten, halte ich für ein Pflaster, das auf das
    Sterben gepappt wird, um sich mit dem eigenen Ende und der Art wie es kommen kann, nicht aus-
    einanderzusetzen. Ich glaube ganz persönlich, dass die Menschen, die "nicht sterben" können, sich
    quälen mit dem sterben, weil sie nicht loslassen können, diejenigen sind, die Zeit ihres Lebens der
    Meinung waren, sie hätte keine Angst vorm Sterben. Sterben bedeutet das Leben verlieren. Das ist
    ein Fakt. Der ist nicht wegzureden, und nicht mit Geburt auf anderer Ebene aufzuheben. Und Mut-
    proben, wie von Dubi beschrieben, sind die permanente Herausforderung, sich selbst zu beweisen,
    dass auch wenn andere bei selbem zu Tode kommen, man(N) über den Tod erhaben ist, er einen
    nicht trifft... Aber auch das ist Illusion.


    LG
    Sala
    Geändert von salamander (12.07.2013 um 18:53 Uhr)

  5. #15
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Adhs und Angst vor dem Tod

    also ich habe bisher "ich habe keine angst davor" nur leute sagen hören, die sich intensiv mit diesem thema auseinandergesetzt haben.
    andere wollen sich mit dem thema und der eigenen sterblichkeit auch gar nicht befassen, die suchen dann ganz schnell das weite. der tod anderer personen beinhaltet dann die trauer um jene aber gleichzeitig führt es auch die eigene endlichkeit vor augen.
    wieder andere denken zwar drüber nach, aber sehr angstbesetzt. das ist einerseits die angst davor, sich beim sterben zu quälen. aber auch dieser gedanke daran, dass "dann nichts mehr ist" macht denen die ich da kenne sehr zu schaffen.

    und so denke ich schon, dass da glaubensfragen eine große rolle spielen. wer glaubt, dass nach dem sterben das leben in diesem körper zwar vorbei ist, danach aber noch irgendwas kommt, hat verständlicherweise bei dem gedanken daran weniger probleme als jemand, der glaubt dass dann alles vorbei ist und er einfach weg und ein großes nichts.

    ich denke, man sollte da auch unterscheiden: der eigene tod oder der tod anderer. die umstände.
    wenn sich jemand umbringt ist das was ganz anderes, als wenn man jemanden in seinem natürlichen sterbeprozess begleitet.
    um verstorbene zu trauern, heißt auch nicht zwangsläufig, dass man ein problem mit dem eigenen sterben hat. da ist ein verlust, da muss losgelassen werden. aber da viele menschen sich damit nicht auseinandersetzen wollen, wird das wohl eine komponente sein, die einem vor augen geführt wird.

    ich denke auch, dass diejenigen ruhiger sterben, die sich darauf eingestellt und abschied genommen haben. die los lassen. (sofern evtl. vorhandene schmerzen o.ä. angemessen behandelt werden) zumindest denke ich, dass diejenigen die ich sah, wo es wirklich nicht schön war, nicht bereit waren.
    setzt aber auch wieder voraus, dass mensch sterben "darf". unablässige versuche jemanden "zu retten" machen es bestimmt nicht leichter....

    so wäre es schon sinnvoll, sich mit dem ein oder anderen aspekt des sterbens auseinanderzusetzen, bevor der tod unwiderruflich bevorsteht. aber hier in deutschland ist das ja auch noch immer ein tabuthema. was bestimmt nicht gesund ist und diese angstbesetztheit fördert.

    ich persönlich finde es gut, wenn jemand sich damit befasst und in seinem glauben an was auch immer dann passiert trost findet bzw. dadurch eben ängste ausgeräumt werden. vorausgesetzt, dass thema ist nicht erledigt mit "da kommt noch was", sondern man setzt sich wirklich mit dem sterben selbst auseinander und beschließt für sich höchst persönlich daran zu glauben, dass mit dem sterben eben nicht alles vorbei ist.


    lg
    mel
    Geändert von mel. (12.07.2013 um 19:42 Uhr)

  6. #16
    salamander

    Gast

    AW: Adhs und Angst vor dem Tod

    @mel.

    na ja, immer noch ein Tabuthema, halt ich jetzt für nicht so ganz richtig, ích finde zutreffender es ist erst
    eines geworden...

    In den 1970ger Jahren durften die Särge noch offen sein, da durfte man die Toten noch sehen. Heute
    muß ein Sarg geschlossen sein. Sterbebegleitung war "früher" normal, der Mensch starb im häuslichen
    Umfeld, heute stirbt er oft in Kliniken..., das Sterben ist aus meiner Sicht erst in den letzten, 30 bis 40 Jahren
    erst so vom Leben getrennt worden. Es gab auch Zeiten, das wurde ein Toter im Wohnzimmer aufgebahrt,
    da setzt man sich zu dem Toten, da sah man ihn an, um Abschied zu nehmen. Da waren Tod und Sterben
    Teil des Lebens, gehörten dazu, wie eine Geburt.

    Das zieht aber aus meiner Sicht noch weitere Kreise. Dass bevor ich ein Stück Fleisch essen kann, ein Tier
    getötet, ausgeweidet und zerlegt werden muß, haben die wenigsten im Kopf. An der Fleischtheke wird ein Stück
    Fleisch nach Wunsch gekauft, irgendwie völlig abgekoppelt, von dem was diesem Stück Fleisch voran ge-
    gangen sein muß, damit es irgendwann auf meinem Teller landet. Ich find ja, wer mal gesehen hat, wie z.B.
    ein Huhn, ein Schwein oder Rind geschlachtet wurden, nicht im TV, sondern mitten im Leben, wie es riecht,
    was es braucht, wie es verarbeitet wird, der bekommt a) zu Lebensmitteln einen anderen Bezug, aber auch
    zum Leben. Laß heute jemanden erst ein Huhn töten müssen, von größeren Tieren rede ich erst gar nicht,
    rupfen, Köpfen, und, und, und, da werden wohl die meisten auf das Huhn verzichten. Sie kriegens nicht
    fertig, es umzubringen und zu verarbeiten. Aber der Prozeß des Tötens und Sterbens ist auch in unserer
    Nahrungsmittelkette.

    Und irgendwann kommen wir an die Reihe. Uns ergeht es anders, wir werden nicht "verarbeitet", aber sterben
    müssen wir genauso wie jedes andere Lebenwesen auf dem Planeten.

    Vielleicht hat aber die Ausgrenzung des Themas auch damit zu tun, wenn ich mir bewußt bin, mein Leben ist
    endlich, und wenn's blöd läuft, ist es morgen schon vorbei, dann muß ich mein Leben anders leben. Dann
    kommen plötzlich eine Menge Dinge die man gerne tut, ewig lange schon nicht mehr getan hat, etwas, jemand
    nach dem man sich sehnt, etwas das man erreichen will auf den inneren Radar und Zeit erhält eine andere
    Dimension. Nicht kürzer, nicht länger, aber ein Gut, das für uns Verfallsdatum hat. Dementsprechend, wird
    wohl kaum ein Weg vor der Frage vorbei führen: na, ist das was ich da lebe, das Leben das ich leben will,
    oder ist es was, was ich nie wollte. Ab da wird's dann eng..., funktioniert mache Verdrängungstaktik nicht
    mehr, kommt was in Bewegung, tut sich was, und vieles, was vorher einfach so war, kommt auf den Prüfstand.
    Ab jetzt ist es ein eigenes Leben, etwas womit man wirklich was machen kann, Ideen tauchen auf, Taten wollen
    vollbracht werden, es gibt nichts mehr, was an, ich sag jetzt mal, Kompensationsstrategien funktionert, wenn
    sichtbar wird, hoppala, da ist noch 'ne Menge im Spiel, was mir gefällt, was ich ausprobieren, machen, erleben
    will, und, und, und.

    Um das Leben zu schätzen, braucht's auch den Tod, finde ich. Die Gewißheit, dass Leben endlich ist, dass ich
    ein Lebensspanne habe, in der ich leben möchte, und was bewegen, was was zu mir paßt und mir entspricht.
    Da ist es vorbei mit Komfortzone, da geht es um echtes Leben, nicht aus zweiter oder dritter Hand, wie TV oder
    Netz, sondern aus Erster. Darum glaub ich, es ist ganz wichtig, dass man den Tod in die Arme nimmt und bei
    sich im Leben hält, dann kann man's genießen, das Leben ohne Angst vorm Sterben und Tod zu bekommen,
    er hilft einem ja, durch das Ende das er setzt, zu erkennen, was es alles gibt, was man gerne erleben würde,
    und es in Angriff zu nehmen.

    LG
    Sala

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Adhs und Angst vor dem Tod

    mit noch immer meine ich, dass sich in den letzten jahren was tut, um sterben außerhalb von kliniken zu ermöglichen, ohne dass die leute (sterbender u. angehörige) auf sich selbst gestellt sind. hier in berlin gab es vor zehn jahren zwei hospize und ein paar palliativstationen in kliniken. heute sind da mehr angebote vorhanden. für das sterben zu hause allerdings kommt es oft schon strukturell zu schwierigkeiten.

    das find ich schon interessant, wie da einerseits solche netze ausgebaut werden, und adererseits das thema insgesamt immer stärker tabuisiert wird. der einzelne sich auch dann, wenn er durch vorkommnisse in seinem umfeld unmittelbar drauf gestoßen wird, auf keinen fall damit auseinandersetzen will.

    ich denke da spielt einiges zusammen. auf jeden fall was du oben schreibst, sala. und auch dieses abspalten des todes als bestandteil des lebens. vor kindern wird der tod fern gehalten, um sie "zu schonen". ich kann mir vorstellen, dass solche dinge mit dazu beitragen, dass leute so starke ängste entwickeln. man kommt mit dem thema nicht als etwas natürliches in kontakt usw. kein anlass, sich damit zu beschäftigen und soll man acuh nicht, weil es doch "so etwas schreckliches" ist. und wenn ängste erst so stark wurden, will man sich erst recht nicht damit befassen....obwohl wenn dann nur das sich damit auseinandersetzen diese ängste mildern könnte...

    aber vermutlich sind wir langsam ziemlich ot.

  8. #18
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Adhs und Angst vor dem Tod

    hm, keine ahnung...wenn man da schon solche ängste entwickelt hat, dass man schon beim gedanken daran auskreist...
    ist das vielleicht nicht so gut...

    aber ansonsten hab ich mal was gemacht...also ich fand das gut, aber da spielt natürlich die grundhaltung gegenüber dem thema eine rolle. ob das bei schon bestehenden ausgeprägten ängsten das richtige ist, kein ahnung.

    bei zwei seminaren wurde jedenfalls das thema sterben und tod behandelt. in beiden wurde sich auch mit dem eigenen sterben beschäftigt.

    in einem sem. lief es so, dass in einer art traumreise man sich auf seinem sterbebett befand. das sollte visualisiert und gefühlt werden. wie man das dann gerne hätte und welche personen da wären. und abschied von denen nehmen. also einmal ein stück prozess und dann das tatsächliche sterben. und ob man da dann allein sein will, oder wen man gern bei sich hätte usw. und wie die leute dann ggf. noch neben einem sitzen, nachdem man gestorben ist.

    bei dem anderen sem. war es ausführlicher und konkreter. da hat erst jeder für sich in stille sich fragen gestellt wie: was hätte ich anders gemacht, was wollte ich noch machen und habe es nicht... und das auch aufgeschrieben.
    dann viergergruppen. davon war eine person die, die stirbt, die anderen drei haben für denjenigen die rolle einer person eingenommen, von der man sich verabschieden möchte, was man ihr noch sagen will...das wurde dann also konkret durchgespielt, dass einer sich auf dem sterbebett befand und abschied nahm. (so komisch das klingt, wenn man sich auf sowas einlässt, funktioniert das acuh. bei den meisten war das doch auch mit einigen tränen versehen)

    nachdem das für alle ein mal durchgespielt war, auch da so eine art traumreise oder meditation, in der dann gestorben wurde.

    danach wurde sich noch gedanken über die beisetzung gemacht. da hat man dann seine eigene beerdigung gestaltet wie sie wäre, wenn man die gestaltung übernehmen könnte.

    ich persönlich fand diese art auseinanderstzung damit gut. da merkt man dann wirklich, wo man ängste hat, wo nicht, welche offenen fragen, wem man im leben jetzt etwas nicht gesagt hat, obwohl man eigentlich doch wollte, dass er es weiß....

    aber das ist sicherlich nicht jedermans sache.

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 203

    AW: Adhs und Angst vor dem Tod

    Guten Morgen,

    die Gespräche sind immer interessanter geworden, hier bei uns
    Ist Esotherik negativ oder ich es falsch verstanden habe?
    Beim schreiben Sterben und Tot, sind mir einige Fragen aufgetaucht. habe sie aber nicht in Worte kleiden können. Danke Sala.
    Sterben kann so schrecklich sein, an das habe ich in diesem Moment überhaupt nicht nachgedacht. Meine Mutter lag 4 Jahre im Bett bevor sie der Tot geholt hat.
    Mein Vater ein Jahr, darüber habe ich nie richtig nachgedacht. Sie lebten in Kroatien ich habe sie besucht aber richtig nachgedacht habe ich nicht.
    Meine Schwiegermutter lebte 15 Jahre mit uns zusammen, davon 10 mit Krebs. Fünf Operationen, Chemo und alles mögliche. Ihr Sterben haben wir beobachten können.
    Sie wollte nicht sterben, sie war eine starke Frau, wehrend ihren Sterbenprozesses. Kommt das der Sache näher was wir hier besprechen? Normal wog sie um 80 Kg, gestorben mit 40, wie ein Mädchen sah sie aus. Es war so unnatürlich sie in dem großen Sarg zu sehen wo sie so dünn und klein da lag. Sie war tot.

    Ah ich werde noch mehr schreiben! Nur jetzt muss ich gehen, eigentlich schon vor 20 min.

    lg an Euch beide
    dubi

  10. #20
    Lysander

    Gast

    AW: Adhs und Angst vor dem Tod

    Der Tod tanzt. Ich habe mal in einem kleinen Theaterstück mitgespielt. Wir nannten es "Der tanzende Tod" - nach Art der mittelalterlichen Moritaten. Ich spielte einen Abt, der vom Tod geholt wurde. Wir führten es u.a. in Kirchen auf. Die älteren Leute fanden es mitunter nicht so prall, einige verließen sogar offensichtlich erbost die Kirche. Und ich nehme nicht an, dass es an unserem Spiel lag. Es war vielmehr das Thema. Auch den "Jedermann" von Hugo v. Hofmannsthal habe ich sehr gemocht. Der Tod ereilt jeden und dennoch leben wir häufig auf eine Weise, als hätten wir mehr als eines oder könnten wir gar nicht sterben.

    Den Tod selbst kann ich mir genauso vorstellen wie den Zustand vor meiner Geburt: da ist nichts. Es gibt also keine Erinnerung an den Tod.
    Es ist so leicht zu sagen "Ich habe keine Angst", allerdings weiß ich durch meine Herzrhythmusstörungen, wie schnell einem die Düse gehen kann. Klar habe ich Angst vor einem schmerzvollen Tod und ganz besonders davor, dass noch etwas unerledigt bleibt. Ich finde, Furcht ist nichts Schlimmes, so lange sie nicht das Leben diktiert. Das Wissen um den Tod kann meiner Ansicht nach eine Triebfeder für das Bemühen um ein gutes Leben sein.

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