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Diskutiere im Thema Alkohol / Alkolismus im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.086

    Alkohol / Alkolismus

    Edit Alex: Folgende 23 Beiträge hier

    https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-er...tml#post372326

    abgetrennt und neues Thema erstellt.





    Möchte folgenden Eindruck mal in die Diskussion bringen:

    Was wirkt antidissoziativ?

    Da fallen mir ein:

    1. Alkohol

    2. Neuroleptika

    3. Amphetamin

    Was wirkt dissoziationsverstärkend:

    1. Alkohol, wenn die Wirkung nachlässt

    2. SSRI (Frage hier: Ausnahme Lithium? Wirkung von Lithium auf Dissoziation wäre jedenfalls ein lohnender Forschungspunkt)

    3. Mph, besonders retardiert

    Was konkret meinst du da mit, solche Thesen sind schnell aufgestellt und sagen dann doch Nichts aus.

    Was konkret ist antidissoziativ am Alkohol an Neuroleptika und Amphetamin
    und was ist dissoziationsverstärkend am verschwindendem Alkohol, an SSRI und Mph.

    Ich z. B. erlebe Mph (auch retadiertes) nicht dissoziationsverstärkend.


    Aus meinen Beobachtungen bei Menschen unter Alkoholkonsum kann ich nur sagen, dass sie sich extrem dissoziativ verhalten. VIelleicht merken sie es selber gar nicht, weil der Alkohol die Wahrnehmung so sehr eintrübt. Das hat jedoch nix mit vermeintlichen antidissoziativen Eigenschaften des Alkohols zu tun.

    Ich habe privat und beruflich sehr intensive Erfahrungen mit mehr oder weniger angetrunkenen Menschen gemacht. Aufgrund dieser Erfahrungen kann nur sagen, dass die Eigenwahrnehmung des An- oder Betrunkenen schon nach sehr geringen Alkoholmengen nicht mehr viel mit dessen Realität zu tun hat.

    Ich halte die These, dass Alkohol antidissoziativ ist für ausgemachten Unsinn.

    Elwirrwarr
    Geändert von Alex (13.06.2013 um 21:26 Uhr) Grund: s. Edit

  2. #2
    ADHD-Squirrel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 437

    AW: ADHS und Dissoziation

    Rioja schreibt:
    Kann ich für mich bestätigen. Ich trinke aber auch nur soviel, dass ich mich unter Kontrolle habe. Dann kommt "meine" Person zum Vorschein und ich bin voll da.
    Mir kam gerade die Erkenntnis dass ich das auch unterschreiben kann. Ob das jedesmal ist kann ich nicht sagen.

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.086

    AW: ADHS und Dissoziation

    Mir kam gerade die Erkenntnis dass ich das auch unterschreiben kann. Ob das jedesmal ist kann ich nicht sagen.
    Hallo

    Ist das deine subjektive Beobachtung, oder hast du/ habt ihr dazu auch schon eine Rückmeldung von nüchternen Gesprächspartner bekommen?

    Ich habe so oft schon mit Leuten die leicht angetrunken waren geredet. Mir, als Nüchterne fiel auf, die oft diese Leute "weg" waren, dissoziierten. Sie selber behaupteten aber stur und steif " da gewesen zu sein". Ich habe die Leute sogar gefilmt (das war ein Projekt und sie hatten nüchtern eingewilligt) und obwohl sie sahen, dass sie auf Ansprachen oft erst sehr verzögert und irritiert reagierten, abwesend und leer guckten waren sie trotzdem der Meinung immer "da gewesen zu sein".

    Die Selbstwahrnehung unter Alkohol hat nix mit der Realität zu tun

    Ich trinke aber auch nur soviel, dass ich mich unter Kontrolle habe. Dann kommt "meine" Person zum Vorschein und ich bin voll da.
    Wenn dieser Satz nicht so traurig wäre, dann wäre es fast lustig - Klar ist unter Alkohol die eigene Person voll da - eben VOLL.

    Alles Liebe Elwirrwarr

  4. #4
    ADHD-Squirrel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 437

    AW: ADHS und Dissoziation

    Das kann ich leider nicht sagen, könnte schon sein das mein Eindruck mich täuscht. Es liegt bestimmt zum großen Teil an der enthemmenden Wirkung, ohne diesen Gedankenkreisel (Sozial Phobie usw) fühlt man sich einfach wie man selbst, ohne eben diese (krankhafte) Mauer.


    Gesendet mit Tapatalk.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 329

    AW: ADHS und Dissoziation

    das mit dem Alkohol hab ich schon vor 15 Jahren gemerkt. Total entspannend, motivierend und stimmungsaufhellend.Darum soff ich immer am Wochenende! Heut hab ich selbst dafür kein Bock mehr!

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 241

    AW: ADHS und Dissoziation

    Die Selbstwahrnehung unter Alkohol hat nix mit der Realität zu tun

    Ich trinke aber auch nur soviel, dass ich mich unter Kontrolle habe. Dann kommt "meine" Person zum Vorschein und ich bin voll da.


    Wenn dieser Satz nicht so traurig wäre, dann wäre es fast lustig - Klar ist unter Alkohol die eigene Person voll da - eben VOLL.
    Es tut mir leid für Dich, dass Du scheinbar sehr schlechte Erfahrungen mit oder durch Alkohol hast/hattest.
    Es gibt aber auch noch einen Unterschied zwischen nüchtern und volltrunken. Natürlich soll man aus seinem Erfahrungsschatz schöpfen, aber bitte diesen nicht als Maß aller Dinge ansehen!
    Ich finde es sehr vermessen, zu behaupten, dass jemand (vor allem auch dann, wenn man diese Person überhaupt nicht kennt), der gern mal beim Essen oder auch bei passender Situation ein Glas Wein trinkt, schon nicht mehr Herr seiner Sinne ist.
    Die Wahrnehmung, die ich dann von mir selbst habe, wird von meinem Freundeskreis (denn nur da bin ich überhaupt in Stimmung, mir ein Glas zu gönnen) bestätigt, bzw. auch von ihnen selbst erwähnt.

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.086

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo Rioja

    Ich arbeite mit Menschen, die mehr oder weniger viel Alkohol trinken und hatte in der Familie einen Alkoholgefärdeten-

    Ich selber trinke auch ab und zu gerne mal ein Bier oder eine Weinschorle und das ist auch lustig, schmeckt und macht Spaß - ich werde dann lustig oder müde.

    Ich finde jedoch die Aussage, dass unter Alkohol die eigen Person zum Vorschein kommt beängstigend. Heißt das nicht, dass sie sonst nicht da ist, dass man ohne Alkohol (auch wenn es nur wenig ist) nicht man selber ist?

    Nach z. B. 2 kleinen Gläsern Wein (10%) hat eine normalgewichtige Frau schon 0.6 - 0.7 /oo. Und egal ob ich jemanden kenne oder nicht, mit 0.6 - 0.7 /oo ist man nicht mehr Herr seiner Sinne - egal wie man sich dann subjektiv fühlt.

    Das kann ich leider nicht sagen, könnte schon sein das mein Eindruck mich täuscht. Es liegt bestimmt zum großen Teil an der enthemmenden Wirkung, ohne diesen Gedankenkreisel (Sozial Phobie usw) fühlt man sich einfach wie man selbst, ohne eben diese (krankhafte) Mauer.
    Klar, Alk enthemmd und dadurch fühlt man sich befreit - aber das ist nicht die Realität der eigenen Person. Das ist ein Trugbild, eine Krücke die einem nur vorgaukelt dass "Alles gut ist".

    Ich wollte dir nicht auf die Füße treten - es geht mir darum deutlich zu machen, dass die "eigene Person" nicht mit Alkohol zum Vorschein kommt - ich finde diese Aussage weiterhin für gefährlich, weil verharmlosend.

    Elwirrwarr
    Geändert von Elwirrwarr (13.06.2013 um 12:36 Uhr)

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 241

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo Elwirrwarr,

    ich hatte schon vermutet, dass Du mir nicht auf die Füsse treten wolltest

    Ich finde jedoch die Aussage, dass unter Alkohol die eigen Person zum Vorschein kommt beängstigend. Heißt das nicht, dass sie sonst nicht da ist, dass man ohne Alkohol (auch wenn es nur wenig ist) nicht man selber ist?
    Naja, beängstigend würde ich es nicht nennen für mich.
    Wie soll ich es am Besten erklären ... Ich bin die meiste Zeit, nicht wirklich ich selbst, sondern eine sehr angepaßte. Alles, was in der Gesellschaft nicht als normgerecht angesehen würde in meinem Verhalten, habe ich in ein enges Korsett gezwängt.
    Nun ist es nicht so, dass ich nur mit Alkohol dieses Korsett lockern kann, sondern auch in meinem engsten Freundeskreis, aber eben auch nur da und wenn ich mich 100% wohl und sicher fühle.

    Klar, Alk enthemmd und dadurch fühlt man sich befreit - aber das ist nicht die Realität der eigenen Person. Das ist ein Trugbild, eine Krücke die einem nur vorgaukelt dass "Alles gut ist".
    Ein "Alles ist gut" -Bild stellt sich bei mir nicht ein. Ich bin dann schon vernünftig genug, und weiß, dass unter Alkohol die Reaktionsgeschwindigkeit und Wahrnehmung abnimmt. Ich käme dann auch nach einem Glas Wein nicht auf die Idee, z.Bsp. ein Pferd zu reiten (ist mein Hobby). Die körperlichen Einschränkungen des Alkohols sind mir bewußt! Ich merke, dass ich langsamer reagiere, Koordinationsprobleme bekomme ect.
    Wobei, vielleicht dissoziiere ich dann wohl eher.

    ich finde diese Aussage weiterhin für gefährlich, weil verharmlosend.
    Die Aussage war keine Wertung sondern eine Feststellung. Ich sprach ja auch von mir und nicht für den Rest der Welt.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 266

    AW: ADHS und Dissoziation

    Elwirrwarr schreibt:
    Ich wollte dir nicht auf die Füße treten
    Echt nicht? Ehrlich gesagt hatte ich schon den Eindruck, dass du genau das wolltest, vor allem, wenn man Aussagen wie diese tätigt und dann auch in Schriftart groß und fett:
    Wenn dieser Satz nicht so traurig wäre, dann wäre es fast lustig - Klar ist unter Alkohol die eigene Person voll da - eben VOLL.
    Ich finde es einfach nur erschreckend, wie unsensibel manche User hier auftreten.
    Jetzt nehmen wir mal an, die besagte Person wäre tatsächlich alkoholkrank oder gefährdet (was ich sehr sehr strak bezweifle, aber meine Einschätzung ist natürlich die eines Laien) und diese Krankheit wäre ihr - wie so oft bei Alkoholkranken - nicht bewusst. Ist das die Art, die Person darauf anzusprechen? Und das von einer Person, die viel mit Alkoholkranken zusammenarbeitet. Da kann ich nur sagen: Herzlichen Glückwunsch!

    Was mein Trinkverhalten anbelangt, kann ich mich Rioja anschließen, zumal mein Mann und viele meiner Freunde Nichttrinker sind. Bei mir ist es so, dass ich unter Alkoholeinfluss fokussierter bin, ich schaue den Menschen in die Augen, kann dem Gespräch folgen und meine Gedanken geordnet zur Sprache bringen ohne zu stottern und ja, auch bei mir wurde das bestätigt und in den Momenten bin ich definitiv nicht voll, da es bei mir meistens bei einem Glas Wein bleibt.

    Ich finde jedoch die Aussage, dass unter Alkohol die eigen Person zum Vorschein kommt beängstigend.
    Natürlich ist das beängstigend, wer sagt denn, dass es nicht so ist? Wenn es nicht beängstigend wäre, oder wenn viele hier sich nicht die Frage stellen würden, warum das so ist, wären wir wohl nicht hier und würden diese Beiträge verfassen.

    Keine Ahnung, wie alle anderen das sehen, aber ich wünsche mir ein bisschen mehr Sensibilität, auch wenn das für einige zu viel verlangt ist.

    Liebe Grüße
    Absentia

  10. #10
    Lysander

    Gast

    AW: ADHS und Dissoziation

    Alkohol .... Schon interessant, was Alkohol alles so leisten soll: er beruhigt, er kurbelt die Stimmung an, er enthemmt, er ist dissoziierend.. Ich glaube, sobald man versucht mit Alkohol einen besseren Zustand zu erreichen, hat man schon verloren. Dann ist er nur noch Droge. Und wer dann meint, alles unter Kontrolle zu haben, steckt mitten drin. Das vermute ich nicht, dass weiß ich aus Erfahrung (nicht,weil ich getrunken habe, sondern meine Expartnerin, die traf genau solche Aussagen, wie ich sie hier und da im Forum antreffe.)

    Boaah... ich werde alt und immer spießiger.
    Geändert von Lysander (13.06.2013 um 13:42 Uhr)

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