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Diskutiere im Thema Alkohol / Alkolismus im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.086

    AW: ADHS und Dissoziation

    Keine Ahnung, wie alle anderen das sehen, aber ich wünsche mir ein bisschen mehr Sensibilität, auch wenn das für einige zu viel verlangt ist.
    genau um Sensibilität geht es.

    Jetzt nehmen wir mal an, die besagte Person wäre tatsächlich alkoholkrank oder gefährdet (was ich sehr sehr strak bezweifle, aber meine Einschätzung ist natürlich die eines Laien) und diese Krankheit wäre ihr - wie so oft bei Alkoholkranken - nicht bewusst.
    Nehmen wir mal genau das an und nehmen wir mal an, ein Alkoholkranker oder -gefährdeter ließt , dass unter Alkohol die "eigene Person" zum Vorschein kommt und nehmen wir mal an, dieser Mensch macht genau das, was die überwiegende Zahl der Alkoholkranken oder -gefährdeten manchen, sie schätzen ihr Trinkverhalten als kontrolliert ein. - nehmen wir mal genau das alles an. Was liest dann dieser Mensch?

    Er liest das was er lesen möchte nähmlich, dass Alkohol für ihn nicht gefährlich ist.

    Ist das die Art, die Person darauf anzusprechen? Und das von einer Person, die viel mit Alkoholkranken zusammenarbeitet.
    Genau, gerade weil ich mich vielen Alkoholkranken zusammen gearbeitet habe, habe ich diese Art dieses Thema so anzusprechen, das haben mir die Betroffenen beigebracht.

    Bis denne Elwirrwarr

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 266

    AW: ADHS und Dissoziation

    Ok, vieleicht sollte man die Ursache und die Wirkung auseinanderfriemeln. Ich trinke alle paar Wochen Wein und zwar dann, wenn wir (mit meinem Mann) ausgehen und Freunde treffen, bei uns zu Hause wird nicht getrunken und ich alleine schon mal gar nicht. Und auch dann, wenn ich ausgehe, trinke ich mich ganz bestimmt nicht ins Nirvana. Nun ist mir die Wirkung des Alkohols natürlich bewusst. Aber dieses Bewusstsein haben auch diejenigen, die unter Alkoholeinfluss lustig und müde werden. Ihnen zu unterstellen, sie wären Alkoholiker, käme mir auch nicht in den Sinn. Der Alkoholkonsum ist bei mir also nicht gesteigert, nur weil ich weiß, was es bewirkt. Das alles kann man jetzt natürlich glauben oder nicht, beweisen kann ich's schließlich nicht.

    Des Weiteren bin ich nicht der Meinung, dass man den Alkoholgenuss verharmlosen sollte. Darum ging es mir bei meinem letzten Post auch nicht, sonderm mir ist es wichtig, mit sensiblen Themen auch sensibel umzugehen. D.h. für mich, wenn ich bei meinem Gegenüber ein Alkoholproblem vermute, dann gehe ich ganz bestimmt nicht hin und erkläre der Person, sie sei voll. Aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

    Liebe Grüße
    Absentia

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 284

    AW: ADHS und Dissoziation

    Ich Persönlich gebe Elwirrwarr ganz recht, die Aussagen die sie machte waren deutlich und hart aber auch gut.
    Unsensiebel war es keineswegs. Wenn man von Menschen umgeben ist die regelmäßig zuviel trinken sieht man einige Aussagen mit andern Augen.

    Ich kenne euch nicht persönlich, ich kenne aber meine Familie und Verwandschaft.
    Und bei denen erlebe ich das was Elwirrwarr umschreibt.

    In diesem thread sollte es aber doch um Dissoziation gehen und nicht vordergründig um Alkohol.

    Alkohol wirkt nicht antidissoziativ, er gaukelt einem nur etwas vor, was nicht ist.
    Dies ist meine Persönliche Meinung und ich möchte damit niemanden angeifen den ich nicht kenne.

    LG Zumania

  4. #14
    Lysander

    Gast

    AW: ADHS und Dissoziation

    [QUOTE=Absentia;372105]Ok, vieleicht sollte man die Ursache und die Wirkung auseinanderfriemeln. Ich trinke alle paar Wochen Wein und zwar dann, wenn wir (mit meinem Mann) ausgehen und Freunde treffen, bei uns zu Hause wird nicht getrunken und ich alleine schon mal gar nicht. Und auch dann, wenn ich ausgehe, trinke ich mich ganz bestimmt nicht ins Nirvana. Nun ist mir die Wirkung des Alkohols natürlich bewusst. Aber dieses Bewusstsein haben auch diejenigen, die unter Alkoholeinfluss lustig und müde werden. Ihnen zu unterstellen, sie wären Alkoholiker, käme mir auch nicht in den Sinn. Der Alkoholkonsum ist bei mir also nicht gesteigert, nur weil ich weiß, was es bewirkt. Das alles kann man jetzt natürlich glauben oder nicht, beweisen kann ich's schließlich nicht.

    Des Weiteren bin ich nicht der Meinung, dass man den Alkoholgenuss verharmlosen sollte. Darum ging es mir bei meinem letzten Post auch nicht, sonderm mir ist es wichtig, mit sensiblen Themen auch sensibel umzugehen. D.h. für mich, wenn ich bei meinem Gegenüber ein Alkoholproblem vermute, dann gehe ich ganz bestimmt nicht hin und erkläre der Person, sie sei voll. Aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

    Liebe Grüße
    Absentia[/QUOTE]

    Gegen einen mäßigen Alkoholgenuss ist absolut nichts einzuwenden
    .
    Das Problem bei Alkoholikern hingegen ist u.a. folgendes: Das Umfeld deckelt das Problem. Bekannte, Verwandte und Freunde bekommen es häufig mit, negieren es aber. Der Partner eines Alkoholikers schweigt darüber, anfänglich sogar gegenüber dem Suchtkranken. Habe ich auch so gemacht. Hab nichts gesagt. Man deckelt es, spricht den Partner nicht drauf an, traut seinen Sinnen nicht usw. Die Scham ist so groß, dass man auch Freunden nichts sagen will. Schließlich will man den Partner nicht bloßstellen. Aber das Schweigen ist falsch. Wenn ich bei meinem Gegenüber ein Alkoholproblem vermute, dann gehe ich ganz gewiss zu ihm hin und sage ihm das! Denn genau dann wird es nicht mehr totgeschwiegen. Es ist eine heimtückische Krankheit.

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 266

    AW: ADHS und Dissoziation

    Zugegeben, ich kenne keinen einzigen Alkoholkranken, weder aus dem Familien- noch aus dem Freundeskreis. Vielleicht kommt mir diese "harte" Umgangsform auch deswegen so irritierend vor, keine Ahnung... Das bringt mich dann wiederum auf die Idee; wenn man keine Ahnung hat (moi), einfach mal die Klappe halten.

    Liebe Grüße
    Absentia
    Geändert von Absentia (13.06.2013 um 14:33 Uhr)

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 266

    AW: ADHS und Dissoziation

    Lieber Lysander,

    ich bin ganz deiner Meinung, wenn man solche Fälle in der Familie hat, dann sollte dies unter keinen Umständen unter den Teppich gekehrt werden, damit wäre ja niemandem geholfen. Vielleicht habe ich mich auch an dem Wort "voll" aufgehängt, möglicherweise hätte man's anders formulieren können. Aber ich will jetzt wirklich keine Korinthen kacken und da ich bislang mit Alkoholkranken nicht in Berührung gekommen bin, schleiche ich mich mal davon


    Liebe Grüße
    Absentia

  7. #17
    Lysander

    Gast

    AW: ADHS und Dissoziation

    Absentia, es ist nichts ehrenrühriges, ein Wort oder einen Satz zur Diskussion zu stellen. Hier hat keiner die Weisheit mit dem Löffel gefressen und einjeder müsste die eigene Position von Zeit zu Zeit überprüfen. Ich finde Deine Abneigung gegen das Wort "voll" erst einmal legitim. Es klingt abwertend. "Der ist ja voll." oder "Der ist ja nur ein Säufer" sind für sich entwürdigende Sätze, die im Vorübergehen ausgesprochen werden. Die Sprecher sagen damit ganz oft, dass sie mit dem "Problem" nichts zu tun haben wollen. Das ist genau die Deckelung, die ich meinte. Dir ist es wenigstens nicht egal, Du stehst dem nicht gleichgültig gegenüber. Du brauchst Dich nicht zu schleichen. Ganz und gar nicht.

  8. #18
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.748

    AW: ADHS und Dissoziation

    Lysander schreibt:
    Das Problem bei Alkoholikern hingegen ist u.a. folgendes: Das Umfeld deckelt das Problem. Bekannte, Verwandte und Freunde bekommen es häufig mit, negieren es aber. Der Partner eines Alkoholikers schweigt darüber, anfänglich sogar gegenüber dem Suchtkranken. Habe ich auch so gemacht. Hab nichts gesagt. Man deckelt es, spricht den Partner nicht drauf an, traut seinen Sinnen nicht usw. Die Scham ist so groß, dass man auch Freunden nichts sagen will. Schließlich will man den Partner nicht bloßstellen. Aber das Schweigen ist falsch. Wenn ich bei meinem Gegenüber ein Alkoholproblem vermute, dann gehe ich ganz gewiss zu ihm hin und sage ihm das! Denn genau dann wird es nicht mehr totgeschwiegen. Es ist eine heimtückische Krankheit.
    Ich habe mir schon lange Gedanken bezüglich des Co-Alkoholismus' gemacht. Auch ich war ein solcher. Ich habe sogar den Wein gekauft. Darüber Reden war nicht möglich. Sie hat es sehr aggressiv negiert. Da wir uns ohnehin sehr oft gestritten haben, wollte ich diesbezüglich meine Ruhe haben, ja, ich habe den Wein gekauft, um meinen Frieden zu haben. Irgendwann hatte ich keinen Bock mehr auf Streit.

    Wem hätte ich davon berichten sollen, wenn sie selbst uneinsichtig war?
    Geändert von Steintor (13.06.2013 um 22:52 Uhr)

  9. #19
    Lysander

    Gast

    AW: ADHS und Dissoziation

    War bei mir genauso. Ich habe auch den Alkohol zeitweise gekauft. Und ich dachte auch, dass ich niemanden zum Reden hatte. Stimmte aber nicht.

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: ADHS und Dissoziation

    Wenn man so den pro Kopf Verbrauch in D anschaut, dann frage ich, wo das Zeug immer wieder so hin läuft .

    Und jeder der darüber spricht oder schreibt, trinkt nur hin und wieder ein Gläschen....

    Ich denke ich habe keine Alkohol Probleme, habe das Bier und den Wein jedoch viele Jahre literweise in mich hinein gekippt.
    Gott sei Dank habe ich eine gute Leber .

    Und ja, ich war nach einem Liter Wein nicht mehr ich selbst.
    Gemerkt hab ich das dann spätestens am nächsten Morgen.

    Ich kreide keiner/keinem sein Genuss an.
    Hin und wieder empfiehlt es sich, selber mal zu schauen wo man steht.
    Das geht am Besten mit sechs Wochen komplett ohne.
    Macht das keinerlei Verlangen über die ganze Zeit, dann kann man ruhig weiter sein Geld zum Fenster raus werfen .

    LG,
    Steve

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