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Diskutiere im Thema ADHS und Selbstwertgefühl im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    cocolores

    Gast

    AW: ADHS und Selbstwertgefühl

    Ah, ok, jetzt verstehe ich das besser; auch wie du das mit dem Revoluzzer meintest.

    Ich habe jetzt eine Weile überlegt, inwieweit sich ein "subklinischer" ADHSler wie ich (niemals Medis bekommen und keine Therapie (mehr)) eventuell nur einredet, dass ihm die Sache einen gewissen Benefit im Selbstwertgefühl bietet.

    Ich stolpere nämlich in deinem Post immer wieder über den Passus "weit ab der Norm". Wenn wir uns mittels Medikamenten oder den entwickelten Selbsthilfestrategien "zurück in die normale Zone" hangeln, dann ist das doch gut - und kein Ausdruck von Persönlichkeitsverlust. Brauchen wir die ADHS als Alleinstellungsmerkmal? Damit greife ich jetzt mal die Worte von Eiselein auf. Nicht ketzerisch, nein, ich versuche ernsthaft zu überlegen, wieso mir der Gedanke mit dem Verschwinden in der grauen Masse instinktiv ein komisches Gefühl im Bauch erzeugt ebenso wie der Gedanke, trotz oder gerade mit den Kompensationen, die wir im Alltag betreiben, um Schritt zu halten, uns dennoch ausserhalb der Norm aufzuhalten und dieser "nachzuhinken".

    Entweder vertritt meine Eigenwahrnehmung einfach ein meinem Level angemessenes Gefühl der Normalität, weil ich noch nie damit gehadert habe, wenn ich mich bei irgendeiner Gelegenheit im Mainstream wiederfand. Oder ich habe die Tragweite meines Copings noch nicht begriffen und muss mich gezielter reflektieren.

    Vielleicht ist es ja auch einfach ok in dieser Mischung und führt dazu, dass ich einfach aus meinem Nachteil das Beste zu machen glaube. Mein Selbstwertgefühl hat sehr viel Auftrieb erfahren ( das war nötig nach den vielen Jahren, in denen ich mich als dämlich und unzulänglich empfand), seitdem ich die Energie, die meine Überdrehtheit bspw. erzeugt, in meine Strategien am Arbeitsplatz stecken kann; quasi kanalisiere.

    Früher habe ich mich fertiggemacht dafür, mich ständig bei Flüchtigkeitsfehlern zu erwischen oder schlimmer, mich erwischen zu lassen. Heute habe ich die Flucht nach vorn angetreten und plane mir Zeit dafür ein, meine Arbeiten stichprobenartig zu kontrollieren, bevor ich sie abgebe. Die ADHS macht mich schnell, das heisst, wir brettern ja bisweilen über Aufgaben drüber, sind viel zu schnell, vergessen die Hälfte und verhampeln uns bei der anderen Hälfte. Aber danach wird der Zeitvorteil in die Kontrolle gesteckt und oft komme ich so in einem ähnlichen Zeitrahmen zu einem ähnlichen Ergebnis wie meine Kollegen, die es fertigbringen, ihre Aufgabe konzentriert am Stück zu erledigen, während dabei fünfmal das Telefon läutet, im Werkshof die Kehrmaschine rödelt und noch ein Radio läuft - ein Umgebungsdruck, der mich locker auf die Palme bringt und verhindert, dass ich am Ball bleibe. Aber seitdem ich "weiss", wieso es mich auf die Palme bringt, kann ich plötzlich damit umgehen. Ich sage mir dann, das ist "nur" deine ADHS. Dein Empfinden ist "normal". Es besteht kein Grund zur Panik. Und dann geht es.

    An schlechten Tagen allerdings halten Kollegen im Raum neben meinem Büro eine Besprechung bei offener Tür ab und es ist mindestens eine Frau dabei, die eine Stimme hat wie ein elektrischer Dosenöffner. Und dann fühle ich mich wirklich besch***, denn dann sitze ich da und möchte am liebsten nach nebenan gehen und ostentativ die Türe schliessen zum Meetingsraum. Und dann sehe ich im Geiste die anderen aufschauen, denen das Stimmengewirr in dem Raum NICHT aufgefallen ist, - dass Frau Cocolores aber wieder damit überfordert ist und die Tür zuhaut, schon. Dann erlebe auch ich eine Art Leidensdruck. Aber wenn ich dann darüber nachdenke, was du schreibst über die existentiellen Nöte, die bei anderen zu Berufsunfähigkeit führt, dann habe ich wohl damit ein Luxusproblem.

    Und fast möchte ich geradezu entschuldigend hinzufügen: mir hat die psychoaktive Komponente von ADHS so manche Beziehung verhagelt. Und ich weiss das. Und ja, mein Selbstwertgefühl als potentielle Beziehungspartnerin hat darunter sehr gelitten. Vielleicht fokussiere ich mich auch deshalb auf Positives, auf meine Lernkurve im beruflichen Bereich oder in der generellen Selbstorganisation.

    Sorry dass es so lang geworden ist

    Ich habe meine Gedanken in etwa 5 Minuten heruntergeschmiert und dann das Doppelte de Zeit in die Korrektur gesteckt

  2. #12
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADHS und Selbstwertgefühl

    .............................. .
    cocolores schreibt:
    Ich stolpere nämlich in deinem Post immer wieder über den Passus "weit ab der Norm". Wenn wir uns mittels Medikamenten oder den entwickelten Selbsthilfestrategien "zurück in die normale Zone" hangeln, dann ist das doch gut - und kein Ausdruck von Persönlichkeitsverlust.

    So meine ich es auch nicht. Ich würde fast Alles drum geben, ohne Mehraufwand der Norm zu entsprechen. Jedes Indviduum in der Norm hat eine eigene Persönlichkeit. Nur ich eben nicht, wenn ich versuche mitzuhalten. Denn dann müssen weit aus mehr Dinge runtergefahren werden, um die Kräfte zum Mithalten zu erhalten. Dinge wie Interessen, Vorlieben, Hobbys, Liebe etc.etc. Und das ist für mich einem Verschwinden und Auflösen gleich.

    Brauchen wir die ADHS als Alleinstellungsmerkmal?
    Ich nicht! Auch nicht als Kreativitäts- oder Intelligenznachweis. Für mich ist es ein reiner Defekt . (point!)

    Aber wenn ich dann darüber nachdenke, was du schreibst über die existentiellen Nöte, die bei anderen zu Berufsunfähigkeit führt, dann habe ich wohl damit ein Luxusproblem.
    Nee, ein Quentchen mehr Glück..........
    In Bezug auf Komorbidität, Umstände etc.....



    Und fast möchte ich geradezu entschuldigend hinzufügen: mir hat die psychoaktive Komponente von ADHS so manche Beziehung verhagelt. Und ich weiss das. Und ja, mein Selbstwertgefühl als potentielle Beziehungspartnerin hat darunter sehr gelitten. Vielleicht fokussiere ich mich auch deshalb auf Positives, auf meine Lernkurve im beruflichen Bereich oder in der generellen Selbstorganisation.

    Vllt fokussiere ich mich auch aufgrund der Komorbidität Depression zu sehr auf das Negative........


    Nachtrag:
    Den Benefit im Selbstwertgefühl würde ich weder unterschätzen noch mit "subklinisch" herunterspielen. Nur als abgebrühter "alter Hase" in Sachen Psychiatrie und Diagnosen empfinde ich einfach keine Erleichterung. Es ist ganz trocken einfach nur ein weiterer, neuer, anderer Versuch mir Erleichterung zu verschaffen. Ein Versuch, der aber durchaus auch Hoffnung in sich birgt.


    Und jetzt Schluss mit offtopic

    Geändert von creatrice ( 8.06.2013 um 18:54 Uhr)

  3. #13
    cocolores

    Gast

    AW: ADHS und Selbstwertgefühl

    Ja, jetzt gezielt zu antworten, würde auch mehr ins OT führen ...

    Andererseits sind wir ja ganz nah am Thema, wenn wir darüber diskutieren, inwieweit sich der unterschiedliche Leidensdruck, der bei ADHS entsteht, auf das Selbstwertgefühl auswirkt. Gerade wenn man sich die Mühen, mehr zu sein, energievoller zu sein und damit mehr Lebensqualität zu erreichen, von den unterschiedlichen Blickwinkeln aus betrachtet ansieht ... Einiges führt zu mehr Selbstsicherheit, anderes bringt einen mehr von sich weg.

    Ich bin ja netto erst eine Handvoll Tage hier im Forum aktiv. Ich habe viel gelesen. Abgesehen von den vielen positiven Impulsen, die ich hier beim Lesen bekam, stiess ich auch auf sehr traurige Lebensgeschichten. Ich war geschockt von der Erkenntnis, dass ADHS und seine Komorbiditäten bei einigen zur Arbeitsunfähigkeit führten. Gerade diejenigen, die hier stark depressiv sind oder nicht durch Frühverrentung wenigstens materiell abgesichert sind, haben mein Mitgefühl. Mit so etwas hatte ich gar nicht gerechnet, als ich mich hier anmeldete. Auch nicht mit Leidensgefährten, die sich als verkannter Milchschaum im Gesellschaftskaffee sehen und mit erschreckend negativem Dünkel auf andere schauen. Ersteres gefährdet das Selbstwertgefühl, Letzteres zeugt nicht gerade davon.

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADHS und Selbstwertgefühl

    cocolores schreibt:
    Auch nicht mit Leidensgefährten, die sich als verkannter Milchschaum im Gesellschaftskaffee sehen und mit erschreckend negativem Dünkel auf andere schauen. Ersteres gefährdet das Selbstwertgefühl, Letzteres zeugt nicht gerade davon.

    Japp............

    trotz zugegebener Maßen hohem Unterhaltungswert auf hohem Niveau, eben auch nur ein fast ehrenrührig anmutender Versuch, den Selbstwert auf erträglichem Niveau zu halten........




    womit wir wieder beim Thema wären.....

  5. #15
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    @mr91 & all:

    Ich bin der Aufassung man sollte sich von dem Wort: Selbstwertgefühl
    ganz trennen und sich davon "höflich" verabschieden!

    Menschen neigen dazu in Werte zu denken. In extremer Form (je größer das Problem, desto mehr) wäre das aber unbewusst: "Wie viel ist Mensch xy für mich wert?" , "Was sollte der Mensch xy für mich noch tun, wenn ich ihn wertschätzen soll?" , "Wie viel steckt noch in diesem Menschen drin und was für einen wert hat er und wie kann ich mit diesem Menschen etwas bezahlen?" , usw.

    Das wurde in der Zeit zur alltäglichen Floskel, ist aber nichts anderes als ein primitives "sich gegenseitiges bewerten und ggf. zu ändern oder ggf. Wertloses wegzuwerfen" - Gesellschaft halt...
    [Wenn das so bleiben soll nennt man es vielleicht Wertkonversatismus, keine Ahnung... ^^]

    Und da ist die Frage: "Wie viel ist man für sich selbst noch wert und wie kann man seinen Wert (Leistungsdruck/Stress!) steigern?" eher kontraproduktiv, wenn man ohnehin Probleme hat, die Probleme um einen herum zu akzeptieren. (Ja Probleme, Probleme richtig zu lösen. Verzwickt, nä? ^^)

    Das passendere Wort ist IMO Selbstakzeptanz!:

    Was nützt es einem, wenn man viel wert ist, aber man diesen Wert nicht akzeptiert. Ihn zu niedrig oder gar zu hoch empfindet?
    Man sollte sich nicht selbstbelügen und sein eigener Sklave werden, wenn man sich nur mag, wenn man "wertvoll" ist oder gar sich von anderen bewerten lässt!



    PS: Ist ja auch nur ein -Gefühl, näh? ^^ Gefühle gab es schon vor dem Menschen...
    ...und es ist ein "nur".

    [Uii Rhetorik um 7:30Uhr, was Schlafentzug so alles macht: Hartes Zeug!]
    Geändert von Aleã (11.06.2013 um 08:55 Uhr) Grund: höflich

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 170

    AW: ADHS und Selbstwertgefühl

    Selbstwertgefühl ist eines meiner persönlichen Baustellen.
    Von Kindesbeinen an wurde ich über Leistung definiert. Nur wenn ich "Besonderes" vollbracht habe wurde ich bemerkt. Dieses Bewertungsmuster habe ich übernommen, obwohl ich immer darunter gelitten habe.

    Da ich sehr oft meine mir selbst viel zu hoch gesteckten Ziele nicht erreiche, bin ich dauerunzufrieden. Ich schimpfe und hardere mit mir und drehe mich im Kreis. Bisher ist es mir nicht wirklich gelungen daraus zu kommen, obwohl ich schon Pläne und sogar Verhaltenstherapien gemacht habe.

    Oft bin ich regelrecht resigniert. Richtig Depressiv und blockiert schaffe ich noch weniger als wenig, was meine Spirale hochtreibt.
    Durch dieses ständige Nichterreichen ist mein Selbstwertgefühl gleich -0.

    Abgelöst wird dieses -0 Gefühl manchmal von hochgradigen Überschätzungsgefühlen. Meine Höhenflüge sind oft produktiv und ich bewege und schaffe viele Anfänge, die ich aber leider selten beende, wodurch der nächste Absturz vorprogrammiert ist und ich wieder bei -0 ankomme

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 241

    AW: ADHS und Selbstwertgefühl

    Selbstwertgefühl ist eines meiner persönlichen Baustellen.
    Von Kindesbeinen an wurde ich über Leistung definiert. Nur wenn ich "Besonderes" vollbracht habe wurde ich bemerkt.
    So ähnlich sieht`s bei mir aus. Wobei ich eher beachtet wurde, wenn etwas schief lief. Dann kam ein "Typisch Rioja" ...
    Positives wurde als normal gesehen und wurde wenig bis gar nicht mir gegenüber kommentiert.

    Ich bin deshalb extrem blockiert, Sachen mal auszuprobieren, obwohl mir einiges im Kopf schwirrt, was ich gern umsetzen möchte. Dann kommt noch der eigene zu hoch angesetzte Anspruch und das nicht Annehmen können der Annerkennung anderer Leute.

    So langsam blicke ich bei meiner Baustelle durch und schaffe sogar die ein oder andere Reparatur
    Beispiel: Wochenende besuchte ich einen Vorführung. Vor mir hatte sich eine Frau platziert, so dass ich überhaupt nichts sehen konnte. Da sie Möglichkeiten hatte sich anderweitig hinzustellen, bat ich sie darum. Das war mit extrem viel Herzklopfen und dickem Kloß im Hals für mich verbunden. Keine 10min später unterhielten sich die Nachbarn so laut miteinander, dass ich (wo ich ohnehin Probleme habe, "gezielt" zu hören) ich gar nichts mehr mitbekam. Auch diese bat ich dann, etwas leiser zu sein ... In beiden Situationen hatten die Leute Verständnis und kamen meinem Wunsch nach.
    Ich war stolz wie Oskar, da die Konsequenz sonst wieder gewesen wäre, dass ich mich die ganze Zeit geärgert hätte, innerlich explodierte, wütend auf mich selbst, da ich den anderen eine größere Wertschätzung zugestehe als mir selbst.

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADHS und Selbstwertgefühl

    Ich glaube, der Schlüssel liegt (so sehe ich es) in der Selbstakzeptanz.
    Dazu, finde ich, war es für mich wichtig die Zusammenhänge zu verstehen -

    Ein Teil warum ich so bin,
    wie ich bin hat nun mal mit der Disposition Adhs zu tun.

    Viele gesellschaftliche Tugenden - sind für mich nun mal schwieriger zu bedienen.

    Einen grossen Teil meines Lebens habe ich damit verbracht - zu verbergen - bis mich als Ganzes "Person" zu verbergen versuchen.

    Authentisch sein dürfen - darf man dies in unserer Gesellschaft überhaupt? - Wie viele laufen mit ihren selbstgebastelten "Fassaden" rum
    eine riesen Show von vermeidlichen Werten, die nur dazu dienen sich selbst zu verkennen. (Also, seiner Selbst weniger Dankwert zukommen zu lassen)

    Nun gut, nicht viele Menschen machen sich solche Gedanken - dass ist mir bewusst - und Teil meiner persönlichen Kompliziertheit - die
    ich akzeptieren muss. Das macht mich für andere so Anstrengend -

    Ja, ich bin überzeugt, dass der Mensch sich immer wieder verändert, an den Erfahrungen wachsen kann - es sind eben genau auch diese Erfahrungen
    die einem zu dem "gemacht" haben - wer wir sind..... so sind es nicht die Erfahrungen an sich, die Wegweisend sind - sondern welche Schlüsse wir
    daraus ziehen..... DAS können wir beeinflussen.

    Das Ziel - sich Selbst, seine Persönlichkeit - von den Werten anderer Trennen. (Ich kaufe mir ein neues Auto, weil es mir gefällt, ich eins brauche,
    mir spass macht, ich es finanzieren kann u.s.w. - und nicht um es zu präsentieren.... als Fassade) Schlicht es nicht nötig haben, sich Meterielle, Idelle,
    Werte zuzulegen um Anderen eine Show zu bieten.

    Glück? Zu friedenheit? - Wenn ich aufhöre es zu beWERTEN - und das was IST zu akzeptieren und daraus das Beste (für mich) zu machen.

    Sobald ich mich dabei nicht vergesse - gebe ich meiner Selbst die berechtigte Wertigkeit ohne die Situation zu bewerten.

    Auf alle Fälle, ich finde schon - dass jeder Mensch es sich verdient hat - sich selbst als Person als Richtig zu sehen. (Schade, dass die Gesellschaft hier
    immer mit dem Vorwand der Erziehung (auch gut gemeinter) - an einem rumzerrt)

    lg

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 241

    AW: ADHS und Selbstwertgefühl

    Ich glaube, der Schlüssel liegt (so sehe ich es) in der Selbstakzeptanz.
    Sehe ich auch so. Es ist nur ungemein schwierig diese zu entwickeln, wenn Du das Gefühl! hast, dass das intimste Umfeld (Eltern/Familie) von Dir, Dich nicht so akzeptierst, wie Du bist. Jetzt als erwachsene Frau schaffe ich es so laaangsam, eben auch, weil ich die Zusammenhänge verstehe. Aber als Kind ist dies doch gar nicht möglich und so baust Du eine Fassade auf ... Ich kann mich noch an eine Stimmung in meiner Jugend erinnern, wo ich merkte, dass ich mich in meinen ganzen Masken vollständig selbst verloren habe ... Ich wußte einfach gar nicht mehr, wer ich wirklich war.

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADHS und Selbstwertgefühl

    @Rioja

    Das stimmt, als Kind habe ich dies als "Schutz" aufgebaut - um zu funktionieren, zu überleben?
    Ich kann nicht wirklich erkennen ob es die nicht Akzeptanz der Umgebung war oder das eigene Erahnen des Unvermögens
    so zu funktionieren wie die grosse Masse.

    ich durfte ja gar nicht so sein, wie ich war - weil die Reaktion darauf mir Signalisierte, dass dies Falsch war.

    Wenn diese Basis fehlt - wie soll man dann ein gesundes Selbstwertgefühl aufbauen?

    Es gibt ja Erziehungsratgeber, die genau darauf hin weisen - das Kind nie in seiner Person zu kritisieren - sondern
    das unangebrachte Verhalten, mit den Konsequenzen seines Tuns u.s.w.

    Sich Minderwertig fühlen - ist anerzogen dito sollte die Umkehrung auch möglich sein. (glaube ich.... oder?)

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