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Diskutiere im Thema Passiv-aggressive Störung im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 226

    AW: Passiv-aggressive Störung

    Ich gestehe mir auch diese Störung ein


    Eine nette Beschreibung diesbezüglich findet ihr auch hier: Die passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung

    LG Fledermaus

  2. #12
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.457

    AW: Passiv-aggressive Störung

    Ich finde es gut, vor allem ist aus der sicht der betroffenen. Da sehe ich schon eine unterschied zu ADS und erkenne mich wenig dadrin... Aber einiges erkenne ich bei mein freund... Schwierig im umgang, eckt überall an.

    Wie ich mit ihm umgehe (es war doch die fragen)? was da funktionniert ist sich abgrenzen, durchsetzten ohne autoritär zu wirken und im den dass man von seine gefühlen und bedürfnissen redet. So bekomme ich schon etwa mehr... Ab und zu mache ich eine bemerkung über seine bockigkeit, in dem dass ich ihm sage, dass es manchmal nichts bringt einiges zu sagen, es kommt ehe nicht an und da realisiert er einiges und verändert seine verhalten.

    Was auch hilft, da es bei denen typisch ist, seine wünschen nicht direkt auszusprechen ist ihnen dazu zu ermutigen...

    Da er weiss was für ihm richtig ist, aber manchmal auch für mich (er verhält sich autoritär mit mich) sage ich ihm eben, dass ich selber doch weiss... Also, solche menschen können sich genau so verhalten wie sie selber nicht vertragen und ab und zu dran hinweisen hilft auch. Auch mit sätzen wie: "Es ist mein leben, ich entscheide selber!"

    lg
    Geändert von mj71 (30.03.2013 um 14:15 Uhr)

  3. #13
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Passiv-aggressive Störung

    Das ist eine anschauliche Darstellung, Fledermaus. Ein paar Dinge erkenne ich in mir wieder, andere passen gar nicht bzw. sie passen manchmal, aber bei weitem nicht immer.

    Irgendwie mache ich mir gerade Gedanken über die schizoide und die paranoide PS. Aber das ist ja das, was ich sagte - irgendwie trifft immer was zu.
    Geändert von summerset (30.03.2013 um 15:01 Uhr)

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 795

    AW: Passiv-aggressive Störung

    Ich habe soeben das Buch von Scott Wetzler "Warum Männer mauern..." gelesen. Ein paar Sachen passen, kommen aber bei AD(H)S genauso vor.

    Beim Thema Sex passe ich da aber absolut nicht rein, also negiere ich das mal für mich und bleibe bei AD(H)S.

  5. #15
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 908

    AW: Passiv-aggressive Störung

    Fledermaus schreibt:
    Ich gestehe mir auch diese Störung ein


    Eine nette Beschreibung diesbezüglich findet ihr auch hier: Die passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung

    LG Fledermaus
    oh ja einiges ist mir sehr bekannt nun ja meine frage was kann ich dagegen tun?

    liebe grüße

  6. #16
    Zotti

    Gast

    AW: Passiv-aggressive Störung

    Hallo,
    ja das Buch habe ich auch hier. Steht da nicht was mit passiv-aggressiv, also wenn Menschen freundlich sind und eigentlich aggressionen gegen dich haben.

    Ich meine solche Leute kenne ich, das fühlt man förmlich, doch die ADSler sind doch eigentlich nicht so, sondern sie werden dann auch aggressiv oder ungehalten
    oder nicht. Muß mir das Buch mal raussuchen gleich. Habe bisher keinen gekannt, der das gelesen hat.

    Gruß Zotti

  7. #17
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 433

    AW: Passiv-aggressive Störung

    Ich könnte mir eher vorstellen, dass die passiv-aggressiven sich so verhalten, mit purer Absicht. Also quasi eine Art Trotzverhalten, aber vielleicht eher eines bei dem sie nicht absichtlich trotzig oder auflehnend sein wollen, sondern quasi weiterhin Freundlich/kooperativ wirken wollen.
    Statt offener Aggression oder Wut, bleibt das dann versteckt.

    Und ich glaube eher, dass diese Art verhalten gerne AD(H)Slern unterstellt wird, bei AD(H)Slern aber vielleicht einen anderen Grund hat.

    Also zwischen "nicht können" und "nicht wollen" besteht ja ein Unterschied.


    Wobei ich glaube: wenn man jemandem immer wieder unterstellt z.B. "faul zu sein oder sich absichtlich ungeschickt anzustellen", damit andere die Arbeit für einen erledigen, dann kommt auch bei denen die das nicht absichtlich machen irgendwann dazu, dass sie keine Lust mehr auf diese Unterstellungen haben und dann wirklich bocken und sich absichtlich daneben benehmen. (Wenn eh alles falsch ist, was man macht, kann man es schließlich auch ganz lassen. Und wenn man nur gemecker hört, hat man auch keine Lust mehr jemandem einen Gefallen zu tun)


    Zumindestens würde ich mir als Laie den Unterschied so erklären.
    Wenn man nur danach geht, wie etwas "erscheint", ohne zu beachten "warum sich jemand so verhält".

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.633

    AW: Passiv-aggressive Störung

    Jo, ich sag`s nochmal: einen ADHSler ohne passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung gibt es nicht. Das könnte man im Grunde bei jedem diagnostizieren ohne dadurch therapeutisch etwas gewonnen zu haben.

    Wieso?

    Weil die passiv-aggressive PS, genauer genommen die Symptome einer p.-a. PS bei einem ADHSler systemimmanent sind, also nicht Teil seiner Persönlichkeit, somit nicht auch Teil einer Störung der Persönlichkeit, sondern eine Folge der ADHS.

    Beweis des ganzen: Würde es sich um eine echte PS handeln, würde diese nach der Therapie der ADHS nicht verschwinden, was aber bei ADHSlern meist der Fall ist.

    Woher kommt die p-a- PS, genauer gesagt deren Symptome bei ADHSlern?

    Das fängt an in der Kindergarten- und Schulzeit. Der ADHSler macht die Erfahrung:

    1. So wie es die anderen machen, funktioniert es bei mir nicht.

    2. Wenn etwas funktionieren soll, muss ich es auf meine eigene Art und Weise erledigen. Dies führt meistens

    3. zu der Erkenntnis, dass es weder auf die Weise funktioniert wie es die anderen machen, noch auf die Weise, wie ich es selbst mache, dies führt

    4. zu der Erkenntnis, ich weiss, dass es nicht auf die Weise funktioniert, wie es die anderen machen, ich weiß, dass es auch nicht auf die Weise funktioniert, wie ich es mache, dennoch weiß ich es besser, wie es funktionieren müsste, als die anderen, dies führt

    5. zwangsläufig zu einer passiv-aggressiven Haltung, die man aber wie gesagt nicht als p.-a. PS definieren kann.

    Dies gilt sinngemäß auch für alle anderen PS mit Ausnahme der

    - dissozialen, im amerik. Sprachraum ODD genannten, auch als assozialen PS bekannten PS
    - der Borderline-PS - hier ist noch unklar, ob es sich um eine eigenständige PS handelt - und nicht wie Cordula Neuhaus vermutet um eine ADHS + PTBS
    - der schizotypen und der schizoiden PS


    Alle anderen PS haben zu viele Merkmale mit einer ADHS gemein, als dass eine zusätzlich Diagnose zum ADHS als gerechtfertigt oder auch nur als sinnvoll erscheint. Im Klartext. Eine ADHS ohne (durchaus zu rechtfertigende Diagnose) "kombinierte PS" gibt es überhaupt nicht.

  9. #19
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 433

    AW: Passiv-aggressive Störung

    vielleicht ist es zudem einfach eine Folge von unterdrückten Gefühlen

    Klar, jeder lernt irgendwie "sich am Riemen zu reißen" als Kind, sowohl ADHSler als auch Normale.
    Nur ist es für impulsiver Personen um so schwerer.

    Und da verlagern sich Gefühle mehr nach Innen, aus Aktivität wird Passivität.
    (Zumindestens im Extremfall).
    Alles was "offensiv" nicht erlaubt ist, aber zum normalen Gefühlsspektrum gehört, wird dann quasi eher nach innen gelegt.
    Und wer sich dann quasi selbst erziehen muss, weil das, was nicht mehr offen angesprochen wird ja auch nicht mehr von Außen erklärt oder Reflektiert wird, mündet vielleicht in übertriebener "Aggression", die manchmal ja wirklich nicht an die Situation angemessen.

    (Wobei: Impulsive Menschen reflektieren ja maximal hinterher....schneller Reden als Denken usw...)


    Ich glaube aber dennoch, dass manches unüberlegtes Verhalten fälschlicherweise als passive Aggression ausgelegt wird.
    (Wobei: vielleicht sogar sehr schnell von ADHSlern selbst? Passiert sicher nicht selten dass man etwas als persönlichen Angriff erlebt, das eigentlich nicht diese Absicht hatte. Auch bei nicht-ADHSlern, Schulz von Thun spricht ja auch von den verschiedenen Sprachebenen die gerne missverstanden werden)

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.633

    AW: Passiv-aggressive Störung

    Die typische Einstellung von ADHSlern zu Psychotherapeuten ist ungefähr die folgende:

    Ich komme wie ich bin mit meinem Leben nicht klar.

    Ich will aber an mir auch nix ändern, ich finde mich nämlich ganz o.k. so, nur die anderen sind irgendwie völlig bescheuert.

    Also, mach mal was.

    Diese Einstellung wird von vielen Psychotherapeuten, als "passiv-aggressiv" eingeschätzt. Damit verraten sie aber weniger, dass sie eine Ahnung von passiv-aggressiven PS hätten, als vielmehr, dass sie keinen blassen Schimmer von ADHS haben.

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