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Diskutiere im Thema Umgang mit Suizidgedanken im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #21
    bizzylizzy

    Gast

    AW: Umgang mit Suizidgedanken

    Lysander schreibt:
    Daraufhin ging ich zum Schulpsychologen, der sich sehr um mich bemühte und mir Perspektiven aufzeigte.
    Es wäre gut, wenn es in den Schulen mehr Schulpsychologen gäbe oder solche fähige Personen,
    die sich der Kinder in derweise annehmen, dass sie sie aufbauen und über ihre Schwierigkeiten
    und die vielen Fragen oder peinliche Gedanken, die sie bewegen, sprechen können.

    Viele KInder bleiben leider sich selbst überlassen.
    Zum einen weil sie selbst nicht benennen können, was sie haben bzw. was ihnen fehlt. und zum
    anderen weil man ja solche Gedanken nicht ausspricht - ist peinlich oder nicht erlaubt.
    In der Regel fehlt meiner Meinung nach der richtige Ansprechpartner.

    Auch ich habe seit der Kindheit (8/9 J.) wiederkehrende Suizidgedanken bis hin zu konkreten
    Plänen gehabt (ich dachte immer, ich wäre nicht für diese Welt geschaffen und auch nicht für eine
    andere) - aber nie ausgeführt, weil mir meist die Kraft fehlte oder weil ich niemanden enttäuschen
    wollte - die Idee taucht schon noch hier und da auf, aber nur noch sehr flüchtig zum Glück.

    Ich habe keine Ahnung, was mir geholfen hat - und manchmal denke ich, dass mir genau dieser
    Gedanke an einen möglichen "Fluchtweg" wiederum wie eine Perspektive erschien, falls es
    noch auswegloser kommen würde - klingt paradox, aber dadurch habe ich ein wenig Kraft oder
    ich nenne es "vereinzelte Impulse" fürs Weiterleben bekommen. Aber am meisten hat da wohl das
    Stehaufmännchen, der Lebenswille nach dem Motto "und jetzt erst recht" dagegen gewirkt und ich
    denke, dass auch die Kreativität diesen selbstzerstörerischen "Wunsch" immer wieder ein STück
    weit besänftigt hat.

    Jetzt frage ich mich: Wenn ich da zur richtigen Zeit (also schon früh in der Kindheit) die richtige
    Person (die mir zugehört hätte, bei der ich offen hätte reden können) zur Seite gehabt hätte, was
    wäre ich wohl für ein Mensch geworden? Ich wäre immer noch die Gleiche, aber vielleicht hätte ich
    mir viel Kummer und den auslaugenden immerwährenden Kampf in meinem Inneren erspart und es
    wären viel mehr positive Spiralen in meinem Leben angestoßen worden ??? Wer weiß ...

    Dennoch muss ich sagen, dass ich dem nicht nachtrauere - ich bin recht zufrieden mit mir und auch
    damit, wie ich mein Leben jetzt endlich selbst STück für Stück wieder in die Hand nehme und sicher
    eines Tages die Oberhand gewinnen werde... (vielleicht habe ich sie jetzt schon gewonnen, nur
    weiß ich noch nichts davon

  2. #22
    salamander

    Gast

    AW: Umgang mit Suizidgedanken

    Aleric schreibt:
    Man hört immer nur Sätze wie "wer von solchen Gedanken geplagt wird muss sich Hilfe suchen", "Depressionen sind heilbar" etc. Was aber, wenn man in diesem Moment gar keine Hilfe in Anspruch nehmen will?

    Zudem wissen, wie hier im Thread richtig steht, die meisten gar nicht damit umzugehen, auch manche Doktoren nicht.

    Die Gefahr enttäuscht zu werden und nur noch tiefer reinzufallen ist mir einfach zu groß.

    Den Satz "Depressionen sind heilbar" kann ich auch nicht mehr hören, ich schleppe sie jetzt schon 7 Jahre mit mir herum, ohne wirkliche Aussicht auf Heilung.
    Müssen tust Du schon mal gar nichts, das ist das erste.

    Die Frage ist eher, ob Du Hilfe finden willst, so wird ein Schuh draus.

    Das nächste ist die Frage, was ist denn überhaupt Hilfe für Dich? Wie soll die aussehen? Was kannst Du annehmen akzpetieren?

    Wenn Ärzte nach Suizidgedanken und konkreten Suizidgedanken fragen, dann tun sie das aus versicherungsrechtlichen Gründen. Abhalten können sie niemanden, der es wirklich will. Der wird auch nicht in eine Klinik gehen, sondern es irgendwann tun. Weil sterben auch ein Recht ist, das jeder Mensch hat, ab dem Tag seiner Geburt. Macht nur den meisten Angst, sich das einzugestehen..., gehört aber auch zum Leben.

    Was meinst Du mit "Gefahr enttäuscht zu werden?". Wenn sterben das naheliegendste ist, wer kann Dich da noch enttäuschen. Du bist es doch schon, denn da ist niemand, der Dich halten kann...

    Na ob eine Depression heilbar ist, das sei mal dahingestellt. Wo steht geschrieben, dass Menschen ohne Depressionen durchs Leben kommen, und dass es ihnen 365 im Leben gut geht? NIRGENDS. Die meisten sind bloß zu feig, das zuzugeben.

    Was es aber sehr wohl gibt sind gute und schlechte Tage. Und es steht in DEINER Macht, darüber zu entscheiden, auf welche Du Deinen Fokus lenkst, ab einem gewissen Punkt der Depression. Wenn Du grad ganz unten und tief im Keller hockst, hast Du diese Macht natürlich nicht. Und Du hast auch keinen Einfluß darauf, aber es gibt einen Punkt bei Depression, wo es zu einer Weggabelung kommt, und ab da wird es zu einer Art Entscheidung. Heißt nicht, dass das, weswegen Du Depressionen hast deshalb nicht mehr ist, oder gar besser..., heißt nur, dass es in DEINER Entscheidungsgewalt liegt, wohin DEIN Blick sich richtet. Möchtest Du mehr Dunkelheit oder mehr Licht? Vor der Wahl stehst Du irgendwann...

    LG
    Salamander

  3. #23
    Indigowoman

    Gast

    AW: Umgang mit Suizidgedanken

    An bizzylizzy:

    Ja, das wäre gut, wenn es in den Schulen mehr Schulpsychologen gäbe. Aber dann müssten es auch fähig sein, und nicht so kalte, distanzierte, die sich nicht in die Kinder hineinversetzen wollen und sie von oben herab behandeln. Die richten unter Umständen mehr Schaden an als eine echte Hilfestellung zu sein.

    Genauso sieht es aber auch mit den selbständigen Psychologen/ Psychiatern draußen aus. Meiner Meinung liegt es an dem Lehrstoff, den sie in Universitäten beigebracht bekommen. Dort lernen sie tatsächlich Sachen wie dass sie sich von den Patienten distanzieren sollen. Aber auf die Art können sie ihnen auch nicht weiterhelfen. Die sehen nur die Oberfläche und philosophieren herum. Die wühlen ohne es zu merken in Wunden der Patienten und trampeln auf den Gefühlen herum, statt sie aufzurichten.

    Das beste sind wohl doch Selbsthilfegruppen oder so ein Forum wie das hier. Was mir geholfen hat bei Depressionen: Ich habe in der Schublade ein Blatt liegen, wo ich alle Fähigkeiten von mir aufgelistet habe. Ist die Stimmung down, hole ich es hervor und lese es. Das hilft einem, nicht nur das Negative zu sehen. Jeder Mensch hat auch gute Eigenschaften, nicht nur Fehler.

    Grüße, Indigowoman

  4. #24
    bizzylizzy

    Gast

    AW: Umgang mit Suizidgedanken

    Indigowoman schreibt:
    An bizzylizzy:

    Ja, das wäre gut, wenn es in den Schulen mehr Schulpsychologen gäbe. Aber dann müssten es auch fähig sein, und nicht so kalte, distanzierte, die sich nicht in die Kinder hineinversetzen wollen und sie von oben herab behandeln. Die richten unter Umständen mehr Schaden an als eine echte Hilfestellung zu sein.

    Genauso sieht es aber auch mit den selbständigen Psychologen/ Psychiatern draußen aus. Meiner Meinung liegt es an dem Lehrstoff, den sie in Universitäten beigebracht bekommen. Dort lernen sie tatsächlich Sachen wie dass sie sich von den Patienten distanzieren sollen. Aber auf die Art können sie ihnen auch nicht weiterhelfen. Die sehen nur die Oberfläche und philosophieren herum. Die wühlen ohne es zu merken in Wunden der Patienten und trampeln auf den Gefühlen herum, statt sie aufzurichten.

    Das beste sind wohl doch Selbsthilfegruppen oder so ein Forum wie das hier. Was mir geholfen hat bei Depressionen: Ich habe in der Schublade ein Blatt liegen, wo ich alle Fähigkeiten von mir aufgelistet habe. Ist die Stimmung down, hole ich es hervor und lese es. Das hilft einem, nicht nur das Negative zu sehen. Jeder Mensch hat auch gute Eigenschaften, nicht nur Fehler.

    Grüße, Indigowoman

    Da pflichte ich dir voll bei.

    Auch mir hat dieses Forum bisher bei weitem mehr geholfen, als eine Verhaltenstherapie vor 2 Jahren.
    Das mit der Gute-Eigenschaften-Liste habe ich auch mal versucht. Aber in dem Moment, wenn es mir
    schlecht ging, konnte ich gar nicht an diese Liste denken, geschweige denn, sie zur Hand zu nehmen...
    ... hätte sie mir vielleicht auf meinen Bad-Spiegel kleben sollen

    LG
    bizzylizzy

  5. #25
    Lysander

    Gast

    AW: Umgang mit Suizidgedanken

    Es gibt gute wie schlechte Therapeuten.

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 340

    AW: Umgang mit Suizidgedanken

    Also ich kann mich nicht erinnern, darüber mal gesprochen zu haben.

    Es gab in der Kindheit einen Suizidversuch, der im Krankenhaus endete. Ich wollte ins Paradies, so, wie es in Reli beschrieben wurde.

    Ich hatte immer wieder diese Gedanken, hab aber nicht mehr versucht, sie umzusetzen.

    Aber vor ein paar Jahren hat sich das in einem depressiven Schub irgendwie verändert. Also nicht Suizid aufgrund von Verzweiflung o Ohnmacht. Sondern die ganz nüchterne Feststellung, dass es für mich gar keine Chance gibt. Ich habe in alle Richtungen geschaut, auch auf meine Vergangenheit u festgestellt, dass es darauf hinauslaufen wird. Ich war ganz ruhig und unaufgeregt. Ich konnte mir nicht mehr vorstellen, da raus zu kommen.

    Aber zum Glück wirken AD ( besonders jetzt das Elontril) tatsächlich dagegen. Irgendwie kommen die Gedanken schon immer mal (besonders wenn ich mich u mein Leben "realistisch" betrachte), aber sie blockieren irgendwie die Umsetzung.

    Mir macht manchmal ein bisschen Sorge, dass ich im medizinischen Bereich arbeite u daher auch einiges an entsprechendem Wissen habe.

    Ich vertraue weiterhin auf die Medis u hoffe, ich komm weiterhin so "gut" durch. Vielleicht kommt durch die Diagnose jetzt auch irgendeine Änderung.

  7. #27
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Umgang mit Suizidgedanken

    Ich bin neulich auf einen sehr guten Link gestoßen, wie ich finde:

    Suizidprophylaxe Die Frage nach dem Sinn - eine Aufgabe der Sozialarbeit?

  8. #28
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 80

    AW: Umgang mit Suizidgedanken

    ich schleppe diese gedanken auch schon ewig mit mir rum. mit 17 habe ich es das erste mal versucht, mit 18 ( das war während einer stat. therapie) nochmal. und seither denke ich mal mehr, mal weniger dran. ich war lange der meinung, das ich eben nicht alt werde. so, wie andere mit was körperlichen leben müssen, dachte ich mir, ist es eben mit meiner psyche. vielleicht werde ich ja 40 oder so. jetzt ist seit einem jahr wieder ganz übel. mein glück ist nur: ich bin zu feige. ich glaube,sonst hätte ich es längst getan, familie hin oder her.für die bin ich eh nur eine last.
    ich würde so gerne gehen, traue mich aber nicht. ich warte immer drauf, das mich vielleicht ein auto überfährt oder so. aber soviel glück habe ich nicht. der einfache weg ist mir offensichtlich nicht gegeben.

  9. #29
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 523

    AW: Umgang mit Suizidgedanken

    komischerweise hab ich das noch nie jemandem erzählt,
    dass ich manchmal suizidgedanken habe- außer meiner mum..
    und die als strenge christin sagt nur "jaa hmm jaa verstehe..du brauchst gott mein sohn"
    danach fühl ich mich jedesmal verarscht, weil ich nicht wirklich an religionen glaube.

    Ignis schreibt:
    jetzt ist seit einem jahr wieder ganz übel. mein glück ist nur: ich bin zu feige. ich glaube,sonst hätte ich es längst getan, familie hin oder her.für die bin ich eh nur eine last.
    ich würde so gerne gehen, traue mich aber nicht. ich warte immer drauf, das mich vielleicht ein auto überfährt oder so. aber soviel glück habe ich nicht. der einfache weg ist mir offensichtlich nicht gegeben.
    ist bei mir genauso, übrigens... zu feige für selbstmord -.-
    ich kann mir nicht einmal selbst wehtun.. nur emotional

    irgendetwas hält mich hier fest.. kann aber nicht sagen was, hoffnung vielleicht?
    ich sollte echt mal zum psychiater gehn
    Geändert von DerTyp (12.06.2013 um 20:59 Uhr)

  10. #30
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 80

    AW: Umgang mit Suizidgedanken

    DerTyp schreibt:

    ich sollte echt mal zum psychiater gehn
    da war ich schon sehr oft, hat auch nichts geändert, bin nur vorsichtiger geworden. ich sage nicht immer alles deutlich, denn der psychiater hier ist dafür bekannt, das er sehr schnell den richter anruft und das ist für mich der pure horror. mir ist nichts wichtiger wie meine selbstbestimmung. Nichts!!

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