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Diskutiere im Thema Umgang mit Suizidgedanken im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 795

    AW: Umgang mit Suizidgedanken

    Ich habe auch Suizidgedanken gehabt. Ich konnte mir nicht vorstellen wie es weitergehen soll. Mir hat der Gedanke geholfen, wenn Du das jetzt machst, weißt Du nicht was morgen kommt. Und viel schlechter konnte es kaum kommen.

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.101

    AW: Umgang mit Suizidgedanken

    Vielen Dank für die Ausführliche Erläuterung.
    Ja das Thema ist immer noch ein tabuthema und im RL habe ich selber noch nie darüber geredet. Vielleicht auch weil ich em teil meiner Persönlichkeit keinen Raum mehr gebe.
    Ja ich hatte den Gedanken auch einige Zeit lang.
    Allerdings hat mein ADS schlimmeres verhindert den ich habe mich in meine Pläne verstrickt bis es ein einziges durcheinander war. Zum Glück habe ich in die Richtung dann die Überlegungen aufgegeben. Ich lebte weiter Tag für Tag ohne Ziele ohne inspiration.
    Heute schleichen sich die Gedanken nur noch kurz in meine Gedanken ich kann sie jedoch schnell beiseite schieben indem ich einfach an meine Kinder denke die mich brauchen, indem ich an die Menschen denke die ich mittlerweile in mein leben gelassen habe und deren reaktion sollte ich diese Dummheit wirklich wagen.
    Ich ertrage den Gedanken nicht wie vielen ich damit Leid antun würde und so schiebe ich den Gedanken daran sehr schnell wieder beiseite. Heute kann ich es beiseite schieben früher ging das nur schwer.

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 683

    AW: Umgang mit Suizidgedanken

    Hallo Swidi,

    ich bin dir dankbar dafür das du den Bereich angesprochen und geöffnet hast. Ich habe es mir schon ganz oft und immer wieder durchgelesen und wollte was schreiben, es ging aber irgendwie nie.
    Nein, es ist keine Anleitung, sonder nur ein Punkt wo man drüber reden kann, weil man merkt: Hallo, auch damit bin ich nicht alleine und ich kann darüber reden. Mir geht es momentan richtig schlecht, fast ein Dauerzustand, und ich hoffe das es mir besser geht wenn ich wenigstens diesen Teil loswerde.

    Das erstemal da war ich 13. Ich habe alle Schmerzmittel zusammengesucht über längere Zeit, die ich bei meinen Eltern gefunden habe. Da die beide recht Chaotisch sind haben die es nicht gemerkt. Es hat nicht gereicht, zum Glück (oder auch nicht?!). Aber obwohl es mir sauschlecht ging, hat es keiner gemerkt. Bis heute frage ich mich warum?
    Dann nochmal 24 oder 25, diesmal war ich schlauer und hab mich besser informiert, andere Tabletten und den Beipackzettel gelesen. Gereicht hat es nicht. Aber ich glaube viel hat nicht mehr gefehlt. Der Auslöser war, das ich mal wieder Streit mit meinem damaligen Freund hatte. Wir haben gestritten er hat mich beschimpft und ist feiern gegangen.
    Als er zurückkam, hat er sich schlafen gelegt. Am nächsten Tag, ich war immer noch nicht klar, konnte nicht laufen mir war spei-übel. Musste ich wieder ärger über mich ergehen lassen, ich wollte ihm nur das we versauen, sollte mal überlegen, wie ich mich ständig benehme und ist gegangen und abends wieder feiern. Irgendwann ging es mir wieder gut. Warum hat er mich nicht ins krankenhaus gebracht, er wusste doch das ich die pillen geschluckt habe. Natürlich bin ich bei ihm geblieben.

    Zu Ende der Beziehung habe ich mich in eine psychosomatische klinik einweisen lassen, da habe ich dann halt erfahren, das ich ein problem mit männern habe und das es an meinem vater liegt. dort habe ich dann auch meine zukünftige schwiegermutter kennen gelernt......... (anderes Thema)

    naja, neue Beziehung schnell Geheiratet, Kinder.....
    aber ich habe immer wieder ganz oft daran gedacht. Eigenlich war der Gedanke noch nie weg. Der Plan steht, pah Plan, wenn ich überlege was ich so alles im Schrank habe.
    Ich habe meine Kinder die geben mir die Kraft es zu lassen, aber nicht die Gedanken loszuwerden. Manchmal in Gesprächen sage ich "ich lebe nicht, ich überlebe" das finden alle immer ganz lustig, aber das ist es nicht. Ich habe es in der Therapie noch nicht angesprochen, da ganz akute Dinge wichtiger waren und noch sind die Kinder ja auch da. Außerdem habe ich Angst wegern der Medis wenn die das erfährt, denn die brauche ich um über den Tag zu kommen.
    Ich habe nur Angst vor dem Tag wo die groß sind und weg gehen.Es ist gut und es ist wichtig und ich erziehe die auch zur selbständigkeit. Ich habe dann aber immer Angst vor meinen eigenen Gedanken und Gefühlen und ganz schlimm ist es wenn es mir schlecht geht.

    Fast mein ganzes Leben habe ich diesen Gedanken und dieses Gefühl in mir. Da man "sowas" nicht macht und auch offensichlich keiner dafür Verständnis hat oder es aufbringen will, oder wie auch immer habe ich da auch noch nie drüber geredet. Jeder (wohl sehr ungeschickter) Versuch auch nur im Ansatz in so eine Richtung zu kommen endete mir Vorwürfen über jammern zuviel selbstmitleid und egoismus und was auch noch immer.
    Manchmal frage ich mich, wie ich es geschaft habe so alt zu werden.......

    Ich habe soviele Baustellen und dadurch soviel Kummer und innerlichen Druck in mir, ich möchte mir einfach alles von der Seele schreiben.

    Das hier ist ein schweres Thema.

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Umgang mit Suizidgedanken

    Ich finde es sehr mutig, dass ihr euch hier beteiligt. Ja, es ist ein schweres Thema. Daher finde ich es um so wichtiger, dieses Tabu zu brechen. Wo sonst, wenn nicht hier, kann man darüber sprechen!

    lottchen schreibt:
    Ich habe soviele Baustellen und dadurch soviel Kummer und innerlichen Druck in mir, ich möchte mir einfach alles von der Seele schreiben.
    ...hast du dir mal überlegt, hier ein Tagebuch zu führen? Ich habe es auch angefangen und genau dann, wenn ich vor lauter innerlicher Anspannung platzen könnte, wenn ich die Kraft dazu hätte, hat mir schon manches mal das Schreiben geholfen.

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 683

    AW: Umgang mit Suizidgedanken

    Swidi schreibt:
    Ich finde es sehr mutig, dass ihr euch hier beteiligt. Ja, es ist ein schweres Thema. Daher finde ich es um so wichtiger, dieses Tabu zu brechen. Wo sonst, wenn nicht hier, kann man darüber sprechen!



    ...hast du dir mal überlegt, hier ein Tagebuch zu führen? Ich habe es auch angefangen und genau dann, wenn ich vor lauter innerlicher Anspannung platzen könnte, wenn ich die Kraft dazu hätte, hat mir schon manches mal das Schreiben geholfen.

    Ja gestern ;-)

    steht noch nix drin, aber wenn ich was schreiben möchte ist es jetzt da

  6. #16
    Lysander

    Gast

    AW: Umgang mit Suizidgedanken

    Am 30.5.1985 (glaube ich mich zu entsinnen) wollte ich mich umbringen. Ich hatte meiner Mutter von Zeit zu Zeit Valium gestohlen und wollte die zerstoßenen Tabletten mit Zucker und Wasser zu mir nehmen. An dem Abend als es passieren sollte, war ich auf einem Grönemeyer-Konzert in meiner Schule und da ich dort zum ersten Mal mit einem Mädchen knutschte und Händchen hielt, verschob ich mein Ansinnen... Ich hab aus der Zeit noch einige düstere Gedichte, die ich schrieb. Ich glaube nicht, dass ich es wirklich in die Tat umsetzen wollte. Ich schrieb meiner Mutter einen Brief, schilderte meine Probleme und bekam auch eine Antwort. Ich hatte nicht den Eindruck, dass sie mich ernst nahm, denn sie beschuldigte mich in ihrem Brief für ihre Herzprobleme verantwortlich zu sein. Daraufhin ging ich zum Schulpsychologen, der sich sehr um mich bemühte und mir Perspektiven aufzeigte.

    Es gab immer wieder mal schlimme Brüche in meinem Leben, in deren Konsequenz ich zwar kurz an die Option "Selbstmord" dachte, aber immer wieder fast sofort verwarf. Ich glaube, ich würde es nur tun, wenn ich später einmal nur noch unter Schmerzen leben könnte oder nicht als Demenzkranker enden wollte. Aber das betrifft eher den Herbst oder Winter des Lebens und hat nicht wirklich etwas mit Lebensmüdigkeit zu tun.

  7. #17
    Ani


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Umgang mit Suizidgedanken

    Finde es sehr mutig, dass dieses Thema eröffnet wurde. Es ist wirklich ein noch so großes Tabuthema.

    Gerade befinde ich mich wieder in dieser Phase, wo aus Impulsiven Gefühlen suizidale Gedanken erwachsen.
    Angefangen hat alles auch, ich glaube, in meiner Kindheit. Hatte immer wieder das Gefühl, nie gut genug zu sein für diese Welt und besiegelte diese Gedanken oft mit "am liebsten wär ich tot". Mit 16 bin ich dann vor lauter Verzweiflung in die Küche gerannt und hab dann hektisch die Besteckschublade aufgerissen und dann - Gott sei Dank - in Sekunden schnelle mein Vorhaben gebremst durch den Gedanken an meine Familie und dran, was ich ihnen für ein Leid antäte.

    Ab da lebte ich ständig mit den Gedanken, als letzten Ausweg den Tod wählen zu können. Das alles war wie eine Erleichterung. Es gab auch keine konkreten Pläne. Einfach nur der Gedanke an den möglichen Ausweg stand meinem ständigen Leidensdruck entgegen. Irgendwann begann ich dann auch eine Therapie. Die Depression ging nie weg.

    Vor ca 2 Jahren kam dann eine , leider negative, Wende in den Gedanken. Ich hatte eine sehr kurze Beziehung mit einem Typen, der wie ich Depressionen hatte. Ich fühlte mich magisch angezogen von ihm, wohlwissend dass er sukzessive begann mich kaputt zu machen. Mein einziger Ausweg schien das neue Jobangebot in einer anderen Stadt zu sein. Ich nahm es an und ging weg. In einem Gespräch zum Thema suzidale Gedanken mit meinem damaligen Freund sagte ich ihm, dass ich zwar öfters Gedanken an einem, ich nenn es jetzt mal Befreiungsschlag, hätte, dies allerdings nie tun könnte, wegen der Menschen die mich liebten.

    Nun gut, ich zog also in die neue Stadt, weit weg von dem Typen. Ich beendete unter Tränen diese kurze Geschichte und hörte dann gut einen Monat nichts mehr von Ihm. Dann kam eine Email von ihm, die sehr traurig und dunkel war. Ich versuchte mit ihm in Kontakt zu treten und ihn zu bewegen sich Hilfe zu holen, doch alles bitten schien zwecklos. Letztendlich ging alles so aus, dass ich ihn mit Hilfe der Familie einweisen lassen musste. Ab da zerbrach etwas in mir. Meine Gedanken verloren an Legitimität. Mir wurde klar, dass die Offenheit über dieses Thema zwangsläufig zu einer Einweisung führen können und das ist, ich habe es leider mit eigenen Augen sehen dürfen, eine üble Option.

    Aber nicht, das dies schon genug des ganzen Chaos war. Vor einem Jahr begann ich, ich befand mich im schlimmsten Tief meines Lebens, Pläne zu schmieden. Ich sagte mir vorher immer: so lange du keine Pläne hast, ist es alles gar nicht so schlimm. Doch plötzlich waren sie da. Genau zurecht gelegt. Selbst der Gedanke an das Leid was ich anderen damit zuführen würde war mir plötzlich egal, schien mir sogar wie Egoismus der anderen. Nach dem Motto: wie sie lassen mich lieber Leiden, statt mir zu helfen?? Mit der Angst im Nacken, jederzeit eingewiesen werden zu können bewegte ich mich mit meinen geringen Äußerungen stets auf dünnem Eis. Ich entschied mich in eine Tagklinik zu gehen, denn ich war mit allem schlichtweg überfordert. Mit einer kurzzeitigen Besserung kehrte ich in mein desaströses Leben zurück, hatte zudem mein Job verloren, der definitiv mit Schuld an all dem war. (Ist aber eine andere Geschichte).

    Nun stehe ich da und muss feststellen, dass das was mir erst den Halt gab, nun weg ist. Als ich den Plan schmiedete begann eine neue Ära meiner Depression. Eine tiefere und ich denke manchmal auch gefährlichere. Was ist gefährlicher: einen langen Plan schmieden, oder adhoc Impulsen ausgeliefert zu sein? Jedesmal wenn ich über die suizialen Gedanken reden wollte, in der Tagklinik, bei den Therapeuten musste ich das große Versprechen abgeben mir nichts anzutun, andernfalls müssten sie andere Maßnahmen einleiten. Ich verstand das sie die Einweisung meinten. Aber wie soll ich mich öffnen und auch meine Verzweiflung ausleben können, wenn die Einweisung droht? Es ist schade und erhöht den inneren Leidensdruck.

    Von daher ist es toll das sich jemand an dieses Thema getraut hat... Vielen Dank dafür. Ich bin also so gar nicht allein damit. So und nun beende ich hier mal meinen Roman...

    Grüsse, Ani

  8. #18
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Umgang mit Suizidgedanken

    Ani schreibt:
    Aber wie soll ich mich öffnen und auch meine Verzweiflung ausleben können, wenn die Einweisung droht? Es ist schade und erhöht den inneren Leidensdruck.
    ... das ist ein riesiges Problem.

    Einerseits müssen sich die Ärzte absichern, da sie sonst im Fall der Fälle schnell vor Gericht sind.

    Andererseits - wohin mit den Gedanken? Klar, natürlich müssen sie Bestandteil der Therapie sein. Aber wie du sagst: Sie stehen einem Öffnen auch im Weg, wenn man sich der Konsequenzen bewusst ist...

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 81

    AW: Umgang mit Suizidgedanken

    Ich finde diesen Thread zwar schon ganz gut, er ist für etliche Betroffene sicherlich hilfreich. Nur jetzt möchte ich mal eine andere Seite der Medaille hier einbringen, von der ich (beim groben Überfliegen der Antworten) nichts gesehen habe.

    Man hört immer nur Sätze wie "wer von solchen Gedanken geplagt wird muss sich Hilfe suchen", "Depressionen sind heilbar" etc. Was aber, wenn man in diesem Moment gar keine Hilfe in Anspruch nehmen will?

    Ich bin es leid ständig andere Menschen (Ärzte eingeschlossen) mit meinen Problemen zu belästigen. Das führt, meiner Meinung nach, auf Dauer nur dazu, dass ich gar nicht mehr ernst genommen werde. Zudem wissen, wie hier im Thread richtig steht, die meisten gar nicht damit umzugehen, auch manche Doktoren nicht. Deshalb behalte ich meine suizidalen Gedanken meist für mich und warte darauf, dass sie von selbst wieder verschwinden, was bisher auch immer so war. Ich will in solchen Momenten einfach keine Hilfe von außen, sondern das ganze mit mir selbst ausmachen. Falls es mal nicht klappen sollte, so hart das klingt, soll es eben so sein und fällt für mich in dem Moment in die Kategorie "dumm gelaufen".

    Da ich neben Depressionen auch mit einer sozialen Phobie zu kämpfen habe vertraue ich nur mir selbst zu 100%. Wenn ich einem anderen Menschen zu 80% traue ist das die Obergrenze und hier reden wir von "guten" Phasen. Das ist wohl mit der Hauptgrund, weshalb ich i. d. R. mit niemandem darüber reden will. Die Gefahr enttäuscht zu werden und nur noch tiefer reinzufallen ist mir einfach zu groß.

    Vergangenes Jahr war ich vier Wochen in einer psychiatrischen Klinik, weil ich nach konkreten Suizidplänen dorthin wollte. Von selbst wäre niemand auf die Idee gekommen mich dahin zu schicken, trotz klarer Andeutungen meinerseits. Und auch wenn das Ergebnis ein positives war, werde ich diese Aktion nicht mehr wiederholen, weil dann kann ich bald danach meinen Job an den Nagel hängen, was meine Depression mit hoher Sicherheit zur Vollinvalidität ausdehnen würde.

    Den Satz "Depressionen sind heilbar" kann ich auch nicht mehr hören, ich schleppe sie jetzt schon 7 Jahre mit mir herum, ohne wirkliche Aussicht auf Heilung. Das einzige sind immer neue und immer höhere Dosen an Medikamenten. Habe vergangenes Wochenende aus Frust über die immer wiederkehrenden Gedanken sogar aufgehört sie zu nehmen. Das war jedoch nicht aus sachlicher Überzeugung, sondern eher ein Auswuchs von Auto-Aggression. Verbessert hat das meine Situation und vor allem die Stimmung folglich auch nicht.

    Wie gesagt, das soll keine Kritik an diesem Thread sein, ich wollte das nur mal noch einwerfen um zu sehen, ob ich da ein "Einzelfall" bin oder es vielleicht noch Anderen so geht.

  10. #20
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 613

    AW: Umgang mit Suizidgedanken

    ui!
    habe gerade Eure Beiträge gelesen, und bin nun auch mutig etwas dazu zu sagen...

    Aleric: kann das ein Stück weit nachvollziehen...ich habe auch wenig Lust, den wirklich ganz wenigen Menschen, die derzeit noch da sind, etwas zu erzählen...immer nur Müll, Negatives....
    ich will wieder schöne und positive Dinge berichten können...

    an die anderen:
    Ich habe mich etwas wieder erkannt:
    es ist MEINE Entscheidung, und wenn es die letzte ist!!

    seltsam, dass wir da so ähnlich sind...mit 8 oder 9 wollte ich ganz definitiv nicht mehr, ich erinnere mich noch an diese Verzweiflung was muss ein KIND fühlen, dass es nicht mehr leben will???? :-(

    ,mit 18 ging ich freiwillig in die Klinik, es ging net mehr...wochenlanges damit auseinander setzen...planen....

    danach bin ich da raus und habe mir geschworen: entweder ich schaffe das so, oder nicht, aber nie wieder Klinik....

    und jetzt? ja, ich bin nicht frei von den Gedanken. ich nutze das gerne als meine persönliche Ironie mir selbst und dem Leben gegenüber....
    noch vor ganz wenigen tagen hatte ich ein Bild, wann, was und wie...es hat mir Frieden beschert
    Frieden, den ich hier sonst nicht finden kann....

    ach ja, ich war letztes Jahr in der Klinik.... meine ADHS Diagnose hat einiges ins Rollen gebracht...anderes Thema..

    aber wäre ich nicht so ein " Kämpferschwein", wäre ich nicht zu Euch gestoßen, um mal ein wenig Austausch zu finden....:-)

    Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht: wer redet, sucht Hilfe, wer nicht redet, hat schon abgeschlossen....
    P.S. meine damalige Freundin hat nicht geredet, komme bis heute kaum damit klar...und doch kann ich sie ein Stück weit verstehen....pervers????

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