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Diskutiere im Thema Schizoide Persönlichkeitsstörung im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Scherzkeks

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 293

    Schizoide Persönlichkeitsstörung

    Hallo nun ist es amtlich

    ich habe ADHS in Verbindung mit einer Schizoiden Persönlichkeitsstörung die sehr ausgeprägt ist und evtl. noch eine hochbegabung aber da läufen die tests

    Schizoid ist nicht mit Schizofren zu verwechseln meine frage das soll sehr selten sein gibts hier zufällig noch mehr die das gleiche haben?
    soll ich es meinem Vater sagen der macht mich normal wegen allem fertig finde aber selbst es schon wichtig das er das weiß

    wirkt sich das bei einem Schwerbedinderten ausweis auf die prozent aus?
    trotz therapie ändert sich nicht mehr viel, das ich nicht mehr so schnell ausflippe und die beherschung behalte hat funktioniert

    Edit: kann es sein das Asperger und die Schizoide Persönlichkeitsstörung das selbe ist hab sowas gelesen das viele ärzte das gleichstellen
    Geändert von shadowgolf (19.01.2013 um 18:51 Uhr)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Schizoide Persönlichkeitsstörung

    Ich habe ebenfalls u.a. die Diagnose Schizoide PS.
    Was die Abgrenzung zum Asperger-Syndrom betrifft, kann ich dir vielleicht weiterhelfen:
    Also, die Symptome können sich in Einzelfällen schon zum Verwechseln ähneln. Eine Persönlichkeitsstörung erwirbst du aber erst in einem längeren Entwicklungsprozess und diagnostiziert wird sie erst ab dem frühen Erwachsenenalter.
    Asperger kann schon im frühesten Kindesalter diagnostiziert werden.

  3. #3
    Scherzkeks

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 293

    AW: Schizoide Persönlichkeitsstörung

    Okay bei mir war es schon so das es zum verwechseln ähnelt durch das adhs ist es ein wenig wiedersprüchlich mein handeln

    aber jetzt versteh ich alles besser

    beeinträchtigt dich das in deinem Leben Beziehung und Beruf?

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Schizoide Persönlichkeitsstörung

    Das ist jetzt natürlich schwer auseinanderzuhalten: Ich kenne ja nur immer das Gesamtpaket, also neben dem Schizoiden habe ich ja auch noch ein ADS ohne Hyperaktivität, depressive Episoden und Angstssymptome. Also wenn ich jetzt mal die letzten Jahre so Revue passieren lasse, hatte ich natürlich immer auch sehr schwierige Phasen.
    Wobei ich im Rückblick einen so engen sozialen Rahmen wie z.B. die Schulklasse für mich besonders nachteilig empfinde.

    Also zur Schizoiden Problematik direkt: Probleme in der Kommunikation mit Mitmenschen allgemein (jetzt nicht rein auf enge Beziehungsformen beschränkt) sind ein ständiger Begleiter. V.a. die unterschwellige Ebene des nicht direkt Angesprochenen erlebe ich hier immer wieder als Problem, gerade bei Leuten, die dir nicht so vertraut sind. Also ich empfinde gerade solche Konfrontationen z.B. mit Dozenten, Chefs, Mitstudenten, Kollegen, Verwaltungsinstitutionen deutlich belastender als familiäre.

    Zum Thema Ausbildung/Beruf: Also kognitiv fühle ich mich durch die Schizoide Symptomatik nicht eingeschränkt, da ist sie z.B. nicht vergleichbar mit Aufmerksamkeitsdefizit, Reizfilterschwäche oder hoher Lärmsensibilität.
    Allerdings können dich z.B. Lehrmethoden am Fortkommen hindern. Mir sind z.B. die so beliebten kommunikativen Methoden im Fremdsprachenunterricht ein Graus (noch schlimmer als Referate oder Gruppenarbeit).
    Gerade aber Schizoide Menschen können auch weit überdurchschnittliche Lernleistungen erbringen, wenn ihnen der nötige Eigenraum zugestanden wird. Das ist dann vielleicht auch (wie bei Aspies) sehr begrenzt auf ein Themenfeld. Aber jeder Mensch hat doch Stärken und Schwächen, vielleicht gestaltet sich das in diesen Fällen nur etwas extremer.

    Abschließend also mein Fazit: Angstgefühle, mangelnde Aufnahmefähigkeit, bleierne Depressionslähmung etc. können noch stärker beeinträchtigen, aber natürlich ist das immer auch sehr viel komplexer zu betrachten. Ist z.B. die Depression eine Folge der schizoiden Kommunikationsschwierigkeiten? Sind die Angstattacken noch Verstärker der kognitiven Verwirrung oder der sozialen Unsicherheiten? usw. usf.

  5. #5
    Scherzkeks

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 293

    AW: Schizoide Persönlichkeitsstörung

    bei mir ist es so das ich keine gefühle zeigen kann anderen menschen gegen über nur bei meiner freundin

    in manchen situtationen möcht ich auch gern allein sein und reagiert sehr kühl

    in verbindung mit adhs find ich ist das extrem verwirrend

  6. #6
    Zotti

    Gast

    AW: Schizoide Persönlichkeitsstörung

    Hallo, da habe ich ja Glück im Unglück. Ich selber habe ADS-Mischtyp, einen ADS-Sohn hypotaktiv und einen Asperger-Sohn (sind Zwillinge).
    Mein Partner hat eine schizoide Persönlichkeitsstörung. Ich habe auch einen Lebensberater in Mülheim gefunden der mich etwas aufklärte, doch
    der nimmt pro 15 Minuten 15 Euro und das ist mir zu teuer und mein Freund geht auch nicht da hin was gut wäre.
    Asperger verhalten sich meiner Erfahrung nach ganz anders, sie fühlen nu anders, sind jedoch aufmerksam, wenn sie älter sind rücksichtsvoll
    und sensibel, ich kenne einige Erwachsene und eine Jugendliche und bin in einer Asperger-Elterngruppe. Ich habe von Aspergern oder durch Asperger
    viel gelernt, z.B. das ich langsam und deutlich rede und nicht soviel durcheinander. Mein Asperger Sohn hat eine sehr nette Freundin und behandelt sie sehr gut.

    Gerade heute leide ich unter dem Verhalten meines Partners, ich weiß nie, ob er extra schroff zu mir ist oder ob es ihm bewußt ist. Er entschuldigt sich auch nie,
    egal was er gemacht hat, ich meine Beleidigungen oder anschreien.

    Kann ich euch auch ein paar Fragen stellen bezüglich eures Verhaltens. Mein Partner ist im moment sehr aggressiv zu mir und ich glaube, da ich jetzt Amphetamine nehme seit Juli habe ich mich irgendwie verändert und reagiere anders, doch lustig ist das nicht, ich leide sehr und weiß im Moment nicht weiter, da kommt dieser Thread gerade richtig.

    Mein Partner ist hochbegabter Musiker und deshalb immer auf vielen Veranstaltungen und gibt selber Konzerte. Darum paßt es nicht so richt, daß er sich zurückzieht. Na ja, also ich bin heute krank, habe Schüttelfrost wahrscheinlich von meinen Partner angesteckt, der jetzt nach Hause gefahren ist und auch nicht auf die Idee kam, etwas für mich zu besorgen oder einzukaufen. Das kränkt mich sehr, ich habe ihn zwei Tage Tee gekocht und versorgt und jetzt bin ich krank und habe zum Glück meinen ADS-Sohn der mir was eingekauft hat.

    Ich habe oft den Gedanken, jetzt mache ich Schluß, ich kann nicht mehr. Ich würde mich über ein paar Tipps oder so freuen und am besten wäre natürlich ein Therapeut, der diese Störung auch kennt, bin schon seit einem Jahr auf der Suche nach einem Therapeuten auch für mich und meinem Sohn und keiner ruft zurück. Mein Freund geht nicht alleine zur Therpaie, ist aber immer gewillt mitzukommen auf meinen Wunsch hin.

    So jetzt ist mir so kalt, ich muß wieder ins Bett, ich gucke morgen hier wieder rein. Gruß Zotti

    Geändert von Zotti (18.02.2013 um 20:27 Uhr)

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Schizoide Persönlichkeitsstörung

    [QUOTE=Zotti;322378]
    Kann ich euch auch ein paar Fragen stellen bezüglich eures Verhaltens. Mein Partner ist im moment sehr aggressiv zu mir und ich glaube, da ich jetzt Amphetamine nehme seit Juli habe ich mich irgendwie verändert und reagiere anders, doch lustig ist das nicht, ich leide sehr und weiß im Moment nicht weiter, da kommt dieser Thread gerade richtig.

    Mein Partner ist hochbegabter Musiker und deshalb immer auf vielen Veranstaltungen und gibt selber Konzerte. Darum paßt es nicht so richt, daß er sich zurückzieht. /QUOTE]

    Hallo Zotti,

    also was mir jetzt spontan einfällt zu deiner Situation:
    Aggressiv (offen verbal gegen Mitmenschen oder depressiv gewendet gegen mich selbst) reagiere ich v.a., wenn ich meinen, mir sehr wichtigen <<Persönlichkeitsraum>> durch irgendeine Bedrängung von außen bedroht fühle.
    Mit diesem Raum-,Bild' meine ich einen Handlungsrahmen, in dem ich z.B. meine eigenen Lebensrhythmen, Lernmethoden, Strukturierungsstrategien etc. anwenden kann, abseits gesellschaftlicher Normvorstellungen, wie man z.B. seinen Tagesablauf zu planen, Lernleistungen zu erbringen, Arbeitsbedingungen zu organisieren hätte etc.

    Das empfinde ich als fundamental, da obwohl auf dem Papier eigentlich gleiche Zugangsmöglichkeiten zwar angestrebt werden, aber im Alltag im institutionellen Rahmen zu wenig umgesetzt und geschützt werden. Damit meine ich z.B. gerade für Schizoide helfen z.B. besondere sozialpädagogische Betreuungsprogamme bei der Ausbildungshilfe oder psychologisch entwickelte Förderprogramme z.B. gegen Teilleistungsschwächen in der bestehenden Form relativ wenig.

    Von der Schizoidie-Persönlichkeitsstruktur alleine her kannst du z.B. sehr gut im höheren Bildungswesen und den damit verbundenen Berufsfeldern bestehen. Wirst dich wahrscheinlich eher sogar hingezogen fühlen im Vergleich zu weniger komplexen Tätigkeiten. Das Problem der Schizoiden ist aber die Sozialstruktur drumherum, gegen deren oft genausowenig reflektierte Ansprüche musst du dich dann größtenteils eigenständig erwähren. Möglich ist z.B. eine weitestgehende emotionale Ab,panzer'ung oder auch eine ,narzisstische Überhöhung' deiner Talente. Die ,Hochleistungen', die Schizoide auf Teilgebieten des gesellschaftlichen Lebens durchaus erbringen können, kosten oft besonders viel Energie, deren 'Quell' auch wieder geschützt werden muss.
    Das mag jetzt alles sehr 'arrogant' klingen (Arroganz sowie mangelnde Sozialkompetenz übrigens häufige Vorwurfsmuster an Schizoide): Empathie ist aber meiner Erfahrung nach ebenso eine Frage des Blickwinkels wie Intelligenz/Leistung/Nützlichkeit etc.: D.h. es gibt auf allen diesen Gebieten keine stabile hoch vs. niedrig-Hierarchien, sondern meiner Meinung nach nur nebeneinander existierende Erfahrungs/Wahrnehmungs'räume'.
    Ganz konkret nochmal: Ich glaube z.B., dass die Vorwurfshaltung, dein Mann sei noch soziopathisch-aggressiver als viele Aspies (da gibt es ja auch ihre Wut sehr wild direkt ausagierende Ausprägungen), eher Abwehrkonfrontationen noch verhärtet.
    Noch aus meiner Erfahrung: Stimulantien können durchaus als Nebenwirkung kommunikative Anspannungen anfachen. Da du z.B. als ADSler schneller reagierst/Worte findest, eher meinst, die Situation schnell durchschauen zu können etc.

    Schizoidie bedeutet übrigens nicht zwanghaft sozialen Rückzug. Schizoide können durchaus auf ein Außen (vielleicht nicht in Ausprägung einer Masse wie z.B. bei Volksfesten etc.) orientiert sein, z.B. auf ein eher abstrakte Interessen/Faszinationen teilendes Milieu z.B. der Wissenschaftsbetrieb oder auch Künstlerkreise. Ob damit auch eine ,emotionale Offenheit' im herkömmlichen Verständnis gegenüber einem ,schnöden' Gegenüber einhergeht, steht wieder auf einem ganz anderen Blatt. Rückzug in eine radikale Isolation würde ich bei Schizoiden aber eher in die depressive Richtung als Symptom von Energieverlust deuten.
    Geändert von shroud (19.02.2013 um 18:45 Uhr)

  8. #8
    Zotti

    Gast

    AW: Schizoide Persönlichkeitsstörung

    Danke für die Antwort. Ich kann jetzt nicht alles lesen, da ich immer noch krank bin.
    Mein Partner ist schon 58 Jahre und arbeitet als Lehrer an einer Hauptschule, gelernt hat er allerdings Gymnasiallehrer.
    Da er aber auch Musiker ist, unterrichtet er da hauptsächlich Musik. Er hat da große Probleme mit den Schülern ab 8. Klasse
    aufwärts und 80 % ausländisch.
    Er ist natürlich überlastet damit, als Ausgleich macht er dann viel Musik nebenbei und wir gehen zuvielen Veranstaltungen
    also Musikveranstaltungen und auch in Theaterstücke usw. Das ist auch alles toll, doch manchmal möchte ich auch mal zu Hause
    bleiben oder ein Gespräch führen und das geht überhaupt nicht.

    Dann wenn ich selber überlastet bin, werde ich auch schroff, und dann will er sich zurückziehen und fühlt sich angegriffen, doch
    ich weiß nach 7 Jahren immer noch nicht, wie und wann ich den ein GEspräch führen kann, egal ob über uns oder finanzielle
    Probleme oder über seine Familie oder alles mögliche. Er sagt immer nur: ich höre ihm nicht zu, oder ich unterbreche ihn.

    Alles wäre nicht so schlimm, wenn ich auch mal was nettes zu hören bekomme, das ist doch normal, sonst kann kein Mensch leben.

    Also ich meine ich mache schon soviele Kompromisse und habe für alles Verständnis, doch jetzt bin ich an meine Grenze angelangt.
    Ich möchte nicht leiden und auch noch frustriert werden.

    Ach ja, er hat auch immer Depressionen gehabt. Die Mutter hat ihn bekommen mit 16 Jahren, er sagte, sie hätte ihn jeden zweiten TAg
    geschlagen bis zum 17. Lebensjahr. Er hatte einen Stiefvater der ist tot und die Mutter hat ihm nie seinen richtigen Vater genannt und es
    immer verheimlicht und gesagt der Stiefvater wäre der echte Vater. Das hat er erst mit über 40 Jahren erfahren.
    Dann hat er zwei jüngere Schwestern.
    Also was mich wundert, die wissen von nichts, wenn einer immer geschlagen wird, dann müssten doch die Schwestern das mitbekommen haben.
    Na ja und wenn wir mal da bei der FAmilie sind, habe ich jetzt bemerkt, daß ich total ignoriert werde, also zwar begrüßt aber dann nicht wieder irgendwas
    gefragt, z.B. wie gehts es den ihren Söhnen oder ähnliches. Ich sitze dann stundenlang da und halte das alles aus.

    Kann ich das hier alles schreiben? Also ich höre jetzt mal auf, bis später mal, Gruß Zotti
    Geändert von Zotti (21.02.2013 um 18:36 Uhr)

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Schizoide Persönlichkeitsstörung

    Doch, doch, der ganze familiäre Biographiehintergrund gehört hier ganz dingend her, gerade bei einer PS-Symptomatik in ihrer komplexen Enstehungsgeschichte in wichtigen charakterlichen Prägephasen.
    Ich denke, z.B. dass die von dir vermisste emotionale Nähe (mal ein nettes Wort etc.) von Seiten deines Partners sehr viel mit der sehr abgekühlten, bis früher zur rohen Gewaltausübung neigenden direkten Umgebung zu tun hat.
    Dass seine Geschwister überhaupt nichts von dem Gewaltklima wahrgenommen haben, halte ich auch nicht für wahrscheinlich. Vielleicht haben aber auch diese bestimmte psychische Abspaltungsmechanismen entwickelt, so dass ich es ihnen auch nicht unbedingt rein als ,niedere Charakterschwäche' auslegen möchte, wenn sie jetzt das nicht alles so klar reflektieren/eingestehen/bestätigen können. Es dürfte ja auch für sie als Kinder in einer Form <traumatisierend> gewesen sein, in einem solchen Umfeld aufzuwachsen, selbst als nicht unmittelbar Betroffene.
    Ansonsten scheint auch euer privates Zweierbeziehungs-Muster bereits sehr verhärtet. Vielleicht wäre das wirklich ein Lösungsweg, eher in einem neutralen therapeutischen Rahmen nochmal von Grund auf an der Beziehungsstruktur (v.a. an der kommunikativen Ebene) zu arbeiten, wie du es ja auch schon im Sinn hattest.
    Bzgl. Schizoide in der Therapiesituation ist meine Erfahrung (vielleicht hilft sie dir weiter, um in die Richtung nochmal einen Anlauf zu unternehmen):
    Für Schizoide ist v.a. die Hürde, damit sie sich wirklich auf die Therapiesituation einlassen können, ihr Misstrauen gegenüber evtl. von therapeutischer Seite angestrebte Anpassungsprozesse an Mehrheitsnormen. Das macht Schizoiden angst, denn ihre <Eigenheiten> erleben sie nicht als von Grund auf <heilungsbedürftig>, diese erlauben ihnen ja auch durchaus positive Erlebnisse z.B. hinsichtlich ihrer Begabungen. Ich denke daher, dass v.a. dein Partner bei der Auswahl eines <Paartherapeuten> die Sicherheit braucht, dass ihr (du in Verbindung mit dem bzw. der Thera) ihn nicht in irgendeiner Form manipulativ grundsätzlich nach euren Vorstellungen <ummodeln> möchtet.
    Übrigens noch:
    Dass dein Partner als ,schizoider Charakter ' entweder dir gegenüber überhaupt keine positiven Gefühle hat oder sie so stark abgespalten hat, dass er keinen Zugang mehr dazu findet, glaube ich nicht. Vielleicht sind die Versuche, Gefühle auszuleben, aus Nicht-Betroffenen-Sicht nur etwas sehr individualistisch-eigen bis strange-exzentrisch.
    Wenn der Gefühlsausdruck nicht über Mimik/Gestik, Prosodie der Aussprache, sehr stark emotional kodierte Wortwahl etc. erfolgt, wird er von Nicht-Schizoiden nur oft vorschnell als völlig nicht existent verkannt.
    Andererseits kann es auch wiederum sein, sollte dein Partner eine sehr Aspie-nahe Ausprägung der schizoiden PS haben, er auch gar nicht deine Zuneigungs-Zeichen so verstehen kann, wie du es vielleicht möchtest.

  10. #10
    Zotti

    Gast

    AW: Schizoide Persönlichkeitsstörung

    Vielen Dank für deine Antwort, ich lese sie morgen. Habe nur mal kurz reingeschaut.
    Meist du wir können uns hier in diesem Forum weitermailen. Ich hätte ja noch so viele Fragen, aber ich möchte nicht,
    dass ich meinen Parnter hier blossstelle.

    Ich glaube sogar, dass ich solange mit ihm zusammen bin, weil ich oft mehr spüre als normale Menschen und weil ich auch
    eine schlechte Kindheit hatte. Nur wenn ich selber nicht mehr kann und zuviele Probleme habe, dann geht alles nicht mehr
    und ich brauche irgendwie ein Zeichen der Bestätigung.

    Ach ja, bist du den in einem ähnlichen Alter und kannst du vielleicht herausfinden über die Foren von den schizoiden PS,
    ob es da irgendwo so eine Art Selbsthilfe oder Austauschgruppen für Angehörige gibt oder ähnliches.

    Ich bin nun ja schon in sovielen Gruppen, Asperger-Elterngruppe, dann früher ADS-Elterngruppe, dann in der Erwachsenen
    ADS-Selbsthilfegruppe in Dortmund und in Bochum, in Bochum sind wir allerdings nur ganz wenige und die geht wohl bald auseinander.

    Also ich melde mich wieder und vielen DAnk, so geht es mir schon besser.
    Gruß Zotti

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