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Diskutiere im Thema Schizoide Persönlichkeitsstörung im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #41
    Zotti

    Gast

    AW: Schizoide Persönlichkeitsstörung

    Hallo, kannst du dich nicht Shadowwolf nennen, so habe ich das immer im Kopf bei deinem Namen. Warum den Golf?
    Wolf paßt doch viel besser oder?

    Gruß Zotti

  2. #42
    Scherzkeks

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 293

    AW: Schizoide Persönlichkeitsstörung

    Golf hat sich eingebürgert bin das so gewohnt noch aus tunin Zeiten bin ein VW Golf Fan gewesen und mein Herz hängt immer noch ein bisschen am golf
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  3. #43
    Zotti

    Gast

    AW: Schizoide Persönlichkeitsstörung

    Ach so, ich dachte da an den Sport Golf und stellte mir vor, daß du so weiße Tennishemden trägst.

    Gruß Zotti

  4. #44
    Scherzkeks

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 293

    AW: Schizoide Persönlichkeitsstörung

    Neee ganz bestimmt nicht
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  5. #45
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Schizoide Persönlichkeitsstörung

    @xyberlin

    Das kann gut sein, dass zu deiner Problematik entscheidend beigetragen hat, dass du in wichtigen Prägephasen das Gefühl hattest, keine ,wirklichen Gegenüber' zu haben, die dich in deinen Selbstunsicherheiten auffangen konnten.
    Ich finde das im Nachhinein auch schwer das irgendwie auseinanderzu,klamüsern': Dass du durch deine Hochbegabung schon mal von Grund auf eine besondere Tiefeneffizienz hast, was Reflexionsleistung/Flexibilität/Verknüpfungsmöglichkeiten etc. hast, die den Großteil deiner Umgebung einfach überfordern dürfte, hat da wahrscheinlich eine große Rolle gespielt.
    Ich sehr aber trotzdem da einen Multifaktorkomplex, den du nicht so einfach reduzieren kannst, wie es die von die angesprochene Psychologin versucht. Ich vermute mal (einfach so von deinen bisherigen Äußerungen hier), dass du auch eine besondere Form der Verletzlichkeit mitbringst (neben deinen kognitiven Begabungen), die genauso wie deine manchmal für andere <eigenwillig anmutende> Art zu denken, eventuelle Kommunikationspartner gleich mal in den Rückzug treibt, weil sie sich der Seite von dir ebensowenig gewachsen fühlen. Also ich würde das eher <ganzheitlicher> sehen: Emotion und Intellekt in einem Zuammenspiel.

    Inwiefern du dann nochmal schon von Geburt an sozusagen eine <neurologische Determination> (Asperger/Ad(h)s) mitbringst, die dich schon mal von vornerein mit unerbittlicher Konsequenz in die <Alien/Wrong planet>-Aussenseiterecke abdrängt, ist dann für mich wiederum nochmals eine andere Frage. Antworten würde ich da dann eher in der genetischen Hirnfoschung suchen als in der psychotherapeutischen Diagnostik.

    Deinen Wunsch nach Kompensationsausgleich kann ich auch gut nachvollziehen. In deinem Fall sehe ich da aber besondere Schwierigkeiten: Also was ich da aus eigener Erfahrung kenne, sind eher die punktuellen Ausgleichsbemühungen bei Prüfungsfristen/Behördenregelungen. Da brauchte ich noch nie eine gesicherte Diagnose, einfacher Schrieb vom Facharzt reicht da eigentlich immer. Aber das ist ja eher so die pragmatische <Feuerwehr-Lösung> für den kurzfristigen Einzelfall.

    Die ganzen besonderen psychatrischen Förderprogramme (Bewerbungstraining mit Sozpäd bei der Arge/ 6 Monate befristestes Berufseingliederungspraktikum im geschützten Rahmen) kanne ich persönlich nur in Form eines <ganz kurzen Reinschmeckens> . Ehrlich gesagt, ich fand die kurzen Ausflüge dorthin immer so öde, dass es mir nur wieder in die Flucht hin zu den konventionellen Ausbildungsinstitutionen, die mir ja eigentlich immer auch geschadet hatten. Wahrscheinlich wärst du sogar bei diesen stumpfen Bürokrambeschäftigungen und dem ganzen Sozpäd- und Ergotherapeuten-,Geschwader' dauernd um dich herum noch gelangweilter als ich.

    Schwerbehindertenausweis habe ich keinen, obwohl mir auch schon von Therapeutenseite zu einem Antragsversuch geraten wurde. Soweit ich weiß, gibt es da aber auch keine mechanischen Korrelationen (die und die Diagnose = der und der anerkannte Einschränkungsgrad). Kompensationsmöglichkeit gäbe es auf diesem Weg sicherlich, ob du dir in deinem speziellen Fall damit aber einen großen Gefallen tust, wage ich zu bezweifeln.
    Die Menschen, die ich im realen Leben kenne und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt trotz <seelischer Behinderung> integriert sind, arbeiteten meiner Erfahrung nach eher schon längere Zeit (vor irgendwelchen Diagnosen) mit festem Langzeitvertrag bei v.a. kirchlichen oder staatlichen Institutionen mit hoher Beschäftigtenanzahl.
    Vielleicht kann hier im Forum aber noch jemand anderes etwas dazu sagen, der mit dieser Spezialthematik (Schwerbehindertenausweis und Berufseinstieg) mehr und v.a. praktischere Erfahrungen hat.

    @tasseKaffee
    Diese ganzen Abgrenzungsversuche sind je länger du dich damit beschäftigst immer verfahrener. Auch von Fachleuteseite kannst du immer wieder eine Blickwinkelverschiebung bzgl. der Kriterien erwarten.
    Also welche Grenzziehung mir jetzt bei der Selbstklärung <Asperger vs. Schizoidie> am besten geholfen hat, wäre folgende:
    Beide Symptom<bilder> können auf den Alltags-Einzelfall (immer per se etw. anderes als kategoriale Einordnungen aus dem Diagnostik-Lehrbuch) heruntergebrochen, sich oberflächlich sehr ähneln. Schizoide haben aber glaube ich noch mehr reflexive Distanz und Flexibilisierungsmöglichkeite n bzgl. der konkreten Ausprägung. Du kannst natürlich sagen, Schizoide als per Definition immer schon Erwachsene haben das allein schon zwangsläufig gegenüber Apies im Kindergarten- oder Grundschulalter, allein aufgrund ihrer längeren Reife- und Erfahrungslernzeit in dieser Kultur/Gesellschaft.
    Habe letztens sogar die These gelesen, der Großteil der heutigen Ü30-Sozialphobiker wären eigentlich schon vom ersten Lebenstag an eingeschränkte Aspies, um die sich vor Mitte/Ende der 80er nur niemand gesondert gekümmert hat.
    <Erlernt> sind bei Schizoiden eher die mehr oder weniger geschickten Versuche, Defizite auszugleichen. Diese Defizite sind wiederum bei einer Persönlichkeitsstörung langwierig in einer entwicklungspsychologischen Interaktionskomplexität ,erworben'/,gewaltförmig eingestanzt' und nicht schon im Säuglingsalter biologisch/neurologisch vorgeprägt.

  6. #46
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 433

    AW: Schizoide Persönlichkeitsstörung

    shroud schreibt:
    @tasseKaffee
    Diese ganzen Abgrenzungsversuche sind je länger du dich damit beschäftigst immer verfahrener. Auch von Fachleuteseite kannst du immer wieder eine Blickwinkelverschiebung bzgl. der Kriterien erwarten.
    Also welche Grenzziehung mir jetzt bei der Selbstklärung <Asperger vs. Schizoidie> am besten geholfen hat, wäre folgende:
    Beide Symptom<bilder> können auf den Alltags-Einzelfall (immer per se etw. anderes als kategoriale Einordnungen aus dem Diagnostik-Lehrbuch) heruntergebrochen, sich oberflächlich sehr ähneln. Schizoide haben aber glaube ich noch mehr reflexive Distanz und Flexibilisierungsmöglichkeite n bzgl. der konkreten Ausprägung. Du kannst natürlich sagen, Schizoide als per Definition immer schon Erwachsene haben das allein schon zwangsläufig gegenüber Apies im Kindergarten- oder Grundschulalter, allein aufgrund ihrer längeren Reife- und Erfahrungslernzeit in dieser Kultur/Gesellschaft.
    Habe letztens sogar die These gelesen, der Großteil der heutigen Ü30-Sozialphobiker wären eigentlich schon vom ersten Lebenstag an eingeschränkte Aspies, um die sich vor Mitte/Ende der 80er nur niemand gesondert gekümmert hat.
    <Erlernt> sind bei Schizoiden eher die mehr oder weniger geschickten Versuche, Defizite auszugleichen. Diese Defizite sind wiederum bei einer Persönlichkeitsstörung langwierig in einer entwicklungspsychologischen Interaktionskomplexität ,erworben'/,gewaltförmig eingestanzt' und nicht schon im Säuglingsalter biologisch/neurologisch vorgeprägt.
    Also unter'm Strich ist es schwer zu unterscheiden, ob nun Huhn oder Ei zuerst da war, weil beides sich gegenseitig beeinflusst und ursprünge nachträglich nicht mehr 100%ig zu bestimmen sind. (Sprich: eigentlich stochert auch da die Psychologie noch im Trüben, weil es keine klaren Methoden gibt das deutlich voneinander abzugrenzen und Spekulationen dann doch wieder "unwissenschaftlich" sind)

    Vielleicht ist das wieder ein Beispiel für den alten Streit zwischen denen, die Genetik als Ursache sehen und die, die Erziehung/Erfahrung/Sozialisation als Ursache sehen.


    Das heißt aber letztenendes, dass Schizoide quasi oberflächlich betrachtet eher wie Autisten wirken. (Klammer ich mal den Ursprung komplett aus)
    Wärend sich restliches entweder nicht bestimmen lässt oder eher wie schwammiges Abwägen wirkt, da man es nicht eindeutig bestimmen lässt.


    Denn worüber ich grübel: Wenn ein Autist von Geburt an so ist, und quasi nichtmal lernen könnte "normal/wie alle anderen" zu sein, sondern maximal kompensieren kann.
    Dann wäre zumindestens theoretisch bei einem Schizoiden es möglich gewesen "normal/wie alle anderen" zu sein, aber das hat er nicht gelernt, und was er gelernt hat ist ebenfalls zu kompensieren.
    (Mit kompensieren meine ich damit, dass er über Umwege das gleiche lernt. Also nicht intuitiv aus innerer Einsicht, sondern meinetwegen durch "Über-Ich", also bewusst eingeprägtes Sozialverhalten das weniger intuitiv ist und vielleicht im Hirn ein paar mehr Zwischenschritte braucht.)

    Naja, aber um mir das ganze insgesamt Vorstellen zu können hab ich da noch andere Beispiel im Kopf:
    Ich weiß nicht ob jemand hier die die Serie "The big bang theory" kennt (naja, ). Selbst wenn es (angeblich) nicht so geplant wurde, würden manche sagen dass Sheldon quasi ein typischer Asperger wäre. Und ich frage mich gerade (auch wenn es sicher auch nicht so geplant wurde), ob Amy vielleicht als Beispiel für schizoides Verhalten gesehen werden kann. Denn auf den ersten Blick wirkt sie wie Sheldon, mit der Zeit taut sie aber auf und man erfährt, dass sie wegen Erziehung und Mobbing usw so geworden ist bzw auch anders kann. (Ich glaub die haben einfach nur das Konzept geändert um mehr pepp reinzubringen, glaube nicht dass sie da irgend einen realistischen Fall "entwerfen" wollten).

    Worum es mir geht: wäre es quasi möglich, dass sich ein schizoider, der in ein ganz anderes soziales Umfeld kommt und quasi "locker lässt", damit sich auch den anderen eher annähern kann, selbst wenn er dafür natürlich erstmal umlernen müsste. Wärend das für einen Autisten vielleicht wirklich komplett unmöglich ist oder bedeutend schwieriger, weil Autismus ja sehr viel deutlicher genetisch bedingt ist.
    (Ich gehe jetzt von dem Fall aus, dass die schizoide Persönlichkeitsstörung nicht blos auf leichtem Autismus basiert, der in der Kindheit nicht diagnostiziert wurde, sondern quasi wirklich primär erlernt ist. Was erlernt ist, lässt sich ja auch nicht immer einfach so umlernen, der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und selbst wenn man umlernt, seine persönlichen "Macken"/Eigenheiten wird man sicher nicht komplett verlieren.)



    Naja, das Thema interessiert mich zum einen, weil ich neugierig bin und die Dinge wissen/einordnen will. Zum anderen bin ich schon vor ein paar Jahren darüber gestolpert und hab mich da durchaus ein wenig wiedergefunden. Allerdings taugt ein Diagnosekatalog von Wikipedia nicht zur Selbstdiagnose, man findet sich in zu vielen Sachen wider. Das kann sein dass ich Ähnlichkeiten aufweise, aber ein "wirklich schizoider" dann doch nochmal extremer ist als ich. (Die ganzen Persönlichkeitsstörungen usw sind ja blos "Extreme" vom Normalverhalten). Von Selbstdiagnosen sollte man ja sowieso die Finger von lassen, eigentlich.

  7. #47
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Schizoide Persönlichkeitsstörung

    @ tasseKaffee:

    Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal von As und Schizoide Persönlichkeitsstörung wäre meines Wissens noch, abgesehen davon ob die "Störung" bereits im Kindesalter ihren Ursprung nahm, eben das As in der Regel eher offen Gefühle der Freude, als Beispiel, zum Ausdruck bringen als das bei Menschen mit einer schizoiden Persönlichkeitsstörung der Fall ist. Bei vielen ist der Wunsch da Freundschaften und Kontakte zu knüpfen, nur das die Kommunikationsschwirigkeiten dies oft verhindern.

    Bei Scheldon und Amy würde ich eher Sheldon die schizoide Persönlichkeitsstörung (event zusätzlich zum As ) zuschreiben als Amy. Amy versucht in sämtlichen Folgen eine Freundschaft zu den anderen 2 Mädchen aufzubauen, aber es fällt ihr schwer sich "natürlich" zu verhalten, zum Beispiel als sie ne Pyjama Party machen und sie davor rescherschiert hat was man auf so ner Party macht und sie ihre Freude darüber zum Ausdruck brachte ohne zu reflektieren wie sie auf die anderen wirkt.
    Sheldon denk ich hat AS + SPS ( Event + NPS) Freundschaften sind lediglich Routine und sein Ausdruck der Freude bezieht sich meist auf seine Überlegenheit.
    (Reine Gedankenspielerei )

    Ich habe mal gelesen, dass bei schizoiden Persönlichkeiten im Gegensatz zu As eben die affektive (emotionale) Empathie Defizite aufweist, im Gegensatz zu As die in der Kognitiven Empathie ihre Schwierigkeiten haben. (Leider find ich gerade nicht den Link zu )
    aber hier in Bezug zu As:
    Differenzierung kognitiver und affektiver Empathie bei Menschen mit Asperger-Syndrom | Max Planck Institute for Human Development
    [quote ]Empathie ist ein multidimensionales Konstrukt, bestehend aus kognitiven (dem Verstehen mentaler Zustände, Theory of Mind) und affektiven (der emotionalen Reaktion auf den Gemütszustand eines Anderen) Anteilen.
    ...
    Die Voruntersuchungen lieferten Hinweise dafür, dass Menschen mit AS beeinträchtigt sind im Einschätzen von mentalen Zuständen (kognitive Empathie), jedoch über ein ähnliches Maß an Mitgefühl (emotionale Empathie) verfügen wie Normalprobanden.[/quote]

    aslern fällt es schwer sich bewusst in andere hineinzuversetzen. Sich vorzustellen was andere fühlen (wobei sie natürlich im Laufe des Lebens dazu lernen und man sich ein gewisses Vorstellungsvermögen erwirbt), fällt nicht leicht und der Tom (Theorie of mind- kognitive Empathie) ist meines Wissens nach bei schizoiden Persönlichkeiten nicht betroffen...

    und hier allgemein was Wiki dazu so meint:
    Empathie der_Empathie
    [quote title]Ferner unterscheidet Ekman zwischen kognitiver und emotionaler Empathie: "Kognitive Empathie lässt uns erkennen, was ein anderer fühlt. Emotionale Empathie lässt uns fühlen, was der andere fühlt, und das Mitleiden bringt uns dazu, dass wir dem anderen helfen wollen ...".[/quote]


    Und was nicht unwesentlich ist, es handelt sich bei As um eine Wahrnehmungsstörung, die auch noch andere Merkmale aufweist, als Störungen in der sozialen Interaktion. Natürlich könnte ADS+SPS ähnlich aussehen wie As - aber vielleicht ist da das wesentliche Unterscheidungsmerkmal eben der Unterschied von emotionaler und kognitiver Empathie.
    Geändert von sinia (28.02.2013 um 18:14 Uhr)

  8. #48
    Zotti

    Gast

    AW: Schizoide Persönlichkeitsstörung

    Hallo, ich misch mich mal wieder ein.

    Ich kann bestätigen, daß Asperger Mitgefühl und Empathie haben und beim schizoiden Charakter
    soll es wohl so sein, daß sie so einen Schutzmauer um sich haben, daß sie nicht mitfühlen können und auch kein Verständnis
    oft haben oder es einfach abblocken, grob gesagt es gibt kein Einfühlungsvermögen, anders aber wie beim AS, die fühlen nur anders.

    Ich habe ja eigentlich Glück, habe einen ADS-Hypo-Sohn, einen Asperger-Sohn und einen schizoiden Partner. Darum bemerke ich
    vieles am Verhalten dieser drei Personen, kann es aber nicht in Worten ausdrücken. Ich finde das ist ein Heimvorteil.
    Habe schon Menschen erlebt die nur mit ADSlern zu tun haben, die können einen Asperger nicht so richtig verstehen und die nur
    Asperger-Familie die ich kenne kann nicht immer die ADSler verstehen.

    Ein großes Glück für meinen AS -Sohn war oder ist, daß er einen Zwillingsbruder hat. Das heißt, er war schon im Mutterleib nicht alleine und
    hatte dann immer ein Vorbild wo er sich alles abgeguckt hat.

    Damals als meine Söhne anfingen zu sprechen, da waren sie schon über 2 Jahre fast drei, da weiß ich noch, sie standen beide zusammen vor dem
    Spiegel und zeigten auf sich und sagten ihren Namen, vielmehr sagte der Asperger dann auch den Namen des Zwillingsbruders. Da habe ich das erste Mal einen Schreck bekommen. Es hießt dann aber von Ärzten, er sagt den Namen des Bruders weil der einfach auszusprichen ist, das glaube ich aber heute nicht.

    Dann ist ganz extrem aufgefallen als der Zwillingsbruder mit ADS in einer Kur war für ein paar Wochen, da hat der andere, also der Asperger genau alles nachgemacht wie sein Bruder, die gleichen Wörter und Verhaltensweisen benutzt usw. Das kam mir dann sehr komisch vor. Heute weiß ich, er hat nachgeahmt und für ihn war es gut einen Zwillingsbruder zu haben. Er wurde dadurch früher immer überall zusammen mit eingeladen, weil sie ja Zwillinge waren. Und entgegen der Ratschläge von Lehrern und Erziehern habe ich sie immer überall zusammengelassen in der Schule usw. Keine Trennung, daß habe ich vom Gefühl her gemacht und das war auch richtig so. Sie sind ja auch zweieiig und nicht zu verwechseln.

    Ich denke, der Zwillingsbruder war wie ein Verhaltstherapeut für den Aspie. Diese Besonderheit wurde dann bei meinen Sohn erst mit 14 Jahren festgestellt in einem antrophosophischen Krankenhaus hier in Herdecke. Er war dort ein paar Wochen und dann stand die Diagnose fest.

    Ja witzig war auch, daß mein Aspie von Fernsehsendungen erzählt und ich mich wunderte, da wir gar kein Fernseh hatten. Er hatte mal in den Ferien bei der Oma fernseh geguckt und hat das dann alles nacherzählt noch ein halbes Jahr später. Auch hatte ich in der Waldorfschule mal Ärger, weil meine Zwillinge über Fernsehsendungen erzählten, als wenn sie jeden Tag gucken, dabei hatte ich bis zum 14 Lebensjahr gar keinen Fernseher.

    Also heute hat mein Asperger Sohn eine feste Beziehung und wohnt mit seiner Freundin in dem Haus deren Eltern und sie haben nur ein SChlafzimmer und sind jeden Tag zusammen, außer wenn er natürlich im Kolleg ist und sie auf der Arbeit. Ich vermute, es liegt daran, daß er als Zwilling auch nie alleine war und es so gewohnt ist. Die Freundin ist drei Jahre älter und eine sehr besonder Persönlichkeit, sehr eigensinnung und läßt sich nichts gefallen, hat ihre feste Meinung die sie vertritt und ich meine fast 100 ig sagen zu können sie ist eine ADSlerin. Ihr Vater ist auch sehr lustig und durcheinander und ihre Mutter ist eher der ruhige Typ. Die Eltern von ihr finden es wunderbar, daß mein Sohn dort mitwohnt, er kümmert sich auch um den Hund und geht jeden TAg mit ihm raus wenn die anderen noch nicht da sind.

    Das R. eine Behinderung hat oder ähnliches, darf ich da gar nicht erwähnen, da krieg ich einen Riesenärger. Die Eltern und auch die Freundin finden meinen Sohn vollkommen normal.

    Welch ein Glück für mich und ihn und überhaupt für alle Beteiligten.

    Ein schizoider habe ich gelesen und gehört kann nur eine feste Bezugsperson ertragen und er möchte es auch nicht zu eng. Stimmt das so oder liege ich da falsch. Bei meinen Partner merke ich das besonders, er wollte nie Heiraten, er will keinen Verlobung und er würde auch nicht mit mir zusammenleben wollen. Mich stört das allerdings nicht so sehr, weil ich auch lieber getrennt lebe, da habe ich meine Ruhe und brauche nicht immer Rücksicht zu nehmen.

    Ich lebe mit meinem ADS-Sohn zusammen und das klappt gut, zwei ADSler, der eine etwas ruhiger und langsamer wie mein Sohn und ich etwas streßiger, wir kommen uns nicht in die Quere, die Wohnung sieht zwar manchmal sehr chaotisch aus, doch ich bin nicht so streng wie manche Frauen. Ich bin ja selber sehr unordentlich, wie käme ich da zu mit meinem Sohn zu schimpfen? Allerdings habe ich für dieses Frühjahr einen Wunsch,

    Ich will eine Spülmaschine.

    Gruß Zotti

    Herje was hab ich da alles geschrieben, paßt das eigentlich zum Thema?

  9. #49
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Schizoide Persönlichkeitsstörung

    @tasseKaffee
    Also ich sehe das so. Schizoide hätten vielleicht, rein von der genetischen/neurologischen Anlage aus gesehen, mehr Potential auch ganz andere Kommunikationsverhaltensmuster zu entwickeln als oft stärker ritualisiert-zwänglerische Aspies:
    ABER:
    Sie haben in wichtigen Prägephasen, so hat es mir mal ein Psychoanalytiker erklärt, (etwa zwischen 2-4 bzw. 12-15) tiefgreifende <Traumatisierungen> erfahren, die als Verhärtungen v.a. im Sozialen und Emotionalen sichtbar werden. Sicher könntest du theoretisch da in einer Art <Rückführung> Versäumnisse/Missverständnisse/Schieflagen aufarbeiten, aber so einfach nachzuholen wie ein einmal versäumter <Schulstoff> ist das auch im langwierigen therapeutischen Rahmen nicht. V.a. wenn die PS sich vielleicht schon über Jahrzehnte ,chronifiziert' hat. Also letztlich auch Schizoidie-Therapie nur Kompensationsbemühen, vielleicht mit je nach Einzelfall optimistischerer Ausgangslage.

    @sinia+Zotti
    Ich finde dieses ganze Bild vom ,völlig affektbefreiten' Schizoiden einen ,Mythos'. Nur weil jemand nicht mit einem ,Grinselächeln' und ,Singsangschmelz' in der Stimme der ganzen Welt in inniger Umarmung auf die Schulter klopft, heißt das noch lange nicht, im schizoiden Erleben gäbe es keine affektiv empathische Komponente. Die drückt sich vielleicht nur noch etwas verschobener, ver-rückter in der allen zugänglichen Öffentlichkeit aus als selbst noch bei den Aspies, weil das ganze Reflexionsebenen-Misstrauen gegen die Art und Weise, wie dieses menschliche Bedürfnis in der derzeitigen Kultur/Gesellschaft praktisch vorgelebt wird, noch stärker ,vergiftend' hemmt.
    Vielleicht dadurch, dass ,Verletzungserfahrungen' auf diesem Gebiet von Schizoiden eher während der Pubertät gemacht wurden und sie nicht so sehr als zwangsläufige Folge <genetischer Defekte> oder <neuronaler Fehlschaltungen> weggesteckt werden können.

  10. #50
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Schizoide Persönlichkeitsstörung

    @Zotti
    Dass ein Schizoider eher dazu neigt, seinen privaten Umgang auf ganz wenig/sehr genau ausgewählte Bezugspersonen zu begrenzen, sehe ich auch so. Ebenfalls, dass Schizoidie immer auch ein größtmögliches Streben nach <Beinfreiheit>/<Fluchtwegen> in Beziehungsmustern beiinhaltet.

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