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Diskutiere im Thema Warum bin ich wie ich bin? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    Warum bin ich wie ich bin?

    Also ich weiß eigentlich gar nicht, wie ich meine Frage so richtig formulieren kann.

    Ich verstehe mich einfach nicht.

    Die Rubrik hier sind Komobiditäten - soviel mal als Einstieg. Die habe ich - ohne Zweifel. Aber warum.

    In meinem Leben ist vieles nicht so toll gelaufen. Das weiß ich. Aber das erklärt für mich einfach nicht, warum es mir geht wie es mir geht und warum ich bin wie ich bin.

    Ich habe unter anderem eine Depression, Probleme mit dem Alleine sein, Prüfungsangst, die ich mittlerweile mehr oder weniger im Griff habe, eine schizoide Persönlichkeit (nicht die Ausmaße einer Persönlichkeitsstörung aber doch habe ich Probleme im Kontakt mit anderen Menschen)

    ... bin wie ein Kaktus der sagt: Liebe mich, aber komm mir bloß nicht zu nahe.

    Ich muss alles unter Kontrolle haben und wenn das nicht geht, dann bricht bei mir Panik aus.

    ... meine Impulsivität, wenn ich sie nicht unterdrücken kann, dann kriegt sie leider meine besser Hälfte ab...

    Ich habe in meinem Leben Baustellen - ja. Aber die erklären nicht, warum alles so ist, wie es ist. Und das ruiniert mein Leben.

    Jetzt musste ich gerade nachschauen, wie eigentlich der Titel dieses Beitrags war...

    ... Chaos in meinem Kopf. Ich denke - sehr viel - kommt nichts dabei raus - hinterher weiß ich nicht mal mehr, über was ich so alles nachgedacht habe...

    Ist die Antwort auf mein WARUM? ADS oder einfach nur ???

    Das macht mich wahnsinnig. Ich weiß einfach nicht, was ich denken soll...

    wenn das die Lösung wäre, dann würde ich es tun...

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 328

    AW: Warum bin ich wie ich bin?

    Du bist so, weil du aus deiner Lebenserfahrung unbewusst den Schluss gezogen hast, das du so sein musst um im Leben zu bestehen. Du kannst nichts dafür !
    Genauso wie ich eine passiv-aggressive (negativistische) Persönlichkeitsstörung entwickelt habe. Wir sind die Summe unserer Lebenserfahrung.

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Warum bin ich wie ich bin?

    Hmmmm ja hast schon recht. Das Problem ist wohl eher, dass ich es nicht akzeptieren will. Weil mein Umfeld sehr leidet. Und die Auswirkungen einfach viel gefährden.

    Deshalb kann ich es nicht akzeptieren. Und meine bessere Hälfte kann es auch nicht akzeptieren...

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 328

    AW: Warum bin ich wie ich bin?

    Swidi schreibt:
    Hmmmm ja hast schon recht. Das Problem ist wohl eher, dass ich es nicht akzeptieren will. Weil mein Umfeld sehr leidet. Und die Auswirkungen einfach viel gefährden.

    Deshalb kann ich es nicht akzeptieren. Und meine bessere Hälfte kann es auch nicht akzeptieren...
    Musst du auch nicht akzeptieren. Das ist z.B. bei Persönlichkeitsstörungen der Fall : Wo das problematische Verhalten in der Vergangenheit hilfreich war behindert es die Gegenwart.

  5. #5
    Lysander

    Gast

    AW: Warum bin ich wie ich bin?

    Swidi, wie Du Dich da beschreibst... das kommt mir sehr bekannt vor. Die habe ich hier schon hundertfach gelesen. Und teilweise bin oder war ich auch so. Und ich bin ganz okay. Dann bist Du es ebenfalls.

    Setz' Dich, nimm Dir einen Keks! Hier bist Du richtig.

    Diese Fragen können einem ganz schön zusetzen. Manche wirst Du irgendwann selbst beantworten können, andere vielleicht niemals oder die Antworten ändern sich mit der Zeit. Das ist fortlaufender Prozess. Lass Dir Zeit, denn die hast Du. Ein Verhalten kann man nicht einfach so ändern, so gerne man das möchte. Aber man kann es erlernen.
    Geändert von Lysander (15.11.2012 um 15:45 Uhr)

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Warum bin ich wie ich bin?

    ... sorry ich bin zur Zeit einfach ein Gedankenchaos...

    Aber was meint ihr? Kann die Ursache von allem ADS sein oder ist das wohl eher ein Strohhalm, an dem ich mich festklammere, weil ich sonst keinen finde...

  7. #7
    Lysander

    Gast

    AW: Warum bin ich wie ich bin?

    Ja, kann......

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 442

    AW: Warum bin ich wie ich bin?

    Lysander schreibt:
    Swidi, wie Du Dich da beschreibst... das kommt mir sehr bekannt vor. Die habe ich hier schon hundertfach gelesen. Und teilweise bin oder war ich auch so. Und ich bin ganz okay. Dann bist Du es ebenfalls.


    Diese Fragen können einem ganz schön zusetzen. Manche wirst Du irgendwann selbst beantworten können, andere vielleicht niemals oder die Antworten ändern sich mit der Zeit. Das ist fortlaufender Prozess. Lass Dir Zeit, denn die hast Du. Ein Verhalten kann man nicht einfach so ändern, so gerne man das möchte. Aber man kann es erlernen.

    Ich lese es gerade zum ersten Mal - bin irgendwie erleichtert, dass Du schreibst, es ginge auch anderen so.
    Muss gleich mal weiterlesen im Thread, ob es auch ein paar Tipps gibt, was Ihr tut, um ES nicht die Überhand gewinnen zu lassen. Das ist nämlich eine meiner größten Sorgen derzeit: Solange es nur meinen Mann traf - who cares (der Arme ist im Laufe der Jahre ziemlich abgehärtet - muss ich ihm nachträglich hoch anrechnen!)
    Aber seit es unser Kind trifft... - geht gar nicht!!!

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 102

    AW: Warum bin ich wie ich bin?

    Hallo Swidi!

    Ein bisschen kenne ich das auch was du beschreibst. Als ich damals in die Psychatrie gekommen bin, da war ich ein ziemlicher Zombie. Die wollten mir schon die unglaublichsten Diagnosen anhängen, wie Multiple Persönlichkeitsstörung oder Borderline...
    Dann ist rausgekommen, dass ich einfach nur fertig mit den Nerven war, weil ich mich selbst überfordert hab und von mir Dinge verlangt hab, die ich einfach nicht leisten kann.
    Meine ADHS war außer rand und band. Dann hab ich angefangen, mein Leistungsvermögen etwas realistischer einzuschätzen und meine ADHS-Probleme zu würdigen. Ich brauche eben mehr Ruhe als andere Menschen, ich muss mehr auf regelmäßige Nahrungsaufnahme achten, muss mit meinen Gefühlen sensibler umgehen. Ein gewisser Teil des Tages geht jetzt dafür drauf, mich um mich selbst zu kümmern. Das macht überhaupt kein Spass, weil da komm ich mir vor wie so ein kleines Kind, das extra zuwendung braucht. Aber so ist es eben. und seit ich darauf achte, bringt mich meine ADHS auch nicht mehr um den Verstand. (außer dann wenn ich mal wieder mit dem Kopf durch die Wand will)

    Wenn du ein Kind hättest, dass sich auf eine Art verhält, die irgendwie extrem ist, dann würdest du ja nicht hingehen und das Kind fertig machen, sondern nach einer Möglichkeit suchen, dem Kind zu helfen. Das ist ein verdammt mühseliger Weg. Aber kein Mensch verhält sich grundlos so, wie er es tut.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Warum bin ich wie ich bin?

    ADHS72 schreibt:
    Solange es nur meinen Mann traf - who cares (der Arme ist im Laufe der Jahre ziemlich abgehärtet - muss ich ihm nachträglich hoch anrechnen!)
    Aber seit es unser Kind trifft... - geht gar nicht!!!
    ... kann ich zu gut verstehen...

    Du hattest glaube ich in deiner Vorstellung geschrieben, dass das nicht immer so war, wenn ich mich recht entsinne. Das war bei mir auch so. Früher hatte ich mich selbst so gefesselt mit Worten und Taten um bloß nicht aufzufallen. Da hat man von mir nichts gesehen und erst recht nichts gehört.

    Für mich war das schlimm. Diese impulsiven Ausraster haben zu Selbsthass geführt. Und ich habe mich so unendlich selbt enttäuscht und kannte mich nicht wieder. Aktuell geht es wieder etwas besser. Die Ausraster sind keine Aussetzer mehr, in denen ich nur reagiere und gar nicht denke. An diese massiven Ausraster konnte ich mich hinterher gar nicht mehr im Detail erinnern... Was habe ich mich gehasst...

    Mein Freund hat einen besseren Weg gefunden mit mir umzugehen. Schlimm ist für mich, wenn ich auf 180 bin und nur ein Hauch von nichts dazu kommt. Dann knallt es bevor ich etwas tun kann bin ich...

    Ich habe noch keine Kinder und ich habe Angst, so wie ich jetzt bin und war, weil ich das keinem Kind zumuten will. Bei meiner ADHS-Testung habe ich das angesprochen. Die Psychologin meinte: Man kann sich noch so anstrengen, es gibt keine perfekte Erziehung und keine perfekten Eltern. Nur nicht übervorsichtig sein.

    Wenn ich es richtig weiß, ist deine Tochter 6. Sprich mit ihr. Unterschätze die Kinder in dem Alter nicht. Ich mache Jugendarbeit. Aus diesen Erfahrungen und denen meiner Patenkinder weiß ich, dass Kinder sehr wohl sehr viel mitbekommen und verstehen in dem Alter. Also schützen vor etwas, was man eh nicht verheimlichen kann, bringt in meinen Augen nicht viel.
    Ich würde es etwa so versuchen: Nimm deine Tochter in ruhiger schöner Atmosphäre und sag ihr, dass es dir manchmal nicht so gut geht und du dann wütend sein kannst. Dass du dann manchmal gar nicht so reagierst wie du es eigentlich willst, dass du sie liebst und ihr nicht weh tun willst. Mach mit ihr aus, dass du in so einer Situation ihr sagst, dass Mami gerade etwas Zeit für sich braucht. Wenn du etwas Ruhe hast und runterfahren kannst, dann geht es ja wieder. Die kleine läuft dir vielleicht auch nur nach, weil sie merkt, dass es dir nicht gut geht und etwas für dich tun will. Nur nachlaufen und Nerven strapazieren ist leider nicht ganz so hilfreich...
    ich bin keine Mutter und habe daher leicht reden... Aus meiner jetzigen Sicht würde ich das so versuchen.

    Liebe Grüße

    Swidi

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