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Diskutiere im Thema ADHS und Alkoholismus im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Octoroo

    Gast

    AW: ADHS und Alkoholismus

    In meiner Familie gab es weder Alkohol noch sonstige Drogen noch Gewalt (mal abgesehen von meinem verstorbenen Opa, der war, laut Aussage der Oma, gewalttaetig und sehr sehr impulsiv).
    Ich sehe eine ADHS Disposition bei meiner muetterliche Seite (Mutter, Onkel, Bruder = impulsiv, eigensinnig, chaotisch aber auch hochbegabt und auch sehr erfolgreich)
    Ich trinke selten, wenn aber, nicht wenig Alkohol. Ich habe schon sehr frueh gemerkt, dass ich suchtanfaellig bin und habe deswegen nicht damit angefangen (regelmaessig zu trinken)
    Ich habe fixe Tage, wo ich mir mein Konsum goenne, weil ich es geniesse.
    Passt schon zu ADHS, finde ich.

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.160

    AW: ADHS und Alkoholismus

    Octoroo schreibt:
    Ich trinke selten, wenn aber, nicht wenig Alkohol. Ich habe schon sehr frueh gemerkt, dass ich suchtanfaellig bin und habe deswegen nicht damit angefangen (regelmaessig zu trinken)
    Ich habe fixe Tage, wo ich mir mein Konsum goenne, weil ich es geniesse.
    Passt schon zu ADHS, finde ich.
    Dazu kann ich nur sagen, Harald Juhnke, den ich persönlich kannte, kennengelern hatte, hat auch nicht oft getrunken, man nennt sowas Quartalstrinker. Also am besten ganz sein lassen, wenn mans nicht wirklich im Griff hat.

    Liebe Grüße Anni

    diese Ausreden machen mich ganz ärgerlich. Wenn ich was trinke, HÖCHSTENS mal ein Bier oder ein Glas Rotwein, aber eher selten. Aber ich hab das im Griff, da brauch ich mir gar keine Gedanken drum machen, weils eben sehr wenig ist.
    Geändert von Anni ( 2.01.2013 um 20:59 Uhr)

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 316

    AW: ADHS und Alkoholismus

    Sry aber man muss nicht die ganze Welt verbessern, jeder ist für sich selbst verantwortlich. Selbst wenn man persönlich oder im Umfeld schlechte Erfahrung gemacht hat, sollte man nicht auf andere schließen. Ob es sich um eine Ausrede handelt, kann man erst dann sagen wenn man die betroffene Person kennt und sieht ob zwischen der Aussage und Tun eine Differenz besteht. Über das Inet triggert es vll bei dir etwas ob dem aber so ist kannst du nicht wissen...

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.160

    AW: ADHS und Alkoholismus

    aber ich kann lesen......................... ........................von ganze Welt verbessern spricht ja niemand. Is ja wohl klar.

    Trotzdem kann jeder auch maln Blick um sich werfen, die meisten Menschen sind nämlich

    [IMG]http://www.gif-paradies.de/gifs/tier.../affe_0045.gif[/IMG]
    Geändert von Anni ( 4.01.2013 um 22:23 Uhr)

  5. #15
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADHS und Alkoholismus

    Etwa ein Drittel aller ADHSler sind Alkoholiker im klinischen Sinne.

    Aber hatten wir einen solchen Thread nich schonmal?

    Warum ist es für einen ADHSler viel leichter Alki zu werden, als für einen Normalo?

    Ein Normalo macht von dem allerersten Glas, das er irgendwann mal trinkt an die Erfahrung, dass er immer dysfunktionaler wird. Ein ADHSler macht vom allerersten Glas an, dass er je getrunken hat, die Erfahrung, hoppla, ich werde funktionaler.

    Bis zu einer bestimmten Dosis wirkt Alkohol also positiv auf den ADHSler, positiv heisst: ADHS behandelnd. Bis zu einer bestimmten Dosis wirkt er ähnlich einer Stimulanz: Also gleichzeitig wachmachend und beruhigend (insbesondere in Verbindung mit Nikotin.)

    Der ADHSler kriegt also unter Alkoholeinfluss mehr auf die Reihe als ohne. Weil er bis zu einer gewissen Dosis vom Alkohol nur profitiert, also nicht negativ beeinträchtigt wird, wird er schnurstracks zum Alki. Man kann sagen quasi mit dem ersten Schluck.

    Der zweite Grund, warum ADHSler quasi im Handumdrehen, ohne es wirklich zu merken, Alkis werden, liegt einfach daran, dass es sich bei ADHS in erster Linie um eine Impulskontrollstörung handelt, es gibt also keine innere Bremse. Auf das Saufen bezogen heisst das, dass ein Kontrollverlust (=nach dem ersten Glas zwanghaft weiter saufen müssen) beim ADHSler sehr viel früher auftritt als bei einem Normalo, der um einen richtigen Kontrollverlust zustande zu bringen, i.d.R. lange Jahre "trainieren" muss. Auch dies wie gesagt, schaftt der ADHSler im Handumdrehen.

    Dies gilt natürlich im übertragenen Sinne für alle anderen Süchte. Der ADHSler wird also sehr viel leichter von allem abhängig, von dem man nur abhängig werden kann.

  6. #16
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: ADHS und Alkoholismus

    Das bezweifle ich aber mal sehr stark, dass jeder 3. ADHSler Alkoholiker sein soll!!!

    Bei mir wirkt außerdem Alkohol überhaupt in keinem Sinne positiv. Er macht mich weder wacher noch funktionaler! Im Gegenteil, werde ich unangenehm müde u reagiere weniger schnell..schon bei einem Glas Wein.

    LG Emely
    Geändert von Emely ( 5.01.2013 um 11:27 Uhr)

  7. #17
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: ADHS und Alkoholismus

    Vllt hat Eiseleins Theorie nur den einen Haken... es muss eine Komorbidität, wie Depression oder Angst-Störung vorliegen, damit der von ihm beschriebene Effekt in zusammenhang mit Alkohol auftritt...
    Funktionalität hängt ja auch mit "ungehemmten" Tun zusammen. Ich meine, wenn ich in einem Gespräch (auch und gerade beruflich) ständig in der Angst stecke, den Erwartungen nicht zu entsprechen, wird meine Konzentration schon deshalb mangelhaft sein....

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 735

    AW: ADHS und Alkoholismus

    Eiselein schreibt:

    Der zweite Grund, warum ADHSler quasi im Handumdrehen, ohne es wirklich zu merken, Alkis werden, liegt einfach daran, dass es sich bei ADHS in erster Linie um eine Impulskontrollstörung handelt, es gibt also keine innere Bremse. Auf das Saufen bezogen heisst das, dass ein Kontrollverlust (=nach dem ersten Glas zwanghaft weiter saufen müssen) beim ADHSler sehr viel früher auftritt als bei einem Normalo, der um einen richtigen Kontrollverlust zustande zu bringen, i.d.R. lange Jahre "trainieren" muss. Auch dies wie gesagt, schaftt der ADHSler im Handumdrehen.

    Dies gilt natürlich im übertragenen Sinne für alle anderen Süchte. Der ADHSler wird also sehr viel leichter von allem abhängig, von dem man nur abhängig werden kann.
    Da unterschreibe ich mal voll und ganz.
    Es gilt ja nicht für ALLE. ADHS ist ja sowieso von Mensch zu Mensch
    ausgesprochen unterschiedlich in seiner Ausprägung.
    ABER es gibt in jedem Fall eine bestimmte Gruppe von ADHSler,
    auf die das 100% zutrifft.
    1 Glas und dann...gib ihm, bis zum Exodus. Da gibt es kein genug. Kein Maß.
    Das geht einfach immer so weiter. Ich kenne einen, der hat tgl. 3 Flaschen
    Korn getrunken um sich einigermaßen ruhig zu stellen.
    Überwiegend sind das aber Männer. Bei mir wirkt Alkohol zum Beispiel
    so gut wie gar nicht. Auch ich werde müde, sogar von Sekt.
    Gott sei Dank!


    ...aber Eiselein, wenn das alles bekannt ist, warum in aller Herren Länder
    gibt es dann keine Suchttherapien in denen die ADHS nicht gleich
    mitbehandelt wird? Warum kommen die meisten genau deswegen
    wieder zurück ins Leben und machen genau dort weiter, wo
    sie aufgehört haben (wenn sie nicht schon vorher abgebrochen haben)?
    Warum werden sie quasi weiter in die Sucht hineingetrieben,
    in dem man ihnen während der Therapie auch noch andauernd predigt,
    sie könnten das mit ein bisschen guten Willen schon schaffen und sie
    bräuchten lediglich ihre Gewohnheiten ändern?
    Weil es billiger ist und unser KrankheitsSystem zu unflexibel ist?
    Milchmädchenrechnung.

    Jaja, ich weiß, ADHS im Erwachsenenalter existiert in den meisten Köpfen
    der Leute sowieso nur als Ausrede für schlechte Gewohnheiten.
    Wenn überhaupt...

  9. #19
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 764

    AW: ADHS und Alkoholismus

    Hey, das würd mich auch mal Interessieren..

    Ich komme aus einer "schönen" Alkoholikerfamilie auf beiden Seiten, und die Eltern meienr Eltern hatten auch schon so ihre Probleme mit dem Stoff.
    Trinke selbst extrem viel und oft, aber habe es mir zum Vorsatz gemacht, zurückzuschalten. Klappt auch seit dem 1.1.2013 gut, seitdem schonmal keinen Schluck mehr (und ich trinke sonst jeden Tag..) Bin überrascht, dass es gar nicht soo schwer ist, wie ich dachte! Alkoholfreie Cocktails sind ziemlich lecker..

    Aber ähm.. Wenn ich dieses sogenannte (!) "sucht-gen" habe.. ist das dann in der Verbindung mit dem ADHS relevant?
    Das ist mir noch ein Rätsel.. Weil manche sagen Alkohol und ADHS ist sowieso nicht gut, auch was hier steht, weil ja so viele dann zum Alkoholismus neigen...
    und wenn das noch dazu kommt.. uhhh?!

    LG!

  10. #20
    herrwasgeht

    Gast

    AW: ADHS und Alkoholismus

    Naja mus man automatisch immer eine starke neigung zum saufen haben?
    Mein Dad absolut kein trinker der mochte kein alk,meine Ma leichtes sauf problem gehabt und mein Onkel ist aufem besten weg sich ins grab zu saufen.
    Das müste ja heisen was es nicht mus das ich einen leichten hang habe ein säufer zu werden oder nicht

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