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Diskutiere im Thema Depersonalisation & Derealisation im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 154

    Depersonalisation & Derealisation

    Leidet hier noch jemand an Depersonalisation und Derealisation?

    Ich habe das schon seit gut 3 Jahren und es ging irgendwie auch mit meiner Depression einher. Es kam plötzlich und war direkt ein Dauerzustand. Einen genauen Auslöser kann ich nicht feststellen

    Für mich war es die Hölle. Ich habe sie immer noch genau so stark, wie vor Jahren, aber finde mich langsam damit ab. Helfen konnte mir damit niemand und es wollte auch keiner genauer drauf eingehen. Das AD Fluoxetin hat es erträglicher gemacht und im Moment fühle ich mich halt noch so, aber versuche mich nicht davon beeinträchtigen zu lassen, obwohl es immer noch einen Leidensdruck ausübt. Ich hoffe, dass es irgendwann weggeht.

    Wer hat/hatte das auch? Wie geht ihr damit um? Hat jemand eine Lösung dagegen Gefunden.

    Ich habe mich im hauptsächlich übers Internet informiert, erkenne viele Übereinstimmungen der Symptome bei mir wieder und bin kein Cyberhypochonder. Die Symptome sind real und dauerhaft präsent.
    Geändert von gravel ( 2.09.2012 um 00:32 Uhr)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Hey gravel,
    Ich selbst bin an Depersonilation erkrank, allerdings erst seit 1,5 wochen u dn wenn ich so lese, dass esbeid ir schon 3 jahre anhält, sink meine hoffnung gleich ein ganzes stück weiter nach unten :/
    Ich hab mich jetzt extra wegen dir angemeldet, da ich wirklichgerne mit jemanden darüber reden möchte, der persönlich davon betroffen ist und somit auch ahnung hat, wovon ich rede! Und somit kommen wir zu deienr ersten frage: Damit am besten umgehen kann ich, wenn jemand bei mir ist..sobald mein Freund da ist geht es mir gleich viel besser und ich kann mich ablenken und merke auch durch seine berührungen, dass ich einfach da biin.. auch das telefonieren und lachen mir meiner besten freundin verbessert meinen zustand ungemein Eine komplette Heilung ,so hab ich es gelesen, kann anscheinend nur durch einen Therapeuten und sich selbst erfolgen.. ist also alles ganz schön knifflig..
    Kannst du mir denn beschreiben, wie die krankheit in den 3 jahren verlaufen ist? Wars mal besser mal schlechter.. ist es imemr schlimmer geworden oder war es mal ganz weg?
    Wie wurde es bei dir ausgelöst? Ist es morgens oder abends besser/schlimmer oder immer gleich?

    Ich hoff du hast auch interesse daran, dir das alles mit mir von der seele zu reden!

    Mfg OhTimelessness

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 154

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Ich freue mich über deine Antwort. Ich würde es nicht als Krankheit, sondern als dissoziative Störung bezeichnen. Es lässt sich auch damait leben und vielleicht ist es auch plötzlich wieder weg. Ich habe damit Höhen und Tiefen durchgemacht und stand schon mehrmals kurz vor dem Abgrund.

    Was ich dir als erstes empfehle ist, dass du die Ruhe bewahrst.

    Was mir hilft:

    1. Ablenkung durch irgendwas, dass mich fasziniert oder Spaß bringt.
    2. Kontakt und Beschäftigung mit meinen Hunden
    3. Immer wieder ermahnen, dass ich im Hier und Jetzt bin.

    Es gibt noch andere hilfreiche Tätigkeiten, aber ich möchte jetzt nicht alles aufzählen.

    Tja, den Auslöser kenne ich nicht genau, aber versuche gleich mögliche aufzuzählen. Ich war früher ein sensibler und gefühlfoller Mensch. Heute bin ich weitesgehend unemotional. Ich kann z. B. nicht mehr weinen und andere trösten (ich werde dann verlegen und mein Verhalten kommt mir geheuchelt vor).

    Jetzt komme ich zu den "möglichen" Auslösern:
    1. in meiner Jugend hatte ich eine komplex-fokale Epilepsie (durch seit Jahren Medikamente anfallsfrei)
    2. in der Jugend habe ich viele Antikonvulsiva mit diversen psychischen und physischen Nebenwirkungen genommen
    3. 7. Schuljahr Mobbing
    4. schleichende Depression, die sich seit 3-4 Jahren zugespitzt hat
    5. Versagensängste
    6. Verdrängen von negativen Zeiten in meinem Leben
    7. AD(H)S?
    8. Auch jetzt nehme ich noch ein Antikonvulsiva
    9. Ich bin nicht besonders stressresistent

    Den genauen Auslöser kenne ich trotzdem nicht. Ich weiß auch nicht, was ich langfristig dagegen machen kann. Ich habe mich im internet informiert. Tiefenpsychologie bringt mir persönlich überhaupt nichts.

    Die DP/DR ist durch das AD Fluoxetin schon erträglicher geworden.

    Wie empfinde ich die DP/DR?
    Es ist nicht gerade einfach zu beschreiben, weil meine Empfindungen ja auch verändert sind. Ich versuche es Mal symptomatisch aufzuzählen:
    1. Ich fühle mich nicht wirklich menschlich, sondern ähnlich wie eine Maschine, die einfach funktioniert.
    2. Wenn ich mich unterhalte denke ich immer, dass ich einen Tunnelblick habe. Mein Gesprächspartner merkt das allerdings nie. Zusätzlich fühle ich mich entfremdet, weit von meinem Gesprächspartner entfernt und mein Gesprächspart kommt mir so unbewusst gesteuert vor. trotzdem weiß ich, was ich gesagt habe und kann Konversationen problemlos führen.
    Werden es allerdings mehr Personen, ziehe ich mich in meine Gedankenwelt zurück.
    3. Wenn ich draußen die Straße lang gehe kommt mir alles fremd vor und ich erledige, was ich zu erledigen habe.

    Es gehört noch einiges zur Symptomatik, was mir jetzt allerdings zu viel ist. Du kannst mir auch eine PN oder über ICQ schreiben.

    Hast du irgendwas Belastendes erlebt? Wie alt bist du? Wie sieht es mit Alkohol, Drogen und Medikamenten aus?

    Im Internet gibt es noch viele Informationen zu dem Thema, aber steiger dich da nich hinein. Erst recht nicht, wenn du eine hypochonderisch reagieren könntest. Dadurch könnte die Symptomatik verstärkt werden. Ein Beispiel der Hypochondrie wäre in diesem Fall: "Du liest etwas über ein Symptom und merkst, dass du es auch hast. Unbewusst fixierst du dich mehr auf das Gefühl, steigerst dich rein und es wird stärker. " Die Betrachtung sollte somit neutral sein. Es kann gut möglich sein undist wahrscheinlich, dass bei dir auch mehrere Symptome zutreffen.

    Wie sieht es wegen der Diagnose aus? Selbstdiagnose oder ärztliche Diagnose. Hast du dich breits übers Internet (z.B. Wikipedia )informiert?

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Also ich bin froh, dass ich jemanden gefunden habe mit dem ich drüber reden kann, ich beschreibe dir mal, wie es bei mir angefangen hat:

    Auch wenn in meinem Leben einiges mehr schief gegangen ist, als bei vielen anderen und sich das auf die psyche ausgewirkt hat, denke ich, bei mir wurde die DP/DR durchs Kiffern ausgelöst... hatte es an einem abend richtig übertrieben und bin dann wie in ein loch gefallen, dass alles passiv gemacht hat und meine Körperteile haben abwechselnd angefangen zu kribbeln hatte paranoide Ängste, Sterbensangst, alles wie in einen Horrortraum.. hatte schon Angst einen Hirnschaden zu haben.. hab dann sofort meinen Freund angerufen, der dann mich beruhigt hat, für mich da war und über nacht ist es dann verschwunden.
    Hätte ich ab da nichts gekifft wäre alles gut.. darumr eg ich mich so sehr auf, dass ich es wieder getan hab.. allerdings war das Auftreten des oben beschriebenen zustandes nicht so stark wie zuvor... bin dann wieder mit meinen freund heim.. hab mit ihm zur beruhigung geredet und über nacht: weg!
    hab mir geschworen alles zu lassen aber dann am abend ohne, dass ich etwas konsumiert hab oder ähnliches kam der Zustand wieder..bin völlig ausgetickt, hab nach hotlines gesucht, bei denen man seine symptome sagen kann und die können dir helfen..nichts.
    bin dann mit einer schlecklichen angst schlafen gegangen (oder hab es eher versucht, was für eine furchtbare nacht)
    Aber als ich dann aufgewacht bin war dieses gefühl noch immer da...hab meinen großeltern sofort bescheid gesagt und bin dann mit ihnen zum arzt, der nur meine, das geht wieder weg.

    Seit dem ging die Arztreise los: Ih war schon bei 2 hausärzten, einem Notfalldienst-arzt und einem Notfall-Neurologen.
    Herz, Lunge,Puls wurde alles gecheck: Ok!
    Kopf-CT wurde gemacht: Ok!
    Blut wurde untersucht: Ok!
    Neurologische Tests: Ok!
    Einfach nichts..bin dann aleine durch das suchen i m Internet auf DP bestoßen und was soll ich sagen, es stimmt alles überein.

    Jetzt hab ich noch vor zum augenarzt zu gehen. ein eeg zu machen und dann therapeutische hilfe zu suchen.


    Ich bin gerade mal 17 und habe natürlich sehr große angst, dass es anhält oder sich verschlimmert, ich kann nämlich nicht mehr einschätzen ob es heute besser ist als vor ner woche oder ob sich überhaupt was tut.
    Ruhe bewaren, haben meine Großeltern auch gesagt..ich versuch es aber ich halt es eben nicht aus, dieses unerträgliche gefühl und fang (peinlicher weise) oft an aus verzweiflung zu weinen.

    Ich würde dir noch gerne meinen zustand beschreiben:

    -Bei mir fühlt es sich an als würde ich alles nur träumen
    -Ich weiß das stimmen und personen direkt hier sind, aber für mich sind sie einfach weiter weg
    -Beim einschlafen kommt das kribbeln wieder,d as ich empfunden habe, als der zustand eingetreten ist
    -ich leider viel an eppetitlosigkeit nur zwischendurch hab ich mal einen tag richtig hunger
    -ich kann nicht in Läden, da es eine totale Reizüberflutung auslöst

    Ich dachte schon mal an 2 tagen. dass es jetzt bald vobei ist und es mir fast wieder gut geht, war leider nicht der Fall.

    Ist es denn bei dir auch so, wenn du durchs haus oder so läufst, dass es wie in einem Traum ist? Denn das ist das einzig wahre, dass mich so verrückt an der ganzen sache macht.
    Wie haben deine Freunde darauf reagiert, hat sich irgendwer von dir deswegen abgewendet?
    Kannst du mir beschreiben was dein Medikament genau in dir auslöst und ob es speziell für DP/DR ist?

    Falls du lieber kontak in Icq möchtest, kann ich dich gerne noch heute hinzufügen

  5. #5
    MoC


    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 365

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Hallo Zusammen,

    ich habe unter Derealisationserscheinungen gelitten bzw. ich schließe sie nicht ganz aus, könnte sein dass ich sie nochmal bekomme.
    Ich habe sie glaub ich jetzt seit gut einem Jahr nicht mehr gehabt.
    Meist erschien sie nicht alleine, sondern sind eher ein Konstrukt meiner Angst.
    Besonders in Kaufhäusern und auch in Unangenehmen Gesprächen, habe ich dann so ein Tunnelblick bekommen, alles fühlte sich fremd an, aber auch körperliche Symptome waren dabei.

    Meist fühlten sich meine Augen schwer und trocken an.
    Ich musste mich in solchen Zuständen unheimlich konzentrieren! Vor allem in der Schule!
    Ich hatte damals neben der Abeit mein Abitur auf einem Abendgymnasium nachgemacht und da war ich praktisch immer in diesen Zustand.
    Das war extrem Anstrengend!

    Besonders verstärkt wurden diese Zustände noch durch MPH.
    Meine innere Wahrnehmung wurde verstärkt und damit meine Angst, etwas gedämpft wurde das durch Citalopram.
    Ich weiß nicht genau wodurch sie jetzt weggegangen sind?
    Entweder durch Therapie, welche ich damals gemacht hatte oder durch Citalopram.
    Insgesamt habe ich jetzt zwei AD's hinter mir, einmal Citalopram und Venlafaxin.
    MPH hatte ich vor einem Jahr abgesetzt, aber aus anderen Gründen.
    Ich weiß jedenfalls, dass ich diese schecklichen Zustände lange nicht mehr gehabt habe, aber auch nicht auschließe, dass sie weider kommen.




    LG MoC

  6. #6
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
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    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Hallo MoC
    Ist es also so, dass du diesen zustand nicht durchgehen hattest sondern nur vereinzelt?
    War bei dir auch alles wie in einem traum?

  7. #7
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Achso.. und wie lange hast du darunter gelitten?

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 154

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Ich bin es noch Mal. Du kannst mich gerne adden (ICQ-Blume). Ich will das Kiffen jetzt nicht verteufeln und ganz nüchtern betrachten, aber in welchem Alter hast du angefangen und wie sieht es mit deiner Konsumhäufigkeit aus?

    Cannabis könnte einen Einfluss darauf haben, wenn nicht sogar der Auslöser sein.

    Ja, genau. Die DP fühlt sich so an, als ob ich in einem leichten Trancezustand/Traum bin.

  9. #9
    MoC


    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 365

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    hmmm...ich weiß jetzt nicht, ob man es Traum nennen kann.
    Ich weiß immerhin noch alles was ich in diesen Zuständen gemacht habe.
    Es fühlt sich halt alles sehr fremd und weit weg an.
    Kann man schlecht beschreiben, mein Kopf fühlte sich auch immer leicht gedämpft an.
    In diesem Zustand fühlte ich mich in großen Kaufhäusern teilweise wie getrieben, alles musste schnell gehen:"Bloß raus hier!!".
    Es war glaub ich nicht immer ein Dauerzustand, eher vereinzelt und häufig, es hielt dann meist über mehrere Stunden an.
    Wenn ich nochmal zurück blicke müsste es 2-3 Jahre gewesen sein, wo ich unter diesen Zuständen gelitten habe.


    LG MoC

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 154

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    @MoC: War es denn vom einen auf den anderen Tag weg? Hast du vielleicht einen Tipp?

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