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Diskutiere im Thema Depersonalisation & Derealisation im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #21
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Hallo,

    ich habe gerade druchgelesen, was diese Depersonalisation bedeutet und mußte feststellen, dass ich seit ca. 10 Monaten diese Störung wohl auch habe. Die eigentliche Kriese war im Herbst 2011, aber im Feb. dieses Jahres war dann ein Auslöser, der dieses komische Gefühl lostrat. Es stimmt mit der Beschreibung schon ziemlich genau überein.

    Mehr mag ich jetzt nicht schreiben, muß erst mal darüber nachdenken.

    Elvira





    ps. habe Fehler berichtigt
    Geändert von Elwirrwarr (25.12.2012 um 23:03 Uhr)

  2. #22
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 908

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    @Elwirrwarr.kanns
    kannst du mir mal etwas näheres über diesen Zustand schrieben?

    bin ganz neu in diesen Forum,habe viele Fragen,danke

    Grüße Mopet

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 243

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Ja, dieses Erleben, so möchte ich das mal nennen, hat sich bei über viele Jahre entwickelt. Leider ist es auch in verschiedenem Ausmaß zu meinem Lebensbegleiter geworden.

    Mein so heftiges Entrücken hat am Freitag letzter Woche begonnen. Diese heftigen unterschwelligen Dissonanzen in meiner Familie haben mich völlig entfesselt. Es hat mich völlig hilflos gemacht, ich hatte plötzlich Angst, dass mir etwas Schlimmes passieren könnte, wenn ich mich gegen diese unausgesprochene Gewalt untereinander wehren würde, wenn ich es ansprechen würde..ich hatte Angst, dass mein Rückzug angegriffen würde, dass man entdecken könnte, wie ich mich rauszuziehen versuche...ich wollte nur noch Luft sein, nicht wirklich da, nicht anwesend, irgendwie überdauern, mich in die letzte Bettecke verkriechen, bis ich wieder irgendwie denken könnte...

    Ich wohnte über die Tage bei meiner Schwester:

    Alles wurde von ihr kontrolliert. Ob ich nicht zuviel Strom verbrauchte, die Lichter nicht unnötig angemacht wurden..also strickte ich im Halbdunklen, was gegessen und getrunken wurde. Immerzu nörgelte sie an ihrem Freund herum, schwieg ihn mit einer schrecklichen Aggression an, schimpfte über ihn, wenn er in einem anderen Raum war, schwieg, wenn er kam. Es war grausam. Ihre unausgesprochene Aggression machte mich fürchterlich fertig. Ich suchte nach Notlügen, um mir bei Mc Donalds was zu essen zu kaufen. Zu Trinken gabs Leitungswasser, ihr Freund bot mir dann Mineralwasser an. Sie merkt es gar nicht mehr, wie verachtend sie ist, wie vernichtend jede ihrer Handlungen ist. Mir war nie bewusst, wie boshaft sie in Wirklichkeit ist.

    In nur drei Tagen, konnte ich weder Denken, noch etwas bei ihr essen, noch traute ich mich irgendetwas zu fragen oder zu sagen. Ich war so schwer wie Blei..Diese lähmende Angst, dass ihre Wut auf mich umschwenken könnte, war so heftig. Nie zuvor war mir diese Dynamik so bewusst. Wie grausam meine Schwester unsere Familiendynamik perfektioniert hat.

    Das Gute an der Sache ist, dass ich kein Kind mehr bin und dieser entsetzlichen Kontrolle nicht mehr länger über das Instrument der Depersonalisation entfliehen muss. Der Mechanismus des Ausswitchens wird wohl bleiben und es wird mir auch immer wieder schnell passieren. Aber wichtiger ist es, dass ich immer genauer hinspüre, was mich ängstigt und damit umgehen lerne. Ich werde mich sicherlich nicht mehr der Willkür meiner Schwester ausliefern.

    Eine wichtige Erfahrung, um gesund zu werden.

  4. #24
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    @Elwirrwarr.kanns
    kannst du mir mal etwas näheres über diesen Zustand schrieben?

    bin ganz neu in diesen Forum,habe viele Fragen,danke

    Grüße Mopet
    mach ich gerne, aber nicht mehr heute abend. Dazu brauche ich Ruhe und Konzentration und beides habe ich heute abend nicht mehr.


    Liebe Grüße Elvira

  5. #25
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    ISSD-D - 300.6 (F48. 1) Depersonalisationsstörung

    Hallo

    ich habe heute den oben aufgeführten Link durchgelesen. Danach habe ich keine Depersonalisation im Sinne eines eigenständigen Krankheitsbildes. Bei mir ist sie im Rahmen einer akuten Belastungsstörung aufgetreten. In dieser Phase (vor ca 16 Monaten) sind bei mir viel hochgekommen, was ich glaubte im Griff zu haben. Ich war in diesem Zusammenhang 3 Wochen in einer Akut-Klinik.

    Ich merke, dass ich in, mich stark belastenden Situationen abschalte. Ich falle dann richtig in mich rein, aber treffe mich nicht. Ich fliege an mir vorbei und es ist, als ob das nix mit mir zu tun hat ich aber doch ganz unmittelbar davon betroffen bin. Ich kann dann nicht rein in die Situation, ich will auch gar nicht rein, ich habe eine latente Angst davor in der Situation reagieren zu müssen.

    Ein Beispiel. Im Feb. dieses Jahres haben wir die Küche renoviert. Die Elektrik war komplizierter und mein Mann war überfordert. Solche Situationen führen dazu, dass man ihm dann am besten aus dem Weg geht, bis er die Lösung weiß. Normalerweise klappt das auch. Dieses mal bekam ich es nicht hin mich ausreichend abzugrenzen (meine Krise ist losgelöst worden durch eine heftig Beziehungskrise).

    - und dann passierte es. Ich war über der Situation - ich funktionierte aber das war nicht wirklich ich - ich fühlte nicht, ich beobachtete und handelte aber irgendwie mechanisch, nicht real. Dies blieb dann einige Zeit lang und es ist noch heute so, dass diese neue Küche nicht meine ist. Sie ist schön, sie gefällt mir aber ich fühle mich in ihr nicht real.

    Dieses Verhalten kenne ich seit ich denken kann. Ich schalte ab, wenn des emotional zu belastend wird. Das ist sehr spät in einer Situation - mir wurde gesagt, dass ich emotional sehr belastbar sei. Ab oder an einem bestimmten Punkt jedoch schalte ich ab.

    alles Liebe Elwirrwarr

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 243

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Danke Ellwirrwarr, so sehe ich das bei mir auch. Jahrelang konnte ich diese Zustände nicht einordnen und war ihnen einfach ausgeliefert. Hinzu kam, dass mein Denken früher so ausgerichtet war, dass ich immer alles falsch gemacht habe, dass ich die jenige war, die nicht richtig war und dachte gar nicht daran, etwas an meinen Lebensumständen zu ändern.

    Ich war eine Gefangene meiner Herkunft und deren Regeln...

    Ich versuche meine Empfindungen nun für meine Heilung zu nutzen, dabei meine ich meine vielen komorbiden Probleme, nicht meine ADHS-struktur...die ich eigentlich sehr mag.

    Rosenfee

  7. #27
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Hallo zusammen,

    bin davon seit 2001 chronsich betroffen. Was mich dabei mit am meisten nervt, ist der ständige Kopfdruck und so komische wellenartige Gefühle im Kopf. Kennt ihr das?

    LG

    Jan

  8. #28
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 154

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Ich hatte diese Gefühle nicht chronisch, aber ein starkes Leeregefühl im Kopf. Somit habe ich kaum was gespürt.

    Seit 2001... Hast du dich daran gewöhnt oder stellt es noch einen großen Leidensdruck dar, wie am ersten Tag? Behandlung/Therapie versucht und Ärzte aufgesucht? Auslöser?

  9. #29
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Hallo

    das schreibst du was. DIeses "Leeregefühl" ist total irreal. Der Kopf ist leer - ganz anders als diese ADHStypische Gedankenwirrwarr - da ist gar kein WIrrwarr - das ist Leere

    Und genau diese Leere bekomme ich nicht zu fassen


    Elwirrwarr

  10. #30
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Momentan bin ich nicht in Therapie, müsste aber mal wieder damit anfangen. Belastend war richtig extrem in den ersten 3 Jahren, mittlerweile ist es alles nicht mehr ganz so extrem.

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