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Diskutiere im Thema Depersonalisation & Derealisation im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    MoC


    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 365

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Also nen Tipp kann ich dir generell nicht geben!
    Meistens geht Derealisation ja mit Depression oder Angststörung usw. einher.
    Ich habe z.B eine ängstlich-vermeidene-Persönlichkeitsstörung, daher meine Derealisationserscheinungen sind ein Nebenprodukt meiner Angststörung.
    Es macht wohl kein Sinn das Nebenprodukt zu Behandeln, wenn der Kern meine Angststörung ist.

    Momentan bewerbe ich mich um ein Job, das macht mir natürlich angst denn ich weiß nicht was auf mich zu kommt.
    Generell habe ich seit einigen Jahren Angst vor dem Arbeiten und konnte das bisher auch immer "vermeiden" aber das belastet mich natürlich zunehmend und jetzt ist der Leidensdruck so groß, dass ich es nicht mehr vermeiden kann und auch nicht mehr will!

    Ich kann mir vorstellen, dass ich wieder bald mit diesen Erscheinungen zu kämpfen habe, denn bei der Arbeit wird ich meiner Angst begegnen!
    Es kann sein dass die Medikamente wie Citalopram(Ich weiß nicht ob es bei jedem AD so ist, aber Citalopram und auch Venlafaxin wirken bis zu einer bestimmten Dosis angstlösend, ein Grund warum ich damals Citalopram zusätzlich zu meinen MPH genommen habe, weil MPH ja meine Ängste verstärkt hat.) ein Teil beigetragen haben und vllt. auch die Therapie.

    Bist du in Therapie? Vllt. mal mit deinem Doc drüber sprechen?
    Geht bei dir auch irgendwas in die Richtung "Angststörung"?

    Also ich muss mich meinen Ängsten stellen um sie, so denke ich mal, endgültig loszuwerden.

    Ich würde gucken welches Kernproblem dies auslösen könnte und dafür eine adäquate Lösung suchen, was wieder leichter geschrieben ist als getan!

    Ich hoffe ich konnte deine Frage einigermaßen beantworten!?


    LG MoC

    PS: Dass die Erscheinungen von ein Tag auf den anderen weg waren würde ich nicht sagen, eher fließend. Ich habe auchnicht zu sehr drauf geachtet, ich stellte irgendwann einfach fest, dass sie wesentlich weniger geworden sind bzw. weg sind.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    erstmal toll, MoC, dass du dich dem stellst, auch wenn du sagst, es ist ein "muss", es gibt ja immer wege, sich einer sache nicht zu stellen...

    ich hab sowas auch. also ich fühl mich auch nicht ganz da. wie ich das am besten umschreiben soll weiß ich nicht.
    ein effekt ist zb dass ich mir nicht vorstellen kann, dass das hier mein leben ist. ich hab sowohl mit dem begriff mein, als auch mit dem begriff leben ein problem.
    ich müsste vielleicht dem punkt finden, ab wann es aus den fugen geraten ist, mal sehn.
    auf einem ziemlich coolen blog habe ich etwas darüber gefunden. dass,nun mal verkürzt und in "meine sprache" übersetzt, es ein normativer anspruch der gesellschft (?) sei, dass man eben keines dieser beiden De-Dinge ist/sei.
    ich habe seitdem nicht mehr darüber nachgedacht weil ich mich auch in solchen gedanken befindlich, nicht mehr herausbewegen kann. je öfter ich mir die frage danach stellen würde, destop schlimmer und verwirrender wäre alles. ich würde noch das letzte bisschen halt in frage stellen. also lasse ich es und mache einfach.
    trotzdem habe ich das gefühl, dass es immer mal weniger wird, leider auch immer mal mehr, aber das s ich immer mal in die wirklichkeit mehr zurückkehre und mehr wahrnehme, irgendwann ist es weg und der ausgang ist nie da, wo man ihn vermutet, denke ich. es ist so ein mit.dem-kopf-durch-die-wand(im kopf)-problem.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 154

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    @ MoC: Bei mir wurde auch eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, aber glaube nicht so wirklich dran. Ich weiß nämlich, warum ich die Diagnose verpasst bekommen habe. Aus dem Grund, weil ich in der Klinik ein paar Einzeltherapietermine verpasst und andere Sachen vergessen habe. Außerdem habe ich schon Mal Aufgaben (z.B. abends für morgens den Frühstückstisch decken) nicht gemacht, die ich hätte machen müssen, weil ich nicht dran gedacht habe. Dann waren die Mitpatienten sauer auf mich.
    Naja, ich konnte sowas trotzdem klären, ohne sauer zu werden, auch wenn ich mich in die Ecke gedrängt bzw. an die Wand gestellt gefühlt habe.

    Außerdem gab es auch Zeiten in denen ich mich da zurückgezogen habe und die haben dann die Vermutung aufgestellt, dass ich eine Soziale Phobie hätte.

    Allerdings haben mich die 3 Monate kaum weitergebracht, weil das teifenpsychologischen Prinzip mir nichts gebracht hat und die Therapeutin fast nur Fragen gestellt hat und mir einreden wollte, dass meine Familie an allem schuld sei. Das war nicht nur ihr Prinzip. Ich finde die sehr unprofessionell. Ob ich das Konzept verurteilen kann, weiß ich nicht. Für mich ist es zu mindest das falsche. Im nachhinein bin ich richtig sauer, dass ich 3 Monate Lebenszeit weitesgehend im Standbye-Modus verschwendet habe.

    Ich warte drauf, dass ich in der Schön-Klinik in Bad Bramstedt aufgenommen werde, weil das eine richtige AD(H)S-Spezialklinik ist. Allerdings ist das mit der Aufnahme etwas aufwändig, weil ich schon in einer Psychosomatik war.

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Hallo,
    leide schon seit 23 Jahren darunter. BZW gelitten habe ich die ersten 1-2 Jahre und danach habe Ich mich dran gewöhnt.Seitdem es das Internet gibt und der Informationsfluss was das
    Thema anbelangt imens ist ,mache ich mich dran eine Lösung dafür zu finden.Fühle mich schon wie ein alteingessesener mit der "Krankheit" -.-!!!
    Gruß Torsten

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 154

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Wow, das ist echt eine lange Zeit. Erstaunlicherweise nimmt meine DP & DR enorm ab, wenn ich DL-Amphetaminsulfat nehme. Auch hilft es mehr gegen die Depression, als mein AD. Ich bin wirklich heilfroh, dass es mit mir bergauf geht.

    Ich habe auch ein viel besseres Körpergefühl und Ich-Empfinden. Viele Lebensbereich haben sich enorm verbessert und ich bemerke vor allen Dingen Fortschritte, die ich mache.

    Ich bin so verdammt froh, aber möchte nicht egoistisch wirken Sorry für das ganze Ich...Ich...Ich....ich... Ich bin müde, aber hatte Lust kurz eine Antwort zu schreiben.

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Jo das mal lange!! "DL-Amphetaminsulfat" das gibt es doch bestimmt in der Apotheke zu kaufen oder!!!Bin gerade dabei Therapieplatz zubekommen ,bei einem Arzt der die Derealisation durchgemacht hat.Nur leider sind die Plätze alle vergeben -.-!!!Erschwerend hinzu kommt jetzt das ich seit Gestern Abend einen Schwarzen Punkt im Linken Auge sehen.Nicht das man durch ein Milchglas schaut jetzt ist da noch ein schwarzer Punkt.....-.-...will nimmer !!

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 154

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Hey, wenn musst du es dir von einem Psychiater (am besten ADHS-Spezialist) verschreiben lassen.
    Es ist auch ein Stimulanz und die beste Alternative zum MPH, aber auch nur durch BTM-Rezept erhältlich.
    Es wird noch nicht von den Kassen übernommen und muss somit zu 100% bezahlt werden. Das PLV ist es trotzdem wert.

    Ich nehme es seit 3 Monaten täglich 2x ohne Unterbrechung oder Pausierung und werde es weiterhin so nehmen. Blutwerte, Blutdruck etc. sind nach wie vor hervorragend. Auch habe ich keine Nebenwirkungen. Das Leben ist besser und erträglicher. Nur um diese Zeit ist die Wirkung komplett weg und das merke ich halt auch jetzt beim Schreiben....

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 19

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    gravel schreibt:
    Leidet hier noch jemand an Depersonalisation und Derealisation?

    Ich habe das schon seit gut 3 Jahren und es ging irgendwie auch mit meiner Depression einher. Es kam plötzlich und war direkt ein Dauerzustand. Einen genauen Auslöser kann ich nicht feststellen

    Für mich war es die Hölle. Ich habe sie immer noch genau so stark, wie vor Jahren, aber finde mich langsam damit ab. Helfen konnte mir damit niemand und es wollte auch keiner genauer drauf eingehen. Das AD Fluoxetin hat es erträglicher gemacht und im Moment fühle ich mich halt noch so, aber versuche mich nicht davon beeinträchtigen zu lassen, obwohl es immer noch einen Leidensdruck ausübt. Ich hoffe, dass es irgendwann weggeht.

    Wer hat/hatte das auch? Wie geht ihr damit um? Hat jemand eine Lösung dagegen Gefunden.

    Ich habe mich im hauptsächlich übers Internet informiert, erkenne viele Übereinstimmungen der Symptome bei mir wieder und bin kein Cyberhypochonder. Die Symptome sind real und dauerhaft präsent.
    Ich hab ebenfalls DP/DR, mittlerweile ist die Depersonalisation ein Dauerzustand (seit ca. 2 Jahren), die Derealisation kommt "nur" stunden/tageweise alle 1-2 Tage, ist also häufig aber nicht durchgehend.

    Was mir enorm geholfen hat, ist, die Angst vor diesem Zustand bzw. in diesem Zustand zu verlieren. Ich nehmen das mittlerweile einfach als gegeben hin. Es ist da, es geht auch wieder weg und wenn's nicht wieder weg geht, ist es auch ok. Es tut mir ja nix. Es zeigt mir ggf. durch die Intensität an, wie hoch mein Stresspegel grade ist, insofern ein recht zuverlässiger und nützlicher Indikator, aber es schadet mir ja nicht.

    Im Gegenteil: Wenn ich Angst vor den Dissoziationen (DP/DR sind Subformen der Dissoziation) habe, verstärken sie sich ja nur noch, weil ich mir noch mehr Stress verursache und durchs Reinsteigern noch mehr usw.

    Zusätzlich zur DP/DR hab ich auch noch diverse andere dissoziative Zustände, die sind häufig sehr viel belastender und weniger gut mit dem Alltag vereinbar.

    Früher gab man mir Seroquel (Neuroleptikum) gegen die Dissoziationen, hat auch gut geholfen und ich weiß, dass man das häufig gegen Dissoziationen (oder hochdosiert auch gegen Psychosen) einsetzt und das recht erfolgreich. Wäre also vielleicht ein Gespräch mit dem Psychiater wert, denn Fluoxetin, Citalopram und all die ADs wirken eben nicht auf diese Art.

    Hab jetzt nicht alle Beiträge gelesen... aber wenn noch Fragen sind, nur zu, beschäftige mich schon seit einigen Jahren mit dem Thema Dissoziation.

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 154

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Die extremen 2 Jahre mit DP/DR und Depression waren wirklich die Hölle. Ich hatte auch keine Hoffnung mehr und dachte, dass mein Leben scheiße ist und keinen Sinn mehr macht. Ich bin froh, dass sich DL-Amphetaminsulfat nicht nur positiv aufs ADS, sondern auch auf DP und DR auswirkt. Ich bin so dankbar, dass ich das Medikament nehme und sehe es als enorme Bereicherung meiner Lebensqualität an. Außerdem spüre ich wieder mehr Emotionen, bin selbstbewusster, freundlicher, glücklicher etc. .

    Sorry für meine längere Inaktivität.

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 243

    AW: Depersonalisation & Derealisation

    Weihnachten war für mich das Fest der Depersonalisation. Ich konnte es nur steuern, in dem ich schnellstens wieder nach Hause gefahren bin.

    Ich bin noch lange nicht soweit, dass ich mich meinem alten Umfeld aussetzen kann.

    Die Symptome waren niederschmetternd:

    Ich saß in einem Wattebausch,
    neben mir,
    hatte nur noch das Bedürfnis irgendwie zu überleben und begann mich immer mehr rauszuziehen, körperlich und psychisch,
    wurde immer kleiner, stierte vor mich hin,
    fühlte mich gefangen,
    konnte nicht mehr denken, Gefühle waren weit weg,
    Gespräche führen fiel mir immer schwerer,
    alles wurde mir immer fremder,
    ich wurde innerlich oreintierungslos...

    sehr erschreckend und ohne Medikamente wäre es nicht erträglich gewesen.

    Bin gestern nacht noch nach Hause gefahren. Das war mein Weihnachtsfest in der Familie!

    Bin keinem böse, bin dankbar, dass ich einen Weg gefunden habe, auch wenn ich Weihnachten nun alleine bin. Der Gewinn ist, dass ich mich wieder habe, mich fühle, wahrnehme und sicher bin.

    Gruß Rosenfee

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