Seite 3 von 6 Erste 123456 Letzte
Zeige Ergebnis 21 bis 30 von 52

Diskutiere im Thema ADHS und Vertrauen/Selbstvertrauen im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: ADHS und Vertrauen/Selbstvertrauen

    Jasriii schreibt:
    Tavor ist einfach nur Gifft ich selber nehme auch Diazepam aber ein gesunder Menschenverstand vom Arzt würde soetwas erst garnicht verschreiben denn Abhängig wird man von dem Misst auch noch...Lg.Jasriii
    Wie sagte Paracelsius so trefflich? JEDES Ding ist ein Gift! Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist!

    Wenn du mit Benzos nicht umgehen kannst, bzw. dir deine eigene Suchtsymptomatik selber als problematisch bekannt ist, dann nimm sie doch einfach nicht ein!

    Ich persönlich bin allerdings froh und dankbar, dass ich ca. 1x im Jahr ein Päckchen "Diaz" verschrieben bekomme, welche ich dann gezielt bei besonders nervlich anspannenden Situationen, wie Zahnarztbesuchen, Vorstellungsgesprächen oder Gedankenzyklen, die mir den Schlaf rauben - mit wohlbedachter Dosierung - einsetzen kann.
    Ich nehme die Dinger auch nicht öfter als andere vielleicht eine Kopfschmerztablette. Ich behaupte, man KANN damit umgehen, sofern man halt eine gewisse Willensstärke hat und einem auch bewusst ist, dass man es muss, um nicht körperlich auf die Dinger drauf zu kommen... außerdem hängt man damit eh die meiste Zeit geistig in den Seilen, wirklicher Spaß sieht anders aus.

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 20

    AW: ADHS und Vertrauen/Selbstvertrauen

    Hallo ihr Lieben
    Bin neu hier, das Thema hat mich aber grad angesprungen.
    Ich finde es sehr spannend, dass dieses Thema besonders bei Menschen auftritt, die ihre Diagnose "erst" im Erwachsenenalter bekommen haben. (auch ausserhalb dieses Forums, in Selbshilfegruppen, Kliniken etc)

    Aber wie könnten wir auch anders? Viele haben nämlich ihre Kindheit ähnlich erlebt wie ich. Man ist eben einfach anders. Komisch. Wie oft habe ich das von Mitschülern gehört. Die Zusammenhänge die man macht, die Dinge die man lustig findet, die Art wie man mit Mitmenschen umgeht – es ist nunmal einfach anders. Und Kinder sind so schön direkt und sprechen das aus.
    Ich hab nie dazu gehört. Hatte andere Interessen und Gesprächsthemen. Als Kind war das noch relativ egal. In der Pubertät wurde es schlimm. Und ich habe einfach immer gespürt, dass etwas mit mir nicht simmt. Dass ich nicht so bin, wie die anderen. Und wie könnte sowas denn nicht am Selbstbewusstsein nagen? Und es wurde so tragisch, dass ich mich selbst aufgegeben und mich nur noch so verhalten habe, wie es die andern tun. Ich habe mich selbst zur Seite gestellt und bin in die Rolle einer anderen Person geschlüpft. Und tataaaa: plötzlich hatte ich Freunde. Und DAS hat mich in die Psychiatrie gebracht.

    Erst als ich andere Menschen wie mich kennengelernt habe, wusste ich, dass ich damit nicht allein bin. Dass ich nicht die einzige bin, die chaotisch und durchgeknallt ist. Und es ist sooo viel besser geworden. Trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, dass ich schon fast paranoid bin. Wenn ich draussen mein Auto putze, dann bin ich sicher, dass irgendwo hinter dem Fenster einer steht und sich denkt "oh mann, warum macht die das denn so kompliziert? Das könnte man doch einfacher... Oh, da hat sie einen Fleck übersehen.. Hihihi.." Und es braucht Kraft, diese Gedanken einfach abzuschütteln und weiter zu machen. Aber je länger ich es mache, desto einfacher wirds. Ob ich je davon loskomme, ist eine andere Frage. Aber ich bleib mal optimistisch.

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 243

    AW: ADHS und Vertrauen/Selbstvertrauen

    Hallo Ellwirrwarr,

    mir ging es auch so. Früher hatte ich ein ganz gutes Selbstvertrauen. Ich habe mich auch nicht so isoliert in mir gefühlt. Ich hatte viele Bekannte, war irgendwie mittendrin, auch mit den vielen Problemen und Macken.

    Umso mehr ich mich um ein ehrlicheres, geregelteres unabhängiges Leben bemühe, umso isolierter fühle ich mich in mir. Ich bin gut, aber nicht gut zu mir!

    Ich bin eine funktionierende Mutter, die ihr Kind nicht anschnauzt, alles organisiere, niemandem auf der Tasche liege, mit niemandem Streit habe, aber auch ein Niemand geworden bin.

    Ich komme aus der Nummer derzeit nicht raus.

    Liebe Grüße

  4. #24
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADHS und Vertrauen/Selbstvertrauen

    Ich komme aus der Nummer derzeit nicht raus.
    Hallo Rosenfee und Yoko

    Zur Zeit versuche ich wieder so viel ADHSlerin wie möglich in mir zuzulassen und darauf stolz zu sein. Ich glaube nur so kommt man aus der Nummer raus.

    Ich finde den Vergleich mit Herry Potter sehr schön. Wir sind die Zauberer - wir können bei den Muggels leben - aber wenn wir nicht ab und an auch mal zaubern dürfen, dann sind wir nicht mehr wir.


    Yoko hat so schön beschrieben, wie es uns geht, wenn wir versuchen ein Muggel zu sein - wir sind es nicht und wir werden es nicht - Wir können nur lernen in ihrer Welt zu leben und dabei doch Zauberer zu bleiben. Ich glaube das ist der Weg von uns Spätdiagnostizierten.


    Alles Liebe Elwirrwarr

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 243

    AW: ADHS und Vertrauen/Selbstvertrauen

    Elwirrwarr,

    ja Du hast natürlich Recht...als Kind war ich immer glücklich mit mir, weil ich alles so neugierig in mir aufgenommen habe. Ich habe in allem so viel Zauber gesehen..und konnte gar nicht verstehen, dass es so viele gebeugte Menschen gab. Was ist bloß aus mir geworden.

    Ist das ein Symptom der Spät-diagnstizierten? Das man traurig wird, weil es so wenige gibt, die den Zauber des Lebens miteinander wirklich teilen können?

    Liebe Grüße
    Rosenfee

  6. #26
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADHS und Vertrauen/Selbstvertrauen

    Ich glaube, über die Jahre haben wir es irgendwie verinnerlicht, dass wir funktionieren müssen. Und irgendwie schaffen wir das dann ja auch mehr oder weniger gut. Bloß das hat seinen Preis. Wir überfordern uns, wir sehen irgendwann nur noch unsere Defizite und nicht mehr unsere Fähigkeiten. Ich denke, dass jemand, der als Kind optimale Therapien (Psyche und Medi's) bekommen hat, sich einheitlicher in der Welt wahrnimmt. Das haben wir nie gelernt. Es gab die normale Welt, eben die der Muggel und dann gab es uns.

    Und weil wir nicht wußten warum wir anders sind, und weil uns immer gesagt wurde, dass das Andere gut und richtig ist und wir auch so sein müssen, haben wir versucht uns anzupassen.

    Der eine hat damit schon in der Schulzeit begonnen, andere erst im Berufsleben aber krank macht diese Anpassung auf jeden Fall

    alles Liebe Elwirrwarr

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 94

    ADHS und Vertrauen/Selbstvertrauen

    Guuuuuten

    Na ihr ZAUBERhaften Harrys und Potters .

    Ich finde die Idee Zauberer zu sein eigentlich nicht schlecht, schließlich bringen wir ja auch viel "Zauber" mit, wenn wir auftauchen.

    Mal heißt es: "Mensch Ey, mach mal nich son Zauber hier, sondern mach mal locker"!

    Aber oftmals ZAUBERN wir doch auch Lächeln, Hoffnung und Zuversicht in die Gesichter, sowohl in das unserer Lieben, als auch in das von Außenstehenden. Wir können herrlich erfrischend sein und kein mittel der Welt kann so motivieren und mitreißen, wie der Euphorie-Schub, voller Iden eines adhs'lers!

    Leider leider werden die Vorteile dieser "Störung" nicht allzuoft gesehen...Neid??? Ich weiß nicht, vielleicht auch nur die Angst, oder die scheinbare mysteriöse außergewöhnlichkeit an uns..

    Aber genau diese Angst, vor dem für die Norm so schwer zu kontrollierenden Anderssein führte unsere Eltern wahrscheinlich früher schon zur Verzweiflung.
    Ich kenne das Gefühl aus meiner Kindheit...man wird oft gemaßregelt, an der kurzen Leine gehalten und kontrolliert...wenig Lob und Anerkennung von den Eltern, aus Angst das Kind könnte aufgrund dessen "überwasser" bekommen und noch schwieriger in der Spur zu halten sein. Ich bitte euch, wie soll sich da aus einem kleinen Menschlein ein vollwertiges, selbstständiges, selbstachtsames Individuum werden, welches vor Selbstbewusstsein nur so strotzt und den Selbstwert eines starken Menschen entwickelt???

    Ich glaube das ist ein länger Prozess, aber dieser wird in Gang gesetzt, (das ist zumindest meine Erfahrung) wenn man die Diagnose hat! Ein erklärungskonzept, eine Erleichterung und eine Möglichkeit, sich sein leben retrospektiv erklären und die vergangenheit besser akzeptieren zu können.

    Es geht um Aussöhnung mit sich selbst.
    Ich finde es manchmal einfach ergreifend und rührend, wie ich so dastehe und mir bewusst wird, dass ich nicht mehr der kleine junge bin, der abhängig ist von der Laune und Willkür seiner Eltern und Umwelt, sondern das ich ein Mann bin, der die volle Verantwortung für sein leben trägt, jeden Tag....jede Nacht....immer!!!

    Wir sind anders! Wir sind besonders!
    Wir sind Zauberer und zaubern weiter...
    Nicht jeder Trick gelingt, aber...muss er das?? Nein verdammt, das ist nur unser übermäßig hoher Anspruch an uns selbst, keine Fehler zu machen, weil wir ja eh schon anders sind .
    Vergesst es!
    Lasst uns MIT unserem ADHS kämpfen, nicht dagegen...

    Und bitte bitte bleibt Zauberer!!! Ich brauche jeden einzelnen von euch...
    Wir zusammen machen die Welt bunt und eben ein Stückchen besonders!

    Liebste Grüße
    Euer cursi

  8. #28
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADHS und Vertrauen/Selbstvertrauen

    Es geht um Aussöhnung mit sich selbst.
    Ich finde es manchmal einfach ergreifend und rührend, wie ich so dastehe und mir bewusst wird, dass ich nicht mehr der kleine junge bin, der abhängig ist von der Laune und Willkür seiner Eltern und Umwelt, sondern das ich ein Mann bin, der die volle Verantwortung für sein leben trägt, jeden Tag....jede Nacht....immer!!!

    Hallo Cruse

    ich bin jetzt 56 und Oma und oft denke ich "Laßt mich doch einfach nur spielen".

    Ich hatte bis vor ca. 8-9 Jahren (noch vor meiner Diagnose vor 7 Jahren) in regelmäßgigen Abständen einen Traum, seit meiner Jugend:
    Ich war mit meinem jeweils aktuellem Alter in der 9 Klasse meiner Hauptschule und meine Klassenlehrerin Fr. Wippig, machte mit uns irgendwelche Abschlußtest's. Ich fiel jedesmal durch. Ich saß dann irgendwann mit Mitte Vierzig in der Neuten Klasse und fiel wieder durch den Test. Meine Lehrerin meinte, ich würde den Nie bestehen und nie erwachsen werden. Ich ging dann nach hause (in das zu Hause meiner Kindheit) und dort waren meine ELtern und mein Mann und gaben mir Taschengeld. Ich meinte dann nur noch, das es doch nicht normal sei, mit Mitte 40 zig noch Taschengeld zu bekommen.

    Ich träumte dann, kurze Zeit später, dass ich mein Abitur bestanden hatte und dann kam dieser Traum nie wieder.


    Mein Mann fand das toll, mein Therapeut war begeistert von dem Erfolg seiner Therapie.

    Zeitgleich verschwanden auch die Geister. Meine Geister, die mich bei jedem Abendspaziergang begleiteten und die irgendwie merkwürdig aber auch nett wirr waren.

    Jetzt wäre ich endlich erwachsen und mein Therapeut verlieh sich glatt den Lorberkranz.

    Nur ich war und bin nicht glücklich - ohne die netten wirren Geister und mit Abitur. Irgendwie wollen sie jetzt noch mehr dass ich funktioniere in dieser Welt, der Welt der Muggel.


    Es geht um die Aussöhnung mit mir. und ich bin nun mal kein Muggel, egal wie viel MPH, Elontriel und was auch immer ich verschrieben bekommen.



    Alles LIebe ELwirrwarr

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 243

    AW: ADHS und Vertrauen/Selbstvertrauen

    Lieber Cursi, liebe Elwirrwarr,

    ja, es geht um Aussöhnung mit sich selber. Ich mache meiner Mutter keine Vorwürfe mehr und das soll schon etwas heißen. Ich habe ihr mein ganzes Leben lang den Kampf angesagt, weil sie mich so massiv kontrollierte und maßregelte. Es war schon zwanghaft, wie ich mit ihr in meinem Inneren haderte und versuchte irgendwie ohne weitere Dissoziationen in dieser Familie zu überleben.

    Seit dem ich weggezogen bin, bin ich ihr nicht mehr böse, weil es keine weiteren Berührungen mehr gibt. Ich brauche nun meinen Abstand. Gebleiben ist natürlich mein extrem schlechtes Selbstwertgefühl, das mich extrem runterzeihen will. Ich kämpfe Tag für Tag damit, mir nicht wieder alles kaputt zu machen.

    Ich würde gerne eine Therapie machen, weil ich das wohl alleine nicht gebacken kriege.
    Ich fühle mich so extrem hoffnungslos meinem schwachem Selbstwertgefühl gegenüber...ausgeliefert.

    Ich kann mir selber nicht verzeihen, dass ich nicht auf meine Gefühle geachtet habe und mehr dem Schein nach Außen Bedeutung beigemessen habe. Ich war feige und habe mich verleugnet.

    Ich denke, dass diese Phasen der Depression und Trauer auch zu der Aussöhnung gehören. Das wollte ich jahrelang auch nicht zulassen.

    Jetzt will ich nicht mehr länger drumherummachen, sondern will mich so gerne wiederhaben.

    Grüße Rosenfee

  10. #30
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADHS und Vertrauen/Selbstvertrauen

    ...........

Seite 3 von 6 Erste 123456 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Praktikumssuche endet bei mangelndes Selbstvertrauen
    Von Virtual im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 17.11.2011, 00:31
  2. ADS und Selbstvertrauen
    Von Turisas im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 1.09.2010, 14:51
  3. mein selbstvertrauen ist weg.. (verzweiflungstext)
    Von xindria im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 16.04.2010, 05:45

Stichworte

Thema: ADHS und Vertrauen/Selbstvertrauen im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum