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Diskutiere im Thema ADS und Sozialphobie im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #61
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 171

    AW: ADS und Sozialphobie

    In freier Wildbahn werde ich leicht aggressiv, bedingt durch Nervosität, die Geräuschkulisse und die Ignoranz dummer Menschen die sich nicht benehmen können und glauben, sie seien ungestört in ihrem Wohnzimmer. Abhilfe schafft -wie immer- Musik in den Ohren.

    Auf Parties etc. bereite ich mich entsprechend vor. Ich frage wie viele Leute kommen, wer kommt und so weiter. Dann gehe ich gerne spät hin, die meisten Deppen sind dann schon weitergezogen und ich kann mich in den kleinen Kreis der mir Vertrauten sinken lassen. Das klappt dann ganz gut. Gerne auch mit einem Bier. Bei Anlässen ohne Freunde und Bekannte nehme ich die Medis am Tag so, dass sie in der Veranstaltungszeit milde wirken. Kein Alkohol, keine Kontaktwünsche. Ein sehr bedachter Smalltalk ist das höchste was passieren kann. Wirkt auf viele befremdlich aber hey, was kümmerts mich...ich bin ja deshalb nicht böse oder ein schlechterer Mensch. Mit den wirklich, wirklich interessanten Menschen ergibt sich IMMER ein Gespräch, egal unter welchen Umständen. Man zieht sich an :-)

  2. #62
    AlteEiche

    Gast

    AW: ADS und Sozialphobie

    Ich mag meine Mitmenschen. Find die Leute toll. Und die, die nicht so toll sind, die tun mir leid. Denen helf ich gern toller zu werden.

    Aber weil ich die Leute so mag und respektiere, bin ich bemüht ihnen ausm Weg zu gehen und mute Ihnen meine Gegenwart nicht gerne zu


    Im Ernst: Sozialphobiegequatsche nervt mich. Ich habe meine Gründe das ich ganz gerne zurückgezogen lebe. Das hat einiges mit "den Anderen" zu tun, aber primär mit mir, meinen Lebenserfahrungen, meinem Charakter, meiner Lebensweise und meinem sozialen Status und nicht zuletzt mit meiner ADHS.

    Ich bin so und wenn da jemand skeptisch ist, der soll halt denken was er will. Was mit mir ist, weiß ich Selbst am besten


    MFG

  3. #63
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.197

    AW: ADS und Sozialphobie

    Ich bin irgendwie nicht typisch Spler. Wenn ich kein bock auf Menschen hab dann bleib ich daheim etc das hat nix mit angst zu tun. Ich bin nicht dieser ty der immer unter Menschen sein will. Ich steh auch nich gern im Mittelpunkt. Ich häng mich nich gern an Frauen und treff mich ständig. Mir reicht es wenn ich sie eimal im Monat sehe. Wenn überhaupt. Ich find es schon anstrengend immer zu seinen bruder zu gehen. Ist nicht jedes We aber mir is es zuviel grad zu Weihnachten wenn wir überall eingeladen werden. Da muss man "das beste" geben und da.

    Nacht

  4. #64
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 41

    AW: ADS und Sozialphobie

    Hallo zusammen,

    ich frage mich wie so eine Sozialphobie zustande kommt?!?!

    Ich bekomme totale Beklemmungen, wenn ich mit Menschen am Tisch sitze, die mir fremd sind und mit denen dann Unterhaltung angesagt ist.

    Ich würde mich ja sehr gerne unterhalten, aber mein Kopf ist dann komplett leer. Das geht so weit, dass ich nicht mehr weiß wie die einfachsten Wörter ausgesprochen werden.

    Mein Schädel fühlt sich an als würde er jeden Moment platzen bis hin zu Flimmern vor den Augen.

    Ich frage mich halt, ob es daher rührt, dass es für einen ads´ler vielleicht zu viele neue Infos auf einmal sind und diese Phobie aus der Angst resultiert, dass man nicht alles

    mitbekommt was gesagt wird, sich blamiert, zu viel wieder vergisst und sich nicht richtig am Gespäch beteiligen kann.

    Was meint Ihr dazu?

    Ich möchte das so gerne in den Griff bekommen, aber wie?

    Gibt es jemanden der das, o. ä. Problem kennt und Vortschritte erziehlt hat?! Was kann ich tun?

    Gibt es Übungen die man machen kann oder so?

    Der tolle Tip, in der Situation ausharren bis die Angst nachlässt funktioniert nicht. Da lässt nix nach, trägt nur zur kompletten Versteinerung bei.

    Danach bin ich immer fix und alle und schlecht gelaunt und das auch noch meist am nächsten Tag.

    Lieben Gruß....

  5. #65
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 41

    AW: ADS und Sozialphobie

    Eins habe ich noch vergessen, wird die Sozialphobie evtl. mit Medikamenten besser?

    Werde wohl bald medikamentös eingestellt.

    Könnte mir vorstellen, dass auch damit schon eine kleine Verbesserung eintritt?!?

  6. #66
    AlteEiche

    Gast

    AW: ADS und Sozialphobie

    Eine Sozialphobie hat durchaus immer mehrere Ursachen. Sie fängt wohl mit einer Veranlagung an, die dann auf bestimmte Lebenserfahrungen trifft. Es sammelt sich irgendwo eine Angst im Laufe der Zeit an. Negative Prägung, Erziehung kommt zusammen. Oder einzelne Ereignisse, die eine Art "Traumatisierung" auslösen und nach und nach schichtet sich so eine irrationale Angst auf, eine Phobie. Ich bin der Ansicht das man das nicht unbedingt im Konflikt mit Anderen lösen muss. Sondern die Einstellungen dahinter, das Fremde ICH und das FREMDE im Anderen erkunden, das ist letztlich ein Akt geistiger Anstrengung, das man auf unterschiedliche Art und Weise erlernen kann.

    Das wichtigste Ziel dabei ist sich Selbst zu finden, die eigenen Bedürfnisse wieder wahr zu nehmen und zu lernen, das man als Mensch ein Recht auf seine Bedürfnisse hat und das aber nicht nur einem selbst, sondern auch allen Anderen zu steht. Jeder hat ja die Bedürfnisse, die ein Mensch hat. Durch verschiedene Charaktere, Lebensarten, Persönlichkeiten, Vorstellungen unterscheiden wir uns alle ein wenig, aber am Ende ist es wie mit der Lichtgeschwindigkeit: In jedem (individuellen) System ist die Geschwindigkeit gleich. Genauso sind in allen individuellen Systemen die Grundbedürfnisse der Menschen nach Liebe, Respekt und Nähe, Distanz, Freude, zwischenmenschlicher Wärme und Nestbehaglichkeit, aber auch gerechtfertigter Zorn wenn man Ungerechtigkeiten erkennt, oder ertragen muss. Diese Grundstrukturen sind bei allen Menschen gleich. Wer das nicht hat, ist an sich schon pathologisiert, aber bleiben wir beim Punkt.

    Man ist sich selbst Fremd, die Anderen sind einem Fremd. Das Fremde, die Externalisierung ist das was Angst macht.

    Du versuchst z.b. das Gespräch, das soziale Erleben jetzt als etwas abgespaltenes von Dir zu "handeln". Es ist nicht mehr teil von dir, sondern ein weggesperrter Prozess, dessen Reanimierung Angstprozesse auslöst. Irgendwelche Erinnerungen, irgendwelche Paniksysteme in deinem Sinn springen an und erzählen dir vom Hätte-Könnte-Würde Probleme machen. Dabei ist das Verhalten in diesen Lebenssituationen einfach völlig normal, solange der Mensch an sich nicht z.b. neurologisch krank ist wie Asperger-Betroffene. Aber auch wir ADHSler nehmen anders wahr, das führt zu manchen Problemen im Kontakt mit Anderen.

    Es geht überhaupt nicht darum WAS du mitteilen möchtest. Es geht nur darum welche HALTUNG du dabei hast.

    Offenheit kann eine Lösung sein. Zum Beispiel kommste in einer Gruppe an und du sollst/möchtest den Abend verbringen. Oder bei einer neuen Arbeitsstelle etc. Man könnte sich so vorstellen "Hallo! Ich bin nicht so der Entertainer, ich hör euch etwas zu und erschreckt nicht wenn ich mal komisch rüberkomme, ok?" Wer auf solch eine Frage reagiert indem er dich lächerlich macht, der ist es schlicht nicht Wert das du deine Zeit mit ihm vergeudest. Menschen die sich ganz normal nett verhalten, würden immer versuchen dich einzubinden und deine Unsicherheit aufzufangen, dir zu helfen ins Gespräch zu kommen.
    Leider ist der Umgang heute vielfach nicht mehr so sondern arg verroht. Da bekomm ich immer den Hass und ich bin nicht (mehr) zu schüchtern das auch zu sagen . Im Gegensatz zu Normalos, die immer wieder sich anpassen sehe ich keinen Sinn für mich diese Anpassung mitzumachen. Denn ich verkaufe nicht meine Ideale bei den Leuten. Das ist ein Fehler, den viele machen, besonders wenn sie eher schüchtern sind und wenig Freunde haben: Sie suchen sich Leute, die nicht gut für sie sind.

    Wobei ich heute auch gar nicht mehr so oft und nicht mehr so extrem wütend bin, wenn jemand die Netiquette vermissen läßt. Man braucht die Leute nur auf ihr Fehlverhalten und ihre Rücksichtslosigkeit mit ein zwei Sätzen hinweisen, dann sind die Einen schuldbewußt und entschuldigen sich. Das freut mich dann und der Abend kann weitergehen. Diejenigen, die das nicht tun und meist erst richtig aufdrehen und ihre eigene Rücksichtslosigkeit rechtfertigen sind die Zeit nicht weiter wert sich privat mit ihnen zu befassen. Notfalls steht man auf und geht einfach wenn die Leute doof sind.

    Dieses SELBST-BEWUSST-SEIN fehlt oft wenn überzogene Schüchternheit eine Rolle spielt. Das kannst du aber lernen.

    Welche Mittel und Methoden gut für dich sind, das solltest du dir überlegen. Was wäre dir denn Recht? Möchtest du Gesprächstherapie machen ? Oder Konfrontationstherapie? Welche Art des Vorgehens ist besser? Kennst du dich, weißt du was du willst, dann lernst du schon indirekt nach und nach dich wieder Selbst wahr zu nehmen und dich selbst in Gemeinschaft einzubringen.

    Villeicht fängst du an mit einem anonymen Blog im Internet? Das könnte dir helfen erste Gedanken zu sammeln. Leg dir Zeitfenster fest, in denen du einen Beitrag schreibst über deine Schüchternheit, die Probleme damit. Kauf dir Bücher, versuche zu verstehn, bilde dich in diesem Bereich weiter und vor allem denke viel darüber nach. Sowas hilft mit Sicherheit. Alternativ kannst du dasselbe offline in einem Tagebuch verarbeiten. Ich verspreche dir, nach und nach wird das eine Besserung herbeiführen. Ganz gleich welche Ursachen deiner Schüchternheit zu Grunde liegt. Da bin ich mir absolut sicher!

    MFG

    Nachtrag:

    Ja die Schüchternheit kann man mit Medikamenten bessern, wenn die Ursachen auch entsprechend liegen.

    Denk doch mal an die Leute, die ein Schwipps haben Da funzt das soziale Leben auch besser und das ist auch nicht so viel anders als ein Medikament
    Geändert von AlteEiche (29.12.2013 um 16:16 Uhr)

  7. #67
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.197

    AW: ADS und Sozialphobie

    also ich kann von mir aus sagen das eine Sozialphobie wirklich nicht schön ist. Immer diese gehemmtheit gegenüber fremden Leuten, furchtbar!! Ich weiß gar nicht wann die bei mir angefangen hat. Ich weiß aber das ich als Kind schon immer schüchtern war, also total schüchtern. Das war ich nicht nur in der Schule sondern auch wenn mal Besuch da war. So alleine mit den Eltern etc war ich nie schüchtern und bei Freunden auch nie. Schlechte Erlebnisse hatte ich ja genug gesammelt

    die ersten Angstzustände kamen dann plötzlich in der Straßenbahn als ich 16 war, es saß genau gegenüber von mir jemand, und bekam Schweißausbrüche und mein Kopf zitterte so komisch. Ich hatte ziemliche Angst.

    mein ehemaligerTherapeut früher meinte auch, das es eine Ansammlung war traumatischer Erlebnisse, er hatte ja auch ne PTBS diagnostiziert, wegen Schulzeit. Er meinte da ich immer viel mit der angst vor dem Erbrechen hätte, das mich einfach nur alles ankotze. Und dann waren noch leichte Depressionen im Spiel. Da war dann für meinen Körper sicher alles zu viel.

    ich frag mich immer, was wäre gewesen wenn meine Schulzeit besser gelaufen wäre. Wäre ich jetzt ein anderer Mensch? Also hätte ich mir einiges ersparen können mit Ängsten und Co. Vieleicht wäre ich total anders

    ich hab mich durchs Leben geboxt, und aber auch gequält wo ich manchmal dachte, es wäre besser wenn...naja ihr wisst schon................ich bin durch die Hölle, und nach der Hölle kam dann aber das Sonnenlicht, bis jetzt.

    und seit dem toi toi toi finde ich mich so langsam wieder, ich bin viel offener geworden, also im Vergleich zu früher das womit ich noch etwas Probleme habe ist, wenn ich Menschen ansprechen muss um sie nach etwas zu bitten. Also wie "mach mal das Fenster zu" meistens steh ich dann auf und machs selber zu. Heute habe ich so etwas geschafft. Ich brauchte sicher 1000 Anläufe weil ich nie den richtgen Moment dafür fand


    ........ach man ich will endlich Sommer

  8. #68
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 750

    AW: ADS und Sozialphobie

    ich glaube man bekommt einfach mehr mit, und so kommt es dass man probleme hat sich zu öfnen, kein bock hat sich zu positionieren.. die andern sind meist blöd, also warum sorgen machen..

  9. #69
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 41

    AW: ADS und Sozialphobie

    Vielen Lieben Dank für eure hifreichen und auch mutmachenden Beiträge.
    Ich denke auch, dass ich die sozialen Situationen für mich noch angenehmer hinbekommen werde.
    Es ist im Gegensatz zu vor ca. 13 Jahren ja auch schon erheblich besser geworden, da konnt ich nicht mal mehr in den Bus steigen.
    Selbst vor der eigengen Familie war ich gehemmt. Kein Ton verließ meinen Mund.
    Dennoch bedeuten fremde Menschen immer noch große Anstrengung für mich.
    Nichts was ich genießen könnte.
    Am schönsten wäre es, wenn es einen Knopf gebe, den ich nur drücken müsste damit der Nebel verschwindet.
    Wie schön wäre das!!!
    In ca. einer Woche werde ich das erste Mal ein Präparat ausprobieren und ich hoffe es hilft.

    Ich wünsche euch noch gute Gespräche hier

    Schönen Abend...

  10. #70
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: ADS und Sozialphobie

    Ich wünsche euch noch gute Gespräche hier
    Doch hoffentlich auch mit dir!

    LG Gretchen

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