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Diskutiere im Thema ADS und Sozialphobie im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADS und Sozialphobie

    Früher war ich ein einziger Angstbollen, d.h. ich litt unter mehreren unspezifischen Ängsten, die sich zu einem unentwirrbaren Kneuel zusammengefunden hatten und sich immer wieder bis zu offener Panik steigerten.

    Meinem damaligen Psychiater fiel ausser Neuroleptika zu diesem Thema rein gar nichts ein.

    Erst seitdem ich Stimulanzien nehme, hat sich der Angstbollen aufgedröselt.

    Das heisst, ich kann heute ganz genau sagen, was meine Angst- und Panikstörung ist und was meine soziale Phobie.

    Das lässt sich sogar ganz einfach sagen, weil Stimulanzien (aktuell Attentin) gut gegen soziale Phobie wirken, die Angst- und Panikstörung aber eher verstärken (Amphetamin mehr als Mph. Warum dann nicht Mph? Weil Mph die Depression stärker verstärkt als Amphetamin.)

    Wenn man es ganz genau nimmt, so kann man sagen, dass die soziale Phobie neben Dissoziation, Schlafstörung, Depression und Angst- und Panikstörung meine einzige Komorbidität ist, die unter dem Einfluss von Stimulanzien tatsächlich signifikant zurückgegangen ist.

    Beispiel: Bei einem Seminar habe ich des Abends in kleiner Runde eine Reihe von eigenen Gedichten vorgelesen und mich der Kritik gestellt, so etwas wäre früher schlichtweg undenkbar gewesen.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 330

    AW: ADS und Sozialphobie

    Eiselein schreibt:
    Das lässt sich sogar ganz einfach sagen, weil Stimulanzien (aktuell Attentin) gut gegen soziale Phobie wirken, die Angst- und Panikstörung aber eher verstärken (Amphetamin mehr als Mph. Warum dann nicht Mph? Weil Mph die Depression stärker verstärkt als Amphetamin.)

    .
    Angst hatte ich als Kind immer, das hat sich aber gelegt. Habe jetzt eigentlich Angst vor fast nichts.
    Wenn man eine innere Unruhe spürt, ist das dann generell eine Panikstörung?

    Dann wäre Attentin ja evtl das bessere Medi für mich...

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 214

    AW: ADS und Sozialphobie

    Eiselein schreibt:
    .

    Das heisst, ich kann heute ganz genau sagen, was meine Angst- und Panikstörung ist und was meine soziale Phobie.

    ...ganz genau nimmt, so kann man sagen, dass die soziale Phobie neben Dissoziation, Schlafstörung, Depression und Angst- und Panikstörung meine einzige Komorbidität ist, die unter dem Einfluss von Stimulanzien tatsächlich signifikant zurückgegangen ist.

    Beispiel: Bei einem Seminar habe ich des Abends in kleiner Runde eine Reihe von eigenen Gedichten vorgelesen und mich der Kritik gestellt, so etwas wäre früher schlichtweg undenkbar gewesen.
    Gut, das Du es so genau beschreibst, ich bin mir nämlich unsicher, ob meine soziale Phobie nicht vielleicht eine getarnte Angst/Panikstörung ist.

    Ich bin am Arbeitsplatz durchaus kommunikativ, nur wenn es um Privates oder "Smalltalk" geht, bin ich raus.

    Sobald ich mit mehr als einem Gesprächspartner konfrontiert werde und nicht nur Zuhörer sein darf, geht es los.

    Es ist eigentlich immer das gleiche Muster, ich werde innerlich total hektisch, kann keinen klaren Gedanken fassen ( gut, das gelingt mir im Normalzustand auch schon schlecht) presse die Worte möglichst schnell raus und komme mir so unendlich dumm vor.

    Präsentationen sind der blanke Horror für mich. ( Was hab ich schon Alles an legalen Mittelchen probiert, nichts hilft...)
    Deshalb finde ich Deine Lesung bemerkenswert, da stellst Du Dich ja auch noch der Kritik!

    Ein weiterer Punkt auf meiner Komoliste, im Job ist es mir einigermaßen gleichgültig, was die Anderen von mir halten.

    Die Thematik interessiert mich schon nicht, es ist halt ein Job, ich mach's nur um zu überleben.

    Aber wenn ich was Eigenes vortragen müsste, oh mein Gott !

    Wie gehst Du denn mit Kritik, in Deinem Fall um ? Wäre das anders, ohne Stimulanzien ?

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 330

    AW: ADS und Sozialphobie

    @Eiselein

    Gibt es Sozial Phobie ohne ADS? Wenn ja, was wäre da das passende Medikament?

  5. #15
    Chaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 5.321

    AW: ADS und Sozialphobie

    Mustang 68 schreibt:
    Hallo,

    wenn ich z.B. einen Geburtstag besuche, die Anderen sitzen schon alle, und ich laufe alleine in den Saal/Raum, dann bin ich total unter Strom. Bring dann auch kaum ein Wort raus, und das belastet mich extrem.
    Mangelndes Selbstbewusstsein und Depressionen spielen auch eine Rolle.

    Wer kennt das?

    lg Mustang

    Hallo Mustang,

    das kenne ich auch.

    Wenn es mir sehr schlecht geht, dann suche ich solche Orte gar nicht erst auf. Ich könnte den Raum gar nicht betreten, in dem die Gäste sitzen.

    Es ist schon vorgekommen, daß ich nicht in die eigene Küche gehen konnte, nur weil ich mitbekommen habe, daß irgendjemand gekommen ist.

    Letztens habe ich noch "gesteckt" bekommen: Das war an dem Sonntag, wo wir euch besucht haben. Aber da bist du ja nicht runtergekommen.
    (Der Besuch war unangemeldet gekommen. Ich war damit überfordert.)

    Es ist schon ganz gut, daß ich mich wegen meiner "Unfähigkeiten" selber nicht mehr fertig mache.

    LG Patty

  6. #16
    Kim

    Gast

    AW: ADS und Sozialphobie

    marccc schreibt:
    Präsentationen sind der blanke Horror für mich. ( Was hab ich schon Alles an legalen Mittelchen probiert, nichts hilft...)
    Deshalb finde ich Deine Lesung bemerkenswert, da stellst Du Dich ja auch noch der Kritik!
    Das stimmt ...


    Viele Grüße

    Kim

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 416

    AW: ADS und Sozialphobie

    Mustang 68 schreibt:
    Gibt es Sozial Phobie ohne ADS? Wenn ja, was wäre da das passende Medikament?
    Selbstverständlich gibt es das. Und wenn es sich um eine alleinstehende Phobie handelt, ist die einzige ernstzunehmende Behandlungsmöglichkeit in meinen Augen Verhaltenstherapie.
    Denn jemandem, der Angst vor Hunden hat, gibt man ja auch keine Medikamente!

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: ADS und Sozialphobie

    Ich kenne auch Ängste vor fremden und neuen Personen, aber ich glaube, dass sich das alles wie ein Puzzle aus gesammelten Erfahrungen zusammensetzt. Wenn man - wie ich es erlebt hatte - als Kind die ganze Schulzeit nur heftigst von einer großen Gruppe Schülern gemobbt wurde, dann hat man unterschwellig einfach immer eine Angst, dass diese Situation erneut eintreten kann, warum auch immer... ich muss aber sagen, dass ich mit den Jahren immer besser klar gekommen bin und die Minderwertigkeitsgefühle, aufgrund eigener, objektiver Beurteilung sowie einigen besseren, persönlichen Erfahrungen mit der Zeit weniger geworden sind.
    Wenn ich heute mein MP nehme, geht es mir sogar noch besser. Aber im Zwiegespräch - z.B. mit Vorgesetzten, oder auch mit einem Arzt, der bohrende Fragen stellt - kommen die Ängste wieder und äußern sich bei mir in teils heftigem Schwitzen. Kennt sowas noch jemand? Und falls ja: was kann man dagegen machen?

  9. #19
    ADHD-Squirrel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 437

    AW: ADS und Sozialphobie

    Zurzeit geht es mir alleine durch meine Sozialphobie schon sehr schlecht. Geht um Nachbarn und Arbeitskollegen. In der Arbeit geht es, jeder Tag ist für mich zwar psychisch quälend, aber noch halte ich es aus. Die kurzen "Guten Morgen"s und einfach nur "Tschüss"s sind schon Horror für mich und bauen einen unglaublichen Druck in mir auf, und was viele normale Menschen nicht verstehen: Es wird mit der Zeit nur schlimmer, nicht besser. Jedes weitere "Guten Morgen" ist eine größere Qual.

    Aber wie gesagt, das geht noch, was zurzeit gar nicht geht ist das mit den Nachbarn. Momentan wäre die Zeit wo man sich locker anfreundet. Und da kommt meine Sozialphobie ... ich kann mich nicht natürlich geben, wenn ich versuche ruhig und gelassen zu bleiben komme ich sehr kühl und zurückgeblieben rüber.

    Und wisst ihr was das allerbeschissenste ist?

    ADHS und Sozialphobie ist die alleroberste Scheiss-Kombination die es gibt!

    Der normal Sozialphobische würde wahrscheinlich dasitzen und die Klappe halten. So wie ich das meistens auch mache. Aber ... leider kommt da noch die tolle ADHS Impulsivität dazu! Also halte ich leider oft genug NICHT die Klappe, und mir rutscht wieder irgendwas superdämliches (was meistens irgendwas schwarzhumoriges oder sonst was) raus das natürlich keiner kapiert, das unterstreicht oft meine Doofheit die ich in solchen Situationen ausstrahle.

    Ich merke regelrecht wie alle dann stutzig werden und sich fragen was das schon wieder war.

    Unter meinen Freunden kann ich so sein wie ich bin (quatsche gerne, mache dauernd Witze, einfach so sein wie ich bin), unter anderen Leuten bin ich dermassen angespannt das es einfach nur dämlich ist, dank Impulsivität verschlimmert sich auch noch alles!

    Zurzeit weiss ich mir gar nicht mehr zu helfen, wenn ich diesen Leuten NOCH weiter aus dem Weg gehe (es ist jetzt schon zu viel und zu auffällig) wird es schlimmer und schlimmer, aber ich kann mich nicht überwinden, jedes Treffen hat mich für die nächsten Tage absolut kaputtgemacht. Nicht das irgendwas besonderes passieren würde ...... aber ich habe den Eindruck durch MPH noch mehr zu merken wie peinlich mein Auftreten ist, und da ich mich einfach nicht "normal" verhalten kann wäre es extrem schädigend zu solchen Treffen hinzugehen. Mein Mann meckert "halt dich doch einfach zurück", aber gerade das geht nicht, ich mache genau das wovor ich Angst habe, ich bringe mich selbst in diese peinlichen Lagen, das kratzt so dermassen an meinem eh schon schwachen Selbstwertgefühl.

  10. #20
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 111

    AW: ADS und Sozialphobie

    Kenn das auch sowas ist echt scheisse, hab das ab und an immernoch das mich einige Situationen ziemlich innerlich aufwühlen und nervös machen.
    Und auch noch einige Probleme damit.
    Ich denk mal das liegt unteranderen ,wieso oft auch wieder an den Verständigungsproblemen zwischen Stinos und A(h)dslern, zum Teil bestimmt.

    Ich persönlich hab diesbezüglich ne eigene Konfrontationstherapie eingesetzt, die am Anfang, so wie heute noch ab und an mal recht hart ist/war.
    Da ich immer gern einen kreativen Beruf erlernen wollte, mit etwas bewegung dacht ich, dass der Beruf der Floristin nicht schlecht wär und dass er mich auch bezüglich meiner damaligen Sozialphobieprobleme abhärtungstechnisch der richtige wär.

    Nuja so ganz ist es nicht mein wirklicher Traumberuf, aber zumind. hatte die Abhärtung doch eine gute Wirkung erzielt bezüglich Angst vorm rausgehen, telefonieren und ständiger Menschenkontakt.
    Am Anfang war das übelster Brain****, aber mitlerweile kann ich mit den ganzen Schwierigkeiten, besonders Privat viel besser Umgehen als früher,
    doch im grossen und ganzen, denk ich wird es da höchstwarscheinlich kein Allerheilmittel geben.

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