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Diskutiere im Thema ADS und Sozialphobie im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #131
    ADHD-Squirrel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 437

    AW: ADS und Sozialphobie

    Ich denke das mph alleine deswegen schon bei Sozialphobie hilfreich ist, weil die Gefahr geringer ist sich in peinliche Situationen zu bringen.

  2. #132
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 100

    AW: ADS und Sozialphobie

    ICh muss mich bei vielen Menschen auch erstmal "aklimatisieren". Manchmal ist es so schlimm, dass ich gar nicht aus dem Haus gehen mag.

  3. #133
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.275

    AW: ADS und Sozialphobie

    Ich habe nach diesem oder einem ähnlichen Thread gesucht, weil ich mir für heute vorgenommen habe, meine sozialen Ängste ein Stück weit zu überwinden.
    Eigentlich sind die Voraussetzungen dafür besser als auch schon, ich habe für mich selber mehr Klarheit gewonnen und könnte erhobenen Hauptes......

    Aber jetzt merke ich, dass diese Fortschritte lediglich in meinem Kopf eine Rolle spielen. In der Realität erleichtern sie mir nichts. Sobald ich mich ernsthaft bereit mache, ist nur noch der Angstzustand im Vordergrund - Herzrasen, schweissige Hände, weiche Knie, Druck auf der Brust, Atemnot...

    So könnte ich mich ewig vor diesen Situationen drücken. Ich MUSS es heute schaffen, koste es, was es wolle - und auch wenn es das Einzige ist!

  4. #134
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: ADS und Sozialphobie

    jetztaber schreibt:

    So könnte ich mich ewig vor diesen Situationen drücken. Ich MUSS es heute schaffen, koste es, was es wolle - und auch wenn es das Einzige ist!

    Liebe jetztaber,

    ich drücke dir die Daumen!! Solche fast "Verzweiflungs-Gedanken" kenne ich von mir.


    Manchmal ist es das beste was man tun kann, wenn man seine Angst ins Auge fasst und ihr gegenübertritt.

    Und manchmal darf man sich auch sagen: Ich MUSS gar nichts. Die Welt geht nicht unter, wenn man was nicht "schafft".... das fühlt sich nur für einige von uns ADS´lern so an.


    Jedenfalls: Bist nicht allein mit der Sozialangst.

    Und: Wenn man es immer wieder versucht, ist das schon ziemlich mutig und tough, finde ich.

    Liebe Grüße,

    Luzie

  5. #135
    ADHD-Squirrel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 437

    AW: ADS und Sozialphobie

    jetztaber schreibt:
    Aber jetzt merke ich, dass diese Fortschritte lediglich in meinem Kopf eine Rolle spielen. In der Realität erleichtern sie mir nichts
    So fühle ich mich auch immer. Und das wiederum gibt mir das Gefühl das es total falsch ist so zu fühlen, sollte es nicht anders sein?

    Meine Angst zeigt sich übrigens weniger körperlich, da habe ich es also relativ gut. Nur in extremen Situationen bekomme ich Probleme, ansonsten bleibe ich nach aussen hin eher ruhig.

    Bei mir ist das extreme Vermeidungsverhalten wohl das größte Problem. WENN ich in einer Situation stecke, dann sieht man mir nach aussen hin wohl eher nicht an das ich Angst habe, ich versuche locker zu reden, lustig zu sein, Körpersprache betont lässig.

    Aber davor und danach .... puh ... einfach immer Angst.

    War gerade mal auf Wikipedia

    Soziale Phobie - Wikipedia

    Und mir ist aufgefallen wir ADHSler werden bei Komorbidität sogar extra erwähnt. Die Chance das ein Sozialphobiker also ADHS hat scheint hoch zu sein.

  6. #136
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.275

    AW: ADS und Sozialphobie

    Ich weiss auch nicht, wie sehr man mir die körperlichen Auswirkungen der Angst ansieht.

    Heute fällt es mir wieder einmal besonders schwer... Ich merke, wie leicht es ist, tausend Gründe zu finden, warum man lieber zu Hause bleibt. (z.B. "Dann verliere ich weniger Zeit...")

  7. #137
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 463

    AW: ADS und Sozialphobie

    Hm, also bei mir macht MPH die Sozialphobie schlimmer. Ich bin mir meiner Macken dann viel bewusster, weil ich aufmerksamer bin. Ich nehme meine Stimme und hastigen Gesten anders bzw. bewusster war. MPH hilft mir wenn ich alleine bin und arbeite ungemein, aber unter Menschen nehm ichs lieber nicht.

    Gegen meine Sozialphobie helfen mir eher serotonerge Medikamente/Substanzen - Dopamin und Noradrenalin scheint es eher schlimmer zu machen. Die Erfahrung hab ich durch jahrelangen Substanzenmissbrauch machen müssen.

    Ich werd mich bemühen, mich in den nächsten Monaten in Behandlung begeben. Die typisch medikamentöse Therapie wäre doch ein SSRI, oder? Was habt ihr da für Erfahrungen?

  8. #138
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 19

    AW: ADS und Sozialphobie

    Hallo jetztaber,

    das Gefühl kenne ich nur zu genüge.

    Da hilft nur Konfrontationstherapie. Habe es auch schon viele male versucht. Ich bin auf einige verschiedene Schulen gegangen und habe jedes mal versucht meine Angst zu überwinden. Aber es kam wie es meistens kommt. Ich habe kein Wort raus bekommen. Nichts. Mein Kopf war leer (komplettes Black-Out). Als ich dann, nach Wochen, endlich mal ein Wort rausbekommen habe, hab ich gestottert und was ich gesagt hatte, hat keinen Sinn gemacht, es kamen nur irgendwelche Wortfetzen raus. Es hatten sich schon lange Gruppen gebildet und da war ich dann eines der besten Lästerthemen.

    Derzeit mache ich neben meinem Vollzeit Job eine Weiterbildung (die ist immer abends). Und ich habe wieder das gleiche Problem. Heute habe ich sogar noch gehört, dass die anderen über mich her ziehen und ein anderer, der auch nicht so integriert ist, hetzt gegen mich um in die Gruppe rein zu kommen und vor allem um ein Gesprächsthema zu haben.

    Mit meinen Bemühungen bin ich meistens gescheitert. ABER ... nicht immer !

    Am besten hat es mir geholfen, als ich mal am anderen Ende von Deutschland (Nordsee) war. Ich war da nur für ein paar Tage und wusste, wenn ich mich da blamieren, umständlich bin oder mich die Anderen warum auch immer ablehnen, ist das egal. Weil ich die Leute nie wieder sehe und sie mir mein Leben nicht schwer machen können (durch Mobbing, Hetze, Rufmord usw.)!

    Und siehe da. Ich war frei und meine Angst war weg. Ich habe mich mit Anderen unverkrampft und locker unterhalten. Es hat Spaß gemacht und wir haben uns einige mal getroffen.

    Nur hatte ich so eine Gelegenheit nicht mehr, da ich mich nicht gut organisieren kann und da ich auch noch nie einen Urlaub allein gemacht hab, kenne ich mich da auch nicht aus.

    Mein Tipp, wenn du auch Angst hast, dass dich Andere ablehnen oder ausgrenzen, dann hol dir Anregungen, wie man Kontakte knüpft und geh irgendwo hin, wo dich niemand kennt und stelle dich deiner Angst.

    Denn wenn du vielleicht diesmal nicht so gut ankommst, hast du nichts verloren, aber an Erfahrung und Mut dazugewonnen. Und wer weiß, vielleicht knüpfst du Kontakte zu deinen zukünftigen besten Freunden .

    Viel Erfolg.

  9. #139
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.275

    AW: ADS und Sozialphobie

    Natalia schreibt:
    Da hilft nur Konfrontationstherapie.

    Als ich dann, nach Wochen, endlich mal ein Wort rausbekommen habe, hab ich gestottert und was ich gesagt hatte, hat keinen Sinn gemacht, es kamen nur irgendwelche Wortfetzen raus. Es hatten sich schon lange Gruppen gebildet und da war ich dann eines der besten Lästerthemen.

    Am besten hat es mir geholfen, als ich mal am anderen Ende von Deutschland (Nordsee) war. Ich war da nur für ein paar Tage und wusste, wenn ich mich da blamieren, umständlich bin oder mich die Anderen warum auch immer ablehnen, ist das egal.
    Und siehe da. Ich war frei und meine Angst war weg.

    Nur hatte ich so eine Gelegenheit nicht mehr, da ich mich nicht gut organisieren kann und da ich auch noch nie einen Urlaub allein gemacht hab, kenne ich mich da auch nicht aus.

    Mein Tipp, wenn du auch Angst hast, dass dich Andere ablehnen oder ausgrenzen, dann hol dir Anregungen, wie man Kontakte knüpft und geh irgendwo hin, wo dich niemand kennt und stelle dich deiner Angst.
    Hmm...

    Soviel ich weiss, werde ich nicht für meine sozialen Ängste gemobbt.
    Falls es überhaupt einen Zusammenhang gibt, dann haben wohl 13 Jahre Mobbing (aus anderen Gründen) dazu geführt, dass ich mich für meine Person und vor allem meine Einsamkeit schäme.

    Mein Problem ist nicht, dass ich nicht weiss, wie man Kontakte knüpft, sondern dass dabei herauskommen könnte, wie isoliert ich bin. Das kann sich auch in meiner Unfähigkeit äussern, Anschluss zu finden. Ich will nicht noch mehr mein Gesicht verlieren.

    Und tatsächlich ist meine Angst in den Umfeldern am grössten, die noch zusätzlich mit meinem Gefühl des Versagens behaftet sind, wo ich zum Beispiel Erwartungen nicht erfüllen konnte, wo ich Chance um Chance verpasst habe, obwohl andere ein Potential in mir sahen und immer wieder ein Auge zudrückten - dazu gehört im Moment vor allem die Uni. Die zweitgrösste Hemmschwelle ist Sport; ich habe dann immer das Gefühl, die anderen würden über mich denken: "Wieso versucht sie es überhaupt? Die ist doch eh irgendwie behindert... plump und ungelenk, komische Körperhaltung." Ich brauche Bewegung und körperliche Anstrengung, aber das löse ich lieber für mich alleine.

    Reisen ist eine Leidenschaft von mir - da bin ich trotz Unorganisiertheit ziemlich entspannt und geniesse die Spontanität und Improvisation. Und ja, dann bin ich auch weniger verkrampft und lerne gerne neue Leute kennen. Was den Unterschied ausmacht, ist weniger, dass ich diese Personen nie mehr sehen werde, sondern vielmehr, dass ich einen Teil von mir "zu Hause" lasse. Niemand fragt hier danach, wie viele Freunde ich dort habe, wo ich herkomme. Auf Reisen ist der Moment der Gegenwart, im Hier und Jetzt, wichtig - nicht die Vergangenheit.

    Klar muss ich mich meiner Angst stellen - ich habe es mir nun zur Aufgabe gemacht, kontra-intuitives Handeln zu üben. Manchmal sind es auch schon nur bestimmte Orte oder Gebäude, an denen ich wieder vorbeilaufen lernen muss.
    Geändert von jetztaber (10.06.2015 um 03:14 Uhr)

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