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Diskutiere im Thema ADS und Sozialphobie im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #121
    Darius

    Gast

    AW: ADS und Sozialphobie

    Ganz allgemein gesagt.....

    Um eine soziale Phobie zu bekämpfen muss man erstmal erkennen, dass man eine hat. Wenn man es erkannt hat, sollte man sich fragen: Wo genau das Problem liegt?

    Sich mit dem Problem bzw. seiner Angst intensiv auseinander zu setzen ohne dass man sich direkt ins kalte Wasser begibt, ist die halbe Miete. Frage dich, vor was habe ich eigentlich Angst? Warum meide ich ander Menschen oder gewisse soziale Situationen? Warum fühle ich mich unbehaglich im Szenario X am Ort Z ? Was kann mir überhaupt Schlimmes passieren?

    In den meisten Fällen ist die Angst unbegründet und mann kann sich selbst therapieren, indem, mann sich einfach der Situation aussetzt, wobei man dann erkennt, dass gar nichts Schlimmes dabei raus kommt. Dann regelmässig wiederholen. Irgendwann macht es einem sogar Spass. Ich denke dies kommt dann dem Status "geheilt" am nächsten.

    Es macht aber keinen Sinn lange rum zu lamentieren, was alles sein könnte und warum und wieso. Das ist Zeitverbrennung, ihr habt alle was besseres im Leben vor, oder ? Einfach machen. Stellt Euch der Angst und springt über euren Schatten, schlimmer als der Tod kann es nicht sein. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Wobei ich zwar noch nicht gestorben bin...
    Geändert von Darius ( 9.10.2014 um 22:36 Uhr)

  2. #122
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.197

    AW: ADS und Sozialphobie

    cmddata schreibt:
    hi, hab schon ängstlich-vermeidene Persänlichkeitsstörung, Depressionen und soziale Phobie diagnostiziert bekommen. Grübelnder Weise habe ich mir mal über die Ursachen Gedanken gemacht und bin für mich zu folgendem Ergebnis gekommen.
    Als Kind war ich frech, rebellisch, vorlaut, unordentlich, respektlos und faul. Solche Seiten zu haben war für mich und meine Umwelt nicht immer einfach. Mein konservatives Elternhaus hat viel Energie aufgebracht um aus mir einen anständigen, netten, fleissigen und höflichen Menschen zu machen. Leider passierte das auf eine Weise die mir auch geschadet hat nämlich durch Druck, Angstmacherei und Liebesentzug bei Fehlverhalten. Somit habe ich es nie geschafft meine Persönlichkeit anzunehmen und mich selber zu lieben (Horror: In den Spiegel schauen und 'ich mag mich' sagen:-/)

    Helfen tun mir mittlerweile Gedanken wie: ich darf frech sein..hui.. sowas. Ich darf auch unhöflich sein und faul sein. Nun kommt das beste: ich halte das auch aus und trage die Konsquenzen. Mittlerweile gehe ich soweit und sage mir: Ich darf alles machen solange ich mich an die deutschen Gesetze halte. Und da gibt es so eine grosse Freiheit was ich alles machen kann, dass erschlägt mich fast.
    Selbst wenn ich alle Leute um mich herum mit meiner unausstehlichen Art vergraule. so what? unglücklich und seinsam bin ich jetzt eh schon.

    Das mit der sozialen Phobie ist nämlich ein ziemlicher Scheiss. Von aussen betrachtet wirken Menschen mit sozialer Phobie m.E. unattraktiv, neurotisch, uninteressant und langweilig (ausser sie sind sehr hübsch..duck). Ist leider so. Ich mach schon über 25 Jahre damit rum. Ich denke immer mehr: Lieber mit ich einsam weil ich ein unaustechlicher Arsch bin, der sich aber selber mag, anstatt dass die soziale Phobie mich einsam macht. Und sie macht einsam, sehr einsam sogar.

    Sourcecream, klar kenne ich das. Ich hab schon Todesängste an der Supermarktkasse ausgestanden. Kennste noch die Anti-Aids-Werrbung mit "Tina, was kosten denn die Kondome?"
    So ne Angst zu haben ist echt nicht schön. Ich denke vielleicht es liegt daran und das bezieht sich ja nur aufs essen wenn Menschen zugucken. fremde Menschen. Mein Bruder früher wollte nie aufessen und da schlug mein vater ihn manchmal und das machte mir immmer angst auch aufzustehen. Ich hatte auch massive Probleme vor paar Jahren das ich Angst hatte die Mahlzeit nicht zu schaffen. Das die anderen dann was sagen. Vielleicht kommt daher die angst. Bei anderen bekannten geht's da hab ich nich so Beklemmungen. In ne Gaststätte kann ich auch gehen. Mit meiner Familie hab ich gar keine Probleme. Oder das Problem kam wieder weil meine oma vor kurzem erst starb. Ich werds raus finden ich frag auch mal meinen thera

  3. #123
    Darius

    Gast

    AW: ADS und Sozialphobie

    @cmddata

    Ich lebe nach dem Motto: Was man aussendet kommt auf einem zurück. Ich würde es daher tunlichst vermeiden, anderen Leuten absichtlich auf den Schlips zu tretten.

    Klar recht machen kann man es nie allen, aber man muss es auch nicht extra provozieren.

    Ein kleines Lächeln kann in diversen Situationen wahre Wunder bewirken, mit einem verhältnismässig geringen Aufwand, ich würde es mal ausprobieren. So wie du schreibst, hast du ja nichts zu verlieren oder etwa doch ?

  4. #124
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 10

    AW: ADS und Sozialphobie

    @darius
    Gut erkannt und darin liegt derzeit meine Herausforderung. Da ich zu Extremen neige, fällt es mir schwer die Mitte zwischen dem aufsässigen Rebellen und dem angepassten Mäuschen zu finden. Meine sozialen Ängste äussern sich oft in einer Angst vor Konfikten und vor Ablehnung. Leider haben mir die Therapien nur bedingt geholfen wobei es da schon Momente gab, wo ich die Mitte mit der ich mich wohlfühle ganz gut getroffen hab.
    Diese Mitte regelmässig zu treffen, da benötigt es eine passende soziale Kompetenz (von der ich gerne mehr besitzen würde:-). Derzeit fühle ich mich tendenziell besser darin, auch meine unangenehmen Seiten zu akzeptieren. Ich nenn einfach mal ein Beispiel die mir in letzter Zeit so passiert sind:
    * Beim Essen mit Verwandten. Bestelle während ich esse ein zweites Getränk. Das Getränk kommt erst zusammen mit dem Kaffee am Ende. Möglichkeit 1: Ich lächle und sage Danke. Möglichkeit 2: Ich nehme das Getränk, bedanke mich und sage: Das kommt aber ein bischen spät und lächle dabei trotzdem.
    Ich nahm Möglichkeit 2 und fühlte mich gut damit. Ist zwar ein kleiner Schritt, aber immerhin ein Schritt.
    * Besprechung in der Firma. Kollege A stellt immer wieder Detailfragen und stellt ungelöste Probleme in den Vordergrund. Kollege B nach einer Weile: Du scheint ja heute die Rolle des Bedenkenträgers für dich zu beanspruchen. Kollege A leicht angepisst. Die meisten anderen und ich denken: Kollege B: Respekt!. Ich war weder A nach B:-)


    Wenn ich meine Umwelt so betrachte hab ich den Eindruck, dass Menschen ohne ich sag mal psychische Auffälligkeiten, sehr gut damit umgehen können, wenn ihnen jemand bischen auf den Schlips tritt (wenn es im Rahmen bliebt). Ich selber bin es mittlerweile bischen leid, immer nach Freundlichkeit und Harmonie zu gieren.
    Was ich total gerne hätte, wären Menschen, die eine hohe soziale Kompetenz auffweisen, mit denen ich genau solche konkreten Situationen besprechen kann. Wie habe ich reagiert? Wie hätte ich nach jetzigem Wissen reagieren sollen/wollen/können? Was waren meine Beweggründe?Was lerne ich daraus?

  5. #125
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.197

    AW: ADS und Sozialphobie

    hm ich weiß ja nicht wann man von einer Sozialer Phobie sprechen kann. aber sicher wenn man anfängt zu schwitzen und zittern in einer bestimmten Situation, aber was ist wenn man mit anderen Situationen keine Probleme weiter hat? Dann ist es wohl nur Soziale Angst. Ich hab ja im Jahr einmal oder zweimal ne Panikattacke oder so. Und jetzt merk ich ja das irgendwas anders noch dahinter steckt. Das hatte ich schon vor paar Jahren immer geglaubt bzw gemerkt. Immer dieses zerstreute und schlechtes Kurzeitgedächtnis, immer nix merken können

  6. #126
    ADHD-Squirrel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 437

    AW: ADS und Sozialphobie

    sourcream schreibt:
    hm ich weiß ja nicht wann man von einer Sozialer Phobie sprechen kann. aber sicher wenn man anfängt zu schwitzen und zittern in einer bestimmten Situation, aber was ist wenn man mit anderen Situationen keine Probleme weiter hat? Dann ist es wohl nur Soziale Angst.
    Hallo

    Soziale Angst ist für mich das selbe wie Sozialphobie, ich denke nicht das es einen Unterschied gibt? Also... meine Sozialphobie ist ziemlich stark, trotzdem merkt man mir oft gar nichts oder nur sehr wenig an. Nach aussen hin bin ich aufgeschlossen und fröhlich, aber das ist ja auch mein normales Wesen, falls ihr versteht. Sozusagen ICH ohne die Angst.

    Angst verspüre ich aber IMMER. Meine sozialen Ängste sind sehr stark, in anderen Situationen schaffe ich alles locker. (manchmal mit extremer Angst, aber man merkt nichts, oder wirklich nur kaum spürbare Angst.)

    Aber die Angst ist immer da.

    Ich komme morgens ins Büro und schon geht es los! Leuten "Guten Morgen" sagen? Der absolute Horror, seit Wochen versuche ich mich davor zu drücken, weil ich es einfach nicht aushalte. Und das erzeugt natürlich wieder enormen Druck und Angst bei mir, die anderen merken ja das ich ihnen mehr oder weniger aus dem Weg gehe. Meine Depressionen kommen leider hinzu, ich bin also ziemlich am Ende.

    Trotzdem gibt es genug Tage an denen ich den Tag meistere und meine Ängste mich nicht peinigen. Leicht auszuhalten. Fast so als wäre nichts (aber natürlich ist da immer was im Hintergrund)

    Ich behaupte wie gesagt das man mir von aussen oft nichts anmerkt, ich bin in Gesprächen extrem fröhlich (auch wieder ein Klischee, Leute die nach aussen sehr gut drauf sind, sind es eigentlich nicht) und gut gelaunt. Oft hyperaktiv, was durch meine Angst im Gespräch oft verstärkend wirkt. Leichtes stottern kommt, wenn ich Pech habe, noch dazu. Einfach extremes verpeilt sein. Aber das gehört zu mir "dazu", fällt für andere (die mich kennen) also unter die Kategorie "so ist sie halt" statt "omg was für ein Angstopfer" - Jedenfalls hoffe ich das, die Wahrheit wäre mir wohl zu peinlich, wenn jeder weiss und sieht wie ich mich abquäle und meine Angst vertuschen will.



    Bei meinem Ehemann verspüre ich null Angst, absolut NULL. Da hört es aber schon auf. Vor meinen besten Freunden kann ich verpeilt und ängstlich sein, aber ich fühle mich akzeptiert, aber trotzdem denke ich darüber nach! Bei meinem Ehemann ist sowas gar nicht (ich denk nochmal drüber nach, aber es fällt mir nichts ein wo ich Angst verspüre)
    Weitere Freunde, dort spüre ich Angst schon sehr stark.

    Ich habe also nie wirklich Erholungsphasen von meiner Angst, sie begleitet mich immer.


    ich weiss nicht ob ich zum Thema hier etwas beigetragen habe, musste mir auch kurz ein bisschen was von der Seele schreiben. Fühlt euch alle gedrückt (ausser ihr mögt auch keine virtuellen Umarmungen )

  7. #127
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 32

    AW: ADS und Sozialphobie

    Hey Leute ,

    ich kenne das auch , normalerweise hab ich aber keine starken selbstbewusstseinsprobleme bzw hatte früher keine. Ich fing dann mit ritalin an und plötzlich wurde ich sozialphob. Ich konnte in der uni nicht auf toilette weil ich auf dem zur Toilette Menschen begegnen könnte. Es war ricjtig schlimm und seit der phase ist mein selbstbewusstein nie wieder konplett zurücl gekommen.
    Ich hab kein problen weg zu gehen , was zu unternehmen , Menschen zu begeben. Wenm ich ritalin nehme , idt es am anfangt sogar seht gut doch irgendwann merke ich dass ich introvertiert , schüchtern werde , anfange mich komisch zu benehmen: gestern bin ich nur um zu essen komplett an ein ort gegangeb wo niemand ist , war mir unangebejm , total sinnlos.... kennt ihr das von mph , dass ihr plötzlich schüchtern seid ? Menschen meidet. ..

  8. #128
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 21

    AW: ADS und Sozialphobie

    Mph ist ja ein Amphetamin und das kann auf die Dauer eindeutig Ängste und Paranoia auslösen. Bloß ist die Frage ob auch bei den wie üblich geringen Dosen von 5 bis 80mg / Tag solche Nebenwirkungen auftreten können.
    Wie würde es mal mit einer Pause vom Mph ausschauen? Vielleicht hilft ja ein kleiner Reset von zwei Wochen?

  9. #129
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 32

    AW: ADS und Sozialphobie

    Ich hab gemerkt dass durch ritalin adult diese Paranoia nicht da sind bzw erst im rebound entstehen. Ich sitze grade in der uni unf bin das erste mal mit mph von alleine auf leute zugegangen und Gespräche angefangen

  10. #130
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.248

    AW: ADS und Sozialphobie

    morgen abend möchte ich eine probestunde in einer tanzschule nehmen. kuba salsa

    vielleicht mache ich dann einen kurs

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