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Diskutiere im Thema ADS und Sozialphobie im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #91
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 41

    AW: ADS und Sozialphobie

    gisbert schreibt:
    Bei uns gibt es eine "Gemüsekiste", die liefert Lebensmittel nach Hause, Bestellung via Internet

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -



    Das Läuft noch unter Sozialphobie? Was macht man da, Verhaltenstherapie?

    Wenn man andere Dinge auf sich bezieht, also , k.a. 100m vorne geschieht ein Unfall, man sieht das als Zeichen (nur ein Beispiel), wie nennt man das dann?
    Ja das läuft unter Sozialphobie! Ich hatte riesige Angst vor anderen Menschen, vor dem in Kontakt treten. Ich habe eine Verhaltenstherapie gemacht und sehr viel geübt.

    Keine Ahnung wie du das mit dem Zeichen meinst? Ich glaube nicht an Zeichen. Aber das nennt man dann wohl Aberglaube!?

    Gesendet von meinem GT-I9300 mit Tapatalk

  2. #92
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.248

    AW: ADS und Sozialphobie

    fourposter05 schreibt:
    Ich glaube nicht an Zeichen. Aber das nennt man dann wohl Aberglaube!?
    Und ich dachte, der Psychodoc hätte schon eine passende Diagnose parat, wenn man erzählt man sei abergläubisch.

    Doch vielleicht passt das ja auch zu Paranoia, wie oben erwähnt.

  3. #93
    ADHD-Squirrel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 437

    AW: ADS und Sozialphobie

    Es gibt die Bezeichnung "Magisches Denken"

    Daran leide ich auch manchmal Hab mir eure Diskussion jetzt aber ehrlich gesagt nicht wirklich durchgelesen, bin momentan zu kraftlos. Wollte nur kurz einwerfen dass es das auch noch gibt. Im kleinen Rahmen sollte man sich darüber aber wohl keine Gedanken machen.

  4. #94
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: ADS und Sozialphobie

    Fluttershy schreibt:
    Es gibt die Bezeichnung "Magisches Denken"

    Daran leide ich auch manchmal Hab mir eure Diskussion jetzt aber ehrlich gesagt nicht wirklich durchgelesen, bin momentan zu kraftlos. Wollte nur kurz einwerfen dass es das auch noch gibt. Im kleinen Rahmen sollte man sich darüber aber wohl keine Gedanken machen.
    Hallo Fluttershy,

    was meinst bzw. verstehst Du unter"magischem Denken" ?

    Ich kenne den Begriff eher aus dem Pädagogischen Bereich und der würde dann hier nicht passen.
    Aber vllt wird er ja in der Psychologie anders verwendet.


    LG happy

  5. #95
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.248

    AW: ADS und Sozialphobie

    Magisches Denken bezeichnet in der Psychologie eine Erscheinungsform der kindlichen Entwicklung, bei dem eine Person annimmt, dass ihre Gedanken, Worte oder Handlungen Einfluss auf ursächlich nicht verbundene Ereignisse nehmen, solche hervorrufen oder verhindern können. Herkömmliche Regeln von Ursache und Wirkung werden ignoriert
    Ja, daran glaube ich

    Und außerdem noch, dass Ereignisse ohne ursächlichen Zusammenhang Bedeutung für die eigene Person haben können, im Sinne von "das ist ein Zeichen" ...

    Magisierung
    In der Soziologie wird Magisierung begrifflich auf der Dimension der Ritualität des sozialen Wandels dargestellt, ihr Gegenstück ist dort die „Säkularisierung“. Da, wo (naturwissenschaftliche, weltliche) „säkularisierte“ Kausalerklärungen einen Wandel nicht zufriedenstellend erklären, werden regelmäßig „magisierte“ Zusatzerklärungen gesucht („außerdem bin ich heute mit dem linken Fuß zuerst aufgestanden“, „an Bord eines Segelschiffes pfeift man eben nicht“). In fast allen traditionalen Gesellschaften ist die Magisierung hoch, in neuzeitlichen werden Ursachen z. B. in Propaganda oder Werbung in Wort und Bild gezielt magisiert.
    das ganze ist auch Kriterium der
    Schizotypische Persönlichkeitsstörung


  6. #96
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: ADS und Sozialphobie

    Das Thema beschäftigt mich.

    Ich sorge mich seit meiner Kindheit, dass mein Verhalten anderen gegenüber nicht korrekt sein könte; dass mir irgendwas entgeht, ich irgendwas vergesse und mich so zum Deppen mache oder andere irritiere. Mein Mann sagt mir immer, dass man mir nicht anmerkt, wie verunsichert ich bin, außer ich blockiere ganz und sage gar nichts.

    Erst heute wieder habe ich festgestellt, wie problematisch für mich die Interaktion mit Menschen ist, wenn ich sie nicht gut kenne, aber erwarten muss sie öfter mal wiederzusehen. Zum Beispiel die Eltern von Schulkameraden meines Sohnes. Ich glaube, die halten mich für leicht behämmert ... oder sind verwirrt von meinem Verhalten. Ich kann aber nicht genau sagen, was an meinem Verhalten flasch sein soll.

    Mein Sohn will sich so gern nachmittags verabreden, aber ich mache es voll kompliziert. Ich mag es nicht bei seinen Klassenkameraden anzurufen und zu fragen, ob er vorbeikommen kann. Dabei haben die Kinder sich verabredet. So schlimm kann es doch nicht sein zu sagen: Hallo, die Kinder wollten heute nachmittag zusammen spielen. Eure Tochter sagte, er könne vorbeikommen, ist das ok oder passt es heute nicht? Wenn andere das tun, finde ich das sinnvoll. Aber wenn ich anrufen soll, kommt es mir aufdringlich und anmaßend vor.

    Ich habe immer das Gefühl "die anderen" kennen sich untereinander, finden schnell Gemeinsamkeiten, verstehen sich blind, während ich verwirrt außen vor stehe. Es ist, als gäbe es da geheime Regeln und Absprachen, die mir unbekannt sind.

    Wenn ich als Kind zu einem Geburtstag eingeladen oder sonstwie verabredet war, dachte ich immer, dass ich was missverstanden haben könnte und wenn ich klingle, werde ich ausgelacht, weil ich gar nicht dort sein sollte.

    Ich bin mir nicht sicher, aber meine Mutter muss mich als Kind irgendwie ständig ermahnt haben, weil ich mich erinnere, dass meine größte Sorge nach Familienfeiern war, dass ich einen Faux Pas begangen haben könnte: Vergessen haben zu grüßen, nicht zum Geburtstag gratuliert, nicht freundlich geguckt, auf Fragen nicht geantwortet, mit meiner Schwester gestritten. Ich fühlte mich immer schuldig. Heute wird in meiner Familie das Vergessen von Geburtstagen oder Absprachen eher amüsiert zur Kenntnis genommen, wobei ich allerdings nur Kontakt zur Kernfamilie habe. Eltern, Geschwister. Cousinen, Onkel, Tanten, Großmutter sehe ich selten und ich rufe dort auch nie an, weil ich da wieder Angst habe, ich könnte etwas falsch machen.

    Ich telefoniere auch nicht gern. Es ist total unangenehm, denn da ist wieder das Gefühl etwas verpasst zu haben. Und schlimmer, die Sorge ich könnte jemanden belästigen.

    Hm, magisches Denken scheine ich auch nicht abgelegt zu haben. Obwohl ich mit Esoterik und Religion nichts am Hut habe und Anhängerin wissenschaftlicher Erkenntnisse bin, neige ich doch zu diffusem Aberglauben wie dem Gefühl "schimpfe mit meinem Sohn= er geht allein raus spielen=jetzt passiert ihm was und ich sehe ihn nie wieder". Ich weiß, dass das Quatsch ist, aber kann das Gefühl nicht ganz abschütteln. Auch der Gedanke, dass wenn ich nachlässig werde und mich entspanne und nicht versuche Katastrophen zu antizipieren, treten sie ein. Aber vielleicht geht das auch eher in Richtung generalisierte Angststörung.
    Geändert von Omoe ( 5.09.2014 um 17:06 Uhr) Grund: war wohl zu aufgregt, musste manches umformulieren

  7. #97
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 83

    AW: ADS und Sozialphobie

    Hallo zusammen,

    das Thema beschäftigt mich seit meiner Kindheit sehr und obwohl ich seit über drei Jahren in Psychotherapie bin, hab ich immer noch große Probleme mit Menschen. Momentan lebe ich eher zurück gezogen und außer mit meinem Freund und gelegentlich Kontakt mit meiner Familie treffe ich mich mit niemandem.

    Am schlimmsten ist es, wenn ich alleine irgendwo hin muss, wo viele Menschen sind. Alleine der Weg zum Arzt, wenn ich mit Bus und Bahn unterwegs bin ist für mich immer nervenaufreibend. Ich sehe mich auch oft in den Scheiben der Autos / Geschäfte an und finde, dass ich ganz merkwürdig laufe und gucke und insgesamt total komisch rüber komme. Natürlich denke ich dann auch, dass die anderen Leute genauso über mich denken müssen. Das ist momentan sehr schlimm für mich.

    Anders ist es, wenn mein Freund bei mir ist. Dann trete ich selbstbewusster auf, es ist mir nicht mehr so wichtig, was andere denken könnten. Das macht mich aber irgendwo abhängig von meinem Freund, was ich auch nicht gut finde.

    Ich hatte auch Phasen in meinem Leben, wo ich mich selbstbewusster gefühlt habe und ich mich etwas angstfreier durch die Welt bewegen konnte, aber diese Momente halten meist nur kurz an :-(

    @ Omoe: Du beschreibst, dass du Angst davor hast, was andere über dich denken, dass sie dich für "nicht ganz richtig im Kopf" halten könnten und auch, dass du Angst hast andere zu belästigen, wenn du z.B. spontan wo anrufst. Diese Ängste kenne ich nur zu gut. Ich habe jedoch immer wieder kleine Erfolgserlebnisse, die mich dann ermutigen. Am besten ist es, wenn du eine Situation nicht bis ins kleinste Detail durchplanst, um ja keine Fehler zu machen. Frag einfach bei den Eltern deines Sohnes nach und denke dir dabei, dass du dich ja nicht verabreden mit ihnen verabreden willst, sondern ja für deinen Sohn sprichst. Genauso könntest du in anderen Situationen handeln. Überlege, was der Grund für deine Handlung ist (z.B. dass dein Sohn sich verabreden will und du das für ihn klärst). Ich fühle mich dann halbwegs "abgesichert", weil ich ja begründen kann, warum ich das jetzt mache. Ich hoffe, du verstehst, was ich meine, ich hab manchmal Probleme, meine Gedanken klar zu schildern :-)

  8. #98
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: ADS und Sozialphobie

    Hey Meilin,
    ich verstehe absolut, was du sagen willst. Ich kenne das mit den Erfolgserlebnissen eigentlich und übe auch immer wieder mich zu überwinden, weil nur durch Übung und Erfolgserlebnisse, kann ich langsam lernen. Ich kann auch mittlerweile phasenweise abschalten. Mein Mann hilft mir dabei und erinnert mich immer wieder daran, dass die Menschen vor denen ich mich manchmal so fürchte, sich nicht ansatzweise soviele Gedanken darüber machen, wie ich und selbst völlig vergurkte Anrufe keine 5 Minuten später vergessen haben. Davon abgesehen, findet er, dass ich bestenfalls etwas verpeilt wirke, was er nicht schlimm findet.

    Du hast recht, ich sollte einfach mal wieder was riskieren. Es kann ja nicht viel passieren. Es war halt gerade wieder so eine Phase, die vermutlich wurde durch ein Erlebnis vor kurzem ausgelöst wurde.

    Was du beschreibst, mit dem Ansehen in Schaufenstern und Autoscheiben kenne ich auch. Wer ist bloß die dicke, mürrisch guckende Frau? Wie sehen denn bitte die Haare aus? Warum laufe ich so blöd? Sehen mich so alle anderen? Ich versuche nicht hinzugucken, weil das Bild nicht ganz stimmen kann. Und selbst wenn es stimmen würde, zieht es mich nur runter. Also ... weggucken, durchatmen, Kopf hoch, Brust raus. Immer wieder.
    Geändert von Omoe ( 5.09.2014 um 17:37 Uhr)

  9. #99
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 44

    AW: ADS und Sozialphobie

    Liebe Omoe,

    vieles, was Du beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor.

    Vielleicht liegt da ja die Verwandtschaft zwischen ADHS und Autismus. Bis vor kurzem habe ich mich gefragt, wo da die Überschneidung sein soll. Ich hab mich immer für extrem kontaktbedürftig (also gar nicht autistisch) gehalten und bin das wohl auch. Aber diese grauenhafte Unsicherheit und der Vermeidungsimpuls in Bezug auf Gruppen wir "andere Eltern" (Schule oder Schülerladen) oder bei Festlichkeiten im beruflichen Kontext haben was Autistisches. Vor allem das Gefühl, irgendwie aussen vor zu sein, sofort draussen ohne zu erkennen, woran das eigentlich liegt; was wirklich los ist. Wie mit sozialer Blindheit geschlagen. Telefonieren, vor allem mit einem "Anliegen" meinerseits hasse ich auch wie die Pest.

    Es gibt aber auch Kontexte, in denen ich das Zusammensein mit anderen sehr genieße. Mit vertrauten Freunden oder Menschen, die ich auf Anhieb total gern mag.

    Was denkt ihr dazu?

  10. #100
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: ADS und Sozialphobie

    Hallo Cloudyhead,
    du hast recht, es klingt fast ein bisschen autistisch.

    Wie seltsam, dass so verschiedene Menschen dieses Phänomen bei sich selber erkennen. Ich hatte immer angenommen, dass es anerzogen ist, was ja bei genauer Überlegung Quatsch ist, denn z.B. meine Schwestern haben das Problem in der Form anscheinend nicht. Vielleicht ist es nur auf negativer Erfahrung basierend, durch die Unaufmerksamkeit können einem schon Dinge entgehen und der Versuch das zu kompensieren, ist anstrengend und verunsichert. Der Rest der Welt macht das wohl instinktiv und unbewusst und wir können zwar, aber nur wenn wir noch aufnahmefähig für subtile Details sind oder der Gegenüber eben eine Art hat, die einem Sicherheit vermittelt.

    Oder so. Ich sinniere nur vor mich hin.

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