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Diskutiere im Thema Angst vor meinen Gedanken im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.101

    Angst vor meinen Gedanken

    Puh das kostet jetzt Kraft, den es ist ein Thema über das ich mit noch niemanden gesprochen habe.

    Vielleicht lieber einen Trigger setzen?!?

    Ich muss ein wenig ausholen um es genau zu beschreiben oder auch um mal wieder das wesentliche vor mir her zu schieben.


    Ich habe seit Januar einen Job. Davor war ich immer Selbstständig, bedingt dadurch das mein Mann udn ich das selbe arbeiten und wir eher am späten nachmittag/Abend arbeiteten, wir aber auch kinder haben die noch nicht alleine bleiben können, zumindest nicht zur Schlafenszeit und nicht so lang kam es dazu, dass meine gewünschte finanzielle unabhängigkeit ausblieb. Also suchte ich mir den Job zu dem ich vor 10 Jahren auch mal eine Ausbildung gemacht hatte.

    Nun ist es allerdings etwas kompliziert. ich liebe die Arbeit mit Kindern. Ich hasse veränderungen und ich langweile mich schnel.
    Nur all das habe ich leider nun in diesen Job.
    Langeweile den man kann gerade mit kleinen Kindern mit denen ich arbeite keine ständige Beschäftigung machen.
    Stress Arbeit, haushalt und kinder unter einen hut zu bekommen und ständige Veränderungen der Rahmenbedingungen des Arbeitsgebers.
    Aber ich liebe die Arbeit mit Kindern na ja und in einer Kita sind nun eine menge Kinder.

    Allerdings führen der Stress und die Langeweile leider mittlerweile dazu, dass ich besonders morgens bzw. auf dem Weg zur Arbeit überlege was ich machen kann um diesen geliebten und gehassten Job los zu werden. Klar das einfachste wäre sich was neues suchen und kündigen. Ich habe es auch schon versucht nur bisher mit wenig eigentlich gar keinen Erfolg. Nach 3 Bewerbungen habe ich aufegegeben.

    Gar nicht arbeiten und komplet von Sozilalleistugen zu Leben ist für mich KEINE Option.
    Mir würde zu Hause die Decke auf den Kopf fallen ausserdem möchte ich ja nicht anderen zur Last fallen.

    Also überlege ich was ich machen kann um nicht arbeiten gehen zu müssen. Anfangs waren es harmlose sachen. ich hab seit 2 monaten immer wieder Rückenschmerzen und war deswegen letzten Monat schon eine Woche krank geschrieben. Könnte ich ja wieder machen. hab dann aber ein schlechtes Gewissen weil irgendwie geht es ja auch mit gelegentlichen Rückenschmerzen.
    Nur seit einigen Tagen denke ich darüber nach mir ernsthaft zu schaden. Zunächst sah mein innerer Dialog so aus. Gedanke 1: Ich könnte ohne zu schauen über die Straße gehen. Gedanke 2: Ja klar du bist dich verrückt so was zu denken.
    Damit war der innere Dialog beendet.

    heute sah mein innerer Dialog schon so aus:
    Gedanke 1: Ich könnte aufhören zu essen und bin dann irgendwann so geschwächt, dass ich nicht mehr arbeiten kann.
    Gedanke 2: Dafür esse ich aber viel zu gerne Schokolade
    Gedanke 1: Ach ein paar Wochen ohne Schokolade würde ich schon schaffen
    Gedanke 2: Denk an deine Familie.

    Das Gedankenkarussel war länger als hier beschrieben ich habe es mal abgekürzt.

    Wichtig finde ich dass eigentlich nur der Gedanke an meine Familie den Dialog beendet.

    Ich bekam Panik vor meinen Gedanken und hätte fast geheult vor Angst das ich tatsächlich Dialoge mit mir selber fühle darüber so was zu tun.

    Innere Dialoge sind mir nicht fremd ist so weit ich gelesen habe bei AD(H)S nicht selten aber so extrem kannte ich das noch nicht von mir.

    ich brachte mich dann wieder mit meinen Strategien unter Kontrolle fuhr zur Arbeit und erst jetzt kommt es wieder hoch.

    Ich weis auch nicht ob ich Angst habe dass ich wirklich mal dazu in der Lage sein könnte solch einen blödsinn zu machen oder ob es die Angst war dass eigentlich nur der Gedanke an meine Familie den Dialog beendete.


    Ist das noch normal ist es eine Komorbidität oder etwas ganz anderes?

    Ich bin zur zeit echt verwirrt und Google spuckt tausend sachen aus die mir nur noch mehr Angst machen also habe ich die Suchmaschiene wieder geschlossen.

    Ich weis, dass ihr nicht wirklich sagen könnt was mit mir los ist und dass das nur ein Arzt sagen kann aber vielleicht hilft es mir auch schon das ganze einfach mal niedergeschrieben zu haben.
    Bedeutet also ihr müsst nichts schreiben, wenn ihr denkt dass das sowieso alles nur blödsinn ist und nicht di

  2. #2
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Angst vor meinen Gedanken

    Ich kenne das nur zu gut, dass tritt bei mir vor allem bei sozialer Interaktion auf, aber auch andere Sachen.. keine Ahnung, in wie weit es schon nochmal etwas neben ADS dastellt... aber ich würde mehr so als Teil von ADS einordnen, wenn Du dadurch nicht besonders eingeschränkt wirst.

    Bei mir würde ich sagen, besteht schon eine Einschränkung in Form sozialer Ängste, wo ich dann dazu neige, auf das zu reagieren, wie ich nur anderen unterstelle, wie sie sich verhalten würden... und natürlich ist meine Einschätzung immer negativ beeinflußt. Zwar ist mir dieser Prozess durchaus bewußt und versuche dagegen zu steuern und bin dadurch noch zusätzlich gehemmt.

    Dagegen helfen mir solche Sachen, wie sich mit den inneren Stimmen auseinander zu setzen, emoflex und Achtsamkeit (wobei ich die erst genannt auch eher als Form von Achtsamkeitsübung sehen würde... auch wenn das vermutlich nicht ganz so korrekt ist.. .

    Also die Stimmen dann erstmal betrachten, aktzeptieren, dass sie da sind.. das Schlimme ist wohl nicht, dass sie kommen, sondern die Bewertung... Ich sehe das so etwas wie "Denke nicht an rosa Elefanten" - je mehr man versucht, nicht an rosa Elefanten zu denken, um so eher sieht man rose Elefanten vor sich... Also je mehr man sich den Gedanken verkneifen will, umso stärker tritt er hervor.. oder er versteckt sich hinter etwas anderem.. also z.B. habe ich mir nie Lustlosigkeit erlaubt.. und dann war ich nicht mehr lustlos, sondern müde/erschöpft und fühlte mich leicht kränklich...

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Angst vor meinen Gedanken

    Cat, gibt es bei dir irgendwo eine Beratungsstelle, an die du dich wenden könntest? Caritas, Diakonie, Frauenberatungsstelle, etc?
    Eventuell hilft es dir, wenn du mal mit Jemandem über dieses Problem sprechen kannst. Ich meine damit weniger deine Gedanken, sondern eher dein Arbeitsproblem. Denn da liegt meiner Meinung nach der Hund begraben.

    Ich würde das erstmal von ADHS losgelöst betrachten. Für mich liest sich das so als ob du ganz einfach deine Arbeit hasst und da nicht mehr hingehen möchtest. Deine Gedanken interepretiere ich so, dass dich deine Arbeit langsam von innen auffrisst.

    Meine Situation war bis vor Kurzem ähnlich. Bis mein Arbeitgeber diese beendet hat. Und seitdem geht es mir besser. Ich merke erst jetzt, wie belastend diese Arbeit für mich war.

    Nimm diese Gedanken Ernst. Ich bereue es jetzt ein bisschen, dass ich das selber nicht schon viel früher getan habe.

    Pass auf dich auf.

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.101

    AW: Angst vor meinen Gedanken

    Rina erst mal Danke für deine Antwort
    Ja dieser innere Dialog den kenne ich auch und bisher hat es mich nicht wirklich gestört aber in welche Richtung das nun geht, dass ist mir neu und kannte ich bisher so nicht und ist für mich halt doch beängstigend.

    Eventuelle Gespräche mit anderen, die auf mich zu kommen, wie du sie beschreibst waren bisher die häufigsten oder aber auch ich möchte mir jetzt das und das kaufen (das trotzige Kind Ich will das haben) v.s. die Vernunft (wenn ich mir das jetzt kaufe muss ich aber woanders sparen)

    Ja mit dem Verdrängen ist es wirklich so wie mit den Gedanken oder nicht-gedanken an einen rosa Elefant.
    Ich will diesen speziellen inneren Dialog nicht und zack ist er Morgens gleich wieder da, sobald ich die Wohnung verlassen.
    Als wenn das klicken des Türschlosses das Startsignal ist.

    Fliegenpilz
    Ja Beratungsstellen gibt es in Berlin sicherlich mehr als genug nur zeitlich schaffe ich es nicht. Mein Leben besteht zur Zeit aus Arbeit, Haushalt und meine Kinder. Abends dann noch vielleicht 2 St. ausschliesslich für mich.

    Ich arbeite zwar nur 7 St. am Tag bin aber 9 St. ausser Haus wegen Fahrzeit. Meistens arbeite ich zwischen 9:30 und 16:30
    Bedeutet ich fahre um 8.30 los und bin um 17:30 zu Hause und Kiga und Hort machen um 18 Uhr zu. Bis ca. 20 uhr sind dann die Kinder dran mit denen ich ja auch noch ein wenig Zeit verbringen möchte und bis ca. 21 - 22 Uhr Haushalt, wobei ich da auch mal t5 Grade sein lasse nach dem Motto bei mir muss man nicht vom Boden essen können wir haben dafür Teller. Was halt bedeutet ich gönne mir beim haushalt auch viele Pausen.
    Früh schaffe ich den leider nicht, da ich die Zeit Morgens zum warmlaufen brauche.
    Mein Mann ist bedingt durch seine Selbstständigkeit ausser an 2 Tagen in der Woche auch bis spät Abends unterwegs von daher kann er da in der Woche mir leider nicht all zu viel abnehmen er kümmert sich Morgens um die beiden Jungs damit ich richtig wach werden kann und am Wochenende macht er viel mit den beiden.
    Aber vielen Dank ich denke für die Sicht auf den wahrscheinlichen Auslöser. Wenn ich den Auslöser entferne hört das vielleicht auch wieder auf.
    Also sollte auf meiner To-Do-Liste die Bewerbung auf eine andere Stelle wieder auf Position 1 Rücken. Ich muss mir nur noch klar werden ob als Erzieherin oder doch was anderes und wenn ja was. Na ja und die Angst bekämpfen, dass es woanders noch schlimmer ist oder mindestens genauso schlimm.
    Natürlich passe ich auf mich auf es bringt mir ja nichts wenn ich ausgebrannt bin.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Angst vor meinen Gedanken

    Nur kurz, weil ich eigentlich schon im Bett sein sollte...

    Die Diakonie bietet auch eine Beratung per Mail an: https://www.telefonseelsorge.org/index.php4
    Da spielt die Zeit dann keine Rolle.

    Die Gedanken, die du hast, sind ja nicht harmlos und gehen in eine suizidale Richtung und sind daher eigentlich behandlungsbedürftig, d.h. du könntest dich auch deswegen krankschreiben lassen, damit du Zeit hast, dich darum zu kümmern. Denn kümmern musst du dich. Diese Gedanken werden nicht von alleine weggehen.

    Zum Job: Ich dachte auch, dass ich den Non-Plus-Ultra-Job finden muss. Aber den gibt es gar nicht. Und wenn mir der nächste Job nicht gefällt, dann kann ich kündigen und mir was Neues suchen. Du kannst ja auch mal was Vollkommen anderes ausprobieren. Du musst dir jetzt noch gar nicht darüber klar sein, ob du weiter als Erzieherin arbeiten möchtest. Schau dich einfach mal um und bewirb dich.

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Angst vor meinen Gedanken

    hallo cat

    solche selbstgespräche sind bei mir ganz normal. ich hatte auch mal gedanken, wie.... würde ich mir jetzt den arm
    brechen, müsste ich nicht mehr zur arbeit.... ohne das gesicht zu verlieren... konkretisiert hatte sich das ganze aber nicht.

    es war ein innerer kampf, zwischen gefühl/verstand und die komponete verantwortung/pflichtbewusstsein.... dies kurz vor
    der diagnose. rückblickend muss ich sagen, dass der job mir zu viel energie geraubt hatte.

    ich weiss wie es ist, wenn man drinn steckt.... mitverdienen will --- auch ganz ohne job unglücklich wäre....

    mein gefühl sagte mir.... du musst was verändern - weniger kompromisse.
    mein gewissen sagte mir.... du trägst für deine familie veranwortung (arbeitgeber u.s.w.)
    mein verstand fragte sich.... was macht dich so unglücklich? und wohin will ich, was will ich?

    ich glaube dieser innere kampf, macht einen stark um die nötigen veränderungen vorzunehmen.
    ganz schlimm war es bei mir, kurz vor der therapie.... und die perspektive kam dann auch wieder.

    wie wäre es, wenn du dir bewusst wirst, das du eine veränderung brauchst.... dich neuorientieren willst... einfach mal
    was neues "als job" anpeilst.... und dieser gedanke, wird dich ev. auch leichter über die "zeit" bis dahin tragen.

    p.s. was ist deine angst? meine angst war es.... zu versagen.... der blick nach aussen!.... und das ist falsch.... primär
    tragen wir für uns selbst die verantwortung!.... ich kann erst für andere gut sorgen, wenn ich für mich AUCH gut sorgen kann... und
    da ist es mein recht.... mein leben so zu gestalten, dass ich es tragen kann.... und beim job, ist es eben auch so, dass ich
    die tätigkeit wertschätze doch ich auch das gefühl der wertschätzung meiner fühlen muss. kompromisse muss man immer eingehen,
    man kann mal über eine zeitlang mehr eingehen.... doch das ziel ist es, diese zu minimieren.

    gruss habe dir noch einen link, (mir hilft es, um meine gedanken etwas zu ordnen.... eben noch mehr nachzudenken :-)
    http://www.psychotipps.com/selbstver...ng-teil-3.html
    Geändert von Smile (19.07.2012 um 09:14 Uhr)

  7. #7
    Lysander

    Gast

    AW: Angst vor meinen Gedanken

    Mir wird ganz schwer ums Herz, wenn ich diese Zeilen lese. Wenn man unter einem seelischen Druck steht, weil man sich äußeren Zwängen ausgesetzt fühlt, können solche Gedankenströme auftauchen. Das ist nicht "verrückt", sondern Ausdruck schwerer Belastung, denke ich. Den Vorschlag, eine Beratungsstelle aufzusuchen, finde ich richtig. Kannst Du Dich nicht krankschreiben lassen und eine Kur machen oder eine Fortbildung, damit Du Abstand gewinnst, dir aber nicht die Decke auf den Kopf fällt, wenn du dann nicht arbeitest? Das sagt sich so leicht und der Arbeitgeber wird sich bestimmt nicht freuen. Aber bevor Du in eine Art Sog nach unten gerätst, könntest Du möglicherweise so die Notbremse ziehen. Denn der Arbeitgeber und die Familie haben ja nichts davon, wenn Du noch eine Weile "funktionierst", aber später vielleicht zusammenklappst, weil man eben nicht immer funktionieren kann. Ich gehe da von meiner eigenen Situation vor 5 Jahren aus, als ich einige dicke fette Packungen zu tragen hatte und trotzdem weiter versuchte zu funktionieren, weil das immer alle erwarten. Irgendwann ist dann der Druck so stark geworden, dass ich mir wie erstarrt vorkam und selbst solche Autoaggressionsfantasien nicht mehr stattfinden konnten. Vielleicht schätze ich also hiermit Deine Situation falsch ein, weil ich sie spiegle. Sollte das also so sein, bitte siehe es mir nach.

    Ich wünsche Dir jedenfalls einen guten Weg. Du kannst es immerhin klar formulieren wie es Dir gerade ergeht. Das ist schon sehr viel wert.

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.101

    AW: Angst vor meinen Gedanken

    @Fliegenpilz

    Ich denke nicht das ich mir irgendwas antun würde wie gesagt dazu bin ich was meine Familie betrifft einfach zu pflichtbewusst. Ich liebe meine Kinder, meinen Mann und habe einige sehr gute Freunde denen ich so etwas nie antun würde.

    Bei der von dir genannten Stelle habe ich wegen etwas anderem vor x jahren schon mal angerufen, so wirklich helfen konnten sie mir aber leider auch nicht. Ausser einem sehr langen Gespräch und Adressen von Anlaufstellen. Einen Termin bei einem Arzt habe ich ja zwar wegen der ADHS-Diagnose aber ich denke so was kann man dann auch ansprechen.

    Den non-plus-utra Job gibt es nicht das weis ich nur einen job ohne weniger extremer wechsel von Stress zu langeweile wäre schon schön.
    Heute hab ich Stress gehabt. Ich hatte Spätdienst und da es wegen Krankheit einen Engpass gibt ist jemand vom Büro der zur zeit für die verbesserung der kommunikation dabei eingesprungen die Kinder mit zu betreut.
    Ich hatte bammel, dass da jemand ist der mir dann die zeit ständig über die Schulter schaut.
    Es kam schlimmer.
    Nur hat er ein kleines Frage und Antwortspiel bei dem er versuchte mich in Wiedersprüche zu verstricken, da ich durch meine immer noch laufende Selbstständigkeit aber auf Gesprächsführung geschult bin, fiel ich nicht darauf herein und am Ende gab es eine Patt-Situation. Er schein nicht mehr zu wissen wie er mich dazu bringen kann meinen Aussagen zu wiedersprechen und ich hatte es geschafft das eben dies nicht passiert ohne dabei zu irgendwelchen notlügen greifen zu müssen.

    Danach war ich gut 10 cm. größer.
    Also eigentlich war es ja doch ein guter Tag.

    Allerdings hat es mir gezeigt dass das nicht der richtige Arbeitgeber für mich ist.
    Ich habe mich zu Hause sofort hingesetzt, meinen Lebenslauf überarbeitet und mir Stellengesuche rausgesucht.

    @Smile
    Ja ich denke auch dass es dieser Streit zwichen den verschiedenen ichs ist. (Ich lese übrigens gerade Precht - Wer bin ich und wenn ja wie viele, was zum Teil auch die Unterschiedlichen Seiten in einem beschreibt)
    Einerseits mag ich den Job bei dem Arbeitgeber nicht, andererseits brauche ich aber Arbeit um Geld zu verdienen, dass mir die Decke nicht auf den Kopf fällt usw.

    in einen anderen job wechslen ist leider nicht so leicht, da ich Perfektionistin bin und mir vieles einfach nicht zutraue. So nach dem motto da habe ich keine Ausbildung führ also kann ich das auch nicht ausreichend zumindest um meiner selbst auferlegte Qualitätsvorgabe zu genügen.
    Dazu kommt noch dass man als ungelernter immer weniger verdient aber ich brauche Summe X, die ich dann aber sicherlich nicht mehr bekomme.
    Aber nichts desto trotz ist der Anfang getan. Mein lebenslauf wurde überarbeitet und ich habe 2 Erzieherstellen gefunden die nicht so weit weg sind wie der jetzige.

    meine Ängste?? Wo soll ich anfangen. Zu viele
    Angst zu versagen
    Angst davor abgelehnt zu werden
    Angst vor Kritik
    Angst meinen eigenen Massstäben nicht mehr gerecht zu werden.
    Angst nicht perfekt zu sein im zuge dessen-
    Anst Fehler zu machen auch wenn ich weis, das jeder fehler macht.
    Angst den Anfoderungen nicht zu genügen (Immerhin habe ich meine Ausbildung vor 10 jahren gemacht und ich arbeite jetzt das erste mal als Erzieherin, da hat sich im laufe der zeit einiges verändert)
    Angst vor kontrollverlust.

    Das sind nur die die sich auf die Arbeit beziehen.


    @Lysander
    Krank schrieben lassen? Worauf? Klar seelicher Druck ist es sicherlich aber dafür müsste ich erst mal einen Arzt finden dem ich vertraue den für mich ist es nicht gerade leicht Schwächen zuzugeben, daher fiel mir das Startposting auch so schwer und zweitens müsste der Arzt mich ja schon ein wenig kennen. Nur habe ich noch nicht mal mehr einen richtigen Hausarzt weil ich so selten krank bin.
    Dieses jahr war ich 2 mal Krank, Nasennebenhöhlenentzündung, da habe ich mich nicht krank schreiben lassen weil ich am Do. zum Arzt gegangen bin und am Mo. war ich wieder arbeiten und für 2 tage brauchte ich keine Krankschreibung und im Juni weil ich mich wegen Rückenschmerzen kaum noch bewegen konnte, da war ich eine Woche krank geschrieben.
    Davor bin ich jahrelang nicht zum Arzt gegangen. In den 4 Jahren davor kann ich meine Arztbersuche an einer Hand abzählen.
    Selbst im krankheitsfall ist mein Pflichtbewusstsein groß allerdings Pflichtbewusstsein gegenüber der Kinder und meiner Kolleginin.
    Kur? Geht gar nicht. Mein Mann arbeitet teilweise 10 St und meistens eher Nachmittags und Abends (bsp von 10 - 22 Uhr. Die Kinder können aber maximal bis 18 uhr im Kindergarten und Hort betreut werden.
    Fortbildung würde mein Arbeitgeber definitiv nicht mit machen.

    Hmm klar aussprechen was sache ist schon. mir wurde schon immer gesagt dass ich eine Gabe zur Selbstreflexion habe. Ich kann woher auch immer aus meiner Haut raus und mir die Situation meistens sehr gut aus den unterschiedlichen perspektiven betrachten. Also aus der perspektive meines gegenübers oder aus der Perspektive eines unbeteiligten dritten.
    Klar gibt es da auch Situationen bei denen ich es nicht kann aber ich hab den besten gesprächspartner den ich mir wünschen kann und zwar meinen Mann. Wie oft liegen wir nachts im bett und reden und analysieren Situationen in denen wir waren und wo wir anders hätten handeln können. Also das was wäre wenn Prinzip.
    Allerdings gibt es auch Dinge wie das hier, über die ich mit ihm nicht reden kann/möchte.




    Aber ich danke euch für eure aufmunternden und hilfreichen Postings. Sie haben mich in meinem Entschluss schnell etwas verändern zu müssen bestärkt.
    Nun muss ich nur noch handeln. Aber da tritt mir mein Mann seit heute in den Allerwetesten, den er kann und will sich das nicht mehr mit anschauen hat er mir Heute gesagt.
    Geändert von Cat78 (21.07.2012 um 00:26 Uhr)

  9. #9
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Angst vor meinen Gedanken

    Ja liebe cat,

    ich stimme auch für krankschreiben ,da du ausgebrannt wirkst,noch besser wär vielleicht ne mutter -kind -kur

    hab ich damals auch gemacht wo nichts mehr ging ,jeder gute arzt sieht das eigentlich .


    kopf hoch, kämpfe mal für dich.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Angst vor meinen Gedanken

    Noch ne Möglichkeit:
    Wenn Du die Summe x nicht brauchst, geh hocherhobenen Hauptes da hin und verlange einen Auflösungsvertrag aus persönlichen Gründen, ansonsten kündige jetzt bereits fristgerecht, dann hast Du was zum drauf freuen (nur noch so und so lang dahin) und mehr Motivation was besseres, schöneres zu suchen. Klingt komisch? Könnte aber ein Weg sein, der Dich vom Druck der jetzigen Arbeitsstelle befreit-...Ich habs selbst so gemacht, unter geringfügig anderen Vorzeichen, musste mir nicht mal was anhören im AAmt, die hatte ich nämlich vorher gefragt, was wäre wenn.

    Klar kann es Einbussen geben, aber was ist wichtiger?

    Natürlich DU!



    P.S. Ich kenne so belastende Arbeitsplätze. Meinen Respekt, das Du Dich da hinquälst, aber vergiss nicht Du hast jede Menge andere Notbremsen. Deine innere Stimme wollte Dir wohl deutlichst klarmachen wie schlecht es Dir da geht.Hör auf Dich selbst. Ach ja - und auf Deinen tollen Mann!

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