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Diskutiere im Thema das verdammte Telefon im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 260

    das verdammte Telefon

    Ich weiss viele telefonieren nich gerne.
    Vor allem krieg ich die Krise, bei ersten Telefonaten, weil ich ja nich weiss, was auf mich zukommt.

    Noch schlimmer is, ich kann irgendwie nich (mehr) drangehn, wenn ich die Nummer nich kenne Ist total bescheuert, aber geht nich. Da zieht sichs in mir zusammen und ich starr das Handy nur verzweifelt an.

    Was kann ich dagegen tun? Ich will mich ja bewerben, da muss man ne Telefonnummer mit angeben

    Ausserdem will ich ja mein Zimmer loswerden, da gibt mein Vermieter jetz glaub ich meine Nummer weiter.


    Ich weiss auch gar nich, wie sich das so entwickelt hat.
    Hat das noch einer so schlimm?

  2. #2
    Bulme

    Gast

    AW: das verdammte Telefon

    hallo leidensgenossin


    ich kriegs auch nicht hin. selbst wenns dringend is, versuche ich es zu umgehen irgednwie.... paaaanik, dass ich was falsch verstehe und dann kein wort rausbringe. ist ja auch schon passiert. unbekannte nummern sind auf meiner sperrliste


    nimm dir doch einen block und stift und schreibe deinen text vor. keine angst vor fehlern, frag halt einfach nochmal nach, wenn was unklar war...

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 152

    AW: das verdammte Telefon

    Oh ja! Hatte auch mal eine gehörige Telefonphobie, bei der ich mit keinem telefonieren konnte, dem ich nicht schon einmal von Angesicht zu Angesicht gegenüberstand. Selbst heute kann es mal vorkommen, dass ich bei unbekannten Nummern nicht an das Telefon gehe.

    Wie habe ich es geschafft? Einfach indem ich musste - hatte u.a. die Aufgabe telefonische Kaltaquise zu machen. Das hiess wildfremde Menschen anzurufen und deren Interesse für ein Produkt zu gewinnen. Habe mir fast in die Hosen gemacht vor lauter Angst! Zum Glück konnte ich das Ganze behutsam angehen. Habe mich im Vorfeld auf das Gespräch vorbereitet und ein Gesprächsverlauf erstellt in Form eines Struktogramms (wie beim Programmieren - mit if/then/else- und case- Anweisungen ). Am Anfang war ich auch total unsicher und verkrampft. Nach einem Gespräch auch völlig fertig.

    Aber nachdem ich immer mehr merkte, dass mir keiner meiner Gesprächspartner durch die Leitung das Ohr abbiss, und ich manchmal echt nette Gespräche hatte, wurde ich mit der Zeit immer sicherer und entspannter!
    Das heisst aber nicht, dass ich heutzutage gerne telefoniere. Stelle mir immer noch bei Fremden das Gespräch im Kopf vor (Kopfkino sei Dank! ). Und wenn ich unerwartet auf einen AB stosse, lege ich auch irritiert erst einmal auf. Aber das Telefonieren geht heutzutage ein wenig einfacher und Angstfreier.

    Ein Tip wäre auch noch (wird oft bei Reden vor einer Menge gegeben) - stell dir deinen Gesprächspartner nackt vor bzw. gebe der Telefonstimme ein Gesicht, dass nicht perfekt ist. Kein Witz, funktioniert tatsächlich.

    Aber letztendlich hat mir persönlich immer wieder das Angehen bzw. Durchziehen von Telefonaten geholfen mit dem Druck dahinter, dass ich es ja machen musste!
    Geändert von brived ( 2.07.2012 um 19:10 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler - die restlichen könnt ihr gerne behalten... ;-)

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.101

    AW: das verdammte Telefon

    Ja das kenne bzw. kannte ich auch. Was dagegen hilft? Es einfach tun. ich weis klingt grausam aber es hilft wirklich.

    Das Paradoxe ich habe ein 3/4 Jahr als telefoninterwieverin gearbeitet. Da habe ich täglich x Leute angerufen und Umfragen gemacht.
    Die ersten 2 tage waren schlimm, danach ging es problemlos. Ab und an wurde mitgehört ud ich wurde immer gelobt.
    Der Vorteil war dort. ich hatte auf dem bildschirm vor mir meinen text den ich einfach nur ablesen musste.

    Als ich dann später im Vertrieb anfing musste ich wieder tel. um Termine zu bekommen und um Jobsuchende anzurufen.
    Ich hatte Panik davor. Doch alle sind dort sehr behutsam auf mich eingegangen und haben mir die Zeit gelassen die ich brauchte.
    Heute kann ich Telefonieren und brauche keinen Text mehr.

    Allerdings telefoniere ich beruflich lieber mit leuten die ich nur flüchtig kenne.

    Ein tipp den ich mal bekommen habe, geht am besten mit einer Tel-Flat einfach wahllos Nummern wählen oder welche aus dem Telefonbuch raussuchen
    Zuerst sagen oh entschuldigung ich hab mich verwählt.
    Später dann versuchen ein wenig mehr als nur den einen Satz zu sagen.
    usw.
    Ich hab mich so schon mal mit jemanden eine St. unterhalten den ich gar nicht kannte.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 135

    AW: das verdammte Telefon

    Was mich am Telefonieren beunruhigt, ist wohl dasselbe, was Cat78 half:
    Ich hab keine Anhaltspunkte, in den meisten Fällen.

    Was soll ich denn tun, wenn nicht die gewünsche Person drangeht? Erst meinen Namen und dann meine Frage? Oder einfach ohne Namen, wie viele Leute, die ich kenne? Nachname oder Vorname bei Bekannten? Und ganz schlimm: Wenn ich anrufen muss aber nicht weiß, wie ich mein komplexes Anliegen in erträgliche Kürze zusammenfasse...

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 131

    AW: das verdammte Telefon

    Über den Namen nicht so viel nachdenken. Du weißt ja vorher eh nicht wer dran geht. Zur Not merkste schon, wenn du am anderen Ende nicht erkannt wirst, dann reichste den Nachnamen hinterher. Peinlich? Nö, normal... Geht allen anderen auch so...

    Zur Themenstarterin:
    Wohungssuchende sind einfach zu handhaben. Die wollen 1.) wissen ob die Bude noch frei ist, 2.) wie groß und wie teuer, 3.) wo genau die Wohnung liegt und 4.) wann angucken.

    1-3 weißte wahrscheinlich sowieso schon.

    4.) Ich hab mir hier immer zwei Tage mit meinen Mitbewohnern ausgeguckt, an denen wir Zeit hatten, und diese Tage dann in 1/2 Stunden Abschnitte unterteilt und die den Leuten dann zugewiesen. Nach dem Telefonat (auf meinem Handy) die Leute unter "WG Randy" abgespeichert und mir "Randy Montag 17:30" notiert. Und fertig war die Kiste.
    Lief wie geschmiert!

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