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Diskutiere im Thema Diagnosen = gut oder böse? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    Diagnosen = gut oder böse?

    Probleme mit Diagnosen und Komorbiditäten scheinen ja - wenn ich hier so herumstöbere - bei Adhs häufig zu sein. Was ich gern wissen würde, ob ihr auch erlebt habt, dass sich aufgrund bestimmter Diagnosen das Verhalten euch gegenüber deutlich verändert hat. Also nicht im privaten Bereich, sondern von Fachkräften, die eigentlich dazu geschult sein sollten, keine Wertung vorzunehmen, sich euch gegenüber wertfrei zu verhalten und zudem auch nicht gleich von einer bestimmten Diagnose ihr Meinung über eure Persönlichkeit steuern zu lassen.

    Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Und vor allem wie seid ihr damit umgegangen?

    Was mich daran momentan besonders belastet ist die Frage wie man solche Erfahrungen für sich selbst verarbeiten kann, damit man nicht immer misstrauischer wird was Diagnosen, Ärzte, Therapeuten usw angeht.

    Ich hab hier von vielen gelesen, dass sie Angst vor Terminen haben, weil sie befürchten etwas 'falsch' zu machen oder 'abgestempelt' zu werden. Ist das bei euch eine Folge von negativen Erfahrungen in dieser Richtung? Wenn ja, mögt ihr erzählen was ihr erlebt habt?

    Hab mich innerhalb einer Woche zweimal dabei erwischt, wie ich Ärzten die mir seit langem vertraut sind und mit denen ich bislang ausschließlich gute Erfahrungen verbinde, plötzlich total angespannt, nervös und misstrauisch gegenüber gesessen habe. Weil ich gerade wieder von dritter Seite sowas erlebt hatte.

    Ich fand meine eigene Reaktion so bescheuert, dass mich genau dass dann noch mehr aus der Bahn geworfen hat. Ich glaube im Augenblick könnte ich mir nicht einmal einen neuen Augenarzt suchen, weil ich mich dem gegenüber derart vermurkst verhalten würde, dass er meine Kurzsichtigkeit für galloppierenden Wahnsinn halten könnte.
    Oder ich könnte vermuten dass er so denkt...was dann genau diesen Wahnsinn auslösen könnte. Prima innerer Kreislauf um Gummizellenbewohner zu werden. Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Diagnosen = gut oder böse?

    Hat das keiner so erlebt außer mir oder hab ichs so wirr getippt das unklar ist was ich meine?

    Beispiel:
    Du gehst mit oberfieser Erkältung zum Arzt, der schreibt dich krank, verschreibt Medis, gibt was gegen Fieber mit usw.
    Gleicher Arzt, ähnliches Grippezeugs, viele Monate später, nur inzwischen hat der gehört das du die XYZ-Störung haben sollst, ein befreundeter Kollege hat da sowas blicken lassen. Und über XYZ sagt das Klischee 'das sind alles Schulschwänzer'. Arzt gibt dir Rezept für pflanzlichen Schleimlöser zum Selbstzahlen, aber AU gibts trotz Fieber und Würfelhusten nicht, was gegen Kopfweh oder gar Antibiotika auch nicht. In die Augen sieht er dir dabei auch nicht. Und wenn du dann nachbohrst, kommt was barsches a la 'du wüsstest schon warum und nun wärs mal gut, er hätte auch noch andere Patienten', während er dich wenig dezent aus dem Sprechzimmer bugsiert.

    So passiert als ich 17 war. Die Folge war ne verschleppte Grippe weil ich damit dann zur Schule gekrochen bin statt im Bett liegen zu bleiben und später dann Rippenfellentzündung. Statt gleich zu Anfang ein paar Tage krankgeschrieben und auskuriert dann später über 6 Wochen daheim.

    Und das ist noch eins von den sehr harmlosen Erlebnissen. Welche Störungen das namentlich sein können, finde ich garnicht so interessant. Viel interssanter ist wie schnell man plötzlich nicht mehr für voll genommen wird.

    Nachdem ich nun immer wieder beruflich und auch im privaten Umfeld mit Menschen mit den unterschiedlichsten Problemen zu tun hatte, kann ich noch viel weniger nachvollziehen, weshalb sowas ausgerechnet von Menschen kommt, die es doch aus beruflichen Gründen besser wissen müssten!

    Oder ist das bei euch nicht so? Vielleicht bin ich schon so angepi*** das es bei mir extrem als Boomerang zurück kommt?

    Edit: wobei mir gerade auffällt dass die Überschrift evtl unglücklich gewählt ist. Was ich meine ist, dass manche Diagnosen einem anscheinend spontan mal eben sämtliche positive Eigenschaften absprechen und reichlich negatives Zeug andichten.
    Geändert von auri (23.06.2012 um 06:19 Uhr) Grund: blabla

  3. #3
    Allanon

    Gast

    AW: Diagnosen = gut oder böse?

    Hy,

    ich habe Aversionen gegen "Komorbiditaeten"
    Was fuer ein Wort, Zungenbrecher.

    Was mich an diese Sache stinken tut: diese "Persoenlichkeitsschublade n" und "Tests"
    Diagnosen....also ich brauche in der Tat Hilfe, weils so net weitergehen kann, aber das Gefuehl einen Stempel zu bekommen stinkt.

    Ich kann leider noch keine Antwort zu deiner FRage geben, da ich nur eine "Verdachtsdiagnose" fuer ADHS habe.
    Ob mein Verhalten dadurch, dass ich ein Komorbiditaetstempel bekommen wuerde aendern wuerde...keine Ahnung.
    Hab schiss und bammel, bin aber demnoch gespannt ;-)

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 257

    AW: Diagnosen = gut oder böse?

    da hast du aber ein seltsamen arzt meiner ist als Krankschreibt Arzt bekannt muss aber zu geben er untersucht und macht alles sehr gründlich z.B. Magenprobleme Übelkeit macht er Ultraschall usw. Verschreibt dann ein Bettruhe etc. Der Arzt kennt aber nicht ads bei erwachsenen hat mir aber trotzdem ohne Probleme eine Überweisung zum Facharzt mitgeben.

    @auri eigentlich hat der das immer dein Arzt gesteckt ein großes Problem besonders wenn er selbst dich behandelt hatte hat dieser sich trotzdem an die Schweigepflicht zu halten. Dein Hausarzt kannst glaube ich für die Mehrkosten sogar belangen weil er dich nicht gründlich untersucht hat.

    Muss Aber zugeben ich selbst habe etwas Angst vor den Termin beim psychater und pkh Krankenhaus. Ich würde sagen angst vor der Diagnosse. Dadurch dann arbeit zu verlieren usw.

    Aber das manche Diagnosen ein unterstellen das man Kasse schiebt oder so finde ich ehrlich gesagt krass.

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