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Diskutiere im Thema Warum Borderline?? Ich finde da passt bei mir das wenigste im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 140

    Warum Borderline?? Ich finde da passt bei mir das wenigste

    Hallo zusammen,

    hab jetzt meinen fast 8 wöchigen Klinikaufenthalt beendet.

    Bin mit ADHS, Sozialphobie, Depressionen (wo ich sag ich hab keine) und Burnout hingekommen.


    Gleich vom 1. Tag an, wurde ADHS angezweifelt und das Medikinet abgesetzt.
    Es wurde eine weitere Diagnostik gemacht.
    Anfangs wurde immer wieder von PTBS mit dissoziativen Anteilen gesprochen.

    Als dann alles ausgewertet war, sagte man mir, ich wär Boderliner.

    Auf meine Frage welche Kriterien für BL sprechen, konnte die Psychiaterin mir garnix genaues sagen.
    Nur Symptome die auch auf ADHS zutreffen, wie die Impulsivität z.B.

    Dann wurde mir endgültig ne Essstörung diagnostiziert und die wird als Selbstschädigendes Verhalten gewertet (für mich ein konstruierter Punkt, denn seit ich das Medikinet nehme, sind meine Essanfälle so gut wie weg)

    Sie sprach von problematischem Beziehungsverhalten.
    Aber das trifft bei mir net zu.
    Daraufhin meinte sie, aber wenn ich denn ne Beziehung hätte, dann würde es zutreffen.

    Beide Punkte finde ich halt konstruiert, nur damit ein paar mehr Kriterien erfüllt sind.



    Als ich dann fragte, warum es net wie vorher die ganze Zeit angenommen ne PTBS mit dissoziativen Anteilen sein könnte, meinte sie, das ne PTBS nur zeitlich begrenzt nach einem Trauma auftreten würde.
    Da das bei mir ja schon über Jahre andauert, könnte es keine PTBS mehr sein, sonder müsste zwangsläufig Borderline sein.

    Stimmt das wirklich??
    Das mit der zeitlichen begrenzung?


    Mit PTBS und Dissoziationen kann ich mich sehr gut identifizieren.
    Da finde ich mich wieder.
    Bei Borderline eben so gut wie nicht.


    Nicht das ihr mich falsch versteht.
    Ich hab kein Problem damit ne Diagnose anzunehmen, und im Grunde genommen ist es mir egal wie mein Problem letztendlich heißt. Hauptsache mir wird geholfen.
    Aber wenn die Diagnose net stimmt, wie ich vermute, kann mir dann überhaupt geholfen werden??



    Ich weiß, das mir keiner von euch ne andere Diagnose stellen kann, oder das überhaupt beurteilen kann, aber irgendwie muß ich das ganze auch mal loswerden, weil meine Gedanken nur noch darum kreisen, und ich überhaupt net mehr zur Ruhe komme.


    Danke fürs lesen

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Warum Borderline?? Ich finde da passt bei mir das wenigste

    Habs gelesen.

    Ich finde es schade, das sie Dir in Deinen Zweifeln nicht genug beistehen und Dir ihre Diagnosen noch schlüssiger erklären könnten.

    Ich hoffe Du findest Antworten.


  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Warum Borderline?? Ich finde da passt bei mir das wenigste

    Dir kann mit Sicherheit geholfen werden!

    Zwischen PTBS, Dissoziationen und Boderline besteht ein Zusammenhang:

    Bei einem Trauma, das zu einer PTBS führen kann, kann es sein, dass man bestimmte Gefühle etc. abspaltet. Bei manchen ist das z.B. so, dass sie sich selber in einer solchen Situation von außen betrachten. Das Schreckliche das passiert, passiert dann nicht ihnen. Wenn sie das Schreckliche bei vollem Bewusstsein und in der ganzen Härte erleben würden, wäre das einfach zuviel. Das Hirn startet daher den "Schockmodus" und reagiert entsprechend. Man dissoziiert.
    Wenn man mehrere Traumata erleben musste, dann wird das dissoziieren fast schon zur Gewohneit. Man dissoziiert dann auch schon, wenn man in Situationen ist, die der damaligen Traumasituation nur ähneln. Die abgespaltenen Teile verfestigen sich und können eine Art Eigenleben entwickeln.

    Bei Borderline nimmt man an, dass gewisse Teile der Persönlichkeit komplett abgespalten sind. Man hat daher kein einheitliches Bild von sich selber und daher auch nicht von anderen Menschen. Zu den Symptomen von Borderline gehören auch Dissoziationen.

    Eine PTBS kann sich daher zu einer Boderline Störung entwickeln, muss aber nicht.
    Wenn dann noch ADHS dazukommt, dann erfüllt ein traumatisierter ADHSler mit Dissoziationen fast schon automatisch die Borderline Kriterien. Die Borderline Diagnose ist daher aus Psychiater-Sicht schon richtig. Es kann aber trotzdem sein, dass bei diesem ADHSler kein Borderline vorliegt.

    Ich sehe es so, dass es ein breites Spektrum gibt, auf dem sich verschiedene Störungen ansiedeln. Jeder ist ein bisschen Borderline oder zwanghaft oder ängstlich etc.
    Ich schaue für mich daher nicht die einzelne Diagnose an, sondern meine einzelnen Probleme. Die Diagnose ist ja nur eine Art Sammelbegriff.

    Bei dir würde ich als Laie aus dem Bauch raus sagen, dass es sinnvoll wäre, das Trauma zu bearbeiten, wenn du dazu stabil genug bist. Denn das ist letzen Endes der Ausgangspunkt, an dem deine Probleme angefangen haben.

    Welche Probleme belasten dich denn momentan am Meisten?

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 140

    AW: Warum Borderline?? Ich finde da passt bei mir das wenigste

    Fliegenpilz schreibt:
    Welche Probleme belasten dich denn momentan am Meisten?
    Tja........auch das ist halt recht komplex.



    Ich hab jede Menge Schulden, Insolvenzverfahren läuft.

    Ich fühl mich kaum in der Lage irgendetwas zu machen.
    Ich bekomm es grad noch so hin, aufzustehen, mich zu duschen und anzuziehen.
    Mein Kopf könnte so einiges leisten, aber mein Körper schafft zur Zeit garnichts.

    Ich bin von allem, auch den kleinsten Kleinigkeiten sofort genervt.
    Deswegen, und auch weil ich im Haushalt so garnichts hinbekomme hab ich mich im Januar dazu entschieden, das meine Kinder (5 + 7 J.) net mehr bei mir leben können.
    Und das belastet mich halt enorm.
    Die beiden sind zur Zeit bei ihrem Vater, aber die wären lieber bei mir.
    Und auch diese Tatsache macht mir halt immer wieder ein schlechtes Gewissen, weil die net verstehen was mit mir los ist........wie auch, ich versteh es selbst ja net.

    Die Realität sieht so aus, das ich schon total genervt bin, wenn die mir nur was erzählen wollen.
    Oder die hunger haben und ich was zu essen machen soll.
    Bei solchen Kleinigkeiten bin ich schon so überfordert mit allem, das ich laut werde, die Kinder abweise, und mich letztlich so sehr in mich selbst zurückziehe, das ich kaum noch was mitbekomme, was um mich herum passiert.
    Und wenn die mich da dann rausholen wollen, was ja verständlich ist, bin ich kurz vom explodieren.


    Das ist die Sache mit den Kindern.
    Ich hätt die gern wieder bei mir.
    Aber solang ich jedesmal so reagiere gehts halt net.
    Eigentlich sind mir schon die WE alle 14 Tage deutlich zuviel.
    Aber mein Exmann besteht darauf, das er dann Kinderfrei hat, und die Kinder wollen halt auch unbedingt zu mir.


    Dann halt Probleme mit ARGE und Jugendamt.



    Was das psych. angeht:

    Da sind halt immer wieder Flashbacks.

    Und, ich weiß net, ob ich das verständlich rüber bringen kann.

    Ich kenne von mir hauptsächlich nur 3 Zustände.

    1. Gefühle: Ich bin total voll von Gefühlen, hab das Gefühl das mich das erstickt, ich dem ganzen hilflos ausgeliefert bin.
    Ich kenn es net, das sich Gefühle langsam steigern, oder nur bischen da sind.
    Die sind direkt in einer Intensität da, die mich total überfordern und ich nicht steuern kann.
    Deswegen will ich garkeine Gefühle haben........auch keine pos.
    Wobei ich eh so gut wie keine pos. Gefühle hab.
    Ich kann mich ganz kurz über irgendetwas freuen, aber irgendwie ist das nur oberflächlich. Nichts was ich halten könnte.
    Ich weiß auch nicht was mir Spaß machen würde.
    Ich hab außer lesen und schwimmen keine Hobby´s.

    2. Mit den Gefühlen gehen oft Schmerzen einher.
    Wenn ich die Gefühle nicht steuern kann, und das kann ich so gut wie nie, bekomm ich meist so starke Schmerzen, das in meinem Bewußtsein nichts anderes, wie nur Schmerz ist.
    Denken und sonstiges völlig unmöglich.
    Dann helfen auch Schmerzmittel nicht mehr.

    3. Aus beiden Zuständen schaff ich es auszusteigen.
    Das nenn ich dann das "große Nichts".
    Gefühle sind so gut wie nicht vorhanden.
    Allerdings hab ich permantent Rückenschmerzen, schon seit Jahren, aber die sind (teilweise durch Schmerzmittel) erträglich.
    In diesem Zustand kann ich Fragen so gut wie garnet beantworten.
    Meine Antwort ist ständig "weiß nicht" oder "keine Ahnung".
    Und das ist die Wahrheit.
    Ein Kurzzeitgedächtnis ist so gut wie garnicht vorhanden.
    Wissen kann ich zwar weitestgehend abrufen, jedoch könnte ich z.B. nicht sagen, wie es mir geht.
    Weder gut noch schlecht..........ich weiß nichtmal ob es mir jemals gut ging, auch wenn ich selbst kaum glauben kann, dass das so ist.
    Ich hab keine Ziele für meine Zukunft........außer das ich will das meine Kinder wieder bei mir sind, aber ich hab keine Ahnung wie ich wieder so stabil werden kann, das ich nicht direkt von den kleinsten Kleinigkeiten genervt bin.

    Diesen Zustand wo alles wie im Nebel ist mag ich eigentlich auch nicht..........aber im Vergleich zu den anderen beiden, ist das eben das kleinere Übel.

    Achja.......in diesem Zustand schaff ich es sehr gut nach Außen so zu tun, als würde es mir gut gehen. Das mach ich eigentlich schon automatisch, denn diese Rolle spiel ich schon seit ich mich erinnern kann........(dazu wurde ich auch erzogen)
    Niemand würde denken, das es mir schlecht geht.
    Und selbst wenn ich es dann mal ausspreche, was selten genug vorkommt, dann glaubt man mir net, oder hält es net für so schlimm.




    Aktuell ist halt im Moment auch noch, das meine Wohnung ziemlich furchtbar aussieht.
    Ich selbst bekomm es net hin was zu machen, denn wenn ich das ganze Chaos sehe, klink ich mich sofort wieder aus.
    Mir ist es aber auch viel zu peinlich hier irgendwen rein zu lassen, der mich unterstüzten könnte.
    War diese Woche bei der AWO und hab Hilfe übers pers. Budget beantragt, aber wenn ich die net reinlasse, können die mir am Ende auch net helfen.

    Dann, das mit den Kindern.

    Und die Tatsache, das halt insb. das Jugendamt totalen Druck auf mich ausübt, weil ich ja jetzt Unterhaltspflichtig bin.


    Ich bin jetzt seit 1 Woche entlassen, und hab weder die Koffer ausgepackt, noch Wäsche gewaschen, geschweige denn irgendwas im Haushalt gemacht, außer bischen einkaufen, und mir ab und an etwas zu essen zu machen.
    Termine außer Haus nehm ich hingegen pünktlich war.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Warum Borderline?? Ich finde da passt bei mir das wenigste

    Bei dem, was du schreibst, sehe ich drei unterschiedliche Problembereiche:

    - Der Alltag

    - Das Zwischenmenschliche, was sich bei dir in den Schwierigkeiten, die du mit deinen Kindern hast, ausdrückt. Da denke ich, dass da unterschiedliche Ursachen dahinter stecken könnten. Zum einen könnte es so sein, dass du mit deinem Alltag so überfordert bist, dass es nicht viel braucht, um dich um Explodieren zu bringen. Es könnte aber auch so sein, dass du generell Schwierigkeiten mit Beziehungen bzw. mit anderen Menschen hast. Da könnte es so sein, dass du gar keine andere Möglichkeit kennst, deinen Ärger auszudrücken oder mit Ungeduld umzugehen als in die Luft zu gehen.

    - Deine Dissoziationen

    Ich gehe mal ein bisschen mehr auf deinen Alltag ein:

    Da hast du schon sehr viel erreicht!
    Das Insolvernzverfahren läuft.

    Du hast dafür gesorgt, dass deine Kinder gut versorgt werden. Du hast erkannt, dass du momentan nicht in der Lage bist, für deine Kinder da zu sein. Dir mag das momentan vielleicht als Versagen vorkommen, ich halte es für eine sehr große Leistung, die du da vollbracht hast. Das war eine reife, verantwortungsvolle und sehr erwachsene Entscheidung, bei der du das Wohl deiner Kinder an die erste Stelle gesetzt hast.
    Du hast deine eigenen Grenzen erkannt und das auch nach außen hin so kommuniziert.
    Ich wünschte, meine Mutter hätte das damals auch so gemacht. Sie hat ihre Überforderung stattdessen an uns Kindern ausgelassen. Und das war nicht schön.

    Außerdem warst du in der Klinik und hast dich darum gekümmert, dass es dir beser geht. Du hast dich hier angemeldet und suchst dir Hilfe. Nicht viele Menschen können zugeben, dass sie alleine nicht mehr klarkommen und Hilfe brauchen. Und noch weniger Menschen können diese Hilfe dann auch annehmen.

    Du warst bei der AWO. Auch das ist ein sehr großer Schritt und ist dir sicher nicht leicht gefallen.

    Für die Bewältigung deines Alltags und deiner Wohnung gäbe es noch die Möglichkeit, dass du einen Betreuer bekommst, der dich dabei unterstützt. Hier im Forum machen das einige. Ich kann dir leider nicht genau sagen, wie das abläuft und an wen du dich wenden musst, aber über die Suchfunktion hier müsstest du die entsprechenden Threads finden.

    Mir ist es sehr schwer gefallen, anderen Menschen mein Chaos zu zeigen. Bei mir war es seine Freundin, die mir bei meinem Chaos im Büro geholfen hat. Es war so schwer sie zu fragen, und dann war es sehr schwer sie dann auch tatsächlich in mein Büro zu lassen.
    Aber ich habe es nie bereut, dass ich mich dazu überwunden habe.
    Vielleicht hilft es dir, wenn du dir ein Foto deiner beiden Kinder nimmst und dir das anschaust, wenn du einen Rückzieher machen willst. Du tust das für deine Kinder. Damit ihr wieder zusammen leben könnt. Und da musst du über deinen Schatten springen, auch wenn es dir schwer fällt.

    Vielleicht hilft es dir, wenn du dir bevor deine Kinder zu dir kommen, überlegst, wo denn die Probleme liegen. Du hast ja schon geschrieben, dass es dich überfordert, wenn sie was zu essen wollen. Da könntest du dir im Vorfeld einen Plan machen, wo du genau drauf schreibst, was du den Kindern zu essen gibst. Mittagessen könntest du soweit möglich schon vorbereiten. Oder du machst was Schnelles, Pommes mit Würstchen oder so. Die Sachen fürs Frühstück, das Mittagessen und das Abendessen und die Zwischenmahlzeiten könntest du in separate Boxen packen, die du dann nur noch aufmachen musst, wenn die Kleinen Hunger haben. Du kannst da Tassen und Teller und das Ganze schon reinpacken und noch einen Zettel, wo drauf steht, was im Kühlschrank ist. Und die Kinder können dir dann helfen, den Tisch zu decken.

    Das schreibst du dann alles auf einen großen Zettel, den du dir an die Wand hängst. Wenn die Kinder dir dann zuviel werden, gehst du erstmal zum Zettel, atmest tief durch und schaust, was du vorher geplant hast für diese Situation. Dadurch musst du dann im Stress darüber nicht erst nachdenken. Du musst nur dem Plan folgen.
    In den Plan könntest du dir auch schreiben, was du mit den Kindern machen möchtest. Auf den Spielplatz gehen, oder ein Spiel spielen, was malen, was vorlesen etc. Vielleicht magst du auf den Plan kleine Bildchen kleben oder malen, dann können deine Kindern den Plan auch "lesen" und ihr könnt so gemeinsam entscheiden, was ihr macht.
    Je mehr du vorher planst und dir schon zurecht legst, desto leichter wird es, wenn deine Kinder da sind.
    Ihr könntet da auch ein Spiel daraus machen und jedesmal, wenn ihr eine solche Situation ohne halbwegs problemlos über die Bühne gebracht habt, dann gibt es eine Belohnung. Irgendwas, was ihr alle gern macht.

    Könntest du dir bei der Wohnung vorstellen, jeden Tag eine Sache zu machen? Also z.B. an einem Tag Wäsche waschen? Am nächsten Tag einkaufen. Schreib dir das am Abend vorher schon auf und spiele das Ganze im Kopf durch, dann fällt es dir am nächsten Tag leichter das tatsächlich auch zu machen.

    Zu den Dissoziationen:

    Ja, das verstehe ich sehr gut, was du geschrieben hast. Vielen hier geht es ähnlich. Mir auch. Es gibt hier irgendwo einen sehr langen Thread zu dem Thema.

    Die Psychologen gehen davon aus, dass sich bei einer Dissoziation verschiedene Anteile spalten. Es gibt zwei Grundkategorieren. Zum einen sind das emotionale Anteile und zum anderen sind das die "anscheinend normalen" Anteile. Beide hast du sehr schön beschrieben. Quasi lehrbuchhaft.
    Du hast gelernt zu funktionieren und dir nichts anmerken zu lassen. Das ist dein anscheinend normaler Anteil. Wenn du auf andere Menschen triffst, dann bist du wahrscheinlich in diesem Modus und keiner merkt, dass es dir eigentlich sehr schlecht geht.
    Die heftigen Gefühle und Schmerzen, die du beschreibst, sind die emotionalen Anteile. Das ist das, was du jahrelang unterdrücken musstest.

    Du bist damit nicht alleine. Viele hier erleben das so, leider.

    Du hast hier ja schon sehr schön aufgeschrieben, wie es dir geht. Könntest du dir vorstellen, das einem Arzt oder Psychotherapeuten zu zeigen? Dann würde man lesen können, dass es dir nicht gut geht und du müsstest das nicht aussprechen und wieder Gefahr laufen, dass du in den normalen Modus fällst. Ein Forenmitglied hier hat seinem Arzt einen solchen Brief schon vor dem Arztbesuch gemailt oder gefaxt.
    Wie gesagt, ich bin nur Laie, aber ich denke, deine Dissoziationen gehören in fachkundige Hände. Es gibt spezielle Traumatherapien.

    Hast du schonmal mit Jemandem über deine Dissoziationen gesprochen?

    Wie wirst du nach deinem Klinikaufenthalt weiter behandelt?

    Nach allem, was du hier geschrieben hast, denke ich, dass du große Probleme in verschiedenen Bereichen hast. Was ich bewundernswert finde, ist wie du damit umgehst. Dass du nicht aufgibst und dir Hilfe gesucht hast. Dass du über deinen Schatten gesprungen bist. Gerade angesichts deiner Schwierigkeiten und Probleme, die du hast, ist das eine sehr große Leistung!
    Und daher denke ich, dass du trotz deiner vielen Probleme, dein Leben wieder in den Griff bekommen kannst.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 140

    AW: Warum Borderline?? Ich finde da passt bei mir das wenigste

    Erstmal danke ich dir, das du dir soviel Zeit für mich nimmst :-)


    Du hast recht, ich hab schon viel erreicht, und bin schon immer Kämpfer gewesen.
    Es kann mir noch so schlecht gehen, ich schaff es immer wieder andere aufzubauen oder zum lachen zu bringen.......oftmals auch mich selbst, was allerdings auch nichts an der Grundproblematik ändert.

    Wegen dem Betreuer:

    Hier in RLP gibts das "Persönliche Budget".
    Dieses Programm ist für Menschen mit einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung und bietet Leistungen zur
    - med. Rehabilitation
    - Teilhabe am Arbeitsleben
    - Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft
    - Hilfe zur Pflege

    Man muß einen Antrag bei der entsprechenden Stelle einreichen, und dann wird festgestellt in welchen Bereichen Bedarf besteht (Gespräche, Wiedereingliederung, Begleitung auf Ämtern, Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen, Haushaltsführung, Integration in Vereinen etc.)
    Also mir könnte damit auch im Haushalt geholfen werden.
    Den Antrag hab ich diese Woche gestellt. Nun muß ich warten bis mir ein Forular zugeschickt wird, was ich ausfüllen und zurückschicken muß.
    Dann werde ich einen Termin mit der Sachbearbeiterin haben, wo der tatsächliche Bedarf festgestellt wird, und wenn dann die Kostenübernahme da ist, bekomm ich auch wirklich Hilfe.

    Das ganz hat 2 Probleme:

    1. meine Ungeduld, denn bis die Kostenübernahme da ist, kann dauern. Nen Zeitraum wollte man mir net sagen.
    2. ich muß dann erstmal die Person in die Wohnung lassen, die den Bedarf feststellen muß, und später dann nochmal damit ich geholfen bekomme.

    Im Moment ist das unvorstellbar für mich, trotzdem hab ich den Antrag gestellt.
    Vllt mach ichs ja, wenn das wirklich real ist.
    Außerdem wäre so ne Ankündigung ja ein gewisser Druck, doch wirklich schonmal bischen was zu machen (hab übrigens heut Nachmittag mal WC und Bad aufgeräumt und sauber gemacht, nur noch net gewischt, meine beiden kleinsten Räume, aber wenigstens mal ein Anfang).


    Wegen den Kids:
    Deine Vorschläge sind gut, und ich werde die das nächste mal gleich ausprobieren.
    Aber wenn ich ehrlich bin, zweifel ich daran, das es funktionieren wird.
    Denn es geht darum, das es mir zuviel ist, wenn irgendjemand was von mir will.
    Allein zuhören ist mir zuviel
    Und das halte ich selbst net für normal.

    DAS
    Es könnte aber auch so sein, dass du generell Schwierigkeiten mit Beziehungen bzw. mit anderen Menschen hast. Da könnte es so sein, dass du gar keine andere Möglichkeit kennst, deinen Ärger auszudrücken oder mit Ungeduld umzugehen als in die Luft zu gehen.
    trifft übrigens nicht zu. Jedenfalls nicht in Bezug auf meine Kinder.
    Ich war immer sehr geduldig, hab von vielen gehört, das ich immer "die Ruhe weg" hätte.
    Leider sind diese Zeiten vorbei, und ich muß irgendwie lernen das anders hinzubekommen.
    Da gibts ja immernoch die Theorie, das ich nen Burnout hab.........was auch sein könnte.
    Denn früher haben mir paar Minuten Auszeit gereicht, und dann war ich wieder fit.
    Heute bin ich körperlich für Stunden total fertig, wenn ich nur ne Runde Staubsauge.
    Und die Kinder hab ich jetzt schon 3 Wochen net gesehen, und ich weiß, spätestens nach ner halben Stunde bin ich wieder voll am Limit.





    Du hast gelernt zu funktionieren und dir nichts anmerken zu lassen. Das ist dein anscheinend normaler Anteil. Wenn du auf andere Menschen triffst, dann bist du wahrscheinlich in diesem Modus und keiner merkt, dass es dir eigentlich sehr schlecht geht.
    Ob das wirklich der "normale" Anteil ist, weiß ich nicht.
    Denn in diesem Zustand fehlen mir soviele Erinnerungen.
    Mein Kurzzeitgedächtnis funktioniert net, und ich empfinde das mehr wie so nen Dämmerzustand.
    Ich finds jedenfalls auch net angenehm.
    Aber ich seh momentan keine Alternative.

    Während dem Klinikaufenthalt hab ich das alles übrigens meiner Psychologin gesagt, die daraufhin die BL Diagnose gestellt hat.
    Sie empfielt mir DBT, weil ich gewisse Dinge als Kind net gelernt hätte - stimmt, könnte aber auch ADHS-bedingt sein.

    Dort hab ich halt immer wieder zu hören bekommen, warum ich denn diese 3 Zustände net einfach verlasse.
    Sorry, das hab ich net verstanden.
    Sie fragten mich, was ich denn davon hätte, wenn ich daran festhalte.

    Damit konnte und kann ich nix anfangen.
    Hört sich für mich so an, als würden die denken ich würde diese Zustände absichtlich wollen/aufrecht erhalten und mich gegen was besseres sperren.
    Aber ich weiß halt net wie oder was ich anders machen könnte, um das hinter mir zu lassen.


    Letztlich bin ich halt entlassen worden, weil die selbst gemeint haben, das sie mir dort nicht helfen können.


    Achja, Briefe hab ich vorher schon an meinen beh. Psychiater geschrieben, und auch an die Psychologin in der Klinik.
    Allerdings gings da um die Traumata.
    Reden fällt mir halt generell schwer. Da komm ich halt sehr leicht in diesen emotionalen Zuständ.
    Schreiben fällt mir viel leichter.





    Tja, die Weiterbehandlung jetzt nach der Klinik ist eigentlich nicht vorhanden.
    Ich geh weiterhin zu meinem Psychiater, wo ich wegen dem ADHS behandelt werde.
    Ich hab nen Termin für ein Vorgespräch für nen stat. Aufenthalt in ner Traumaklinik. Allerdings werd ich da mind. 12 Monate Wartezeit haben.
    Dann noch nen Termin für ein Vorgespräch in ner TK, wo DBT angeboten wird.
    Der Termin für das Vorgespräch ist aber erst Ende August, und ab dann nochmal 4-6 Monate Wartezeit.
    Und noch einen für DBT aber stationär in der Ambulanz wo mein ADHS-Arzt ist.
    Aber auch lange Wartezeit.

    Nen ambulaten Therapeut hab ich net gefunden.


    Ich hatte im Feb. schon nen Rehaantrag gestellt.
    Der wurde von der Rehakasse an die Krankenkasse weitergeleitet, und die haben den abgelehnt.
    Ende April hab ich dagegen widersprochen, aber noch nix von denen gehört.

    Mein Arzt und ich haben halt gehofft, das ich dadurch ohne Wartezeiten von über 1 Jahr in ne Fachklinik kommen kann.
    Hab die Hoffnung ja noch net aufgegeben.
    Obwohl ich weiß, das auch durch nen weiteren Klinikaufenthalt net alles gut wird.
    Aber vllt würd ich dann zumindest ein bischen stabiler und etwas belastbarer.



    Danke für deine aufmunternden Worte.

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Warum Borderline?? Ich finde da passt bei mir das wenigste

    Denn es geht darum, das es mir zuviel ist, wenn irgendjemand was von mir will.
    Allein zuhören ist mir zuviel
    Und das halte ich selbst net für normal.
    Ne, das ist auch nicht normal.
    Und es kann gut sein, dass du auch in einem "perfekten Haushalt" so reagieren würdest.

    Wissen deine Kinder, was mit dir los ist?

    Ob das wirklich der "normale" Anteil ist, weiß ich nicht.
    Denn in diesem Zustand fehlen mir soviele Erinnerungen.
    Mein Kurzzeitgedächtnis funktioniert net, und ich empfinde das mehr wie so nen Dämmerzustand.
    Ich finds jedenfalls auch net angenehm.
    Aber ich seh momentan keine Alternative.
    Ne, normal ist das sicher nicht. Aber nach außen hin wirkt das normal. Daher ist das auch nur "anscheindend normal". Oder habe ich das bei dir falsch verstanden? Ist das der Zustand, in dem du deine Dinge erledigst?
    Ich bin in dem Zustand irgendwie taub und habe kaum Gefühle.

    trifft übrigens nicht zu. Jedenfalls nicht in Bezug auf meine Kinder.
    Ich war immer sehr geduldig, hab von vielen gehört, das ich immer "die Ruhe weg" hätte.
    Leider sind diese Zeiten vorbei, und ich muß irgendwie lernen das anders hinzubekommen.
    Da gibts ja immernoch die Theorie, das ich nen Burnout hab.........was auch sein könnte.
    Denn früher haben mir paar Minuten Auszeit gereicht, und dann war ich wieder fit.
    Heute bin ich körperlich für Stunden total fertig, wenn ich nur ne Runde Staubsauge.
    Und die Kinder hab ich jetzt schon 3 Wochen net gesehen, und ich weiß, spätestens nach ner halben Stunde bin ich wieder voll am Limit.
    Sorry, da musste ich jetzt echt lachen. Das hatte ich mir fast schon gedacht.
    Genau das ist der Punkt, den manche Ärzte und Therapeuten nicht verstehen. Und so könnte auch deine Borderline-Diagnose zustande gekommen sein. "Probleme" im Zwischenmenschlichen Bereich sind ja da, aber bei dir liegen dann die Ursachen einfach woanders. Du bist überfordert und erschöpft und reagierst daher so.

    Mir wurde auch Borderline diagnostiziert. Bei der Therapeutin sollte ich einmal eine Situation schildern, bei der ich in die Luft gegangen bin. Ich hatte ein Beispiel aus der Arbeit gewählt, wo eine Kollegin eine Aufgabe nicht nach Absprache erledigt hat. Mir war an dem Tag alles zuviel, in meinem Büro war ein heilloses Chaos, ich hatte keine Ahnung, wo meine ganzen Unterlagen sind, ich kam von einem Außentermin und wusste, der nächste Kunde steht gleich auf der Matte und ich dreh total am Rad, weil ich einfach nur überfordert bin und fix und fertig. Darauf hin habe ich dann die Kollegin angeschrien.
    Die Therapeutin hat mir daraufhin ein Soziales Kompetenztraining empfohlen, weil sie meinte, ich könne mich im Alltag einfach nicht durchsetzen und würde daher rumschreien, damit ich gehört werde.
    Lustigerweise bekomme ich von Kollegen, Vorgesetzten, Freunden und Bekannten immer wieder gesagt, dass ich eine hohe soziale Kompetenz habe.

    Seit mein Leben stressfreier ist, bin ich auch nicht mehr ausgerastet. Ganz ohne soziales Kompetenztraining.


    Während dem Klinikaufenthalt hab ich das alles übrigens meiner Psychologin gesagt, die daraufhin die BL Diagnose gestellt hat.
    Sie empfielt mir DBT, weil ich gewisse Dinge als Kind net gelernt hätte - stimmt, könnte aber auch ADHS-bedingt sein.
    Hm, ich denke nicht, dass das, was du beschreibst, auf Borderline passt. Klar, nach außen hin sind die Symptome schon da, aber ich denke, dass die Ursache bei dir einfach im Trauma und den damit verbundenen Dissoziationen liegt. Ob da noch ADHS dazukommt, kann ich so nicht sagen, würde aber dazu passen.
    Mit DBT kenne ich mich nicht so aus. Wenn du die Möglichkeit hast, dann probiere es einfach mal aus und schau, ob du was für dich daraus mitnehmen kannst.

    Vielleicht findest du im Dissoziations-Thread was, das dir hilft. Mir hat es zumindest geholfen, dass dort Leute sind, die ähnliches erleben wie ich.

    Dort hab ich halt immer wieder zu hören bekommen, warum ich denn diese 3 Zustände net einfach verlasse.
    Sorry, das hab ich net verstanden.
    Sie fragten mich, was ich denn davon hätte, wenn ich daran festhalte.

    Damit konnte und kann ich nix anfangen.
    Hört sich für mich so an, als würden die denken ich würde diese Zustände absichtlich wollen/aufrecht erhalten und mich gegen was besseres sperren.
    Aber ich weiß halt net wie oder was ich anders machen könnte, um das hinter mir zu lassen.
    Ich kann damit auch nichts anfangen. Man kann lernen, die Dissos in den Griff zu bekommen. Aber so ganz ohne Therapie oder andere Anleitung geht das nicht. Naja, manche nutzen diverse selbstverletzende Verhaltensweisen, um aus einer Disso rauszukommen. Aber das ist echt nicht erstrebenswert. Und das hilft auch nicht in allen Fällen.

    Sinnvoller ist es, das Trauma zu bearbeiten, damit die Dissos gar nicht erst hochkommen und damit du nicht mehr in diese 3 Zustände zersplittert bist. Sondern eben immer eins.

    Traumata und Dissoziationen sind bei Psychiatern und Therapeuten noch nicht so bekannt. Viele können (und wollen) sich das einfach nicht vorstellen. Dissoziationen sind was Schreckliches, sie sind aber noch nicht als psychische Störung anerkannt. Ärzte können das also offziell gar nicht diagnostizieren. Nur im Zusammenhang mit Borderline oder PTBS geht das.
    Traumatherapien gibt es auch noch nicht so viele.

    Gegen ADHS wirst du also noch behandelt und Medikamente dagegen bekommst du auch?

    Das ist ja echt Mist, dass die Wartezeiten so lang sind.


    1. meine Ungeduld, denn bis die Kostenübernahme da ist, kann dauern. Nen Zeitraum wollte man mir net sagen.
    2. ich muß dann erstmal die Person in die Wohnung lassen, die den Bedarf feststellen muß, und später dann nochmal damit ich geholfen bekomme.
    Ja, die Ungeduld. Das kenne ich. Naja, hilft alles nix, da musst du durch.
    Auch beim Jemand in die Wohnung lassen.

    Ich finds toll, dass du das alles schon angeleiert hast. Du bist da echt auf einem guten Weg.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 140

    AW: Warum Borderline?? Ich finde da passt bei mir das wenigste

    Meine Kinder wissen net was mit mir los ist.

    Denn im Grunde weiß ich es ja selbst net.
    Die wissen das es mir net gut geht, und das sie deswegen jetzt bei ihrem Vater wohnen und das ich deswegen in der Klinik war.
    Aber für die ist es halt so, das wenn ich entlassen bin, mir es auch wieder gut geht.
    Ich kann halt selbst net wirklich erklären was mit mir los ist.

    Und Kindern etwas zu erklären, was man nicht sehen kann, finde ich doppelt schwer.
    Außerdem, sobald die Fragen stellen, bin ich schon wieder so in der Emotionalität gefangen, das ich nur noch am heulen bin, und garnix mehr geht.


    Denn Dissoziationsthread verfolge ich übrigens schon seit vor meinem Klinikaufenthalt.
    Allerdings bin ich seitdem noch net bis zum Ende gekommen.
    Hab ja aber die nächsten Tage noch bischen Zeit dafür.

    Mal noch bin ich krank geschrieben.
    Und dann läuft mein Arbeitsvertrag aus, und ich muß erstmal wieder auf Jobsuche gehen, und der ARGE klar machen, das ich zwar arbeiten will, weil es mir überhaupt net gut tut den ganzen Tag zuhause zu sitzen, aber das ich net voll arbeiten kann.
    Mal sehen wie das funktioniert.



    Das was ich mich halt wirklich frage ist, wie ich es hinbekomme, eine Therapie zu finden (und einen Platz, ob nun erstmal stationär, oder ambulant ist mir eigentlich egal), wo ich 1. net 2 Jahre Wartezeit hab, und 2. die mir dann auch hilft.
    Ich hab leider selbst keinen Plan was ich brauchen würde.
    Aber ich erkenne recht schnell, wenn etwas falsch ist bzw. mir net gut tut.



    Achja, bzgl. ADHS werde ich medikamentös behandelt und habe alle 4-6 Wochen nen Gesprächstermin.
    Es ist noch angedacht, das ich an einer psychoedukativen Gruppe teilnehme, doch das ist bisher entweder an fehlenden Möglichkeiten die Kinder unterzubringen gescheitert, bzw. zuletzt an meinen Arbeitszeiten.
    Nach dieser Gruppe soll es dann ein Coaching geben.
    Zusätzlich bin ich ja in der Selbsthilfe tätig, auch wenn ich das in den letzten Wochen deutlich reduziert hab.

    ADHS macht mir zwar auch im Alltag Probleme, aber es ist eben lange net mein Hauptproblem.
    Aber als die mir Anfangs in der Klinik das Medikinet abgesetzt hatten, war alles noch schlimmer, von daher bin ich schon froh, das ich jetzt wenigstens wieder diese medikamentöse Unterstützung hab.



    Außerdem bin ich froh, das du heut mit mir geschrieben hast.
    Hat mir irgendwie gut getan.

  9. #9
    Allanon

    Gast

    AW: Warum Borderline?? Ich finde da passt bei mir das wenigste

    @Tanisha

    Mensch du, lass Dich erstmal druecken ! :-*

    Ich habe dein Beitrag mit Interesse gelesen, weil der Threadtitel mich angesprochen hat.

    Mensch. Ich kann Dich irgendwie gut nachempfinden.
    So wie du das schilderst, klingt nun wirklich wohl konstruriert !

    Tja, ich bin vor ca. 1.5 Jahren einmal beim Psychiater gewesen, da ich ein Rat wollte was ich wegen Nervenzusammenbrueche haben koennte.
    Daraufhin hat er mir ein Antidepressivum verschrieben, welches ich nicht genommen habe, da ich mich auch nicht depressiv gefuehlt habe, sondern nur total ueberfordert und erschoepf (meine Kinder damals 1 und 2 ! KEINE Verwandte, Privatbabysitter konnte ich mir auch nicht leisten da auch ich Schulden habe etc...^^)

    Ich mache mir oefters gedanken, ob ich Borderline haben koennte, was ich aber nicht glaube, da es eigentlich nur eine Sache bei mir gibt, was zu BL gehoert: und zwar die impulsivitaet (bin sehr sehr impulsiv, aber auch nur wenn ich unter stress stehe !) und dass ich bei Kraenkungen total empfindlich bin und die Emotionale Nachklang sehr lange ist.

    Irgendwie habe ich die Angst, dass auch irgendwas reinkonstruriert wird und ich nicht die richtige Hilfe bekomme.
    Selbige gilt auch fuer depressionen !
    Irgendwie verstehe ich nicht, dass Burnout als depression erklaert wird.

    Ich hoffe, dass du dann ne guten therapeuten findest......und ja, diese wartezeit ist aetzend....ich bin auch noch am warten und ganz am anfang ;-)

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 140

    AW: Warum Borderline?? Ich finde da passt bei mir das wenigste

    @ Allanon

    Nunja, Burnout wird auch als Erschöpfungsdepression beschrieben, von daher kann ich mir schon vorstellen, das auch irgendeine Art von Depression vorliegt, und deswegen war ich z.B. auch einverstanden AD´s zu nehmen.
    Nehm ich jetzt ja immernoch, wobei ich hauptsächlich von der schlaffördenden Wirkung profitiere.

    Gleichzeitig wurde mir aber auch eine mittelgradige Depressive Episode bescheinigt.
    Aber ich bin halt net permanent, oder größtenteils schlecht drauf oder so.

    Das ist nur, wenn ich in einer dieser Phasen feststecke, und das ist auch meist releativ kurz.

    Deswegen glaub ich, das auch diese Diagnose bei mir net zutrifft.


    Ein AD könnte dir aber evtl. helfen, das deine Stimmung stabiler wird.
    Also vllt hättest du ja doch nen Vorteil, wenn dus nimmst.


    Aber nochmal generell zum Burnout.
    Da gilt es zu differenzieren.

    Eine Depression, kann der Auslöser für das Gefühl einer tiefen Erschöpfung sein.
    Aber ein Burnout kann auch zu einer Depression führen.

    Aber man muß eben gucken, was der Auslöser ist
    Beim Burnout wird oftmals eine Auszeit verordnet, die beim Burnout auch völlig in Ordnung ist.
    Wenn jedoch eine Depression der Auslöser ist, dann würde das zu einer Verschlechterung der Symptome führen.

    In den meisten Fällen ist es halt so, das eine Stressveringerung nicht die erhoffte Besserung bringt.
    Und dann bleibt eben die Depression übrig.


    Aber, bei ADHSlern, ASlern und Menschen die halt nur sehr schwer in der Lage sind, Grenzen zu erkennen und auch durchzusetzen, muß es früher oder später zu solch einer Symptomatik kommen.
    Und ich denke, in unserem Fall ist es eben wichtig, das man daran arbeitet zu erkennen wo die eigenen Grenzen sind.
    Denn wenn ich ehrlich bin.........ich erkenn das immer erst, wenn die schon weeeeeeit überschritten sind.
    Ob nun durch andere, aber oft genug auch durch mich selbst.
    Oder den Anforderungen die man selbst an sich stellt, und die oft viel zu hoch angesetzt sind.



    Mein Rat:
    Wenn du willst, das sich was zum positiven verändert, dann geh wieder zu einem Arzt.
    Du brauchst Hilfe.
    Auch wenn manchmal sehr schwer fällt vor allem sich selbst einzugestehen, das man es net allein schafft.
    Aber es führt ja irgendwann auch kein Weg mehr dran vorbei.


    Ich wünsch dir beim warten jedenfalls viel Geduld, und das du die Hoffnung net aufgibst

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