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Diskutiere im Thema Fühl mich ausgelaugt im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Fühl mich ausgelaugt

    Smile, Direktverkauf im eigentlichen Sinne nicht. Aber es ist gut vergleichbar. Mehr sag ich nicht dazu. Sorry..

  2. #12
    Allanon

    Gast

    AW: Fühl mich ausgelaugt

    @schnubbel

    Schnubbel schreibt:

    Weißt Du woran es bei Dir liegt?

    Hi Schnubbel,

    bei mir liegt es daran, dass ich mir KEINE Freiraeume schaffen kann, weil

    1. ich Dinge NICHT nebenher oder gleichzeitg machen kann - es geht bei mir nur alles nacheinander, sonder wird es nix.
    In Situationen,wo mehrere Dinge gleichzeitig auf mich zukommen, bin ich total ueberfordert (blackout bis wutanfaelle).

    2. kann nichts organisieren.


    Ich hoffe, dass es mit medikinet besser wird.

    Habe heute bei der klinik angerufen und gesagt, dass ich heute den wutanfall wieder hatte und es nicht lange so weitergehen kann.

    Sie hatte mir dann den fruehstmoeglichen termin zum abschlussgespraech gegeben am 15. august, ab dann weiss ich ob ich wirklich ADHS habe und bekomme dann auch die demis sofort. Und zwar auch medikinet ^^

  3. #13
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Fühl mich ausgelaugt

    upps... sorry, wenn es zu persönlich war. (wollte ich nicht )

    habe hier was... Work-Life-Balance

    lg

  4. #14
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Fühl mich ausgelaugt

    Oh Allanon, das klingt heftig. Noch so lang warten. Schaffst Du das? Ich kann mir auch keine Freiräume schaffen und manchmal bzw. grad öfters bekomm ich mit Medikinet auch die Krise..

    Begibst Du Dich begleitend dann auch in ne Therapie???

    LG Schnubb

    @Smile schon gut. Nicht schlimm..

  5. #15
    Allanon

    Gast

    AW: Fühl mich ausgelaugt

    @schnubbel

    Hm, heute habe ich von der klinik ne adresse bekommen, wo ich anrufen soll wenns brennt. So ne krisenstelle, was aber nichts mit ADHS zu tun hat.
    Ja wegen Therapie: ich habe keine ahnung wie ich vorgehen soll, habe ja noch nicht mal die Diagnose (aber laut "Selbststudie") erscheint es mir ziemlich eindeutig...
    Ich brauche ne Therapie, da ich nicht mehr ausrasten will und ich dringend hilfe brauche in sachen Organisation.

  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Fühl mich ausgelaugt

    Schnubbel schreibt:
    Keine Ahnung, was das wird. Ich befürchte, dass es auf nen Burnout zu geht. Ich kann keine Ruhe genießen, kann nicht entspannen. Fühl mich innerlich so brutal getrieben.. aber trotzdem müde und kaputt.

    Meine Therapeutin sagt, ich solle mir Freiräume schaffen, was schwierig ist. Ich hab ihr das erklärt und das sieht sie grad genauso. Zumindest in den nächsten 4 Wochen wird nichts mit Entspannung.
    Was man noch machen kann, weiß ich nicht. Krank schreiben lassen. Aber was ist danach? 2 Wochen krank und wieder spring ich ins Hamsterrad rein. Keine Ahnung..
    Ich weiß, dass ich mir keinen Druck machen soll. Meine Therapeutin meinte auch, warum ich an mich so hohe Ansprüche setze. Warum alles mindestens gut sein muss. Weil einfach der Leistungsdruck von oben besteht. Und weniger als gut reicht nicht. Frei nehmen, Kopf abschalten, weg fahren geht nicht.
    Ich arbeite im Vetrieb, Außendienst.
    Ich habe auch einen gewissen Verkaufsdruck und Leistungsdruck.
    Und ich hatte zeitweise das Gefühl, darunter zu zerbrechen.
    Ich dachte, mich zerreißt es zwischen den Ansprüchen und Forderungen der Kunden, den Ansprüchen, die unsere Produktpartner haben, den Ansprüchen, die mein Mutterunternehmen an mich hat und den Ansprüchen meiner Familie.
    Es ging weder vor noch zurück. Es war zuviel und ich war fix und fertig.

    In einer Schulung habe ich dann eher zufällig ein Problem, das ich mit einem Kunden habe, angesprochen. Mit Kollegen und dem Schulungsleiter habe ich sehr lange darüber gesprochen. Der Schulungsleiter meinte, dass es im Leben weniger wichtig ist, was man macht, sondern dass das Wichtige das ist, was man nicht macht. Wo man Grenzen setzt, wo man NEIN sagt.

    Der einzige Freiraum, den man sich schaffen muss, ist es, sich selber zu zu gestehen, NEIN sagen zu dürfen.

    Ich habe das getan. Ich habe meinen Kundenstamm halbiert, habe ungeliebten und problematischen Kunden den Laufpass gegeben. Die haben so sehr an meinen Nerven gezerrt.
    Meine Vorgesetzten fanden das nicht gut. Die Kündigung stand lange Zeit im Raum. Das war eine schwierige Zeit. Aber ich habe mich besser gefühlt, als vorher. Vorher habe ich mich wie eine Marionette gefühlt, jetzt habe ich selber bestimmt, was ich mache.

    Zuerst dachte ich, dass ich weniger Umsatz machen würde, weil ich generell weniger gearbeitet habe.
    Das Gegenteil war der Fall.
    Ja, das hört sich erstmal komisch an.
    Aber dadurch, dass ich meine Grenzen gesetzt habe und mir selber Erholung und Freizeit zugestanden habe, konnten sich meine Akkus aufladen.
    Ich habe zwar weniger gearbeitet, aber die Zeit, in der ich gearbeitet habe, habe ich 100% gearbeitet. Ich war voll da und habe mich nicht mehr ausgelaugt und fix und fertig gefühlt.

    Wenn ich mich selber nicht geändert hätte, hätte sich nichts geändert.
    Da hilft kein Urlaub, da hilft keine Psychotherapie, da hilft kein neuer Job, da helfen keine Medikamente, da hilft keine Kur, da hilft nichts außer das Umdenken und der Mut dieses Umdenken umzusetzen.

    Es kann gut sein, dass deine Lebensumstände gerade schwierig sind.
    Aber bei dem, was du schreibst, sehe ich das Hamsterrad in deinem Kopf.
    Du weißt, was du machen solltest. Und doch machst du es nicht.
    Weil du denkst, du dürftest das nicht machen.
    Weil du deine eigenen Bedürfnisse hinten an stellst.
    Das hat erstmal nichts mit den Anderen zu tun.

    Sich Freiräume zu schaffen, ist kein Zeitaufwand.
    Für mich ist es ein Freiraum, wenn mein Kollege zu mir kommt udn was besprechen will und ich ihm sage, dass ich zuerst die Mail fertig beantworte und dass wir dann darüber reden können.
    Ein Freiraum ist für mich, wenn ich meine Bürotür schließen und mir fünf Minuten Zeit für eine Tasse Tee nehme.
    Ein Freiraum ist, wenn ich abends das Telefon ausschalte.
    Ein Freiraum ist, wenn ich mir die Zeit für ein "richtiges" Essen am gedeckten Tisch mit Servietten und Kerzenlicht nehme.
    Ein Freiraum ist der Strauß Blumen, den ich nur für mich kaufe.

    Jeder kann sich diese Freiräume schaffen.
    Aber viele Menschen haben Angst davor, sich selber wichtiger als andere zu nehmen. Die eigenen Bedürfnisse an die erste Stelle zu setzen.
    Klar, da sind die Kinder und die Familie.
    Aber wie bist du für deine Kinder da, wenn du irgendwann fix und fertig um Krankenhaus bist, weil du überhaupt nicht mehr kannst?
    Bist du es nicht dir und auch deinen Kindern schuldig, dass du besser auf dich aufpasst und deine eigenen Grenzen spürst und akzeptierst?
    Welches Vorbild möchtest du deinen Kindern sein?
    Was sollen deine Kinder von dir lernen?

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Fühl mich ausgelaugt

    Smile schreibt:
    oh, ich glaub mich zu errinern.... direktverkauf?

    sorry.... möchte dich nicht durcheinander bringen.... ein hartes pflaster, ohne "ellbogen" raus taktik
    und sich die rosinen als erstes raus picken... eine gewisse skrupellosigkeit... geht es nicht gut.
    Das kann ich so nicht ganz bestätigen.
    Die meisten in der Verkaufsbranche arbeiten so.
    Aber meine persönliche Erfahrung ist, dass der Kunde das doch mitbekommt und viele Kunden möchten das nicht.
    Es gibt Kunden, die wollen alles billig und schnell, wie ist ihnen egal.
    Es gibt aber auch Kunden, die wollen Qualität und Vertrauen.

    Einer meiner Kunden sagte mal zu mir: "Ich vertraue Ihnen, weil ich weiß, dass Sie mich nicht nie anlügen könnten."
    Eine Kundin meinte: "Ich weiß, dass Sie mich nicht über den Tisch ziehen und dass Ihnen Ihre Kunden wichtig sind. Das merkt man."

  8. #18
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Fühl mich ausgelaugt

    Was meine Tochter von mir lernen kann? Ich hoffe viel Gutes.

    Ich weiß, dass ich mir Druck selbst auferlege.. das kommt aber daher, weil der Anspruch meines Arbeitgebers an mich so hoch ist, dass dieser Druck einfach entsteht.

    Mal ein dummes Beispiel. Man verkauft jahrelang Schmuck oder Kleidung. Kennt sich bestens aus, kann optimal seine Kunden beraten. Die Kunden kommen gern zu einem, weil sie wissen, dort sind sie gut aufgehoben. Man geht gut gelaunt auf die Arbeit. Hat zwar bisl Anspannung, weil sich immer mal was ändert. Aber man kennt sich ja aus und kann Unsicherheiten mit seiner Kompetenz überspielen. So, nun aber musst Du plötzlich in den Verkauf von Mähdreschern. Vollkommen neues Terrain. Dein Chef erwartet aber, dass Du genauso gut Mähdrescher verkaufst, wie Schmuck und Kleidung, genauso kompetent beraten kannst, wie sonst.
    Was macht man? Man befasst sich mit der Materie.. man sieht, ok. das schaff ich, aber man weiß für sich selbst, es wird nicht das was man immer leistet. Das weiß man.. Also stürzt man sich immer weiter in die Arbeit, weil die Kunden nach jedem Beratungsgespräch/Kauf ein Feedback geben.

    Vielleicht ist es doof beschrieben.. keine Ahnung.. ich kann keinen anderen Vergleich bringen. Ich will Freiräume, aber momentan sind diese schwer umzusetzen. Ich unternehme noch einiges mit meiner Tochter, aber dafür gerate ich zeitlich ins Trudeln.

    Ich arbeite nicht im Verkauf, aber das Beispiel kann man genauso anwenden.. Die, die mich kennen, verstehens wahrscheinlich eher..

  9. #19
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Fühl mich ausgelaugt

    Schnubbel schreibt:
    Ich will Freiräume, aber momentan sind diese schwer umzusetzen.
    So wie du es schreibst, liest es sich so, als ob es eine feststehende Tatsache ist.
    Für mich hört es sich das so schicksalsergeben an.
    Ja, du willst, aber es geht nicht. Weil die äußeren Umstände gerade nicht passen.
    Dadurch gibst du die Verantwortung dafür ab. Du ergibst dich deinem Schicksal.
    Und du gibst die Verantwortung für dein Wohlergehen, deine Gesundheit ab. Denn die hängt damit von den äußeren Umständen und von anderen Personen ab.
    Deine Gesundheit hängt nun nicht mehr von dir ab, sondern von deiner Arbeit und deinem Chef.

    Wer ist für dich verantwortlich? Wer schaut, dass es dir gut geht?
    Du selber.
    Kein Chef, keine Arbeit, keine anderen Menschen. Nur du.
    Und wenn es dir nicht gut geht, dann kannst auch nur du das ändern. Denn nur du hast die Verantwortung für dich.

    Daher müsste das Satz oben korrekt so lauten:

    "Ich will Freiräume, aber ich kann diese momentan schwer umsetzen."

    Ich unternehme noch einiges mit meiner Tochter, aber dafür gerate ich zeitlich ins Trudeln.
    Der Satz macht mich traurig.

    Du unternimmst was mit deiner Tochter. Was Schönes.
    Dann ist die Zeit für andere Dinge knapp.
    Das ist normal.

    Aber bei dir liest es sich als ob die Zeitknappheit eine Strafe für die Unternehmung mit deiner Tochter für dich ist.
    Die stellst das in einen ursächlichen Zusammenhang.
    Für das Schöne wirst du bestraft.
    Dadurch kannst du das Schöne nicht genießen. Du zerstörst es dir selbst.

    "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen."

    Das ist einer der dämlichsten Sprüche, den die Menschheit von sich gegeben hat.

    Wer sagt denn, wann man genug gearbeitet hat, um das Vergnügen verdient zu haben?
    Wann ist die Arbeit erledigt?

    In unserer heutigen Zeit gibt es immer was zu tun.
    Die Arbeit nimmt einfach kein Ende.
    Büro, Hausarbeit, Kinderbetreuung, Einkaufen, Essenszubereitung....
    Und wenn man gerade das Gefühl hat, alles geschafft zu haben, ist der Wäschekorb schon wieder voll und man muss wieder waschen. Der Kreislauf geht von vorne los.

    Statt die Wäsche zu waschen, könnte man mit seiner Tochter Schwimmen gehen.
    Nur blöd, dass dann die Wäsche erstmal nicht gemacht wird.
    Man fühlt sich schlecht, weil man was Schönes macht.
    Denn eigentlich wäre die Wäsche dran.
    Die Zeit für das Schöne muss man sich mühsam irgendwo absparen.
    Denkt man.

    Wer sagt denn, dass es nicht genau umgedreht ist?
    Dass man zuwenig Zeit für das Schöne hat, weil man zuviel Arbeit hat?
    Dass man in der Zeit, in der man arbeitet, nichts Schönes machen kann?
    Und warum schaut man dann nicht, dass man was an der Arbeitsmasse ändert?
    Warum fängt man an, die Zeit für das Schöne zu kürzen?

    Wofür lebst du?
    Für das Schöne, deine Familie, deine Tochter, für dich oder für deine Arbeit?
    Geändert von Fliegenpilz (11.06.2012 um 15:19 Uhr)

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.600

    AW: Fühl mich ausgelaugt

    Himmel Schnubbel… um mit deinem Sinnbild zu fragen:

    Du warst bisher in einer Klamotten-Abteilung (Revier). Hmmm… ich nenn es mal die Kleidung, die giftige Chemikalien enthält. Ist das der Grund, warum man dich ins Revier der biologischen Mähdrescher bugsiert? Ich meine, um dir die Chemikalien zu ersparen und dich evtl. zu entgiften. Sind hoffentlich keine Entzugserscheinungen…



    Nur, damit mich hier niemand missversteht: Es ist ein Sinnbild und geht NICHT um SUBSTANZMISSBRAUCH!

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