Seite 1 von 2 12 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 14

Diskutiere im Thema Mein Leben, meine Sucht, Veränderung im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 292

    Beitrag Mein Leben, meine Sucht, Veränderung

    Ich habe viele Jahre probleme mit meiner ads Erkrankung gehabt Obwohl ich noch nicht einmal wusste das ich sie habe, zB in der Schule aber das werden viele von euch kennen.
    Nach einem Mal Positiv mal Negativ gefärbten (leidens)weg bin ich jetzt in Hamburg gelandet war mal im Gefängnis wegen schwarzfahrens und Ladendiebstählen und war Heroinabhängig, bekomme jetzt Polamedon.

    Ich bin an dem Punkt an dem ich alles ändern will. Aber es fällt mir schwer aus den alten Mustern und Verstecken auszubrechen, meine Freundin zu verletzen, vielleicht sogar zu verlassen und doch habe ich das Gefühl das ich es tun muss sonst lebe ich ein Leben das ich nicht leben will.

    Kennt jemand von euch diese Situation? Auch diesen Kampf mit dem eigenen Schweinehund. Ich habe im Moment auch so gut wie keine Professionelle unterstützung und bei der Polamedonsubstituion lassen sie mich auch nur hängen.

    Also wie gesagt hat jemand von euch ähnlich erfahrungen gemacht und kann mit Tipps geben wo ich am besten anfangen kann und wohnt vielleicht sogar in Hamburg und kann mir Tipps geben.

    Ich freue mich über jede antwort

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: Mein Leben, meine Sucht, Veränderung

    Hallo Tagtraum,

    leider kann ich dir hinsichtlich Sucht nicht weiterhelfen. Jedoch mit dem Ausbrechen aus Mustern, die Angst jemanden zu verletzen, den Schweinehund, das alles kenn ich nur zu gut.

    Auch das Gefühl, alles auf einmal angehen zu müssen...

    Aus Erfahrung weiß ich jedoch, dass das meist nicht so einfach ist. Besser klappt es, eines nach dem anderen anzugehen. Und hierbei ist professionelle Unterstützung durchaus angesagt. Willst du keine in Anspruch nehmen, oder bekommst du keine?

    Ich weiß, dass es in HH einige Anlaufstellen gibt, jedoch kennen sich nicht alle mit ADHS aus. Was dir jedoch weiter helfen könnte, ist der Kontakt zu dieser Selbsthilfegruppe: ADS-FREAKS Selbsthilfegruppe. Es ist eine SHG, für junge Menschen, die können dir vielleicht auch Ansprechpartner in HH nennen.

    LG
    Erika

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 1.323

    AW: Mein Leben, meine Sucht, Veränderung

    Hallo Tagtraum,

    ich komm zwar aus dem Süden der Republik, dafür habe ich Suchterfahrung. Ich konsumiere legale Drogen. Das Ausbrechen aus der Sucht ist für einen ADHS-ler sehr schwer. (Dank mangelnder Impulskontrolle )

    Ich hab mehrere Therapien hinter mir. Wichtig ist es, wenn Du Dir Hilfe holen willst, dass Du Dir welche suchst, die auch Erfahrung mit Doppeldiagnosen (Sucht/ADHS) haben. Ich habe festgestellt, dass Menschen die "nur" ein Suchtproblem haben eine andere Sprache sprechen, hab mich oft unverstanden gefühlt. Selbst durch meine Therapeutin bei der Suchtambulanz (ich mag sie wirklich gern und halte sie auch für sehr gut) habe ich mich oft nicht richtg verstanden gefühlt.

    Therapiekonzept ist idR dem Süchtigen Struktur zu vermitteln. Und da sehe ich bei mir die erste große Hürde, gerade seit ich nicht mehr arbeite. Desweiteren die erwähnte mangelnde Impulskontrolle. Die trifft mich am härtesten, wenn ich im Supermarkt an meinem Suchtstoff vorbeikomm. Ich habe sehr viel gelernt in meinen mittlerweilen jahrelangen Therapien und mich auch schon enorm verbessert. Wenn Du die Möglichkeit hast, suche Dir eine Möglichkeit, wie Du gut entspannen kannst. Yoga, Tai-Chi, autogenes Training, was immer Dir gut tut. Wenn Du diese Techniken verinnerlicht hast, kannst Du vielleicht auch besser mit Deinem Suchtdruck umgehen. Schaff Dir klare Linien und Strukturen, einen Ausgleich wenns Dir mies geht. Alles ist gut, was nicht in den Suchtbereich fällt. Ein Bad, eine Tasse Tee, ein Spaziergang. Wichtig für einen Süchtigen ist, besonders auf sich zu achten. Reglemäßig in sich zu gehen mit den Fragen - wie gehts mir? wo stehe ich? was kann ich mir Gutes tun, damits mir wieder besser geht?

    Das sind auf die Schnelle Dinge, die man in Therapien lernt. Vielleicht suchst Du Dir eine SHG? Wobei Du durchaus mehrere ausprobieren solltest. Wichtig ist, dass Du Dich dort wirklich wohl fühlst und Vertrauen zu den Leuten dort hast. Sie sitzen alle im selben Boot, also keine Scham.

    Viel Glück
    Enolem

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 292

    AW: Mein Leben, meine Sucht, Veränderung

    Erstmal vielen Dank für die Antworten!
    Ja ich denke ich werde mich demnächst an eine Selbsthilfegruppe wenden. Hab es schon öfter mit Hilfe probiert aber die in meinem Suchtmillieu angeboten wird geht sehr an mir vorbei. Da habe ich ähnliche erfahrungen wie du.
    Ich hab auch schon eine 8 Monatige Drogentherapie hinter mir, die mir zwar sehr gut geholfen hat aber irgendwas hat gefehlt. Ich war mir damals auch noch nicht über mein ads in vollem Bilde.

    Wenn die ersten paar schritte erstmal getan sind hoffe ich das sich ein bißchen eine Eigendynamik einstellt.

    Am schwersten wird erstmal sein jemanden zu finden der mir mit der Doppeldiagnose weiterhelfen kann! Aber ich habe von einem Freund heute ein paar adressen bekommen

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: Mein Leben, meine Sucht, Veränderung

    Hey Tagtraum,

    ich denke was Deine Sucht angeht, hast Du schon viele Therapieerfahrungen gemacht. An Deiner Stelle würde ich mir einen Therapeuten suchen, der sich mit ADS auskennt, denn ADS und Suchtverhalten beeinflussen sich ja immer gegenseitig, und Sucht ist bei ADS auch ein wichtiger Aspekt.

    Ich werde mal die Augen aufhalten, ob ich einen Therapeuten bzw eine Anlaufstelle für Dich finde.

    Alles Gute, und bleib am Ball

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 61

    Blinzeln AW: Mein Leben, meine Sucht, Veränderung

    hallihallo...
    ob ich das kenne?!? klares JA!
    war selbst in der feierszene unterwegs und meine schwangerschaft hat dies zu beenden sehr leicht gemacht. umso verrückter, dass ich nach der geburt kräftig weitergekifft habe, um abends runterfahren zu können. das zu beenden ist mir auch relativ einfach gemacht worden, worauf ich an dieser stelle nicht weiter eingehen möchte und kann.
    letztlich ist es aber schwer ohne professionelle hilfe zu schaffen. denn abgesehen von der entgiftung braucht dieses vorhaben auf dauer konstanz, da der suchtdruck der psyche nicht zu unterschätzen ist.
    deine einsicht, dass es so nicht weitergehen kann, ist super...
    fang aktiv an, deine einsicht in agieren umzuwandeln. geh zum doc, lass dich beraten, kümmer dich um begleitung und ruckzuck ist ne ganze zeit ins land gegangen-wirst sehen. bis dahin wünsch ich dir nen starken willen und gaaanz viel kraft...
    so long.. deine dani

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: Mein Leben, meine Sucht, Veränderung

    Danke Dani,

    genau DAS habe ich Tagtraum grad im msn geschrieben, hihi, echt tolles timing, das es von Dir auch nochmal kommt, klasse!

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 228

    AW: Mein Leben, meine Sucht, Veränderung

    Was mir damals raus geholfen hat ist abstand zu meiner stadt, meine freunde und mein normales gewohntes leben!
    ich bin damals für 6 wochen auf wandertour gegangen... da hatte ich sofiel zu tun und es gab sofiele neue eindrücke das ich gar kein verlangen nach drogen hatte, ich entlich mal in ruhe nachdenken konnte... eine stille zeit für mich!
    ich denke das du eine therapy machen solltest (ZB.Blutwäche) und anschliesend auf wanderschaft gehen soltest Z.B. den Jakobsweg in spanien.
    ich bin kein experte und schildere nur was mir geholfen hatt.

  9. #9
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 661

    AW: Mein Leben, meine Sucht, Veränderung

    Hallo Zusammen!

    Wenn mich nicht alles täuscht, so ist der Drogenkonsum bei einem (nicht diagnostizierten) ADS'ler nichts anderes als ein Versuch der Selbstmedikation mit ungeeigneten Mitteln. Das Belohnungssystem im Gehirn funktioniert beimADS'ler ja nicht korrekt. Wird dieses nicht durchTherapie und Medikamente durch einen Facharzt geziehlt behandelt, so versuchen viele, dieses durch Drogen (legal oder illegal) zu kompensieren.

    Das sollten eigentlich auch alle Fachärzte, die sich mit ADS befassen, Ärzte, die sich auf Patienten mit Suchterkrankungen befassen und auch ein Großteil der Mitarbeiter in der Drogenberatung wissen. Wenn nicht, so finde ich das nur noch traurig.

    @Tagtraum:
    Ich finde es ersteinmal echt Klasse, dass Du aus dieser Suchterkrankung herauskommen willst. Du solltest Deinen Arzt, der Dich mit dem Polamedon behandelt, sprechen, ob Du ggf. dieses Medikament absetzen oder ausschleichen kannst, um entgültig frei von Drogen zu werden. Hohl Dir auch Unterstützung von einer Drogenberatung, nach Möglichkeit dort, wo man Dich kennt.
    Tagtraum schreibt:
    Ich bin an dem Punkt an dem ich alles ändern will. Aber es fällt mir schwer aus den alten Mustern und Verstecken auszubrechen, meine Freundin zu verletzen, vielleicht sogar zu verlassen und doch habe ich das Gefühl das ich es tun muss sonst lebe ich ein Leben das ich nicht leben will.
    Inwiefern ferletzt Du Deine Freundin? Ist es die Tatsache, dass Du Dir selbst schadest und sie sich das alles mitansehen muss, oder schlägst Du sie? Das hab ich nicht so ganz verstanden.

    Sollte letzteres der Fall sein, so glaube ich, dass eine (vorübergehende) Trennung wohl das Besste für Euch Beide wäre. Wärend der Zeit der Trennung solltet Ihr Euch, wenn überhaupt, nur sehen, wenn eine Person, der Ihr Beide vertraut, dabei ist. Das kann z.B. auch der Drogenberater sein.

    Und noch eine Frage: Wie sieht es mit Deinem sozialen Umfeld aus? Sind da überwiegend Suchtkranke? Wenn ja, dann ist es auf alle Fälle das falsche Umfeld, das Du umgehend aufgeben solltest.

    Gruß
    icke!

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 292

    Cool AW: Mein Leben, meine Sucht, Veränderung

    Als erstes: Mit verletzen meine ich, wenn ich was ändern möchte muss ich sie wahrscheinlich sehr verletzen und einfach durch meine Sucht und Verhaltensmuster verletze ich sie, ich würde niemals jemanden schlagen, vor allem keine Frau!

    Meine Substitutions Ärztin ist leider nicht sehr gut, ihre erste Reaktion darauf das ich einen ADS Arzt Suche und am besten mich Therapeutisch Doppelt behandlen lassen will war mir Fluoxetin zu verschreiben und mir zu sagen: Sag mir wie die bei dir anschlagen wenns nich so doll is schick ich dich zum Psychiater. Die ADS Ambulanz in HH im Uniklinikum ist leider voll die nehmen erst wieder ende Oktober auf aber ich hab von einem Freund gottseidank eine Nummer bekommen bei der ich heut anrufen werde.

    Aber ich glaube am schwersten ist es eine Therapie zu finden die auf ADS und Sucht behandelt und noch eine Suchttherapie würde mir nichts nutzen.
    Das Polamedon schleich ich im moment aus, eigentlich würd ich lieber warm entziehen aber Kliniken in Norddeutschland nehmen einen Höchstns 3 wochen aus und allein der Schlimme Teil des Entzugs dauert so lang. und auf der andere Seite hab ich auch einfach Angst vor einem neuerlichen entzug und es wird jedesmal schlimmer

    vielen dank an euch und schönen tach noch

Seite 1 von 2 12 Letzte

Ähnliche Themen

  1. mein Leben, meine Erfahrung
    Von 1411erika im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 28.04.2009, 18:56

Stichworte

Thema: Mein Leben, meine Sucht, Veränderung im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum