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Diskutiere im Thema ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    zlatan_klaus schreibt:
    Wenn Oliver Kahn, in diversen Interviews, in dritter Person von sich selbst gesprochen hat. Hat er dann dissoziiert?
    In meinen Augen ist der eher ein Narzisst ...

    EDIT:
    Besser wäre es sicher gewesen zu schreiben:
    Auf mich wirkt er eher wie ein narzisstischer, bzw. narzistisch akzentuierter Mensch.
    Geändert von Fliegerlein (10.04.2012 um 11:11 Uhr) Grund: Nachtrag ergänzt

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 64
    Forum-Beiträge: 241

    AW: ADHS und Dissoziation

    Fliegerlein schreibt:
    In meinen Augen ist der eher ein Narzisst ...
    mit solchen Diagnosen muss auch ich mich abfinden: Narzistisch- histrionische Ansätze..... nur weil ich die Therapeutin verbal in die Ecke manöveriert hatte.
    Ist er Dir vielleicht unsympatisch?

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS und Dissoziation

    Ganz und gar nicht.

    Ich betrachte solche Dinge analytisch logisch auf der Basis seiner für mich sichtbaren Verhaltensweisen im Vergleich mit dem, was ich über diese Dinge weiß, nicht nach persönlichen Befindlichkeiten die mir ohnehin eher fremd sind.

    Ich finde Menschen zunächst nicht "sympathisch oder unsympathisch", ich analysiere sie, betrachte ihr Verhalten und versuche sie entsprechend zuzuordnen, damit ich mich innerhalb meiner Möglichkeiten auf sie einstellen kann.
    Vollkommen wertefrei und unvoreingenommen, das ist mir zu eigen.
    Sowohl seine Gestik, seine Mimik, seine Ausdrucksweise etc. weisen darauf hin.

    Davon abgesehen ist eine narzisstische PS keine Beleidigung, genausowenig wie histrionisch oder anankastisch etc., lediglich eine Einordnung.

    Darüberhinaus gibt es für narzisstische PS eine weitere die Zuordnung, welche in der allgemeinen Literatur und dem üblichen "Wikipediawissen" jedoch leider kaum zu finden ist, nämlich dass es sich dabei um Menschen mit sehr geringem Selbstwertgefühl handelt, welches sie mit einer entsprechend größeren Fassade zu schützen versuchen.

    Das sind ganz und gar keine bösen, unsympathischen o.ä. Menschen, das ist reiner Schutz.
    Oft merkt man das daran, dass sie in Gruppen so gänzlich anders (inter-)agieren, als sie es tun, wenn man mit ihnen allein ist.

    Ich finde es höchst schade, dass Menschen mit narzisstischen Akzentuierungen ein solch negatives Bild angeheftet wird, denn das ist oftmals gar nicht zutreffend.

    Ebenfalls schade ist aber auch, dass das Bild der narzisstischen PS so zweideutig ist.
    Bei O.K. sehe ich allerdings nicht unbedingt mangelndes Selbstwertgefühl, eher das Gegenteil.

    Nein, mit Sympathie oder Unsympathie hat das nichts zu tun, lediglich rein objektive Betrachtungsweise.

    Warum sollte er mir auch unsympathisch sein? Ich kenne ihn nicht und dieser ganze Boulevard-Pressekram und die Meldungen interessieren mich nicht die Bohne.
    Wohl aber finde ich es interessant und spannend, Menschen zu betrachten und zu analysieren, aus reinem Interesse und sicherlich auch aus der Erfordernis heraus, sie einschätzen und mit ihnen umgehen zu können.
    EDIT:
    Interessant wird es für mich dann, wenn ich höre, wie andere über Jemanden reden, auf der Basis ihrer subjektiven Eindrücke und oberflächlichen Betrachtungen, die so vielen zu eigen sind.

    Unsympathisch werden Menschen mir allerdings, wenn es ungerecht wird, dann sogar sehr schnell.
    Aber Kahn finde eigentlich eher interessant.
    Er steht zu seiner Meinung und vertritt sie auch dann, wenn er damit gegen den Strom schwimmt.
    Daran ist ja zunächst nichts falsches, im Gegenteil.
    Anders ist es, wenn die Mitmenschen eines Narzissten darunter leiden.

    Eine diagnostizierte PS (habe selber eine) ist weder eine Beleidigung, noch eine Brandmarkung, noch ein Orden, noch sagt sie aus, dass ein Mensch schlecht oder gut, sympathisch oder unsympathisch ist.
    Mir hilft es, mich und andere besser zu verstehen.

    Kurzantwort:
    Nein, unsympathisch ist er mir nicht, das ist nur die Schlussfolgerung aus meinen, sicherlich eher oberflächlichen, Betrachtungen, wobei ich den Anteil der Presseverzerrungen dabei recht gut rausrechnen kann, da ich weiß, wie die ihre Berichte dahingehend manipulieren, dass auch ja ein bestimmtes und vor allem überzeichnetes Bild von Jemandem entsteht, ... wär ja auch langweilig sonst .


    NACHSATZ:
    Ich bin mir jetzt etwas unsicher, ob ich meinen Satz anders hätte formulieren müssen, um eine negative Wirkung auszuschließen.
    Möglicherweise wäre es besser gewesen zu schreiben:
    "Auf mich wirkt er eher wie ein Narzisst?"
    Geändert von Fliegerlein (10.04.2012 um 10:34 Uhr) Grund: Fehler korrigiert und noch einen Satz ergänzt... schon wieder zu schnell abgeschickt :)

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS und Dissoziation

    Noch'n nachtrag (sorry, die Gedanken kommen heut wieder häppchenweise...

    susi53 schreibt:
    mit solchen Diagnosen muss auch ich mich abfinden: Narzistisch- histrionische Ansätze.....
    Ohne das in Frage stellen zu wollen, geschweige denn zu können, ich kenne ja weder Dich noch Deine Thera, aber das ist auch so eine Sache, die ADS'lern und Aspergern wohl nur allzu oft angeheftet wird, wenn die Therapeuten entweder nicht die nötige Kenne von ADS/ Aspie haben oder nur oberflächich schauen.
    Besonders die Tiefenpsychologen scheinen da schnell in diese Schiene zu schwenken.
    Das habe ich schon so oft von anderen gehört und gelesen und kenne es auch aus eigener Erfahrung. (aus einer tiefenpsychologisch fundierten Klinik...)

  5. #5
    ADLer

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 3.384

    AW: ADHS und Dissoziation

    hallo,

    für mich kristalisieren sich auch weiterhin Reizüberflutung und mangelnde Fähigkeit zur Selbstregulation seit kindheit und die damit verbundenen emotionalen (ach) traumatischen Erlebnisse

    als Ursachen und kernpunkte der Dissoziation heraus..

    passt und versteh ich ( mich) immer besser..

    "Nur " das noch umsetzen..oder jemand finden, der das therapeutisch unterstütztt und ernst nimmt *seufz*

    ne Aufgabe..die sich jedoch für mich, da lebensverbessernd..lohnt..

    muss echt zeit finden emoflex kennen zu lernen und zu nutzen...

    LG Angela

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 396

    AW: ADHS und Dissoziation

    Wie kann man seinen Geist wieder assoziieren?

  7. #7
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: ADHS und Dissoziation

    Ich werde jetzt mal kurz albern ... wenn wir für "assoziieren" etwas breiter synonymisieren und dafür "zusammenführen" einsetzen und das ganze dann in Verbindung mit "Geist" in eine Suchmaschine eingeben, wird's schnell lustig esoterisch ... ist eine Umfrage mit Esoteriklevel zulässig für das Kuriositätenkabinett? Oder würde das eher zu Minuspunkten in der B-Note des Umfragestarters führen? *räusper

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS und Dissoziation

    Mal ein wenig Werbung in Sachen Emoflex. Johannes Drischel wird am 14.4 in Hamburg und dann am 21.4 in Freibung Einführungen zur Methodik machen. Mehr auf seiner Webseite [ .... ] Link gelöscht (Werbung, siehe Community-Regeln) bzw. in meinem Blog unter dem Titel Norden und Süden...

    Zugegeben der Westen und der Osten Deutschlands kommen derzeit noch zu kurz.... Aber daran kann man ja noch arbeiten.
    Geändert von Alex (11.04.2012 um 10:55 Uhr) Grund: Werbung gelöscht

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADHS und Dissoziation

    susi53 schreibt:
    mit solchen Diagnosen muss auch ich mich abfinden: Narzistisch- histrionische Ansätze..... nur weil ich die Therapeutin verbal in die Ecke manöveriert hatte.
    Ich habe mich auch schon oft gefragt, warum Narzissmus, eine narzisstische Persönlichkeitsstörung oder eine kombinierte PS mit narzisstischen Anteilen, so eine inflationär häufig gestellte Diagnose im Zusammenhang mit ADHS ist. Man könnte bei Ärzten und Therapeuten, die sich nicht mit ADHS auskennen, geradewegs von einer Lieblingsdiagnose sprechen. Wie kommt das zustande?

    Oftmals ganz banal, meine letzte Diagnose narzisstische Persönlichkeitsstörung habe ich mir ganz nebenbei in einer Rehaklinik eingefangen. Wie? Das ist eigentlich schnell erzählt. Ich hatte eine Unterredung mit der Oberärztin der Klinik. Und sie behauptete, dass beim Absetzen von Seroquel keinerlei Absetzsymptome entstehen würden. Da ich mehrmals versucht hatte, von Seroquel loszukommen und gescheitert war, weil mir die Absetzsymptome zu heftig waren, behauptete ich also glatt das Gegenteil. Woraufhin die Oberärztin nochmals dezidiert wiederholte, dass beim Absetzen von Seroquel keine Absetzsymptome auftauchten. Wohingegen ich daraufhin glatt nochmal das Gegenteil behauptete. Ein Tag nach meinem Gespräch wurde meine behandelnde Psychologin damit beauftragt, mir mitzuteilen, dass man bei mir auch noch eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung ausgemacht zu haben glaubt.

    So einfach lässt sich also manchmal das Zustandekommen dieser Diagnose erklären. Jemand ist eigensinnig, beharrt, obwohl er sich in einer Klinik befindet, auch noch auf seiner eigenen Meinung, was noch schlimmer wiegt, geht davon auch nicht ab, das muss ein Narzisst sein.

    Man kann es eigentlich kaum glauben. Aber im Laufe der Jahre und Jahrzehnte gewinnt man ja Einblicke in die Denk- und Empfindungsweisen von Psychiatern und von da aus gesehen, erscheinen die meisten ihrer Entscheidungen oder Äußerungen dann nicht mehr so hahnebüchern. Wenn man erst einmal gelernt hat, deren eigenes paranoides Denksystem zugrundezulegen, erscheint das meiste sogar als zwingend logisch.

    Aber wir schweifen ab. Warum ist Narzissmus so eine beliebte Fehldiagnose bei ADHSlern?

    Ich versuche mich jetzt wieder in diese sehr eingeengten Denkweisen des normalen Psychiaters hineinzuversetzen. Und nehme einmal folgende Situation an: Ich selbst habe keinen blassen Schimmer von ADHS und sitze einem Patienten mit ADHS gegenüber, ob dieser selbst etwas davon weiß oder nicht, spielt in unserem Beispiel gar keine Rolle. Ich unterhalte mich also mit diesem Patienten und stelle nun immer wieder zweierlei fest: Erstens die "Arroganz" dieses Menschen, mit der er stereotyp auf subjektiven Aussagen beharrt und sich darin auch von keinerlei objektiven Korrigierungsversuchen beeindrucken lässt. Und zum anderen seine Selbstbezüglichkeit, er scheint der vollsten Überzeugung zu sein, dass es Dinge gibt, die ihn gar nichts angingen, die auf die Allgemeinheit vielleicht zutreffend sein möchten, auf ihn aber nicht. Auf der anderen Seite reklamiert er Dinge, die nur auf ihn zuträfen, auf die anderen aber nicht. Er scheint sich ganz offensichtlich für eine Ausnahme zu halten.

    Als durchschnittlicher Psychiater, der naturgemäß von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, MUSS ich hier ja auf narzisstische Züge deuten.

    Da ich von ADHS nichts weiß, weiß ich auch nicht, dass es die Grunderfahrung des ADHSlers ist, dass die Dinge, Denk- aber auch Verhaltensweisen, die bei normalen Menschen funktionieren, eben bei ihm nicht funktionieren, dass er sich also notgedrungen auf der Suche nach einem eigenen Weg machen muss, dass er also notgedrungen in seiner Sicht- und Denkweise als selbstbezüglich oder egoistisch erscheint.

    Von dieser Erkenntnis weg ist es ja dann nicht mehr weit bis zu meiner Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeit.

    Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die meisten Diagnosen einer Narzisstischen Persönlichkeitsstörung bei ADHSlern Falschdiagnosen sind (aber wahrscheinlich nicht nur bei ADHSlern).

    Was der Psychiater geflissentlich untersieht bei seiner Diagnose ist es zum Beispiel, dass die Empathiefähigkeit, d.h. die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen und ihnen nachzufühlen bei den allermeisten ADHSlern überdurchschnittlich gut ausgeprägt ist. Und die Fähigkeit zur Empathie stellt ein Ausschlusskriterium bei der Diagnose Narzisstische Persönlichkeitsstörung dar.

    Da wir aber festgestellt haben, dass die meisten Psychiater nicht multimedial oder auch nur auf zwei Ebenen denken können, ist es fast logisch, warum sie an ihrer Diagnose Narzisstische Persönlichkeitsstörung nun einmal festhalten. Sobald sie genügend Positives ausgemacht zu haben glauben, was dafür spricht, sind sie ganz leicht bereit, alles andere unter den Tisch fallen zu lassen.

    Man muss sich dabei die kindliche Freude des durchschnittlichen, stumpfsinnigen Psychiaters vor Augen halten und seinen sichtbaren Stolz, überhaupt etwas gefunden oder wie er glaubt erkannt zu haben. Und das ist eben seine Einsicht, es mit einem Narzissten zu tun zu haben.

  10. #10
    ADLer

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 3.384

    AW: ADHS und Dissoziation

    ..spricht mir aus der Seele..

    :o)

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