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Diskutiere im Thema ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #81
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Fliegerlein schreibt:
    Dessen bin ich mir vollkommen sicher, da hast Du recht.

    Die Frage ist nur, ob diese starke Reaktion der Situation auch tatsächlich angemessen ist .

    Denn wenn die Reaktion nicht angemessen ist und sowas recht oft passiert und andere Menschen anders reagieren können, flexibler oder ausgeglichener, dann haben wir es mit einer Störung zu tun.
    ich sehe es auch als unangemessen - das ist mein blickwinckel.
    also, wenn jemand so hart reagiert, das ich das gefühl habe
    selbst verletzt zu werden - muss ich mich schützen durch abgrenzung oder abwendung.

    ich glaube kein mensch möchte über kurz oder lang alle rund um einen verscheuchen - auf längere
    sicht ist es für einen selbst schädigend - er vereinsamt - ist das das ziel? aus selbstschutz.

    wie wäre es, erstmal das innere aufzuräumen.... das innen, seine persönlichkeit den wert zukommen zu lassen,
    das man nicht nach wertschätzung lächzen muss? das man nicht nach anerkennung von aussen sucht sondern
    sich selbst anerkennt als das was man ist... mensch mit schwächen und stärken...

    dass man nicht mehr das gefühl hat für das überleben zu kämpfen - sondern sich das leben zugesteht, breitbeinig
    standhaft ohne kämpfen zu müssen...

    - vorurteile: sie geben uns halt, sie sind errinerungen... assoziationen - sie geben uns sicherheit -
    lassen uns vorsichtig sein - die kommende gefahr erkennen.... doch sollten wir sie immer wieder
    aufs neue prüfen.... sonst lassen sie uns überreagieren und von aussen wirkt es unangemessen.

    ja, und wie hängt das zusammen? keine ahnung.... doch ich glaube, durch unsere reizoffenheit und
    daraus resultierende andere wahrnehmung sind wir adhsler ständig überfordert und wenn das umfeld
    das ganze noch verstärkt... prädestiniert unsere persönlichkeit nicht festigen zu können unser eigenes
    ich... uns selbst zu formen...
    wir suchen nach anerkennung.... da wir überleben müssen... wir haben keine wahl als
    uns muster auszudenken um zu überleben... (beziehung eltern / kind).... hier glaube ich, kann man falsche
    muster erlernen... die wir später immer noch als überlebenswichtig halten... obwohl wir selbst erwachsen und
    für unser wohl sorgen können.... wir müssen uns vom kindlichen-ich lösen - damit wir den erwachsenen sehen können.

    eigentlich habe ich keine ahnung - ich bin auf der suche und reime mir meine thesen
    so zusammen - wie ich es zu verstehen versuche...

    auf alle fälle ich habe immer noch nicht kapiert was eine narzistische ps genau ist... meiner meinung
    nach, ist der selbstschutz so gross, das es für den betroffenen selbst gar keine notwendigkeit besteht
    sich zu ändern?!

    gruss (p.s. bin kein experte... ist meine momentane sichtweise - wenn etwas nicht stimmig sein sollte -
    dankbar um korrektur :-)

  2. #82
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    und noch was, kurz zwischendurch:

    ohne schuldzuweisung... (es gibt keine schuldigen)

    was hat "ver"/er"ziehung für einen wert? eigentlich keinen... oder?
    ich bin überzeugt, das wir ganz störungsfrei und überlebensfähig auf die welt kommen...
    .... warum ist es gesellschaftlich nicht normal als das was man ist - anerkannt zu sein.

    so blöd es klingt, fuktioniert eine gesellschaft nur wen man sich angepasst hat... ist es
    nicht widernatürlich? respekt vor dem wert jedes einelnen als das was er ist - kein gut un böse...
    ... sondern immer im wissen, das kein schatten ohne licht?

    versteht man, was ich meine? die gesellschaftlichen regeln sollte doch so sein, das jeder
    einzelne seinen platz findet - ein wertvolles wesen in einem sinngebenden ganzen?

    ist es so verquert romatisch...?

  3. #83
    Allanon

    Gast

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    @fliegerlein

    word !
    man geht ja zum arzt wenn was weh tut.
    da es mir verdammt wehtut, dass ich extrem ablenkbar bin und die aufmerksamkeit nicht teilen kann, was dazu fuehrt dass ich kein normale FAMILIENLEBEN (als single war es kein problem !) fuehren kann, ist auch meine grenze ueberschritten und so gehe ich ja bald zum ADHS arzt.
    mir geht es eben um diverse komobiditaeten. wenn der arzt was findet, ok, ich nehme es so hin. nur will ich selbst bestimmen, was ich behandeln lassen will.
    Ich will an meine empfidungsvermoegen (ich meine damit, dass ich bei ganz bestimmte dinge schnell beleidigt fuehle etc..) nichts aendern. aber an mein verhalten, das ist ein unterschied. ich will mich aergern duerfen wie ich will, will aber auch in der lage zu sein meinen impuls zu kontrollieren, was ich leider nicht kann, es ist einfach da.

  4. #84
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Allanon schreibt:
    @fliegerlein

    word !
    Ich verstehe nicht, was das bededeutet
    Was meinst Du mit "word !"?

    ... nur will ich selbst bestimmen, was ich behandeln lassen will.
    Ich will an meine empfidungsvermoegen (ich meine damit, dass ich bei ganz bestimmte dinge schnell beleidigt fuehle etc..) nichts aendern. aber an mein verhalten, das ist ein unterschied. ich will mich aergern duerfen wie ich will, will aber auch in der lage zu sein meinen impuls zu kontrollieren, was ich leider nicht kann, es ist einfach da.
    Das ist ja auch vollkommen in Ordnung.
    Wobei ich schon auch sagen würde, dass das Eine mit dem Anderen zusammenhängt.
    Ganz ehrlich: Wenn ich eine Möglichkeit finde, mich weniger zu ärgern, nehme ich sie dankbar an (und habe das auch getan. Da habe ich speziell in Bad Bramstedt einiges gutes gelernt, in mancherlei Beziehung).
    Wozu soll der Ärger denn gut sein?
    (Nur so als Gedankengang, denn ich habe das noch bei weitem nicht so unter Kontrolle, wie ich es gerne hätte ... )

    Aber das ist im Grunde vollkommen egal, wenn Du das gerne möchtest, ist das doch absolut in Ordnung.
    Dein Wunsch ist doch vollkommen legitim und ich würde da jetzt nichts Narzisstisches daran erkennen, im Gegenteil, das ist doch sehr empathisch und rücksichtsvoll den Anderen gegenüber.

    LG
    Fliegerlein

  5. #85
    Allanon

    Gast

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Hi Fliegerlein,

    also eigentlich nehme ich ruecksicht bzw. bin immer oefters bestrebt, ruecksicht auf andere zu nehmen.
    solange ich nicht gerade im Stresszustand bin, geht das auch ganz gut.

    Hast du diese Stoerung (narzisstische ps) ?

    Ich frage desweegn, da ich glaube, dass es DIE Komorbiditaet ist was ich habe.
    Bei mir ist es so: ich bin sehr empfindlich gegen ganz spezielle sorte von kraenkungen.
    das wurde mir so richtig bewusst.
    Wenn ich es richtig verstanden habe, wird narzisstische ps oft mit bl gleichgesetzt oder gar verwechselt ?
    Ich denke, dass ich beim diagnosetermin die sache mit den kraenkungsangst ansprechen werde, weil es bei mir schon heftig ist: kraenkung (diese eine sorte) kann ich nicht verzeihen, sondern wird es vergolten. es sitzt sehr tief.
    ungern rede ich darueber aber es war nie meine staerke, die klappe zu halten also muh !

  6. #86
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Smile schreibt:
    ... meiner meinung
    nach, ist der Selbstschutz so gross, das es für den betroffenen selbst gar keine Notwendigkeit besteht
    sich zu ändern?!
    ... Genau dies beschreibt Röhr (Narzissmus - das innere Gefängnis) im Vergleich mit dem Märchen "Der Eisenofen". Darin sitzt der Prinz.... erst durch den Wunsch, Kontakt mit jemandem zu bekommen, versucht er seine Situation zu ändern....

    Röhr beschreibt dies sehr gut, auch wenn die Form (Märchen) nicht Jedermanns Sache ist. Für mich erklären sich hier viele Verhaltensweisen, die zwar für ADHS oft bei vielen typisch sind, jedoch bei manchen die Ausprägung sehr stark ist.

    LG
    Erika

  7. #87
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Ich finde inzwischen den Begriff "Wahrnehmungs-Inkonsistenz" garnicht schlecht. Ob nun von Cordula oder nicht. "Wahrnehmungs-Inkonsistenz" erzeugt Missverständnisse, läßt uns Fettnäpfchen "finden", ist im Kern dissoziativ und stellt eine Gegenbewegung zu Synästhesie dar, wo ja Wahrnehmung breiter und konsistenter wird.

    Aber nun komme ich wieder ins Thema ADHS und Dissoziation hinüber.

  8. #88
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 61

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Ich denke ich kann auch so einen Teil Senf dazugeben...

    Mein Therapeut diagnostizierte mir Depressionen und eine Abhängige Narzistische Persönlichkeitsstörung.

    Ich habe aus den Erfahrungen meiner Kindheit und durch die Erziehung meiner Mutter ein (glaube ich zumindest) sehr geringes Selbstwertgefühl mitbekommen.
    Vom Selbstbewusstsein ganz zu schweigen...
    Vielleicht liegt es aber auch nur an dem unbehandelten ADHS...

    Vorweg...

    Ich liebe mich nicht...

    Ich bin gerade erst soweit das ich einen kleinen Teil von mir akzeptiert habe.

    Aber jede noch so kleine Kränkung, selbst wenn es nur gewitzel oder eine Stichelei von Freunden ist, sorgt dafür das mein Kopfkino wieder eine neue Rolle Film in den Projektor packt...

    "Bin ich so wertlos, das man Witze über mich reissen darf? Hab ich nicht genug getan? Bin ich nicht liebenswert?"

    Ich definiere mich nicht über mich selber, als Person. Sondern über das was ich machen kann für andere...

    Ich hab sowieso das Gefühl, das alle andere besser aussehen, erfolgreicher sind, etc.
    Da mir seit meiner Kindheit immer wieder eingetrichtert wurde, ich soll mich zusammenreissen, mich mal konzentrieren, still sitzen, es so machen wie mein Bruder, der macht es richtig (besser?!)
    Also kommt bei mir seither immer unweigerlich das Gefühl hoch: "Bin ich wertlos? Was kann/muss ich tun um meinen Wert zu steigern?"

    Renne ins Fitnessstudio und baue an einem Körper, der vielen Menschen ein "wow" entlockt und nach dem sich die Menschen auf der Strasse umdrehen...


    Ich definiere mich ausschließlich über die Reaktionen anderer auf mich.
    Ich habe sogar meine Beziehungen so geführt...
    Weil ich nie in der Lage war zu erkennen, das man mich für das schätzt was ich bin, sondern hatte immer den ZWang "mehr" zu tun um eine positive Reaktion auszulösen.
    Ich habe meine Freundinnen bevormundet, ihnen soviel ihres Lebens "abgenommen" da dies ja alles Dinge waren, für die ich beachtet werden könnte.
    Ich war für meine Schwiegereltern der perfekte Schwiegersohn.
    Das ich das eigentlich garnicht will, das ich nicht "ich" dabei war ist mir erst während der Therapie bewusst geworden...

    Ich bin mittlerweile perfekt darin, anderen Menschen Wünsche von den Augen abzulesen. Es reicht hierbei nur ein "unbedachtes" Wort meines Gegenüber und ich habe es für ihn "erledigt"

    Alles was ich mache, hatte bis vor kurzem den Zweck mich in Aufmerksamkeit und Beachtung zu sonnen.
    Mittlerweile, nach über 100 Std. Psychotherapie und einer 5 Wöchigen Psychosomatischen Reha, ist es noch lange nicht "normal" aber zumindest fällt es mir auf, das mit mir etwas nicht stimmt und wenn die Gedanken an meine eigene "Wertlosigkeit" im Vergleich zu andere wieder durchkommen...

    Es ist, als würde man sich von oben betrachten und man denkt sich...
    Scheisse, da bin ich doch wieder in die alten Muster verfallen.
    Ich kann es aber nicht abstellen...

    Am schlimmsten ist der Kontrollverlust, wenn ich nicht in der Lage bin die Situation zu kontrollieren.
    War in meiner Ehe so, als meine Frau mich betrog.
    Da kam denn noch die Angst... "Warum hat sie das getan, ich habe doch alles für sie gemacht, habe ich sie nicht genug beachtet? etc."
    Daran, das sie sich eingeengt und bevormundet gefühlt hat, war mir zu keinem Zeitpunkt bewusst...


    In dem Sinne

    Soul

  9. #89
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    1411erika schreibt:
    ... Genau dies beschreibt Röhr (Narzissmus - das innere Gefängnis) im Vergleich mit dem Märchen "Der Eisenofen". Darin sitzt der Prinz.... erst durch den Wunsch, Kontakt mit jemandem zu bekommen, versucht er seine Situation zu ändern....

    Röhr beschreibt dies sehr gut, auch wenn die Form (Märchen) nicht Jedermanns Sache ist. Für mich erklären sich hier viele Verhaltensweisen, die zwar für ADHS oft bei vielen typisch sind, jedoch bei manchen die Ausprägung sehr stark ist.
    Dieses Buch ist sehr gut, sehr anschaulich geschrieben, insbesondere durch das Märchen vom Eisenofen. Als Einstieg in das Thema Narzissmus ist das Buch sehr zu empfehlen.

    Zwei Dinge werden deutlich:

    Zunächst einmal ist jeder Mensch narzisstisch.

    Bei einem kleinen Teil nimmt aber der Narzissmus eine Dimension an, die dann als krankhaft beurteilt werden kann oder als Störung. Nämlich dann, wenn dem Narzissten nur ein Selbstbezug möglich ist, er sich anderen Menschen nicht mehr öffnen, auf sie eingehen, mit ihnen sozial mitschwingen kann. (*)

    So viel zum Buch.


    Darüberhinaus möchte ich sagen, dass ADHSler für die Narzisstische Persönlichkeitsstörung sehr anfällig sind. Weil sie von klein auf die Erfahrung des Andersseins machen, d.h. die Erfahrung, das das was auf alle zuzutreffen scheint, für sie keine Gültigkeit besitzt. Dadurch werden sie sehr früh auf sich selbst verwiesen. Das Entfalten narzisstischer Züge, auch in starken Ausprägungen, ist also für ADHSLer sozusagen der Normalfall.

    Ich möchte hier ein Beispiel aus meiner eigenen Erziehung anführen. Eine der häufigsten Fragen, die ich als Kind an meine Eltern hatte, war: "Wie soll ich das machen?" Eine der häufigsten Antworten, die ich auf diese Frage erhielt, war: "Schau, wie es die anderen machen, und ob das klappt und mache es dann genauso."

    Dieses Genausomachen wie die anderen führt beim ADHSler nicht zum Erfolg. Sondern zum wiederholten Scheitern.

    Eine der wesentlichen Funktionen des sozialen Lernens, ja des Lernens überhaupt, diejenige des Nachmachens nämlich, fällt beim ADHSler also komplett aus. Das macht den Großteil der Tragik seines Heranwachsens aus.

    Nur bei einem verschwindend geringen Anteil der ADHSler jedoch berechtigt das weit verbreitete Vorliegen narzisstischer Züge zu der Diagnose Narzisstische Persönlichkeitsstörung. Trotzdem ist diese Diagnose einer der häufigsten Fehldiagnosen im Zusammenhang mit ADHS.

    Was der Diagnose in den meisten Fällen entgegensteht, ist die Fähigkeit zur Empathie, die bei ADHSlern meist sehr ausgeprägt ist und sich zum Beispiel in einem äußerst ausgeprägten Gerechtigkeitssinn offenbart, in der Fähigkeit zu Mitgefühl und Mitleiden oder auch in der bei ADHSlern überdurchschnittlich weit verbreiteten Tierliebe.

    Trotzdem leidet der ADHSler an seiner (deformierten) Persönlichkeitsstruktur. Unbedarfte Psychiater diagnostizieren dann schnell auf eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung.

    Das Störungsbild, das diese Psychiater mit dem Begriff Narzisstische Persönlichkeitsstörung zu fassen vermeinen, ist in den meisten Fällen aber keine Narzisstische Persönlichkeitsstörung, sondern Folgeerscheinung der Dissoziation. Die Dissoziation ist noch vor Angst, Depression und Sucht die am meisten verbreiteste Komorbidität bei ADHS überhaupt.

    Freilich ist die Dissoziation bei den meisten ADHSler widerum nicht so stark ausgeprägt, dass die Diagnose einer dissoziativen Persönlichkeitsstörung gerechtfertigt wäre.

    Mir geht es hier nur um den Punkt, dass die meisten im Zusammenhang mit ADHS diagnostizierten Narzisstischen Persönlichkeitsstörungen Fehldiagnosen sind und es sich in Wirklichkeit um dissoziative Phänomene handelt.

    (*) Das kann ein Dissoziierter auch nicht. Deshalb ist die Verwechslung der Begriffe narzisstisch und dissoziativ auch sehr leicht möglich, insbesondere angesichts des großen Teils der Psychiater, die weder den einen noch den anderen Begriff richtig verstanden haben.


  10. #90
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    emoflex schreibt:
    Ich finde inzwischen den Begriff "Wahrnehmungs-Inkonsistenz" garnicht schlecht. Ob nun von Cordula oder nicht. "Wahrnehmungs-Inkonsistenz" erzeugt Missverständnisse, läßt uns Fettnäpfchen "finden", ist im Kern dissoziativ und stellt eine Gegenbewegung zu Synästhesie dar, wo ja Wahrnehmung breiter und konsistenter wird.

    Aber nun komme ich wieder ins Thema ADHS und Dissoziation hinüber.
    Welches das eigentliche Hauptthema ist.

    Die ganze Narzissmus-Debatte ist sozusagen eine Fußnote zu diesem Thema.

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