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Diskutiere im Thema ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADHS und Dissoziation

    Ein Narzisst würde hier nicht mitschreiben.
    wieso auch? ohne gewissen, kein leid in dem sinne.
    für narzissten sind die mitmenschen da um sie manipulativ so einzusetzen
    um für sich selbst profit zu gewinnen.

    also ich kann dir ein "bisschen" oder in "teilen" mitfühlen... hä??... entweder
    kann oder man kann es nicht.

    adhsler können ja schon durch den starken sinn für gerechtigkeit
    KEINE narzissten sein.

    im übrigen: um in führungspositionen zu bestehen sind genau die
    qualitäten gefragt, die ein narzisst ausmacht..... und da kommt ja, erfolg = aktion/reaktion
    also um beruflichen erfolg zu haben muss ich mich wie ein..... um mich durchzusetzen.
    so wird es gesellschaflich goutiert ohne pardon für sich zu "ellböglen" - daher? (ein gewinn für
    das unternehmen, gewissenlos dem profit nachzurennen?).
    Geändert von Smile (11.04.2012 um 09:19 Uhr)

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: ADHS und Dissoziation

    Fliegerlein schreibt:
    Darüberhinaus gibt es für narzisstische PS eine weitere die Zuordnung, welche in der allgemeinen Literatur und dem üblichen "Wikipediawissen" jedoch leider kaum zu finden ist, nämlich dass es sich dabei um Menschen mit sehr geringem Selbstwertgefühl handelt, welches sie mit einer entsprechend größeren Fassade zu schützen versuchen.

    Das sind ganz und gar keine bösen, unsympathischen o.ä. Menschen, das ist reiner Schutz.
    Oft merkt man das daran, dass sie in Gruppen so gänzlich anders (inter-)agieren, als sie es tun, wenn man mit ihnen allein ist.

    Ich finde es höchst schade, dass Menschen mit narzisstischen Akzentuierungen ein solch negatives Bild angeheftet wird, denn das ist oftmals gar nicht zutreffend.
    Daher ist es durchaus sinnvoll, zu hinterfragen, ob hier nicht auch ein weiteres "Päckchen" zum ADHS kommt, und nicht einfach eine "Fehldiagnose"

    Damit wir hier nicht zu sehr :offtopic: geraten, denke ich, dass man diese, meist unschönen, Assoziationen mit dem Begriff Narzissmus ebenfalls nicht wahrnimmt.

    Ich habe mich sehr eingehend mit dem Thema beschäftigt und sehe es wie Fliegerlein. Es sind meist sehr empfindsame Menschen. Die aber eben durch diese Empfindsamkeit auch sehr verletzt wurden. Das, was sich nach außen zeigt, ist (ebenfalls) ein Schutzpanzer. - Und sie selbst nehmen diese Art nicht (immer) wahr! Auch hier könnte es sich um eine Art der Dissoziation handeln.

    Sieht man sich nun genauer an, was im Gefühlsleben abläuft, kommt einem vieles bekannt vor. Viele Gefühle werden blockiert (dissoziiert?), werden zu Stress (Alarm).
    Nähe zulassen ist (fast) unmöglich, das würde weiteren Verletzungen Tür und Tor öffnen. Die Eigenwahrnehmung ist nicht klar, was kann/darf ich fühlen, was ist für mich wichtig, was tut mir gut usw. Abgrenzung ist der Lösungsweg. Leider ist eben meist nur von der Variante der Überheblichkeit und Grandiosität die Rede, nicht die andere Seite, die es bestimmt ebenso häufig, wenn nicht öfter gibt - nur nicht als solche erkannt wird.
    Es gibt hier viele Beispiele, was in diesem Thread aber zu weit weg vom Thema führt.

    Eiselein schreibt:
    Was der Psychiater geflissentlich untersieht bei seiner Diagnose ist es zum Beispiel, dass die Empathiefähigkeit, d.h. die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen und ihnen nachzufühlen bei den allermeisten ADHSlern überdurchschnittlich gut ausgeprägt ist. Und die Fähigkeit zur Empathie stellt ein Ausschlusskriterium bei der Diagnose Narzisstische Persönlichkeitsstörung dar.
    Das sehe ich nicht so.
    Zum einen ist ein Mangel an Empathie nur "ein" Kriterium, das da mit hineinspielt. Zum anderen, wenn wir mal beim erfolgreichen Manager bleiben, so jemand wird nur erfolgreich, wenn er die anderen einschätzen kann, ihre Ängste und Wünsche spürt.... Rücksichtsloses Vorgehen ist eine Form der Aggresivität... Zur Eigenreflektion habe ich oben geschrieben....
    Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung leben zu sehr im Außen, machen sich vom Erfolg, Meinungen usw. in so fern abhängig, als dass sie sich dadurch definieren. Positiv wie negativ.

    Gefühle ausblenden, blinde Flecke in der Wahrnehmung, da sind wir genau beim Thema: Dissoziation

    Und warum kann bei einer narzisstischen Störung kein ADHS drunter liegen? Es lohnt sich wirklich, sich mit dem Thema auseinander zu setzten - in einem neuen Thread .

    LG
    Erika

  3. #13
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS und Dissoziation

    1411erika schreibt:
    Und warum kann bei einer narzisstischen Störung kein ADHS drunter liegen? Es lohnt sich wirklich, sich mit dem Thema auseinander zu setzten - in einem neuen Thread .
    Wollt ich auch grad vorschlagen
    Das passt gut in einen eigenen Thread, mit einem ebenfalls interessanten Thema.

    Zum Einen habe ich inzwischen gelernt, dass es mitunter schwer ist zwanghafte und narzisstische zu unterscheiden, da sie in vielen Punkten recht ähnlich sein können.
    Auch dass beide PS gerne im Schlepptau des AD(H)S daherkommen.
    Genau leicht ist es als Aspie in diese Schiene zu geraten.
    Da passt sehr schnell eine Kombination aus narzisstisch-schizoid oder zwanghaft-schizoid.

    Wie bin ich an die Fehldiagnose gelangt:
    Anfangs war ich wg. Depression und Burnout in ambulanter Behandlung.
    Erst auf Nachfrage erzählte ich auch von Suizidgedanken und Handlungsimpulsen.
    Mein Therapeut erklärte mir, dass es wichtig und git sei, darüber zu reden und es nicht zuv erschweigen.
    Dann kam die Klinik, Reha, tiefenpsychologisch fundiert.
    In den Fragebögen gab ich wahrheitsgemäß an, Szuidgedanken zu haben, schließlich hatte mein Thera mir dazu geraten.
    Auch in den Gesprächen war ich damit wahrheitsgemäß offen und gab auch die ADS-Diagnose mit an.

    Daraufhin wurde mir später gesagt, dies sei der Grund für die Verdachtsdiagnose gewesen, denn Narzissten müssten "immer noch einen draufsetzen"...

    Das habe ich nicht verstanden, erst sagt man mir, ich soll darüber reden und wenn ich's dann tue, ist es auch nicht richtig ...
    Dazu kam natürlich, dass ich Dinge hinterfrage.
    Ich habe das nicht mal angezweifelt, sondern wollte es nur verstehen.
    Von Anfang an habe ich gesagt "Wenn es das ist, dann ist es so, aber ich möchte (und muss) es halt verstehen.
    Außerdem hat mir mein Arzt und Therapeut mal mitgegeben, dass es nicht darum geht, Diagnosen zu sammeln um sich anschließend wer weiß wie schlecht zu fühlen, sondern dass schon wichtig ist, auch das richtige zu diagnostizieren, denn es nützt auch nichts, wenn man eine Lungenentzündung wie einen grippalen Infekt behandelt, das ist irgendwie nicht so zielführend.

    Und genau dieses Hinterfragen wird dann wieder als diagnosebestätigend betrachtet.

    Nur konmisch:
    In meinem ersten Gespräch mit meiner Kliniktherapeutin wr das erste was sie gesagt hat:
    "Da haben Sie ja ganz schön für Wirbel gesorgt gestern, was sagen Sie denn dazu?"
    Ich verstand erst nicht, dann sagte sie, dass ich ja Suizidgedanken angegeben habe und anschließed bei der diensthabenden Ärztin habe vorsprechen müssen etc.
    Das war mir sehr peinlich und ich habe mich dafür entschuldigt, ich wollte keine umstände machen, sondern nur ehrlich und offen damit sein, wie mir gesagt wurde.
    Schließlich war ich dort, um dagegen etwas zu tun und wollte dabei auch mithelfen.

    Viel später wurde mir dann gesagt, dass diese Reaktion für Narzissten untypisch sei, denn die würden üblicherweise sagen, dass ihnen das ja wohl auch zustehe, dass man sich um sie kümmert und springt, wenn was sei etc.
    Aber dennoch haben sie mich weiterhin damit gelöchert und, ja ... schon auch gequält, was es auch lange Zeit noch tat.

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADHS und Dissoziation

    @erika
    bitte entschuldige, wenn ich anecke.
    ich finde man sollte zwischen egozentrisch, egoistisch und narzisstisch unterscheiden.
    ja, ich bin egoistisch... egoistisch geworden / gamacht worden? ... aber nicht narzisstisch.
    ob ich selbstbwusst bin ?? - ich glaube, da müsste man einen unterschied machen -
    adhs zwingt uns in die ecke. missverstanden werden zwingt uns noch mehr zu verteidigen
    - wie auch immer /konfrontation / dissoziation/derealisation u.s.w.
    ein empathischer thera - - würde sehen, warum wir in die ecke gedrängt werden und
    waru WIR so agieren, wie wir zu reagieren brauchen um uns zu schützen.... und der ursprung ein anderer ist...
    (nur meine meinung)

  5. #15
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 676

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Zunächst sollte man sich wieder klarmachen, dass eine Persönlichkeitsstörung eine Überlebensstrategie ist. Also zunächst hoch sinnvoll aufgrund der Beziehungserfahrungen in der Familie bzw. seinem Lebensumfeld ist. Ein Klient mit einer Persönlichkeitsstörung erlebt sie als "normal" bzw. ich-synton. Nur die anderen im Umfeld des Patienten haben zunächst Probleme.

    Das kann bei ADHSlern auch so sein, ist dann aber eher der Egozentrismus mit der Unfähigkeit zum Perspektivenwechseln. Nicht unbedingt Narzismus.

    ADHSler haben nach meiner Erfahrung wiederum das Problem, dass sie diese Strategien nicht durchhalten. Sie verfestigen sich nicht, so wie eben auch Beton abbinden muss. Das gelingt bei ADHSlern nicht dauerhaft. Sie bleiben schwammig bzw. zu weich. Oder aber es erscheinen scheinbar widersinnige Kombinationen (wie z.B. histrionisch-zwanghaft) oder narzistisch - selbstunsicher / dependent in den Diagnosen.

    Häufig wechseln dann die Strategien wie ein Chamäleon, dass sich in seinen Färbungen dem emotionalen Umfeld anpasst. Logisch, dass dies dann gegenüber einigen Leuten immer gleich aussieht. Besonders gegenüber Therapeuten.

    In der Klinik erlebt man es übrigens, dass sich bei ADHSlern eher die Macken bzw. neurotischen Störungen der Therapeuten widerspiegeln. Der Psychiater bzw. Psychologe schaut quasi sich selbst an. Definitionsgemäss halten sich aber gerade Analytiker für "normal" bzw. neutral. Das bedeutet aber, dass dann ja nur der Patient Macken haben kann.

    Ich könnte auch Beispiele aus der Klinik aufführen, in denen aufgrund von Konflikten mit Mitarbeitern Patienten mit ADHS als narzistisch eingestuft wurden. Obwohl oder gerade weil sie sehr genau erfasst haben, wo die Macken der Therapeuten liegen.

    Authentisch sein ist die Voraussetzung als Therapeut in der ADHS-Therapie.

    Typischerweise wehren sich andere Patienten nicht so häufig gegen Therapeuten wie ADHSler. Das Schützen vor den Therapeuten deuten aber die Psychotherapeuten als Widerstand bzw. Abwehr :-)

    Fazit : ADHSler sind Universaldilletanten, die leider auch nicht immer eine Persönlichkeitsstörung hinbekommen.

  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    web4health schreibt:
    In der Klinik erlebt man es übrigens, dass sich bei ADHSlern eher die Macken bzw. neurotischen Störungen der Therapeuten widerspiegeln. Der Psychiater bzw. Psychologe schaut quasi sich selbst an. Definitionsgemäss halten sich aber gerade Analytiker für "normal" bzw. neutral. Das bedeutet aber, dass dann ja nur der Patient Macken haben kann.

    Ich könnte auch Beispiele aus der Klinik aufführen, in denen aufgrund von Konflikten mit Mitarbeitern Patienten mit ADHS als narzistisch eingestuft wurden. Obwohl oder gerade weil sie sehr genau erfasst haben, wo die Macken der Therapeuten liegen.

    Authentisch sein ist die Voraussetzung als Therapeut in der ADHS-Therapie.

    Typischerweise wehren sich andere Patienten nicht so häufig gegen Therapeuten wie ADHSler. Das Schützen vor den Therapeuten deuten aber die Psychotherapeuten als Widerstand bzw. Abwehr :-)
    ADHS Betroffene sind also als Patienten schon anders als "normal" psychisch Kranke? Also anders als solche Patienten, die eine ausgewachsene Persönlichkeitsstörung, Suchterkankung, Depression, etc. "richtig" hinbekommen?

    Müsste dann nicht auch die Psychotherapie anders gestaltet sein?
    ADHS und die zusätzlichen Komorbiditäten bzw. weniger gute Kompensationsstragetien ergeben ja in den meisten Fällen ein recht komplexes Bild. Da findet man dann, was das auf den ersten Blick wie eine narzisstische PS aussieht, aber ein bisschen Selbstunsicherheit ist auch da und emotional instabiles Verhalten zeigt sich auch. Dann kommt hin und wieder auch sowas trauriges vor, bisschen depressiv, aber nicht immer. Und im ganzen Chaos findet man dann auch noch Bereiche, die eventuell fast schon überstrukturiert sind und penibel ordentlich gehalten werden, fast schon zwanghaft.
    Kann man da mit den üblichen Psychotherapien überhaupt dagegen angehen? Kann man diesen großen undefinierbaren Klumpen von diversen "Störungen", der ja auch bei jedem ADHSler irgendwie anders ist, mit einer einzigen Therapie behandeln? Oder braucht man für jeden Teilbereich eine extra Therapie? Also behandelt man z.B. zuerst die Depression, dann den zwanghaften Teil, dann den emotional instabilen, etc.?
    Aber wenn ein ADHSler eigentlich gar nicht so richtig narzisstisch, zwanghaft etc. ist, dann müssten ja auch die Therapien, die es speziell dagegen gibt, bei ADHSlern relativ nutzlos sein?

    Gibt es das alles irgendwo kompakt zusammengefasst, damit man das eventuell seinem behandelten Psychiater und Psychotherapeuten zum Lesen geben kann?
    Als Patient fühlt man wie der letzte Klops, wie ein Alien, wenn man immer mehr unterschiedliche, sich zum Teil widersprechende Diagnosen, bekommt und gleichzeitg ab und an noch die Hilflosigkeit/Irritation des Arztes spürt.

    Es gibt ja viel zu wenig Ärzte und Therapeuten, die sich mit ADHS auskennen. Und zu viele Ärzte und Therapeuten, die glauben, sie wüssten, was Sache ist, die aber ziemlich wenig Ahnung haben.

  7. #17
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Fliegenpilz schreibt:
    Müsste dann nicht auch die Psychotherapie anders gestaltet sein?
    Definitely YES!!
    In darauf spezialisierten Kliniken passiert dies auch.
    Natürlich müssen alle Komorbiditäten trotzdem behandelt werden, aber eben mit Hinblick auf die darunter- und zugrunde liegende Störung AD(H)S.

    Als Patient fühlt man wie der letzte Klops, wie ein Alien, wenn man immer mehr unterschiedliche, sich zum Teil widersprechende Diagnosen, bekommt und gleichzeitg ab und an noch die Hilflosigkeit/Irritation des Arztes spürt.
    Mitunter würde ich sogar sagen, man fühlt sich wie ein Stück Schlachtvieh, das begutachtet wird und über das dann geurteilt wird, ohne es zu befragen ...
    Gerade im Moment geht es mir so.
    Meine KK hat mir per Einschreiben einen Rehaantrag geschickt, weil sie meine Entlassungsberichte aus BB und die meines Thera an den MDK geschickt haben und der ist der Meinung, dass meine Erwerbsfähigkeit gefährdet ist und ich solle doch bitte noch eine Reha machen ( ich war von Januar bis März letzten Jahres zur Reha in Malente und von Dezember 11 bis Februar diesen Jahres in Bad Bramstedt, dort allerdings mit Krankenhauseinweisung, weil ich eine Reha ja eigentlich gar nicht mehr kriegen würde, ... jetzt aber schon).
    Die wollen mich wieder in eine Klinik schicken, wieder komplette Veränderung, alles anders, Menschen, .... das hilft mir nicht, destabilisiert mich nur (stand auch m Entlassungsbericht, dass man mich erst in dem stationären Setting stabilisieren musste, um überhaupt therapierbar zu werden) und die wollen mir das wieder antun.
    Das hilft mir nicht, sagt auch mein Thera, aber die entscheiden halt nach Aktenlage.
    Sch.. doch drauf, ob das dem Patienten wirklich hilft und wenn er was sagt, ist er eh' beratungsresistent, einfach nur zu faul oder eben narzisstisch oder alles zusammen.
    Ich wünsch mir, dass die wirklich einfach mal in meinen Kopf hineinschauen könnten, die Angst spüren, die Traurigkeit, die Verzweiflung...

    LG
    Marcus

  8. #18
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: ADHS und Dissoziation

    Smile schreibt:
    @erika
    bitte entschuldige, wenn ich anecke.
    ich finde man sollte zwischen egozentrisch, egoistisch und narzisstisch unterscheiden.
    ja, ich bin egoistisch... egoistisch geworden / gamacht worden? ... aber nicht narzisstisch.
    ob ich selbstbwusst bin ?? - ich glaube, da müsste man einen unterschied machen -
    adhs zwingt uns in die ecke. missverstanden werden zwingt uns noch mehr zu verteidigen
    - wie auch immer /konfrontation / dissoziation/derealisation u.s.w.
    ein empathischer thera - - würde sehen, warum wir in die ecke gedrängt werden und
    waru WIR so agieren, wie wir zu reagieren brauchen um uns zu schützen.... und der ursprung ein anderer ist...
    (nur meine meinung)
    Hallo Smile,

    du eckst damit keinesfalls an.

    Ich will damit auch nicht sagen, dass die Diagonsen stimmen. Aber wie Martin Winkler schon schreibt:
    web4health schreibt:
    Zunächst sollte man sich wieder klarmachen, dass eine Persönlichkeitsstörung eine Überlebensstrategie ist. Also zunächst hoch sinnvoll aufgrund der Beziehungserfahrungen in der Familie bzw. seinem Lebensumfeld ist. Ein Klient mit einer Persönlichkeitsstörung erlebt sie als "normal" bzw. ich-synton. Nur die anderen im Umfeld des Patienten haben zunächst Probleme.

    Das kann bei ADHSlern auch so sein, ist dann aber eher der Egozentrismus mit der Unfähigkeit zum Perspektivenwechseln. Nicht unbedingt Narzismus.

    ...

    Fazit : ADHSler sind Universaldilletanten, die leider auch nicht immer eine Persönlichkeitsstörung hinbekommen.
    Und wenn wir auch diletantisch sind und nicht das volle "Störungsbild" entwickelt haben, so haben sich, vielleicht auch nur teilweise, solche "Überlebensstrategien" verfestigt. Daher ist es manchmal hilfreich, sich damit zu beschäftigen. Nicht um noch eine Diagnose zu sammeln, sondern Lösungsansätze zu finden.

    LG
    Erika

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 53

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Macus, ich bin bei Dir!

    Irgendwann ziehe ich Bilanz, schaue zurück auf Diagnosen aus dem affektivem Formenkreis, die ein oder andere Persönlichkeitsstörung ua. narz. und natürlich Sucht!(was ich auch nicht richtig hinkriege, als Universalchaot - aber wer glaubt einem Süchtigen, dass er z.B Suchtdruck nicht nachvollziehen kann). Ängste auch noch, aber was jetzt für eine Angst/Panikstörung eigentlich - es mag nix wirklich passen.

    Ich schaue zurück auf überforderte, hilf- u. ratlose Ärzte und Therapeuten, aber auch auf von sich selbst eingenommene, narzistische Ärzte, die die Diagnosen geben und Punkt. Nichts würde ihr Weltbild, ihre Schablonen und Modelle oder deren Wahrnehmung ins Wanken bringen. Die Hybris der Schulmedizin.

    Ich schaue zurück auf Klinik- und Rehaaufenthalte auf Gruppengespräche, Einzelgespräche, Gestaltung, Erogtherapie und Sport, auf prog.Muskelentspannung, Stocktanz, Yoga und konzentrative Bewegungstherapie, auf immer die selben Muster, Strukturen, Methoden und Modelle, die ich als Adhsler nunmal nicht annehmen, bestenfalls eine zeitlang mimen kann. Ich bin derer müde. Ich bin allein, leer, erschöpft, frustriert und bitter.

    Ich schaue zurück auf Palletten eingeworfener Ads, Neuroleptika, Drogen.....Es hat mich nur vergiftet. Es hat den Restwert an Ich, an integerem Selbst oder Persönlichkeit nur noch mehr in Konfusion gebracht, wenn er überhaupt verhanden war. Wer oder was bin ich eigentlich und was seid ihr.


    und jetzt.....bietet mir der Winkler Martin ein Konstrukt an, ein Erklärungs- u. Beschreibungsmodell des bekannten Bewertungs- u. Wahrnehmungsschema-Typs, für dass ich mir üüüberhaupt nix kaufen kann, außer immer noch mehr der selben Medizin und der selben Therapie, oder?....oder ist es tatsächlich eine Revolution in der Wahrnehmung von und des Bewusstseins für unserer Kreuz? Eine holistischer nicht so zweidimensionale Sicht! Vielleicht!

    Ich bin als ADHSler (wenn ichs bin - auch das krieg ich als Unversalchaot grad so hin - dass sich die Katze in den Schwanz beisst, was sie immer tut) a) ständig alarmiert und stehe b) sowieso nur daneben, manchmal drunter aber oft auch drüber. Diese Metasicht ist dann eine Art Supervisionsbrille für das gaanze menschliche Theater, zu dem eben der Diagnose- u. Therapiebetrieb von psychisch auffälligen, bzw. leidenden Menschen gehört. Ich sehe die Fragwürdigkeiten, sehe die Lücken, kann es zerlegen und tue es. Ein freier kritischer Geist, der halt- u. hilflos ist, der nirgends andockt - kein politisches, kulturelles, religiöses oder philosphisches Lager 'fittet', diese Lager sogar demoralisiert, der aber so Sehnsucht nach einem Platz für sich hat.

    Mir fehlt der Illusionismus, der einem normalen Menschen, das Leben überhaupt erst möglich macht. Am Ende ist alles Glauben und nix wissen, seelig die an die Hostie und die Hand des Pfarrers, seelig die an das Psychopharmakum und den Rat des Psychologen/Psychiaters glauben......dann hilft auch!

    war jetzt ot oder? Sorry! zum Thema...

    Narzismus ist das was der Volksmund als Eitelkeit, Egoismus, und Egozentrik kennt. Narzismus ist Zeitgeist. Die allermeisten Politiker und wohl auch viele Schulmediziner oder auch Münchner scheinen diesen Habitus als Lebensentwurf angenommen zu haben und gut damit zu fahren. Ich bin der Beste, ich bin stark, sicher und einfach gut, ich bin das Sexuallorgan des Universums. Ihr seid dazu da mir zu huldigen und mich zu bewundern...

    Was aber ist Narzismus denn eigentlich für ein Überlebensmodell.... Ich kenne keine Liebe, weder zu mir, noch zu anderen. Ich bin völlig beziehungslos, das macht Angst und beklemmt. Ergo substituiere ich Liebe und Beziehung über "Großartigkeit" bzw. die Rolle des Stars. Die Rolle des "Fans" substituiert echte Beziehung auch - dem Star gemeinsam huldigen, weshalb auch das Narzisten sind. Genau wie materielle Konsumenten - die substituieren über Kleidung, Besitz etc... Tierfreunde, das Gleiche....

    Wir Universalchaoten jedenfalls kriegen das scheinbar leider wirklich nicht gebacken. Aber beziehungslos sind wohl auch wir, als Resultat der Zerissenheit, der Ichschwäche oder Ich-Unsicherheit schauspielern wir wohl gerne, sind in unseren Rollen gerne auch sicher und auch überzeugend, aber Beziehung und Nähe???

    Ich jedenfalls liege in Scherben....Schönen Tag

    PS: ich freu mich, dass es euch und das Forum gibt, großes Danke an Alex, Martin Winkler und die Gemeinde

  10. #20
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 676

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Maj.Derrick schreibt:
    Macus, ich bin bei Dir!




    und jetzt.....bietet mir der Winkler Martin ein Konstrukt an, ein Erklärungs- u. Beschreibungsmodell des bekannten Bewertungs- u. Wahrnehmungsschema-Typs, für dass ich mir üüüberhaupt nix kaufen kann, außer immer noch mehr der selben Medizin und der selben Therapie, oder?....oder ist es tatsächlich eine Revolution in der Wahrnehmung von und des Bewusstseins für unserer Kreuz? Eine holistischer nicht so zweidimensionale Sicht! Vielleicht!

    Ich bin als ADHSler (wenn ichs bin - auch das krieg ich als Unversalchaot grad so hin - dass sich die Katze in den Schwanz beisst, was sie immer tut) a) ständig alarmiert und stehe b) sowieso nur daneben, manchmal drunter aber oft auch drüber. Diese Metasicht ist dann eine Art Supervisionsbrille für das gaanze menschliche Theater, zu dem eben der Diagnose- u. Therapiebetrieb von psychisch auffälligen, bzw. leidenden Menschen gehört. Ich sehe die Fragwürdigkeiten, sehe die Lücken, kann es zerlegen und tue es. Ein freier kritischer Geist, der halt- u. hilflos ist, der nirgends andockt - kein politisches, kulturelles, religiöses oder philosphisches Lager 'fittet', diese Lager sogar demoralisiert, der aber so Sehnsucht nach einem Platz für sich hat.

    Mir fehlt der Illusionismus, der einem normalen Menschen, das Leben überhaupt erst möglich macht. Am Ende ist alles Glauben und nix wissen, seelig die an die Hostie und die Hand des Pfarrers, seelig die an das Psychopharmakum und den Rat des Psychologen/Psychiaters glauben......dann hilft auch!
    Sorry, das klingt mir schon wieder nach sehr grosser "Bühne" und schon fast nach einer Faust-Tragödie :-)
    Wärst Du mein Patient, würde ich das vermutlich als Bühnenstück oder Oper vorstellen lassen. Das grosse "Spiel" bzw. die Katze, die sich in den Schwanz beisst.... Und dann Augenbewegungen machen lassen. Und sich diesen "Film" genau beschreiben lassen. Wäre sicher lustig oder eine Tragikkomödie. Trotz oder wegen allem Schmerz.

    Ich behaupte übrigens nicht, dass ich nun ein grosses Universalmodell habe. Aber vielleicht eine andere Sicht, eine Metaebene.

    Wer meinen Blog liesst, wird das ja erfahren können. Piero Rossi hat ja auch wiederum Zweifel an der herkömmlichen Sicht von ADHS (er bereitet gerade eine Kritik am Buch von Barkley vor). Das Problem ist, dass es eben Kritik an dem System auf verschiedenen Ebenen geben müsste.

    Und einzelne Exoten wie ich oder andere Therapeuten gelten dann eben als Geisterfahrer. Was ja auch irgendwie stimmt. Schon 1998 war ich Querdenker, als ich die Existenz von ADHS im Erwachsenenalter behauptete. Jetzt revidiere ich ja nicht meine Vorstellungen oder Modell, ich sehe nur über den damaligen Tellerrand. Was nicht so viele Psychiater tun oder können.

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