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Diskutiere im Thema ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #121
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Das mit der Hochsensibilität macht durchaus Sinn.
    Hieße aber auch, dass ADHSler anfälliger für Persönlichkeitsstörungen sind.
    Insbesondere wenn man bedenkt, dass "ADHS-Babys" häufig auch Schreikinder sind und ein mehr an Zuwendung bedürfen.
    Ich denke, so ein Kind wird eher mal schreien gelassen (und sei es schlicht aus Verzweiflung), als ein gemütlicheres Baby, das brav im Stubenwagen liegen bleibt.
    Wenn man noch hinzufügt, dass diese Kinder dann auch noch empfindlicher darauf reagieren, naja, dann ist eine PS quasi fast vorprogrammiert.
    Denn welche Eltern sind schon perfekt?

    Nehmen wir an, es ist alles nicht sooo schlimm, ich glaube auch ein ADHS-Kind verzeiht viel.
    Aber gerade richtige emotionale Vernachlässigung (siehe Nazipädagogik), die ja auch bei der Durchschnittsbevölkerung viel Schaden angerichtet hat, müsste doch dann erst recht bei hochsensiblen Schreikinder schädlich sein.
    Warum sind ADHSler dann nicht fähig, eine richtige PS zu entwickeln?

    Und die eigentlich Frage war, warum Borderline oft im Zusammenhang mit ADHS diagnostiziert wird, Borderline hingegen sich oft mit der narzisstischen PS überlappt, aber die narzisstische PS quasi als Komorbidität zu ADHS nahezu ausgeschlossen wird (im Sinne von: es ist entweder eine Fehldiagnose oder reine Abwehrstrategie).

    Über die Ursache von Borderline und Narzissmus weiß man noch nicht sooo viel, aber scheinbar sind die Ursachen recht ähnlich.
    Ist es quasi eine Typsache, welche Störung ich nach Vernachlässigung/Traumata o.ä. entwickel? Und sind dementsprechend ADHSler eben eher Borderliner als Narzissten?

  2. #122
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 419

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Ich hab diese Diagnose übrigens auch, kanns aber auf meine Mutter schieben

    Wobei ich nicht genau weiß, ob man durch eine narzisstische Mutter auch selbst zum Narzisst werden kann oder ob das dann Zufall ist..
    Halte es aber für sehr wahrscheinlich. Zum einen erbt man ja fast alle Verhaltensweisen (zunächst) von den Eltern und ausserdem ist es ja auch eine Art Strategie.

    Hier frag ich mich allerdings, ob man beides als Kind überhaupt mitbekommt, da man ja mehr oder weniger in einer pädagogischen Scheinwelt lebt und lediglich die negativen Effekte zu spüren bekommt.
    Geändert von Sgrhn (31.10.2012 um 19:23 Uhr)

  3. #123
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Patty schreibt:
    Nehmen wir an, Grundursache des AD(H)S ist die Hochsensibilität,
    Das irritiert mich gerade ... :
    Warum sollte man das annehmen?

    Wenn ich das richtig verstehe, würde das bedeuten, dass ADS durch eine Hochsensiblität ausgelöst würde und das wäre mir zunächst mal neu.
    In der Hauptsache wird ADS meines Wissens nach genetisch vererbt.
    Weiterhin gibt es zwar auch die Möglichkeit, es zu erwerben, da findet man als Ursachen aber eher solche Dinge wie pränatale und postnatale Probleme.

    Ja ich weiß, es gibt da einen Artikel, der auch hier im Forum schon mal gepostet/ verlinkt wurde und in welchem das angesprochen wurde, aber insgesamt würde ich sagen, dass das auf eher dünnen Beinen steht.
    Zumindest habe ich noch von keiner Studie gelesen, welche das belegt.
    Wobei ich mich da zugegebenermaßen an die Fachliteratur aus den Staaten orientiere, vornehmlich Barkley.

    EDIT: Wobei ich ausdrücklich betonen möchte, dass ich nicht sage, dass es so ist oder eben nicht ist ... ich kann ja immer nur von meinem Wissensstand ausgehen und ich bin kein Fachmann, denke also nur laut!!!

    ReRegenbogen schreibt:
    Das mit der Hochsensibilität macht durchaus Sinn.
    Hieße aber auch, dass ADHSler anfälliger für Persönlichkeitsstörungen sind.
    Sehe ich auch so, ... was auch Sinn macht, wenn man bedenkt, dass ADS u.a. eine Entwicklungsstörung, sprich -verzögerung der exekutiven Funktionen ist.
    Da kann es schnell passieren, dass eine Person versuchen muss, andere Kompensationsmechanismen/ Schutzvorkehrungen zu treffen, als es bei Personen der Fall ist, bei denen sich die Persönlichkeit normal entwickelt.
    Es passt nun mal nicht, wenn man als Kind in einer Umgebung mit Menschen ist, in die man eigentlich (noch) gar nicht reinpasst.

    Folgt man Barkley, so kann man als Faustregel davon ausgehen, dass die exekutiven Funktionen, also das "exekutive Alter" um 30% hinter dem Lebensalter herhinkt ... ein 15-Jähriger wäre somit eigentlich erst 10 1/2 und wenn man jetzt bedenkt, wie weit ein 10-jähriger und ein 15-jähriger auseinanderliegen, ist das schon recht gravierend.
    (Nur zur Sicherheit auch hier der Hinweis, dass es eine Spektrumserkrankung ist und das daher auch keine absoluten, sondern Daumenwerte sind, es geht immer von leicht- bis schwergradig, aber um eine PS zu entwickeln reicht eine Leichtgradigkeit IMHO wohl eher nicht aus)

    Warum sind ADHSler dann nicht fähig, eine richtige PS zu entwickeln?
    Weil ADS'ler Persönlichkeitsauffälligkeit en eher in den Bereichen aufzeigen, in denen sie ihre "Problemzonen" haben.

    Wenn man sich einen Menschen mit einer anankastischen (zwanghaften) PS ansieht, dann wird man feststellen, dass diese Zwanghaftigkeit in nahezu allen Bereichen zu finden ist.
    Die sind bis ins Detail perfektionistisch usw.
    Ein ADS'ler versucht seine "Unzulänglichkeiten" wie Vergesslichkeit, Zerstreutheit, Chaos etc. durch die Zwanghaftigkeit zu kontrollieren und in den Griff kriegen.
    Er versucht sich und seine Vergesslichkeit regelrecht zu bezwingen...
    Das sieht aber anders aus, als bei einem Zwanghaften ohne ADS.

    Narzistisch werden ADS'ler, weil sie versuchen müssen, trotz ihrer Entwicklungsverzögerung im Bereich der "Normalos" zu bestehen.
    Da gibt es aber noch gar keine Fähigkeiten für, da die sich ja erst noch entwickeln müssen.
    Also schustert man sich selber was zusammen und muss sehen, dass man eine Mauer aufgebaut bekommt, um das eh noch fragile Gebilde seiner selbst zu schützen.
    Aber auch hier muss es irgendwelche, möglicherweise nur feinen, Unterschiede geben, die erkennen lassen, dass die ADS und die damit verbundene Entwicklungsverzögerung der Hintergrund sind. (Damit kenne ich mich leider nur wenig aus, die Zwanghaftigkeit ist in erster Linie meine Baustelle...)

    Und die eigentlich Frage war, warum Borderline oft im Zusammenhang mit ADHS diagnostiziert wird, Borderline hingegen sich oft mit der narzisstischen PS überlappt, aber die narzisstische PS quasi als Komorbidität zu ADHS nahezu ausgeschlossen wird (im Sinne von: es ist entweder eine Fehldiagnose oder reine Abwehrstrategie).
    Mit Borderline ist das wieder so eine Sache für sich, würde ich sagen.

    Vordergründig findet man bei beiden unkontrollierte Gefühlsausbrüche, die der aktuellen Situation nicht angemessen sind.
    Der Unterschied zwischen ADS'ler zum Borderliner liegt, soweit ich das verstanden habe, wohl eher darin, dass der ADS'ler zwar diese Gefühlsausbrüche hat, diese aber immer noch Rahmen der "normalen" Intensität stattfinden.
    Nur nimmt man das weniger so wahr, denn eigentlich hätte man einen Wutausbruch in dieser Situation ohnehin ja gar nicht erwartet ...
    Es ist also eher eine Gefühlskontrollstörung bei einem ADS'ler.
    Das Gefühl als solches ist nicht zu extrem, aber es hätte in diesem Moment unterdrückt werden sollen (und von Normalos auch unterdrückt werden können)

    Bei einem Borderliner dagegen erkennt man eher ein wirklich überschießendes Gefühlsleben.

    Nur ist das nicht leicht zu unterscheiden und man muss halt genau hinschauen, um diese Unterschiede zu erkennen.

    Der Haken ist, dass ADS und Bordeline aber auch doch zusammen aufkommen können, denn da findet man schon auch Verwandschaften zueinander.

    Auch kann es durchaus sein, dass die (zunächst noch in Rahmen befindliche) Gefühlswelt im Laufe der Zeit mehr und mehr außer Kontrolle gerät.
    Das eskaliert regelrecht:
    Ddie Gefühlsausbrüche ziehen Konsequenzen nach sich, weil Menschen ja nicht wissen, welche Ursachen sie haben, ADS'ler fühlt sich unverstanden und ungerecht behandelt (Oh Oh-> ausgeprägter Gerechtigkeitssinn) und so weiter und schon bauschen die Gefühle sich im Laufe der Zeit mehr und mehr auf, bis der Bordeliner steht ...
    Eine Spirale nach oben, ... nicht verwunderlich, sehen wir ja, dass die exekutiven Funktionen ohnehin schon eingeschränkt sind und das Alles eh schon darauf beruht ...
    Jetzt muss etwas die ganze Sch... weiche braune Masse abfedern, dass genau dazu aber noch gar nicht in der Lage ist.
    (So zumindest stelle ich mir diese Kausalkette auf der Basis meines Wissens vor, .. das heißt nicht, dass es so ist (oder immer so ist), das nur nebenbei)

    Und sind dementsprechend ADHSler eben eher Borderliner als Narzissten?
    Naja schwer zu sagen ... ADS'ler sind per se' egozentrisch, sie sind kleine Sturköpfe und wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen dann schalten sie ab und gehen auf totalen Gegenkurs...
    Wenn sie sich im recht glauben, kommt keiner an sie ran.

    Nach außen wirkt das mit Sicherheit narzisstisch.
    Das und viele andere Verhaltensweisen eben auch.
    Ich denke, die Kunst liegt auch hier darin, genau hinzuschauen und zu versuchen zu unterscheiden.
    Der Haken ist:
    Das ist mit Sicherheit verdammt schwer....
    Geändert von Fliegerlein (31.10.2012 um 20:32 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur und Edit zugefügt

  4. #124
    Stefanus

    Gast

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Alleine für die Mühe diesen Text zu schreiben bekommst du ein "Danke" Sind einige Aspekte dabei die ich so noch nicht kannte.

  5. #125
    Gesperrt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 259

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Also, ich bin natürlich kein Psychologe und ein laie auf dem Gebiet Psychologie, Persöhnlichkeitsstörungen usw aber ich habe sehr viel darüber gelesen.

    Meiner Meinung nach kann AD(H)S durchaus ein "Grundstein" für eine PS sein, wenn die passenden sozialen Umstände usw hinzukommen sind wir AD(H)S´ler warscheinlich gefährdeter als "normale Menschen", da wir durch die AD(H)S schon emotional Instabiler, Impulsiver und Sprunghafter sind.

    Bei Menschen mit einer Antisozialen PS ist AD(H)S die häufigste Komorbidität bzw werden die beiden Diagnosen am häufigsten zusammen diagnostiziert. (Das ist meiner Meinung nach jedoch Schwachsinnig, das kann genauso gut an der Impulsivität der beiden Krankheiten liegen.)

    Wir AD(H)S´ler sind im Grunde genommen die so ziemlich liebsten Menschen der Welt, aber wenn man in einem falschen Umkreis aufwächst dann können natürlich auch viele Dinge schief gehen.

    Es ist nunmal leider so das wir AD(H)S´ler auf viel Verständnisslosigkeit, Kritik und Ablehnung stoßen, das kann bei manchen Betroffenen die das ganz massiv erleben natürlich auch andere psychische Krankheiten hervorrufen, das ist dann sozusagen ein Schutzmechanismus.

    Diese Diagnosen sollte aber definitiv ein Psychater stellen, wir laien können das nicht genau beurteilen. Es kann auch etliche andere Ursachen geben, warum sie sich so verhält.

    Ich zB: habe als Kind auch oft gelogen, das lag aber daran das ich nicht mehr anders weiterwusste. Ich hatte gehofft das ich dadurch viele Dinge besser machen kann.

    lg

  6. #126
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 328

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Frederico schreibt:

    Diese Diagnosen sollte aber definitiv ein Psychater stellen, wir laien können das nicht genau beurteilen. Es kann auch etliche andere Ursachen geben, warum sie sich so verhält.
    Und nicht mal die können das richtig, ich habe die Wahl zwischen:

    a) narzisstischer Persönlichkeitsakzentuierung
    b) selbstunsicher-vermeidender Persönlichkeitsakzentuierung
    c) passiv-aggressiver (negativistischer) Persönlichkeitsakzentuierung
    d) depressiver Persönlichkeitsakzentuierung

    Was darfs also sein ?

    Diagnosen wie Persönlichkeitsstörungen sollte man nicht immer eine hohe Bedeutung zu messen denn - anderer Arzt/Psychologe andere Meinung.
    Können sich also durchaus ändern wie ein Fähnchen im Wind.

  7. #127
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Schatten87 schreibt:
    Und nicht mal die können das richtig, ich habe die Wahl zwischen:

    a) narzisstischer Persönlichkeitsakzentuierung
    b) selbstunsicher-vermeidender Persönlichkeitsakzentuierung
    c) passiv-aggressiver (negativistischer) Persönlichkeitsakzentuierung
    d) depressiver Persönlichkeitsakzentuierung

    Was darfs also sein ?
    Tja ... und schon komme ich mit dem nächsten Zitat, nämlich von Martin, welcher (sinngemäß) sagte, dass ADS'ler Universaldilletanten sind, welche nicht mal eine Zwangsstörung "richtig" hinbekommen...
    Im Grunde ist die Aussage: Von allem ein bisschen, aber nichts so wirklich richtig.
    Oftmals sieht es immer so aus wie, aber irgendwie passt es dann doch nicht.Und wenn man bei alldem dann nicht den Kern der ADS, welcher dahinter steht, sieht, dann kommt es zu so kuriosen Kombinationen von PS'en, welche eigentlich gar nicht zusammen passen.

    Das heißt ja nicht, dass nicht durchaus auch eine "wirkliche" PS aus der ganzen Sache wachsen kann, aber in den meisten Fällenn sieht das, soweit ich das alles verstehe und auch bei einigen selber beobachtet habe, schon irgendwie anders aus.

  8. #128
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 328

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Fliegerlein schreibt:
    Tja ... und schon komme ich mit dem nächsten Zitat, nämlich von Martin, welcher (sinngemäß) sagte, dass ADS'ler Universaldilletanten sind, welche nicht mal eine Zwangsstörung "richtig" hinbekommen...
    Im Grunde ist die Aussage: Von allem ein bisschen, aber nichts so wirklich richtig.
    Oftmals sieht es immer so aus wie, aber irgendwie passt es dann doch nicht.Und wenn man bei alldem dann nicht den Kern der ADS, welcher dahinter steht, sieht, dann kommt es zu so kuriosen Kombinationen von PS'en, welche eigentlich gar nicht zusammen passen.

    Das heißt ja nicht, dass nicht durchaus auch eine "wirkliche" PS aus der ganzen Sache wachsen kann, aber in den meisten Fällenn sieht das, soweit ich das alles verstehe und auch bei einigen selber beobachtet habe, schon irgendwie anders aus.
    Da stimme ich ohne wenn und aber zu. Das betrifft aber nicht nur ADHS'ler, sondern Leute mit psychischen Problemen und sogar normale Menschen. Unsere Persönlichkeit ist zu komplex (auch wenn scheinbar einfach gebaute Mitmenschen anders erscheinen mögen ) um in eine berühmte Schublade zu passen.

    Was mich angeht, habe ich mich jetzt über mehrere Monate mit Psychologie ein bissl beschäftigt und nutze die Modelle z.B. der Persönlichkeitsstörungen nur, um mein eigenes Verhalten zu hinterfragen.
    "Warum bin ich so geworden wie ich jetzt bin ?"
    "Was steckt hinter den Mustern meiner Gedanken ?"

    Derzeit tendier ich bei mir persönlich zur passiv-aggressiven Schiene aus mehreren Gründen:
    a) habe ich 2 Persönlichkeitsfragebögen bei jeweils 2 unterschiedlichen Psychologen ausfüllen dürfen und das ist die gemeinsame Schnittmenge.
    b)Kann ich konstruktive Kritik anderer Leute nicht ab, es fühlt sich an als ob die sich in mein Leben einmischen wollen und mir Befehle erteilen wollen. Also geh ich in die Defensive, hauptsache ich habe meine Ruhe.
    c) Habe ich in der ersten Klinik meine Therapeutin manipuliert. Ich sollte das Rauchen aufhören und deshalb aufschreiben wann ich wieviel und warum rauche. Tja, ich hab mir Mondzeiten ausgedacht und ab und an mal 3 Zigarretten als eine gezählt und Gründe "erfunden".
    d) Neige ich dazu, es abzulehnen wenn man Leistungen von mir verlangt. Bin ich nicht gewillt falle ich in die Blockadehaltung wie ein bockiges kleines Kind. Ich reagier dann verbal aggressiv durch z.B. schnippische Antworten um meine Aggressionen ab zu laden
    e) Fremdentwertung (was konstruktiv gemeinte Kritik sein kann oder sogar übersteigt) schlägt in grausame Selbstentwertung um (ich bin zu nichts zu gebrauchen)
    f) Ich bin ein Einzelgänger bis auf Leute mit ähnlichen Erfahrungen aus Kliniken die nicht gefühlt versuchen, über mein Leben zu bestimmen.
    g) Bin ich ein notorischer Schwarzseher, Griesgram und Nörgler (nichts ist gut genug oder gefällt mir etc., alles ist scheiße)
    -> hat sich Gott sei Dank durch Medikamente gebessert
    h) Beklage ich dann und wann mein persönliches "Leid", als ob ich nichts für meine Situation kann ("Opfer der Umstände" "Arme Sau"), wohlwissend das ich es bin der sich selbst isoliert
    i) Beneide ich dann und wann Leute, die es besser haben als ich (hat sich durch Therapie gebessert)
    j) Habe ich das Gefühl, das manchmal bei mir der Leitspruch gilt ("Was ich verdiene kriege ich nicht, was kriege will ich nicht")

    Narzissmus halte ich bei mir für etwas ausgeschlossen, bin dafür zu nett und umgänglich (Narzissmus lässt sich überdreht als "selbstsüchtiges A*loch und/oder Hochstapler der andere tyrannisiert" beschreiben, soll nur verdeutlichen wie andere Leute eine solche Persönlichkeit empfinden, ist nicht als Verallgemeinerung gedacht sondern nur damit man sich was drunter vorstellen kann, habe viel Material im Krankenhaus darüber erhalten mit sehr gut beschriebenen Beispielen)

    Was die depressive PS angeht, so glaub ist das eher eine Folge der negativistischen Lebenseinstellung, offiziell gibt es diese Diagnose weder in DSM-IV noch in der ICD-10 (man spricht also nur hinter vorgehaltener Hand darüber)

    Das alles geht bei mir soweit, das z.B. der Gedanke, eine Freundin zu haben, sich anfühlt als ob ich ein nörgelndes etwas zu Hause habe die mich vom Fernseher vertreibt um Hausarbeiten zu machen, sich beschwert wenn ich ein Bier trinke und überhaupt nur an mir rum mäkelt.
    2. Horrorszenario ist mit "Freunden" feiern gehn, und ich lehne Alkohol ab. Dann wird gedrängelt "einen in Ehren kann keiner verwehren" so lange bis ich dann was trinke um Ruhe zu haben.
    Ich empfinde den Umgang mit anderen Menschen als permanente Überschreitung meiner persönlichen Grenzen, das alle auf mir rumtrampeln und sich alles leisten können bei mir, ICH ABER DEREN PERSÖNLICHE GRENZE ZU ACHTEN HABE !!!


    Ich bin mal gespannt, was meine Psychiaterin am Montag dazu sagt, sie sollte ja jetzt 1 Monat Zeit gehabt haben um meinen Entlassungsbericht aus der Tagesklinik zu lesen.
    Darüber hinaus hoffe ich, das ich einen guten Einblick in meine Gedankenwelt gewährt habe, denn viele können/wollen meine Probleme nicht verstehen.
    Geändert von Schatten87 ( 1.11.2012 um 00:04 Uhr) Grund: Ergänzungen

  9. #129
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Schatten87 schreibt:
    Unsere Persönlichkeit ist zu komplex (auch wenn scheinbar einfach gebaute Mitmenschen anders erscheinen mögen ) um in eine berühmte Schublade zu passen.
    Da würde ich jetzt erstmal sagen: Kommt auf die Schublade an und wozu ist die Schublade gut?

    So wird z. B. in Verkäuferseminaren den Teilnehmern beigebracht, Menschen möglichst schnell in eine (grobe) Schublade zu packen, einfach um die Möglichkeit zu haben, besser auf sie eingehen, sich auf sie einstellen zu können.

    Man kann relativ schnell einen introvertierten oder extraverierten Menschen erkennen, und schon hat man die ersten beiden Schubladen aufgemacht und die Menschen passen auch trotz aller Individualität durchaus dort hinein, weil es eben für diesen einen Zweck ausreicht.
    Natürlich ist das wieder zu einfach, aber es geht eben auch besser.

    So wird oftmals der MBTI (Meyers Briggs Typen Indicator) verwendet und noch so einige Persönlichkeitsmodelle mehr.

    Bei tiefergehenden Geschäftsbeziehungen und wenn es um richtig Geld geht, soll man sich wundern, wie gut Verkäufer da in diesem Bereich geschult sind und wie gut sich Menschen in Schubladen packen lassen, allein um sie besser zu verstehen und auf sie eingehen zu können.
    Hier geht es darum, bestimmte dominante Grundzüge zu erkennen und darauf einzugehen.

    Aber das ist ja nicht das, woum es hier geht.
    Menschen mit PS passen im Grunde noch viel besser in Schubladen, denn gerade das ist ja ihr Problem, deshalb ja das Wort Störung in dem Begriff.

    Eine Persönlichkeitstörung hat, wer nur über ein sehr eingeschränktes Verhaltensrepertoire verfügt und dadurch spürbare Probleme im Leben hat.

    Ein gesunder Mensch hat eine ganze Sammlung an Verhaltensweisen, die er je nach Situation auswählen und anwenden kann.
    Das muss nicht immer richtig sein, da greift man auch oft mal daneben, aber alles eben noch im normalen Bereich, was bedeutet, dass er damit die gleiche Flexibilität und Trefferquote zeigt, wie die Mehrheit aller Menschen.

    Ich stelle mir das vor wie einen Werkzeugkasten.
    Ein Werkzeugkasten, prall gefüllt mit allen möglichen Werkzeugen.
    Grundsätzlich kann ein Mensch auf jedes dieser Werkzeuge zugreifen und sie je nach Bedarf einsetzen.
    Mit dem einen Werkzeug ist er mehr vertraut, als mit dem anderen, also wird er es wohl öfter rausholen und anwenden, auch wenn ein anderes vielleicht besser oder geeigneter wäre, aber dennoch bringt es ihn ans Ziel.
    Nicht immer das richtige Werkzeug zu nehmen, heißt ja nicht, dass es nicht da ist oder man nicht damit umgehen kann ... man hat es übersehen, vergessen, es gerade nicht sofort gefunden, usw. oder er nimmt halt lieber sein Lieblingswerkzeug, auch ok.

    Andere widerum benutzen ein Werkzeug schon ein wenig zu häufig, aber egal, sie haben auch die anderen Werkzeuge, benutzen sie aber nicht, ... aber sie könnten.

    Wie ist es nun bei einem Menschen mit einer PS?
    Dem fehlen eine ganze Reihe an Werkzeugen.
    Er hat sie nicht in seinen Kasten gelegt bekommen.
    Also muss er auf das zugreifen, was er im Kasten hat, egal was die Situation gerade erfordert.
    Nur geht das zwangsläufig irgendwann in die Hose...
    Wie heißt das so schön:
    Mit dem Hammer in der Hand sieht jedes Problem aus wie ein Nagel.
    Dummerweise hat der von einer PS Betroffene nur den Hammer.
    Er kann gar nicht anders und muss auf jede Situation gleich reagieren.

    Un ebenfalls dummerweise kann er nicht nur nicht anders, er nimmt auch gar nicht wahr, dass ihm Werkzeuge fehlen, er weiß das gar nicht.
    So wie ein Mensch mit einer Farbsehschwäche nicht weiß, gar nicht wissen kann, dass er Farben anders sieht, bis man es bemerkt und ihm deutlich macht.
    (Eine schöne Analogie übrigens, ... in mehrfacher Hinsicht)

    Also selbst wenn er sich und sein Verhalten nun hinterfragt, wird ihm nicht klar sein, warum das immer alles schief geht usw.

    Ganz ähnlich verläuft es auch bei ADS'lern, wenn man jetzt wieder die Entwicklungsverzögerung zu Grunde legt, welche zumindest eine logische Kausalkette bildet.
    Nur hat die Sache hier einen Haken und ich finde, dass sich da eine überraschende Ähnlichkeit zu Aspergern findet:
    ADS'ler haben gelernt, Ihr Gegenüber, Ihre Umwelt zu spiegeln.
    Sie haben keine eigenen Werkzeuge im Kasten, müssen aber irgendwie durchkommen, also tun sie so als ob und als Folge "imitieren" (das ist nicht das richtige Wort) sie ihr Umfeld.

    In einem Artikel über Asperger habe ich mal gelesen, dass Betroffene in der Untersuchung ganz normal wirkten, oder besser: völlig unauffällig.
    Stutzig wurde man dann, als man feststellte, dass die in jeder Umgebung unauffällig wirkten, auch in solchen, in denen sie nach den Vorerfahrungen eigentlich hätten gar nicht unauffällig sein können.
    Die haben sich schlagartig angepasst, wie ein Chamäleon.
    Aber sie haben nur nachgemacht, waren nicht sie selber, weil sie kein eigenes Repertoire besitzen, sie sind nur der Spiegel ihres Gegenübers.

    Ich finde, da gibt es eine frappierende Ähnlichkeit zu ADS'lern.

    Ich glaube, so hatte Martin das hier auch mal beschrieben.
    Sie spiegeln schnell ihre Therapeuten und der Therapeut sieht sozusagen sich selbst, aber nicht wirklich sein Gegenüber, was eben zu solche kuriosen und sehr unterschiedlichen Diagnosen führt (und offenbar haben die ADS'er sowas wie einen Verstärker im Spiegel ...).

    Langer Rede kurzer Sinn:
    Schubladen?
    Doch, durchaus und gerade bei Menschen mit PS ganz besonders, denn genau darum gehts.

    Narzissmus halte ich bei mir für etwas ausgeschlossen, bin dafür zu nett und umgänglich (Narzissmus lässt sich überdreht als "selbstsüchtiges A*loch und/oder Hochstapler der andere tyrannisiert" beschreiben, soll nur verdeutlichen wie andere Leute eine solche Persönlichkeit empfinden, ist nicht als Verallgemeinerung gedacht sondern nur damit man sich was drunter vorstellen kann, habe viel Material im Krankenhaus darüber erhalten mit sehr gut beschriebenen Beispielen)
    Das ist nur eine, die Lehrbuchbeschreibung.
    Es gibt auch das Modell, dass Menschen mit einem sehr geringen Selbstwertgefühl versuchen, sich hinter einer Fassade zu verstecken versuchen, um sich zu schützen.
    Das müssen deshalb nicht gleich die Blödopfel sein, das merkt man auch daran, dass sie sich irgendwie immer ein wenig distanzieren, versuchen sich Abstand derart zu schaffen, dass sie anderen als ein wenig überlegen erscheinen, um nicht angegriffen zu werden.
    Nett und umgänglich sind viele Narzissten, sie sind gut darin, zu manipulieren.

    Das alles geht bei mir soweit, das z.B. der Gedanke, eine Freundin zu haben, sich anfühlt als ob ich ein nörgelndes etwas zu Hause habe die mich vom Fernseher vertreibt um Hausarbeiten zu machen, sich beschwert wenn ich ein Bier trinke und überhaupt nur an mir rum mäkelt.
    2. Horrorszenario ist mit "Freunden" feiern gehn, und ich lehne Alkohol ab. Dann wird gedrängelt "einen in Ehren kann keiner verwehren" so lange bis ich dann was trinke um Ruhe zu haben.
    Ich empfinde den Umgang mit anderen Menschen als permanente Überschreitung meiner persönlichen Grenzen, das alle auf mir rumtrampeln und sich alles leisten können bei mir, ICH ABER DEREN PERSÖNLICHE GRENZE ZU ACHTEN HABE !!!
    Das sind gerade sehr schöne Beispiele, an denen man as mit der Werkzeugkiste analogisieren kann.
    Hier kann dann hinterfagt werden, wie Du in solchen Situationen typischerweise reagierst und welche anderen Möglichkeiten, sprich Werkzeuge, es noch gäbe .

    Klingt einfach, isses aber nicht, was ich hier so wunderschön klugscheißere, ist ein harter und schwerer Kampf gegen sich selbst und die Tatsache, dass ich so viel darüber schreibe zeigt, dass ich selber daran auch noch reichlich zu kämpfen habe.
    Denn zu wissen, dass man zu wenige Werkzeuge im Kasten hat, bedeutet nicht, dass sie plötzlich da sind oder man sie überhaupt bekommt.

    Und auch hier nochmal:
    Ich bin kein Fachleut, das sind nur meine Gedanken und Schlüsse und Interpretationen, meine Logik.
    Ich schreibe das nicht, um mit Wissen zu protzen o.ä., sondern um das auch in Frage gestellt zu bekommen, nicht um zu belehren, sondern auch um zu lernen.

    LG
    Fliegerlein
    Geändert von Fliegerlein ( 1.11.2012 um 16:11 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  10. #130
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 328

    AW: ADS / ADHS und Narzissmus / Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Fliegerlein schreibt:
    Menschen mit PS passen im Grunde noch viel besser in Schubladen, denn gerade das ist ja ihr Problem, deshalb ja das Wort Störung in dem Begriff.
    Das kann man so nicht sagen. Denn Persönlichkeitsstörungen treten nicht selten kombiniert auf. Vorrangig passiert das bei den PS, die im selben Cluster liegen gemäß DSM-IV.

    z.B.
    Cluster B emotional/dramatisch - Histrionische/Borderlinie/Narzisstische /Antisoziale PS

    Auch überschneiden sich Symptome bei vielen PS. So tritt z.B. die Kritikunfähigkeit nicht nur bei der narzisstischen PS auf, sondern auch bei passiv-aggressiver,selbstunsicherer oder histrionischer PS auf.
    Ich habe in der Klinik Leute mit PS kennen gelernt. Es dauert nicht selten Jahre, bevor sowas überhaupt erkannt wird. In der Zwischenzeit quälen sich die Leute durchs Leben und wissen nicht was schief läuft. Auch hat sich dann oft auch mehrfach die Diagnose geändert. Das Problem liegt auch darin, das man schlichtweg kaum festlegen kann, was noch normal oder schon übertrieben ist.
    Es kommt auch stark auf die Erfahrung des Psychiaters/Psychologen an. Wie bereits erwähnt - anderer Therapeut - andere Meinung.
    Auch ist der Anteil der Fehldiagnosen oft ziemlich hoch, d.h. Leute die eine haben bekommen keine Diagnose, Leute die keine haben werden abgestempelt.

    Man nimmt derzeit an, das PS als Anpassungsverhalten an Probleme in der Vergangenheit/Kindheit entstehen, wo diese übertriebenen Muster durchaus hilfreich waren. Aber mit der weiteren persönlichen Entwicklungs z.B. ins Erwachsenenhalter haben sich diese Verhaltensmuster gefestigt und werden dann hinderlich.

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