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Diskutiere im Thema Habt ihr Erfahrung mit dem Restless Legs Syndrome/RLS bei AD(H)S? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 181

    Habt ihr Erfahrung mit dem Restless Legs Syndrome/RLS bei AD(H)S?

    Einen guten Abend euch allen! =)

    Ich war heute beim HNO-Arzt, eigentlich nur, weil meine Krankenkasse das voraussetzt, wenn ich ins Schlaflabor möchte... "Möchte" ist da auch das falsche Wort, aber ich habe seit 2008 ganz starke Schlafstörungen, die meine Lebensfreude immer wieder extrem beeinträchtigen, und hab beschlossen, dass es jetzt endlich mal an der Zeit ist, sowas machen zu lassen, um organische Ursachen auszuschließen. Ich bin nämlich echt verzweifelt mittlerweile und weiß mir nicht mehr zu helfen.

    Jedenfalls kam bei diesem Termin der Verdacht auf RLS auf. Ich habe daraufhin nochmal direkt meinen Freund drauf angesprochen, ob er was von Beinbewegungen in der Nacht weiß. Er geht meist später schlafen als ich, also er bleibt für mich wach, bis ich schlafen kann
    Daher kann er das ganz gut beurteilen.
    Und er hat bei meiner Frage, ob meine Beine "zucken" oder ähnliches, direkt abgenickt und meinte, dass es ihn ganz oft wundern würde, dass ich davon nicht aufwache.

    So, nun bekomme ich am Dienstag erstmal ein mobiles Schlaflaborgerät mit nach Hause, das prüft eigentlich nur, ob Atem- oder Herzprobleme vorliegen, was ja nciht der Fall sein dürfte. Ist aber wie gesagt eben Voraussetzung, damit die KK zahlt. Dann wird der Arzt mit den Daten clever argumentieren, damit ich ins Labor kann, wo es wohl spezielle Pad-Sensoren für diese Bewegungen und außerdem die Möglichkeit für Schlaf-EEGs gibt.
    Ich hab zum einen nun Sorgen, weil ja nie sicher ist, ob ich ÜBERHAUPT schlafe, und ich das Ding eben nur eine Nacht habe.

    Aber das andere, das, wonach ich euch fragen wollte, ist, was denn eigentlich dann auf michzukommt, wenn sich das RLS bestätigt? O.o
    Ich weiß, dass man dann evtl. L-Dopa bekommt, oder auch Dopaminagonisten, wenn sich keine Ursachen wie Hormonstörungen oder Nährstoffmangel finden lassen. Wie verträgt sich sowas mit Methylphenidat und wie wirkt das, also, wie nehme ich die Wirkung wahr?
    Oder lässt sich am Ende nicht viel machen und ich muss damit leben? Es müsste sich doch aber irgendwie mildern lassen...

    Hmmm, habt ihr vielleicht Erfahrungen mit der Diagnostik selbst und der Therapie, auch im Zusammenhang mit AD(H)S?
    Es würde mir die Sorgen und die Nervosität sicher ein bisschen nehmen, wenn ich einschätzen könnte, was so auf mich zukommt! =)

    Falls ihr was wisst wäre ich für einen kleinen Bericht riesig dankbar!!

    Liebe Grüße und einen schönen Abend, bzw eine gute Nacht euch!

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 138

    AW: Habt ihr Erfahrung mit dem Restless Legs Syndrome/RLS bei AD(H)S?

    Hallo Sayuri,

    mir geht es momentan ganz ähnlich wie dir.
    Vor kurzem kam bei mir auch der Verdacht auf RLS auf (unruhige Beine, ständig der Zwang diese im Bett zu bewegen, nun teilweise auch tagsüber). Möglicherweise gibt es auch eine Verbindung zu meinem Antidepressiva Venlafaxin (bewußt fingen diese Empfindungen erst ab einer Höhe von 150 mg/Tag an). Das mit dem mobilen Gerät wurde mir auch von einem ersten Schlaflabor angeboten, aber das ist nicht geeignet (wie du schon schreibst) die RLS-Diagnose zu erhärten. Über die Uniklinik erfuhr ich dann die übliche Diagnoseerhärtung - genau wie du es beschrieben hast. Mein Neurologe hat mir eine Überweisung in ein Schlaflabor ausgestellt und ich werde wohl auch dort übernachten (in ca. 3 Monaten).
    Da ich noch kein MPH bekomme (evt. in ca. 14 Tagen) kann ich derzeit nichts über eventuell auftretende Schwierigkeiten sagen. Es gibt aber 100pro Menschen in diesem Forum, die dir da viel genauere Informationen geben können.

    Wie ist es denn bei dir um die Wachheit bestellt? Leidest du auch an einer starken Tagesmüdigkeit? Dies könnte ein Indiz darauf sein, dass du in der Nacht nicht wirklich durchschläfst.
    Ich habe auch gelesen, dass ein niedriger Eisenspeicherwert (Ferritin) / Eisenmangel die Symptome verstärken kann (Eisenmangel bei Restless-Legs-Syndrom (Syndrom der unruhigen Beine) | Eisen-Netzwerk). Über mein großes Blutbild erfuhr ich auch, dass mein Wert unter dem dort angegebenen Mindestwert für Ferritin (50 µg/l)liegt und eine Erhöhung dieses evt. zu einer Milderung des Symptoms führen könnte (mal schauen wie ich das angehe...). Die Eisentheraphie ist wohl recht neu und wird z.B. bei Wiki unter RLS recht positiv dargestellt. Ich werde mich in nächster Zeit etwas intensiver mit dieser Thematik beschäftigen. Wenn ich was neues erfahre, dann werde ich schreiben (wenn ich nicht grad zu verwirrt bin).

    Alles Gute
    Chaoticus

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 181

    AW: Habt ihr Erfahrung mit dem Restless Legs Syndrome/RLS bei AD(H)S?

    Hallo Chaoticus!

    danke für Deine Antwort! =)

    Erstmal ja, Tagesmüdigkeit ist bei mir ein ziemliches Problem. Ich kann zwar auch dann nicht wirklich gut schlafen, fühle mich aber ständig erschöpft und auch meine Stimmung sinkt, wenn ich keinen "Input" von außen mehr bekomme. Ich nehme allerdings außer Methylphenidat auch keine Medikamente regelmäßig. Ich hatte aber mal andere, eine Menge sogar, und wie gesagt das besteht seit 2008 und ist seitdem durch nichts gebessert oder verschlechtert worden. Damals war ich auch medikamentös noch ein völlig unbeschriebenes Blatt.

    Was den Eisenmangel angeht: Ich lebe vegan und lasse deshalb hin und wieder mein Blutbild kontrollieren, da gab es nie Auffälligkeiten. Seit ich weiß, dass Eisen bei RLS helfen kann (einen Verdacht darauf hatte ich ja schon länger, weil ich eben schlecht schlafe und es nicht selten mit ADHS auftreten kann), nehme ich auch noch ein Eisenpräparat ein, habe aber nicht das Gefühl dass es mir nützt, oder ein Weglassen schadet. Eher könnte es noch etwas hormonelles sein, das merkt man als Frau ja stärker. Und bei mir gibt es eben Phasen, da gehts besser, die könnten mit dem Zyklus und der Hormondifferenz zusammenhängen, aber ganz sicher bin ich mir nicht.

    Drei Monate Wartezeit ist ja eine Menge - ist das standardmäßig so, oder hat es bei Dir einen speziellen Grund? Ich hatte die Hoffnung, dass das Ganze einigermaßen bald geklärt ist, so langsam geh ich nichtmal mehr am Stock und mein Studium den Bach runter...

    Danke nochmal und hab eine gute (und hoffentlich einigermaßen ruhige) Nacht! =)

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 138

    AW: Habt ihr Erfahrung mit dem Restless Legs Syndrome/RLS bei AD(H)S?

    Hallo Sayuri,

    als Ergänzung kann ich schreiben, dass ich (allerdings nur 2x) Ropinirol (Gruppe der Dopaminagonisten) eingenommen habe. Eine merkliche Verbessung blieb aus, ich fühlte mich nach der Einnahme sehr unwohl (wie eine Art Schüttelfrost mit Hitzewallungen kombiniert). Es soll, nach meinem Neurologen, kurz vor dem Schlafen (ca. 1h) eingenommen werden und entfaltet seine Wirkung entsprechend kurzfristig und muss nicht täglich sondern kann nach Bedarf (natürlich eingeschränkt) eingenommen werden. Es gibt gelegentlich wohl auch einige unerwünschte Nebenwirkungen (steht einiges z.B, in der Wikipedia). //natürlich immer auf weitere Quellen berufen als Student ;-)

    Ich habe auch gelesen, dass man mitunter garnicht mitbekommen kann, dass man an diesem Syndrom leidet und trotzdem die volle Wucht der Tagesmüdigkeit zu spüren bekommt. Hat denn jemand aus deiner Familie auch das RLS?

    Zu den Eisenpräparaten: sie werden nur bei geringem Eisenmangel empfohlen, da über den Darm nur eine geringe Menge an Eisen aufgenommen werden kann. Eine Alternative ist die Intravenöse Verabreichung (bei schwerem Eisenmangel).

    Die Wartezeit geht für meine Begriffe eigentlich noch. Wenn ich großes Glück habe dann könnte es sogar schon Ende Mai klappen. Beim ersten Schlaflabor bei dem ich mich angemeldet hatte hätte ich für das mobile Schlafgerät sogar bis Oktober warten müssen. Aber vielleicht kommst du durch deine Notlage eher an einen Termin - bei mir ist es wohl noch nicht so drastisch ausgeprägt.

    Danke und ebenso eine möglichst ruhige und erholsame Nacht
    Chaoticus

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 52

    AW: Habt ihr Erfahrung mit dem Restless Legs Syndrome/RLS bei AD(H)S?

    Hallihallo,
    Meine Frau witzelt auch immer mal, ich hätte RLS.
    Aber eigentlich weiß sie genauso gut wie ich, daß es das nicht ist. Ich zappel eben einfach unbewusst, das machen ADHSler nun mal.
    Warum soll man das nicht auch im Schlaf machen können?

    Und wenn RLS nicht Mangel bedingt ist, dann ist es eine Störung im Dopamin-Haushalt.
    Hopla, Dopamin ADHS??? war da nicht was?

    Genau, also versuche ich mal mein Laienhaftes Verständnis zusammen zu fassen.
    Beim ADHS fließt das Dopamin zu schnell zurück, und gibt deswegen Nervenimpule nicht zuverlässig weiter.

    Bei RLS scheint jedoch genau das Gegenteil der Fall zu sein, daß das Dopamin nicht richtig zurück fließen will. So kommt es wohl dazu, daß eine Nervenzelle einen Dauerimpuls von sich gibt und das ganze Bein, bzw. den ganzen Gehapparat in Bewegung hält.

    Ob das denn beides zusammen auftreten kann?
    Keine Ahnung, vielleicht kann das dein Neurologe beantworten.

    Ich würde es an deiner Stelle jedoch erst mal mit MPH über Nacht probieren, um auszuschließen, das es einfach nur unbewusstes nervöses Zappeln ist. Vielleicht kann man sich dann den ganzen Zirkus mit Schlaflabor und den darauf folgenden Medikamentenexperimente ersparen.
    Daß ADHSler im Erwachsenenalter mit MPH in aller Regel keine Einschlafschwierigkeiten haben, ja sogar evtl. vorhandene Einschlafstörungen mit MPH überwinden können, ist ja heute auch schon ein alter Hut.

    Cu

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 225

    AW: Habt ihr Erfahrung mit dem Restless Legs Syndrome/RLS bei AD(H)S?

    Hi,

    ADHS und RLS sind eine relativ häufige Kombi. Leider ist die Abgrenzung für den Arzt schwierig und beides zusammen wird demzufolge wahrscheinlich zu selten diagnostiziert.
    Ich finde es gut, dass Du ins Schlaflabor gehst, denn das wird Klarheit bringen und eine wirksame Behandlung ermöglichen! Einen Eisenmangel solltest Du auch ausgeschlossen haben.
    Was auch helfen könnte ist hochdosiertes Magnesium kurz vor dem Schlafen.

    MPH und Madopar kann man schon kombinieren, man muss halt aufpassen, dass man angesichts der massiven Dopaminversorgung keine psychotischen Züge entwickelt.
    Auf jeden Fall muss man am Anfang mit MPH tierisch vorsichtig sein und die Dosierung von 0 auf neu titrieren.

    Eine, wie ich finde, ideale Medikation der RLS bei ADHS ist Lyrica. Das macht keinerlei Interaktionen mit allen anderen Psychopharmaka und hat zudem positive Effekte auf viele bei ADHS relevanten Probleme (Angst, Hyperaktivität, Migräne und halt eben RLS).

    Ansonsten hilft mir immer eine Minidosis MPH zum Einschlafen.

    Alles Gute!
    matz

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 181

    AW: Habt ihr Erfahrung mit dem Restless Legs Syndrome/RLS bei AD(H)S?

    Hallo ihr drei,

    vielen lieben Dank für eure Meinungen und Infos!

    @ Chaoticus: Ob jemand in meiner Familie das hat, kann ich nicht sicher sagen. Die Diagnose ist bei niemandem gestellt worden, allerdings hat sich auch nie jemand damit befasst. Was mir extrem stark auffällt ist, dass mein Opa ganz regelmäßig eine kleine zuckende Bewegung mit dem Bein macht, wenn er mit überschlagenen Beinen sitzt (was er fast immer tut). Schon als kleines Kind hab ich ganz erstaunt auf dem Boden vor seinem Lieblingssessel gesessen und mir das angeschaut! Ich hab ihn aber lustigerweise nie drauf angesprochen XD. Und meine Mutter hat wohl auch einen sehr unruhigen und ganz leichten Schlaf, meine Schwester bewegt sich unheimlich viel... aber das sind alles nur hinweise, nichts sicheres natürlich. Es könnte also gut sein, muss aber nicht.

    Den Eisenwert werde ich auf jeden Fall überprüfen lassen, die nächste Kontrolle wegen MPH ist wohl eh bald dran. ich hoffe, dass es möglich ist, das Ferretin mitzubestimmen, wenn ich darum bitte. Vielen Dank für den Hinweis!!

    @ Savi: Auch Dir vielen Dank, dass Du Dir Gedanen um das Thema gemacht hast! Meine Info ist auch, dass RLS oft mit ADS zusammen auftritt und dass die Dopaminstörung bei RLS nicht selten mit L-Dopa behoben werden kann, dem Parkinsonmedikament. Und bei Parkinson ist glaube ich mittlerweile gaz sicher, dass ein Dopaminmangel vorliegt, der dann durch L-Dopa (kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden) eben ausgeglichen wird. Das heißt, auch beim RLS müsste irgendeine Form von Mangel an Dopamin oder mangelhafter Wirkung von Dopamin vorherrschen, so wurde es mir erklärt.

    MPH über Nacht ist bei mir eigentlich eh immer angesagt, in kleiner Dosis natürlich. Sonst wird das Einschlafen nur noch schwerer. Aber es hebt die Beschwerden leider nicht auf und bessert sie auch nicht so sehr, dass ich auf Dauer zufrieden wäre - zumal sich RLS wohl häufig auch mit zunehmendem Alter verstärkt. Naja, erstmal abwarten, ob es das denn auch ist, aber bei dem Verdacht macht man sich natürlich schon erstmal so seine Gedanken...

    @ matz: Danke für den Tipp it dem Magnesium, das werde ich in jedem Fall mal probieren! =) Eignen sich Magnesiumpräparate denn grundsätzlich besser zur oralen Aufnahme als Eisen, wie Chaoticus meinte?
    Und kannst Du sagen ob es nicht vielleicht möglich wäre, mit einem Dopaminagonisten sozusagen zwei Fliegen (ADS und RLS) mit einer Klappe zu schlagen? Oder wirkt ein Agonist weniger gut auf die ADS-Symptome als MPH? Das wäre für mich spannend...

    Von Pregabalin hört man momentan ja einiges und wegen meiner Probleme mir der Angst habe ich auch schon drüber nachgedacht, meinen Arzt mal danach zu fragen. Allerdings bin ich sehr sehr vorsichtig mit der Einnahme von Medis, seit mich MIrtazapin in eine schlimme Anorexie getrieben hat (natürlich nicht das allein, ich war schon immer prädestiniert für sowas, aber die unkontrollierbare Gewichtszunahme, von der ich damals nichts wusste, war schließlich der Auslöser zum extremen Hungern... -.-) und habe mich erstmal ziemlich umfassend informiert. Wobei herauskam, dass Gewichtszunahme sogar eine ziemlich häufige Nebenwirkung ist, was eine Einnahme für mich praktisch ausschließt.
    Eine ähnliches Medikament ist aber soweit ich weiß das Tiagabin, bei dem diese NW nicht bekannt ist. Es ist ein Wiederaufnahmehemmer für GABA, wirkt also auch auf diesem (GABAergem) Weg, aber im Bereich der Psychosomatik habe ich noch nciht viel davon gehört. Es wird als Antikonvulsivum verwendet, bei Epilepsie.... ich weiß nicht ob das eine Verordnung für soetwas wie RLS und generalisierte Angst zulassen könnte. Falls Dir - oder jemand anderem - da was bekannt ist wäre ich dankbar für Infos =)

    Danke nochmal und habt alle einen schönen Tag!!

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 225

    AW: Habt ihr Erfahrung mit dem Restless Legs Syndrome/RLS bei AD(H)S?

    Liebe Sayuri,

    Ich sehe schon, der Leidensdruck hat Dich zu eingehenden Recherchen getrieben...

    Sayuri schreibt:
    Eignen sich Magnesiumpräparate denn grundsätzlich besser zur oralen Aufnahme als Eisen, wie Chaoticus meinte?
    Mit Eisenpräparaten wäre ich vorsichtig. Das sollte wirklich nur genommen werden, wenn ein Eisenmangel (Ferritinwerte) diagnostiziert wurde und es Dir ärztlich verordnet wurde. Anderenfalls könntest Du Dir mit Eisen mehr schaden als nützen! Magnesium hingegen kann man praktisch nicht überdosieren. Es soll auch sonst gut sein für ein langes Leben, Energie, etc. Ausserdem hilft es bei Verstopfung (unter welcher ADHSler ja auch ganz gerne mal leiden).

    Hast Du schon Zink und Vitamin B6 probiert? Beide sind essenziell bei der Synthese von Dopamin und dessen Vorstufen. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht!

    Sayuri schreibt:
    Und kannst Du sagen ob es nicht vielleicht möglich wäre, mit einem Dopaminagonisten sozusagen zwei Fliegen (ADS und RLS) mit einer Klappe zu schlagen? Oder wirkt ein Agonist weniger gut auf die ADS-Symptome als MPH? Das wäre für mich spannend...
    EIn Dopaminagonist kommt nicht mal als MIttel der letzten Wahl bei ADHS zur Anwendung. Angesichts der im Vergleich zu MPH krassen Nebenwirkungen und der Psychosegefahr erscheint ein allenfalls minimaler Effekt von Dopaminagonisten auf ADHS höchstens als Nebenwirkung. Denn nach aktuellem Stand ist ADHS kein Dopaminmangel, sondern eine zu schnelle Wiederaufnehme von Dopamin aus dem synaptischen Spalt. Glaube mir, mit MPH fährst Du besser!
    L-Dopa (z.B. Madopar) hingegen ist in der bei RLS üblichen Dosierung relativ verträglich. Ausserdem kann RLS mit Madopar quasi bewiesen werden. Bevor Du zu Dopaminagonisten greifst, versuche lieber erst mal L-Dopa.

    Sayuri schreibt:
    Von Pregabalin hört man momentan ja einiges und wegen meiner Probleme mir der Angst habe ich auch schon drüber nachgedacht, meinen Arzt mal danach zu fragen. Allerdings bin ich sehr sehr vorsichtig mit der Einnahme von Medis, seit mich MIrtazapin in eine schlimme Anorexie getrieben hat
    Pregabalin ist wirklich äusserst verträglich, ich spreche aus eigener Erfahrung (2x 150mg/Tag) und es tut auch sonst wirklich gut bezüglich verschiedener ADHS-typischer Problemchen. Eine dauerhafte Gewichtszunahme hatte ich nicht, auch wenn ich anfangs 1-2 kg zugenommen habe. Ich würde an Deiner Stelle zuerst nach Lyrica fragen. Wenn das bei Deinen (RLS)-Beschwerden nicht genug hilft, wäre Madopar der nächste Schritt. Erst wenn mit Madopar eine Augmentation auftritt und Deine RLS-Beschwerden trotzdem einen hohen Leidensdruck verursachen kommen Dopaminagonisten in Frage.

    lg matz
    Geändert von matz ( 5.04.2012 um 13:00 Uhr) Grund: Ergänzung

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

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    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 181

    AW: Habt ihr Erfahrung mit dem Restless Legs Syndrome/RLS bei AD(H)S?

    Oha, das klingt irgendwie alles gar nicht so einfach udn auch nicht ganz harmlos... O.o

    Ich werde wohl erstmal abwarten, was die Untersuchungen überhaupt ergeben und versuchen, mich nicht allzu sehr verrückt zu machen. Abwarten ist halt nur verdammt schwer XD! Nicht verrückt machen auch... !

    Und Ende April hab ich wieder einen Termin beim Neurologen, evtl. könnte ich ihn dann mal auf Pregabalin ansprechen. Leider weiß er noch nix von meiner Schlaflabor-Aktion, das hab ich in Eigenregie organisiert, als ich wieder mal verzweifelt bin nach so langer Schlaflosigkeit... Ich lass mir das alles nochmal in Ruhe durch den Kopf gehen! =)

    Und ich halte euch dann natürlich auch auf dem Laufenden!

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 305

    AW: Habt ihr Erfahrung mit dem Restless Legs Syndrome/RLS bei AD(H)S?

    interessant, daß es da wohl einen zusammenhang geben kann, denn ich hatte das während meiner letzten schwangerschaft und hab dauernd gehört, daß habe mit nierenproblemen und zu wenig trinken zu tun...........vielleicht dann doch auch mit dopamin- oder mphmangel.
    ich würde zwar immer noch keine medis während einer möglichen neuen schwangerschaft nehmen, niemals mph in so einer situation, aber ich find den zusammenhang bedenkenswert.

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