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Diskutiere im Thema Immer auf der Suche nach dem Kick / Substanzmissbrauch bei ADHS im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 7

    Immer auf der Suche nach dem Kick / Substanzmissbrauch bei ADHS

    Wenn ich mich zurück errinnere,war ich immer auf der suche nach dem kick....
    angefangen hat es in der kindheit schon,schlitten die steilsten pisten.Bmx rad die höchsten treppen runterspringen wo alle gesagt haben du bist verrückt.
    die verücktesten ideen,kloppereien im fußball imer härter immer brutaler wo ich viele freunde hatte,weil ich so war bis die sotierung durch die eltern statt fand,es war immer der Paxi er hat uns verleitet,freunde wurden weniger.
    des ging dann saufen rauchen drogen von cokain,LSD,speed,XTC hash crack etz. und alles im übermass,trauriger rekord 50 xtc´s im dorian cray in frankfurt,hab noch nicht mal geschwitzt,weil ich so hoch dosiert war,5er wurf und 10 wurf keine selten heit,viele frauen etz.

    ich nehme heute noch speed,weil das das einzigste ist,wo ich echt klar bin. alle anderen medis,machen mich zum roboter.

    jetzt meine frage ich will drogen echt nict verherrlichen aber gehts noch jemanden so?????

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 393

    AW: Immer auf der Suche nach dem Kick

    Hallo PaxiFixi,

    aus Deinem Lebenslauf spricht sehr viel Begeisterung.

    Die vielen Verrücktheiten in der Jugend mit Schlitten, Rad und vielem mehr hatte ich auch.

    Bei der Suche nach dem Kick bin ich aber beim Sport hängen geblieben.

    Was Du mit Deinem Körper anstellst ist letztendlich Deine Sache.

    Aber was für mich gar nicht geht ist Gewalt. Dafür habe ich absolut kein Verständnis.

    Elektron

  3. #3
    Erna

    Gast

    AW: Immer auf der Suche nach dem Kick

    Guten Morgen Paxi,ich war sehr viele Jahre alk-abhängig,bin froh,davon weg zu sein.Bin jetzt seit 3 Jahren so,das ich nur mal ab und zu´n Schlückchen,naja,vielleicht auch 2 Schlückchen kippe.
    Ich fand das auch immer cool,zugeschüttet zu sein,aber das ist es nicht,und mit Drogen kann es auch nicht anders sein.
    Ich glaube nicht,das Medis,dich zu einem Roboter machen,1.solltest Du die Richtigen für dich finden 2.aufhören mit den Drogen
    Erwartest Du,das die Tabletten wirken,wenn du Drogen einwirfst?

  4. #4
    ...ist dusselig

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 391

    AW: Immer auf der Suche nach dem Kick

    Hey paxi!
    So ähnlich ging es mir auch mal....gut...ich hab nie soviele unterschiedliche substanzen probiert,bin halt bei den " natürlichen " im nachbarland erhältlichen geblieben,und das über 15 jahre,hab auch amphetamin ausprobiert,von daher kann ich dir sagen das ich es schon verstehe....aber nicht gutheisse....das du beim speed geblieben bist!
    Seit 3 jahren bin ich clean und bekomm die richtigen medikamente

    Ja,es macht uns ruhiger,das problem dabei ist die erhebliche illegalität,das man sich nur in den gleichen kreisen bewegt und so dort nie rauskommt....

    Wenn du sagst das medi´s dich zum roboter machen,hast du wahrscheinlich noch nicht die richtigen bekommen...bzw wirst sie aufgrund deiner "suchtvergangenheit/gegenwart" auch nicht bekommen!

    Wenn du nicht versuchst erstmal deinen körper zu entgiften,und einen cleanen drogentest abzuliefert,wirst du auch nicht in den "genuss" kommen die richtigen medi´s zu bekommen um zu bemerken das es eine erhebliche verbesserung deiner lebendsumstände sind.....!

    Ich hoffe ich konnte dir einen kleinen einblick geben....
    Mfg
    Dusselköpfchen

  5. #5
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Immer auf der Suche nach dem Kick

    ... drogen machen alles. aber auch alles kaputt. Wie man oft selbst (oder auch nicht) bemerken kann,
    geht das Hirn so Schritt für Schritt kaputt.
    Von der sozialen Struktur einmal abgesehen, befindet man sich permanent im Abseits.
    Man (oder die meisten) bemerken es nur nicht, weil sie schon total verblödet sind.
    Ich kann dir nur raten,-lass die Finger davon und wenn du schon Probleme hast, dann geh zu einem Arzt.

    LG --hirnbeiß--

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Immer auf der Suche nach dem Kick / Substanzmissbrauch bei ADHS

    Gewalt heiße ich ja auch nicht gut,ich reagiere mich halt jetzt halt amatuer mässig im käfig aus.da wollen sie es wenigstens freiwillig..

    Drogen naja ganz ehrlich,sind die medis nix anderes,im grunde ist das ritalin nix anderes als speed nur paar molikühle verändert......

    ich meine ich bin nicht abhängig,ich genemige mir mal ab und an eine nase,das wars so bin ich für meine umwelt erträglich ich tu meiner frau mund meinem kind ein gefallen,ich mache es heimlich.....
    obwohl meine frau mich ja anders kennengelernt hat,ich bin eigentlich gut bürgerlich geworden.......

    und das mit den negativen drogentest musste ich früher immer abgeben bevor ich meine tabletten bekommen habe,und ich war clean zu der zeit aber ich hab sie alle ausprobiert eqasym medikenet ganze palette und es ist nur schlimmer geworden,hab nur noch nachgedacht hab schon fast depressionen bekommen.......

    aber bei ampf,ist das nicht da bin ich klar wie ein normaler mensch und das konnte mir kein ritalin oder etz geben......

    und es gibt es sogar das man es verschrieben bekommt,aber als saft zum trinken.........

    kennt das jemand????

  7. #7
    infected me !

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.197

    AW: Immer auf der Suche nach dem Kick / Substanzmissbrauch bei ADHS

    hey paxi

    habe früher auch speed genommen.

    jetzt nehme ich medikinet und ich bin auch so unzufrieden mit der wirkung wie du.

    damals war ich auch einfach nur klar.und ich habe alles ganz gut hinbekommen.

    das schlimme an der ganzen sache war immer der dreck der im amphetamin war? und die illegalität.
    hab mir immer sorgen gemacht,was für giftige streckmittel drin sein hätten können und war damals aber auch froh,dass ich medikinet bekommen habe.
    bin gerade dabei abstinenz nachzuweisen weil ich damals meinen führerschein wegen A verloren habwerde nie wieder illegale amphetamine nehmen.
    hoffe,dass ich bei meinem nächsten arztbesuch den doc überreden kann,mal den saft auszuprobieren.
    habe von dem medikinet launenschwankungen und rebounds------vom A kannte ich garkeine rebounds

    das mit den ganzen kicks kenne ich auch deine geschichte oben ist ähnlich wie meine.nur nicht ganz so krass.
    ich verstehe dich sehr gut.

    nur eins noch,
    ich rate dir,fahre kein auto,wenn du ,naja, du weisst schon.

    geh lieber zum arzt und sage ihm was du fühlst und denkst!
    vielleicht versteht er dich ja doch,
    und dann kommst du endlich aus der illegalität heraus.

    liebe grüsse käferlein

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 382

    AW: Immer auf der Suche nach dem Kick / Substanzmissbrauch bei ADHS

    Hi !

    Du fragst, ob es noch jemandem so geht?
    Dass es ohne Drogen nicht geht?

    Darauf kann ich keine Antwort geben.

    Aber die Suche nach dem Kick verstehe ich.
    Höher, schneller, weiter.......
    und ich verstehe die Aggression, die Gewaltbereitschaft.

    Grundschulzeit:
    Ich war ein wildes Mädchen.
    Unter Jungs habe ich mich am wohlsten gefühlt.
    Dort konnte ich ich sein.
    Raufereien, risikoreiche Kletterpartien, Räuber und Gendarm spielen.
    Da durfte es auch mal zur Sache gehen.
    Nicht einfach nur abklatschen und das war's.


    Jugend:
    Ich habe nie Drogen probiert oder Alkohol.
    Meine Beobachtungen auf Partys oder Zusammenkünften vermittelten mir keine Freiheit,
    eher Abhängigkeit und das Abdriften in eine andere Welt.
    Instinktiv wusste ich, dass wenn ich es probieren würde, nicht mehr davon loskommen würde.
    Allerdings habe ich geraucht, lange und ziemlich viel.
    Erst durch meine Schwangerschaft habe ich mich befreien können.


    Sexualität:
    Ich war ein braves Mädchen.
    Auch hier spürte ich instinktiv, dass ich wenn ich der Suche nach dem Kick nachgeben würde,
    ich von einem Sexualpartner zum nächsten springen würde. Also ein böses Mädchen werden würde.
    Und über kurz oder lang schwanger wäre.
    Mein erster Freund hat aufgepasst, war sehr verantwortungsbewusst, ich nicht.
    Wenn ich erst einmal auf Tour war, dann war mir alles egal.
    Das Kickerlebnis stand dann eindeutig im Vordergrund.


    Die Einnahme von Medikinet verhilft mir, mich besser zu konzentrieren, aber es hat auch eine dämpfende Wirkung
    auf meinen Appetit und vor allem bin ich meinen depressiven Verstimmungen stärker ausgeliefert.
    Oder sie werden dadurch verstärkt.
    Unter Ritalin war das weniger schlimm.
    Seit 12/09 nehme ich Methylphenidat.

    Aggression holt mich oft aus diesen Stimmungen heraus. Sie hat mir immer geholfen zu überleben.
    Sie hilft mir auch heute an die Wasseroberfläche zurückzukehren und nicht weiter abzusinken.
    Auf dem Weg nach oben hinterlasse ich oft Spuren, Verletzungen nicht körperlicher, aber seelischer Natur.
    Gewalt hat viele Gesichter.


    Warum die Suchen nach dem Kick?
    Mich zu spüren, mich wahrzunehmen, mich lebendig fühlen.....
    Dies war/ist offensichtlich nur im Kickerlebnis möglich ?

    In der Grundschulzeit im Raufen oder bei den Räuber und Gendarmspielen.
    Ich kann mich noch an eine Situation erinnern. Ich war Räuberin, wurde gejagt,
    gefangen und abgeführt, wollte das nicht hinnehmen und habe mich gewehrt,
    wollte mich befreien.
    Da hat der Junge mir den Arm auf den Rücken hochgezogen.... Das hat weh getan,
    aber das hat mir nichts ausgemacht.
    Ich war völlig klar, habe mich gespürt wie noch nie.
    Hab mich lebendig gefühlt.


    Es braucht eben mehr..... bis ich auf Tour komme,
    bis mein Adrenalinspiegel ein bestimmtes Level erreicht,
    bis der Dopaminspiegel ein Maß erreicht hat,
    dass ich ankommen bei mir,
    spüre, wahrnehme,
    dass ich lebendig bin.

    Mich wirklich lebendig fühle.....


    Das möchtest du...... dich wirklich lebendig fühlen !
    Und deine lange Drogenkarriere hat dir dieses Erlebniss geschenkt ...
    immer und immer wieder willst du dorthin.
    Dich fühlen,
    Dich spüren.
    Lebendig sein !
    Völlig klar sein !

    Oh ja, das verstehe ich sehr gut.

    Alles andere ist doch nur lauwarm.


    Mache eine Sportart, die dich wirklich herausfordert.
    Eine Sportart, die dich körperlich an deine Grenzen führt,
    damit du dich selbst erleben kannst an dieser Grenze.
    Das ist der Anfang.

    Zum Beispiel: Kickboxen oder Boxen.
    Wende dich an eine Drogenberatungsstelle, die dich in ein solches Programm aufnehmen kann.

    Lerne dich zu spüren, dich wahrzunehmen, klar zu sein.....
    aus eigenem Erleben ohne Hilfsmittel.
    Das ist wahre Freiheit!!!

    Der Anfang is zu akzeptieren, dass dieser Weg dorthin nicht der schnelle ist.
    Aber möglicherweise anhaltender.

    Mein erstes Erlebnis dieser Art hatte ich, nachdem ich mich körperlich völlig verausgabt hatte.
    Mich meiner Grenze stellte und dann über sie hinausging.

    Und an meine Grenze kommen, mich dorthin zu führen, das war nicht einfach für den Coach!
    Ganz ohne Drogen, aber getragen durch eine Gruppe von Menschen, die mit mir zusammen diesen Weg auch gegangen ist.


    Es gibt immer eine andere Möglichkeit !!!!

    Dies nicht wahrnehmen wollen, weil diese andere Möglichkeit zu mühsam ist,
    und wir nur an den schnellen, leichten Erfolgen interessiert sind.

    Dies zu erkennen, wirklich zu erkennen:

    Das ist der Anfang zur Veränderung!!!


    Wünsche dir alles Gute auf deinem Weg in die Freiheit !

    Michi

  9. #9
    besenreiterin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 2.591

    AW: Immer auf der Suche nach dem Kick / Substanzmissbrauch bei ADHS

    obwohl ich nicht ^^ soo wiese und vorsichtig war wie michi ... stimme ich ihr zu genau das ist es sich wahrnehmen lebendigfühlen ... und ich war ein böses mädchen ... wie sie es bezeichnet ...

    sehr böse in vielen bereichen .. allerdings habe ich glück im unglück gehabt immer durch meine erfahrungen schon in der familie und im freundeskreis habe ich immer rechtzeitig genung bei drogenn und alkohol die bremse gezogen .. instinktiv habe ich immer momente gehabt wo es zu einem notstop geführt hat sicher auch angst und schock situationen wie zu sehen wie jemand seine würde verliert im drogenrausch ... (mit 10 oder soo ?ß damals ) sowas bleibt im gehirn und wenn du dicvh selber in diese richtung wandern siehst dann tja ging eben bei mir ein alarmsystem an ... wofür ich echt froh bin den ehrlich gesagt sonst wäre ich abgestürzt weit sehr weit .

    auch ander dinge sind mir nicht unbekannt männer sex partys agressionen ...
    wie schon gesagt michi hat es sehr schön beschrieben mit dem sich lebendig fühlen .
    noch heute schaukel ich liebe schneller höher weiter und all das .

    und ja ich kann es verstehen das man sich eingeschränkt fühlt mit medikinet oder ähnlichen aber ...
    schau was geht mit deinem doc !!
    und mein doc hat damals zu mir gesagt ich muss erst mal lernen normale gefühle wahrzunehmen .
    es gibt bei ads adhslern sowas wie hihi er nennt es gefühlsjunkis ^^ weil man immer nur entweder oder kennt kennt man das mass der zufriedenheit nicht das muss man erst lernen kennenlernen für sich .

    für mich war das sehr erschreckend sehr so sehr damals das ich damals die ritalin wieder abgesetzt habe mit genau der begründung ich fühle mich nicht mehr wie ich irgendwie gedämpft .

    aber das gedämpft ist das normal der ausgeglichenheit !!!!
    nur pillen helfen eben nicht !!!!!!!
    eine therapie und vieleicht noch wichtiger ob mit oder ohne hilfe fachlich sich selber kennenlernen mit seiner ads adhs ist ebenso wichtig deswegen sollte es immer beides!!!! miteinander gemacht werden .

    ich bin sicher die letzte die es nicht versteht wenn jemand keine pillen nehmen will
    aber das als lösung was du da machst ist sicher nicht die tolle lösung .

    und mal ganz ehrlich ich habe mit jemanden gelebt der drogen genommen hat harte lange ... noch heute sorgt dieses bei mistrauen bei mir bedeutet ich vertraue meinen partner nicht so wie auch nur die kleinste unstimmigkeit ist .
    was WAS passiert in deiner frau und deinem kind wenn die das mitbekommen rausbekommen ??
    ich kann nicht für die sprechen aber meine vermuttung ist das sie sich belogen betrogen hintergangen fühlen und das der glaube das vertrauen weg ist und sie sich fragen wa shast du dann noch verheimlicht und in frage stellen im schlimmsten fall alles ...

    ist es DAS WERT ???? .............. ich denke nicht ehrlichgesagt .


    hexe

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 382

    AW: Immer auf der Suche nach dem Kick / Substanzmissbrauch bei ADHS

    Ach Hexe,

    fühle mich dir verbunden.....
    und genau darum geht es, sich selbst wahrnehmen, sich fühlen lernen,
    Besser gesagt, sie sind ja da die Gefühle, die Körperempfindungen,
    aber sie kommen nicht an die Oberfläche,
    und die Gedanken machen, was sie wollen
    sind/ werden einem oft nicht wirklich bewusst.

    Daher ja auch das Zusammenfallen von Gedanke, Gefühl und Reaktion.
    Die Impulsivität erklärt sich so.
    Nur wer sich seiner Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen im Augenblick bewusst wird,
    der kann seine Reaktionen beeinflussen,
    Wer nicht ist seinen Handlungen ausgeliefert.
    "Ich bin halt so", ist dann oft die resignierte Antwort.

    Nur mit der Medikation und ohne Psychotherapie wäre ich und bin ich manchmal trotzdem
    meinen Gedanken, Gefühlen und den daraus resultieren Handlungen hilflos ausgeliefert.
    Aber jezt nehme ich es immer öfter wahr!!!!!
    Und ohne Menschen, die mir Annahme, Akzeptanz, Mitgefühl und Verständnis vermitteln
    und ohne Selbstannahme, Selbstliebe, Selbstmitgefühl, Verständnis für mich selbst zu entwickeln,
    kann Veränderung nicht stattfinden.

    Dies zu wissen reicht nicht aus,
    Zu üben, zu lernen, immer wieder und wieder von neuem.
    Rückschläge hinnehmen. Darum geht es.
    Für mich das schwierigste:
    Ich weiß doch, wie es geht, also muss es doch auch klappen.
    Immer wieder diese Ohnmachtsgefühle, wenn ich einsteige und nicht bemerke,
    was jetzt wieder (mit mir) geschieht.
    Jedoch: Wenn wir nicht resilient wären, gäbe es uns schon lange nicht mehr.

    Ich war gestern und vorgestern wieder unten für Stunden und das Ausleben der Aggression und
    dann der Verzweiflung hat mich an die Oberfläche geführt.
    Die Lehrerin meines Sohnes hat das alles am Telefon aushalten müssen.
    Sie war sehr verständnisvoll. Dafür bin ich ihr sehr dankbar.

    Es ist aber auch für mich ein ziemlich erschöpfender Weg.
    Aber manchmal geht es eben nicht anders.
    Und "komischer" Weise habe ich mich dadurch endlich gefühlt.
    Vorher war alles so lau, so down, so unbestimmt, so .....
    Daher meiner Meinung nach auch das so festinsallierte Muster!!!!

    Ich weiß nicht, ob es je so sein wird, dass ich mich lebendig fühle ohne das Ausleben der Pole.
    Mich im Alltag lebendig fühlen und dabei gelassen sein.
    Ich habe für mich einen Weg gefunden, den ich zu gehen versuche,
    aber er ist sehr mühsam.

    In der Sexualität habe ich auch einen Weg gefunden, intensiver empfinden zu können.
    ohne nach dem schnellen Kick zu jagen.
    Auch da ist die Entdeckung der Konzentration, der Wahrnehmung, der Achtsamkeit der Schlüssel.
    Daher habe ich auch die Aufnahme in diese Gruppe Sexualität beantragt.
    Würde gern dort mich austauschen.
    Im Moment ist es noch so und vielleicht wird das immer wieder vorkommen,
    dass ich immer mal wieder nur über das unkontrollierte Ausleben meiner Emotionen an die Oberfläche kommen kann,
    darüber nachzugrübeln, ob es je anders wird, hilft nicht.
    Zieht mich nur wieder in meine alte Verurteilungsschiene zurück:
    Du bist nicht okay.

    Und doch wünsche ich mir, mit meinen Stimmungsschwankungen besser umgehen zu können.
    Und ja! Durch die Medikation werde ich mir meines "Leidens" erst bewusst(er),
    das sich angesammelt hat über so viele Jahre.
    Aber es war ja schon vorher an die Oberfläche gekommen
    und mir bleibt jetzt nichts anderes mehr übrig als mich zu stellen,
    nicht um es wegzuschieben, sondern um mein Leiden zu umarmen.
    Ich mache einen Schritt nach dem anderen und
    auch ein wahrgenommener Schritt zurück ist letztlich
    ein Schritt vorwärts.

    Denn es ist der einzige Weg in die Freiheit.

    Ohne Begleitung geht es aber nicht, zumindest nicht am Anfang und dann braucht es
    immer noch Ansprechpartner
    und dem immerwährenden Versuch, sich anzunehmen, letztlich sich zu lieben, wie ich bin.
    Mir verzeihen, gütig und nachsichtig mit mir selbst sein.

    All dies bin ich nicht....
    versuche es zu lernen,
    nicht nur um meiner selbst willen,
    sondern auch um meines Sohnes willen.

    Denn nur was ich mir selbst gegenüber fühle, mir selbst geben kann,
    das kann ich auch wirklich anderen gegenüber fühlen und anderen wirklich geben.

    Das wünsche ich mir so sehr.
    Das ist meine Motivation.
    Mein innerer Antrieb.

    Michi
    Geändert von 'Michi (23.03.2012 um 21:52 Uhr)

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