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Diskutiere im Thema ADHS und Essstörungen im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
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ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 168

    ADHS und Essstörungen

    Ihchab eine frage.Ihc hab seit letzter Woche die Diagnose ADHS.Ich habe seit ich acht bin esstörungen und bekomme seit 2003 antidepressiva weil ich borderliner bin und depressionen hab.Ich hab seit einiger zeit essprotokoll geschrieben und da ist mir aufgefallen das ich sehr oft esse weil ihc innerlihc so unruhig und rastlos bin.Meine Therapeutin meinte heute es könnte sein das die Medikamente die ich bekommen werde,muss noch abgesprochen werde,sich positiv auf das essverhalten auswirken.Hat jemand adhs und esstörungen.ist das so?

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 140

    AW: ADHS und Esstörungen

    Ich muß sagen, das sich die Einnahme von Medikinet Adult auch positiv auf meine Esstörung auswirkt.

    Ob das nun Zufall ist, weiß ich nicht.



    Momentan wirkt das Medikinet nicht mehr so gut und nun hab ich auch wieder vermehrt Probleme mit meiner Essstörung.
    Scheint also doch irgendwie zusammen zu hängen.

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 676

    AW: ADHS und Esstörungen

    Ich arbeite ja in einer Klinik für Essstörungen und ADHS. Eigentlich "früher" eben im Bereich ADHS, jetzt im Essstörungsbereich. Na ja, gross verändert hat sich mein Patientenstamm nicht wirklich. Sind halt jetzt nur mehr "Mädels" und weniger "Jungs".

    In meiner Psychotherapiegruppe häuft sich die Diagnose ADHS und von den derzeit 12 Patientinnen (immerhin mit schwerster Anorexie bis runter zu ehemals BMI 9) erhalten derzeit 6 Methylphenidat oder Amphetamin zur gleichzeitigen ADHS-Behandlung. Wir haben bei schweren Formen von Anorexie mit zusätzlichen Heisshungeranfällen (purging) und auch bei der Bulimie festgestellt, dass die Häufung von ADHS schon sehr relevant ist.

    Es beseitigt nicht die Essstörung, aber es hilft ungemein, wenn ADHS vorliegt die Essstörung zu therapieren. Man muss nur aufpassen, dass man ADHS nicht mit Trauma / Dissoziation etc. verwechselt. Das ist nicht so ganz leicht...

    Ich selber möchte mich tiefer in den Bereich Körperbildstörungen bei Essstörungen und ADHS einarbeiten. Da gibt es tolle Arbeiten aus den USA, die Essstörungen als eine Art Integrationsstörung für räumliche-propriozeptive Wahrnehmung bzw. eben neurologischer Störungen ansehen.Gerade dann, wenn man beispielsweise auch eine Rechenstörung (Dyskalkulie) hat, kann das relevant sein. Ich würde gerne die Rolle von Synästhesie und ADHS bei Essstörungen genauer verstehen....

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 140

    AW: ADHS und Esstörungen

    web4health schreibt:
    Man muss nur aufpassen, dass man ADHS nicht mit Trauma / Dissoziation etc. verwechselt. Das ist nicht so ganz leicht...
    Und was ist, wenn man ADHS + Essstörung + Affektlabilität + Sozialphobie + Trauma hat??


    Auf was genau bezieht sich das "aufpassen"?

    Darauf, das man nicht eine ADHS behandelt, deren Symtome eigentlich einen anderen Ursprung haben, oder bezog sich das in irgendeiner Art auf die Essstörung?

    Also meine ADHS-Diagnose zweifel ich nicht an.
    Ich weiß zwar, das andere psych. Störungen die ADHS-Diagnose ausschließen, aber mein Arzt, wie auch ich sind davon überzeugt, das die ADHS schon vorher bestanden hat.

  5. #5
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 676

    AW: ADHS und Essstörungen

    "Deine" Kombination ist ja eher die Regel als die Ausnahme.

    Gerade im Augenblick betreue ich eine Patientin, die ein "Träumerchen-ADHS" mit räumlichen Koordinationsproblemen, Lese- und Rechenschwäche und eben sozialer Unsicherheit hat. Sie ist dann zeitweilig sogar mit MPH behandelt worden. Aber hat jede Menge Traumatisierungen durch die lebenslangen Probleme erfahren.

    Ich bin vorsichtig geworden, wenn ich hier bzw. auch in der Anderswelt die "Massen" von angeblichen "unaufmerksamen" ADHSlern sehe, die eben in der Kindheit nicht auffällig waren. Weder im Sinne von Hyperaktiv, noch im Sinne von Regulationsstörungen, die sonst typisch wären. Mädchen vom unaufmerkamen Subtyp sind ja schon auch auffällig in der Kindheit (und sei es nur, dass sie auffällig unaufällig sind, aber innerlich sich dauernd anders als Andere fühlen).

    Wenn ADHS klar vorher bestand, dann sollte es auch behandelt werden. Manchen wir jedenfalls hier so. Und die Traumata behandelt man am besten gleich mit (sonst kommen unter der ADHS-Therapie diese "Kanalratten aus der Vergangenheit" gleich mit hoch und man fühlt sich einfach nur noch mies bzw. getriggert). Ich persönlich setzte da auf EMDR oder eben emoflex von Johannes Drischel, in der Klinik wird aber sonst eher IRRT angewandt (das ist so eine Art Traumaarbeit mit dem Inneren Kind).

  6. #6
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 140

    AW: ADHS und Essstörungen

    Mein Problem ist, das ich auf MPH und auf ein AD eingestellt wurde.

    Das MPH hat Anfangs gut gewirkt, und zu dem Zeitpunkt war von meiner Essstörung so gut wie nichts zu bemerken.

    Von dem AD merke ich keinerlei Wirkung, auch nach 2maliger Erhöhung nicht.

    Von dem MPH merk ich mitlerweile auch keinerlei Wirkung.


    Mein Arzt meinte, das ich trotzdem nicht erhöhen soll, weil wahrscheinlich durch meine momentane Situation (also Stressbedingt, Erschöpfungsdepression, Schlafstörungen etc.) das MPH nicht wirkt, und eine Erhöhung auch nix bringt.

    Stattdessen soll ich ne Reha machen.


    Aber:
    Bis die durch ist, dauert.
    Warum sollte ich weiterhin Medis nehmen, von denen ich keine Wirkung merke?

    Mitlerweile bin ich soweit, das ich überlege stationär zu gehen.
    Denn bis die Reha durch ist, bin ich total am Ende.

    Trotzdem macht mir der Gedanke auch irgendwie Angst, vllt auch weil ich net wirklich weiß, was auf mich zukommt, es so viele Baustellen gibt an denen gearbeitet werden muß.




    (hmmm ich glaub dat passt jetzt irgendwie doch net so ganz ins Thema, also falls es komplett OT ist, bitte löschen)

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 168

    AW: ADHS und Essstörungen

    Also ich bin 2003 wegen esstörungen in die klinik gegangen und wegen depressionnen und trauma.2004 hatte ich das mit den esstörungen im griff und arbeitete an mein verhalten.Plötzlich bekam ich flashbacks vom feinsten und seitdem bin ich noch ängstlicher als voher und das essen klappt garnciht mehr.Jetzt hab ich angst das wenn ihc medikamnete gegen adhs nehme und das essen dadurhc besser wird das die flashbacks wieder hoch kommen.Wenn man soviele diagnosen hat auch noch borderline generalisierte angststörung kann man doch nicht alles behandeln.Ihc war mal in der essklinik und war in der gruppe für binge eater und trauma.Das hat mich total überfordert.hab geschnitten gefressen gekotzt.Wenn man alles einzelnd behandelt bin ich mit 80 noch in therapie.Wo gibt es denn kliniken die trauma und adhs behandeln.?

  8. #8
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
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    AW: ADHS und Essstörungen

    Phantasia......so gehts mir auch.

    Ich weiß, das ich mehrere Bausstellen hab, und das es rein garnichts bringen wird, noch ein oder zwei der Sachen zu behandeln.

    Und da stellt sich eben die Frage, was man am besten macht.


    Mein Doc z.B. will an die Traumageschichte erstmal garnet ran, weil er meint, das ich erst stabil genug dafür sein muß, weil er mir ja auch diese Affektlabilität diagnostiziert hat, aber darunter leiden ja doch recht viele ADHSler.

    Ich weiß nur, das ich mit diesen "halben Sachen" nix anfangen kann.......entweder richtig oder garnicht, und genau das ist dann der Punkt, wo ich selbst wieder zweifel ob das überhaupt geht, oder ob mir lediglich meine Wahrnehmungsstörung oder meine Ungeduld einen Streich spielen.........

    Und beantworten kann mir das leider keiner

  9. #9
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 168

    AW: ADHS und Essstörungen

    du sprichst mir aus der seele.Ich bin auch so ganz oder garnicht.Aber ich merke auch das sich einiges geändert hat durch die therapie was sich aber nicht geändert hat und auch noch heute passiert und das macht mir angst ist das ich immer noch negative erfahrungen mit männern mache die merken das ich ein opfer bin.Ihc kann mich nicht wehren und nein sagen.Mir ist letztes mal was passiert was mir schon oft passiert ist und dachte es wäre normal.Bis ich es mehreren leuten erzählt habe die total geschokt waren und meinten das wäre denen nciht passiert weil die es garnicht erst versucht hätten oder weil sie sofort stopp gesagt hätten.Ich nicht im gegenteil hab mich wieder in gefahr gebracht.und ihc habe grosse probleme mit dem sex ud berührungen und das war schon immer so aber ich habmit gemacht weil ich es so gelernt habe und weil ihc nicht gelrnt habe mich zu wehren.Ich dneke das hört erst auf wenn ich an dem trauma arbeite.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: ADHS und Essstörungen

    Hallo zusammen,

    da es bei mir ebenfalls so ist, dass einfach zuviele Baustellen zusammenkommen (ADHS, Bipolare Störung, Ess-Störung, Messietum, Soziale Isolation..und noch V.a. Emot. instabile PS vom Impulsiven Typ)..und mich quasi ALLES triggert, so dass ich gar keinen Anfang finde, aber auch so nicht weitermachen kann, habe ich gestern beschlossen, mich radikal zu akzeptieren wie ich bin.
    Alle Normen, wie man sein soll, sein muss..angefangen von Sauberkeit bis hin zu Disziplin und Schönheitsidealen...interessi eren mich nicht mehr. Die Leute, die mich so nicht akzeptieren können wie ich bin, muss ich meiden. Das ist aber auch schon alles.

    Wenn man keinem Dritten schadet, und wie gesagt keine Aussicht auf Lösung der Berge an Probleme besteht, zumal wenn man auch keine 20 mehr ist, dann sehe ich keine Chance als zu sagen: Ab heute sind meine Probleme keine mehr, und ich verfalle auch nicht mehr in Depressionen deswegen. Mir geht es gut. Ich bin viel wert. Und auch kein schlechter Mensch.

    Wie gesagt: Gestern vorgenommen..und es hat funktioniert...meine Depression, die ich seit Dezember hatte, ist wie fortgeblasen...und das Leben ist endlich endlich endlich wieder schön.

    LG Amn

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