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Diskutiere im Thema ADHS und Essstörungen im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #21
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 676

    AW: ADHS und Essstörungen

    Lichtstrahl schreibt:
    .
    es hat mich immer schon aufgeregt, wenn die dummheit anderer mir weh tut ..
    Diesen Schmerz kenne ich auch :-(
    In Hinblick auf ADHS und Essstörungen kommen aber ja viele Sachen zusammen. Gerade derzeit kann ich das in meiner Psychotherapiegruppe gut sehen.

    "Caregiver-Burnout" , also Erschöpfung der Eltern durch die Betreuung von ADHS-Kids oder anderen Angehörigen mit Demenz
    Rosenkrieg der Eltern, bei eigener ADHS-Disposition und Rechthaberitis vor den Augen der Kinder
    Nicht erkannte ADHS-Disposition bei Mädchen mit ADHS
    Erkanntes ADHS, aber miese Behandlung
    Mobbing / Stalking und Traumatisierung durch den Suizid der einzigen Freundin
    Fehlbehandlung von Ärzten und Psychologen
    Traumatisierung durch die Klinikumstände selber

    Das Alles bei hoher eigener emotionaler Stressempfindlichkeit und eben der Disposition lebenslang. Dann wird Stress eben doch zum Trauma.

    Gemein an ADHS ist, dass Eltern bzw. andere Bezugspersonen lebenslang mehr geben müssen, als sie leisten können. Dieses "Sponsoring" bricht irgendwann zusammen. Dann meldet sich die Essstörung als ein "Ersatz" für Kontrolle / Struktur bzw. überhaupt Betäuben von Gefühlen. Und lässt sich nur schwer wieder vertreiben.

  2. #22
    Chaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 5.321

    AW: ADHS und Essstörungen

    web4health schreibt:
    Das Alles bei hoher eigener emotionaler Stressempfindlichkeit und eben der Disposition lebenslang. Dann wird Stress eben doch zum Trauma. ...
    ... Dann meldet sich die Essstörung als ein "Ersatz" für Kontrolle / Struktur bzw. überhaupt Betäuben von Gefühlen. Und lässt sich nur schwer wieder vertreiben.
    @ web4health: Bedeutet das, daß wir im Grunde keine "Wahl" haben?

    LG Patty

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 84

    AW: ADHS und Essstörungen

    Ich hatte ebenfalls eine Essstörung, die eine Begleiterscheinung des ADHS war.
    In meiner Schulzeit wurde ich von meinen Mitschülern abgelehnt, weil ich anders war, das kompensierte ich mit Süßigkeiten, da es zu Hause selten Süßigkeiten gab, setzte ich mein komplettes Taschengeld in Süßigkeiten um. Ich wurde dicker und dicker, dann wurde ich nicht mehr geärgert, weil ich vom Verhalten anders war, sondern weil ich dick war.

    Mit Anfang 20 hatte ich einen BMI von fast 40. Ich war mit Mitte 20 dann in einer Tagesklinik für Binge-Eating-Disorder, danach habe ich gut abgenommen und habe mittlerweile wieder Idealgewicht.
    Habe die Ess-Störung also überwinden können.

  4. #24
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 596

    AW: ADHS und Essstörungen

    hmmm....ich habe essen immer als belohnung gesehen und wenn irgendwas negatives vorgefallen ist und das war früher ja oft, es mir nicht gut ging.....habe ich einfach nichts gegessen, manchmal bis zu 2 wochen nichts. ich war ein böses mädchen, mich mag man nicht, habe es schon wieder geschafft jemanden zu vergraulen, habe alles wieder falsch gemacht....oder, oder.....usw.....und somit habe ich auch kein essen verdient.

    mit den jahren ist es besser geworden, schon alleine, weil meine speiseröhre nicht mehr mitspielt, spätestens nach 2 tagen habe ich so extremes sodbrennen, das ich "freiwillig" was esse....was essen muss.

    nach wie vor habe ich aber ein problem mit meiner figur, fühle mich immer zu dick, ob ich 52 kg (wie momentan) wiege oder nur 44 kg, was ich auch schon hatte......also momentan sind die schwankungen nicht mehr so gross, aber früher schon.

    genauso kenne ich aber auch die phasen, wo ich totalen heisshunger habe, überwiegend auf süsses, da könnte ich alles zam essen, was mir in die quere kommt....ist dann wie ein suchtgefühl, gib mir essen, stopf mich voll....mehr, mehr davon.....ja, doch, bei mir ist es auch, wenn ich extrem unruhig bin, dann ist dieses verlangen am grössten.

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