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Diskutiere im Thema Tinnitus - er raubt mir den Schlaf im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 201

    Unglücklich Tinnitus - er raubt mir den Schlaf

    Hallo ihr!

    Ich habe seit Jahren einen Tinitus. Vor allem Nachts wenn es stiller ist, ist er kaum auszuhalten und ich drehe regelrecht durch und könnte heulen. Ich kannn nicht einschlafen lange Zeit. Ich war schon bei zwei HNO Ärzten und die können nichts machen. Wie auch, sind die Ursachen ja unbekannt. Irgendwie habe ich nur das Gefühl, dass man mir nicht richtig zuhört. Ich sagte zum Beispiel, dass wenn ich meinen Oberkiefer und Unterkiefer zusammen drücke - also die Zähne zusammenbeise, dass der Tinitus stärker wird. Ergo muss doch hier irgendein Nerv oder Muskel im Spiel sein, der das verursacht? Ich bin kein Mediziner, aber das klingt doch logisch. Keiner macht ein MRT oder ähnliches. Die Ärzte schließen immer gleich alles aus, aber wie kann man etwas ausschließen, wenn man gar nicht weiß woher ein Tinitus eigentlich kommt oder es je getestet hat.

    Ich weiß nicht mehr was ich machen soll. Ich habe zwar mal gelesen, dass Hypnose helfen soll, aber das kostet 80 Euro pro Sitzung. Hat jemand hier schon Erfahrungen gesammelt?

    Habt ihr einen Rat? Gibt es eine Uni Klinik oder einen Arzt der sich mit so etwas auskennt?

    Beste Grüße
    Data

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 85

    AW: Tinitus - er raubt mir den Schlaf

    ich habe seit jahren einen tinitus auf beiden ohren und ich zitiere gerne meinen damaligen hno arzt, vielleicht kannst du davon profitieren.


    "akzeptieren sie den tinitus wie eine art freund in ihren ohren und gestatten sie ihm sich bei ihnen aufzuhalten, das wird es für sie leichter machen damit leben zu können, denn dann akzeptieren sie ihn viel einfacher".

    ich tat es dann, lernte es langsam mich daran zu gewöhnen und zu akzeptieren und seit dem ist es erträglicher geworden.

    bei mir trat der tinitus in verbindung mit einem schweren unfall auf.
    ich bin dankbar das ich überlebt habe aber das macht den tinitus auch nicht besser.
    denn der tinitus muss innerhalb kürzester zeit behandelt werden, sonst ist hopfen und malz verloren.
    bei mir wurde zu spät herum gedoktert und ich habe lange gelitten und mich gequält mit dem pfeiffen, rauschen, gluckern, piepsen.
    bis der arzt mir halt das sagte was ich dir rate!
    akzeptiere ihn.


    und auftreten tut ein tinitus durch verschiedene einflüsse.
    das kann stress sein, den du nicht bewusst wahr genommen hast.
    das kann zu laute geräusche gewesen sein. (party, konzert, presslufthammer, sirene vom rtw, polizei, huperei vom auto usw.) all das kann auslöser dafür sein.
    letztenendes spielt es auch gar keine rolle woher du das hast.
    lediglich die rolle ist wichtig, wie lange du den tinitus schon hast.
    wenn länger als einige wochen, dann könnte es evtl. zu spät für eine medikamentöse behandlung sein aber das zu beurteilen wäre falsch von mir als laie, auch wenn ich weiß wovon die rede ist
    dann geh besser zum arzt und lasse es abklären.

    gute besserung und alles gute mit deinem neuen freund. ;-)

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 201

    AW: Tinitus - er raubt mir den Schlaf

    Neu ist der nicht, den habe ich schon lange... seit min. acht Jahren. Kein Unfall.

  4. #4


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.807
    Blog-Einträge: 40

    AW: Tinitus - er raubt mir den Schlaf

    Hallo.

    Ich war selbst lange Zeit von einem heftigen Tinnitus geplagt.

    Obwohl dieser schon lange von den HNOs als chronisch und damit als "unheilbar" eingestuft wurde, hat ein Besuch bei einem CMD-Spezialisten geholfen und der Tinnitus wurde ausgerottet.

    Er ist also entgegen allen Lehrmeinungen komplett weg.

    Einziges Mittel hierzu ist bei mir eine Okklusionsschiene, die nachts zu tragen ist und die eben genau den Effekt hat, dass bei Bruxismus (also unbewusstem, nächtlichen Knirschen und Zusammenbeißen der Zähne) die Kiefergelenke entlastet werden und daher keinen zu hohen Druck mehr auf das umgebende Gewebe und die umgebenden Nerven ausüben.

    Ein Versuch ist das, denke ich, in jedem Fall Wert, zumal dann, wenn der Tinnitus beim Zusammenbeißen der Zähne lauter wird.

    Ein Tinnitus und dessen Verlauf hat aber immer auch eine starke psychische Komponente und das nicht nur aufgrund eines erhöhten Musketonus.

    Die Psyche ist so eingestellt, dass bedrohliche Geräusche nicht überhört werden können.

    Ziel ist es also, den Tinnitus nicht mehr als bedrohlich zu empfinden bzw. einzuordnen (auch unterbewusst), sondern ihn eben als sowas wie den neuen, besten Kumpel zu akzeptieren, der einen nur warnt, wenn die psychischen Belastungen zu hoch werden.

    Setzt sich das im Gehirn so durch, dann ist man zumindest auf dem besten Weg, einen kompensierten Tinnitus zu erreichen, den man dann genau so wenig wahrnimmt, wie den tickenden Wecker auf dem Nachttisch, die tickende Uhr an der Wand oder das Geräusch der Heizungstherme, was einen genauso kirre machen würde, wenn man das Geräusch die ganze Zeit im Ohr hätte.

    Diese Kompensation ist auch immer der erste Schritt, den Tinnitus komplett wieder los zu werden.

    Ein MRT bringt nur was, wenn ein Verdacht auf ein Akustikusneurinom besteht, was aber äußerst selten ist.

    Vorweg ist dann (aufgrund der Kosten des erforderlichen Kleinhirnbrückenwinkel-Dünnschicht-MRTs) meistens eine relativ einfache, nicht invasive Messung namens BERA angezeigt, anhand der man sehen kann, ob tatsächlich eine Störung der Reizübertragung im Hörnerv besteht und ob diese örtlich in einem Bereich liegt, in dem ein Akustikusneurinom anatomisch möglich ist.



    LG,
    Alex

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

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    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 201

    AW: Tinitus - er raubt mir den Schlaf

    Hoi, Alex danke für die Ausführliche Antwort.

    Ein MRT vom Gehirn hatte ich, jedoch nur im Rahmen einer Studie, wo mir dann mitgeteilt werden würde, falls was auffällig wäre.

    Das mit der Gebisschiene, kenne ich irgend woher, ich habe so eine hier. Jedoch muss ich immer würgen wenn ich die drinnen habe. Die ist auch schon älter... Sechs Jahre.

    Ein Kieferorthopäde oder ein Zahnarzt, was wäre hier ratsamer? Erster wohl eher. CMD Spezialisten in Karlsruhe werde ich wohl kaum finden. Wo warst du denn?

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 108

    AW: Tinitus - er raubt mir den Schlaf

    Ich habe zwar keine Tinitus aber kann bei absoluter Stille nicht einschalfen. Ich nehme dann Musik relativ leise bis ich so Müde bin, dass mich diese Ohrstöpsel einfach nur noch stressen, dann ziehe ich sie raus und schlafe ein

    vlt brings was.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 201

    AW: Tinitus - er raubt mir den Schlaf

    Ich habe mich mal etwas schlau gemacht:
    Craniomandibuläre Dysfunktion (Kausystem) - YouTube
    Schmerzen des Kiefergelenks - YouTube

    Ich werde morgen dort anrufen und einen Termin aus machen, wenn es dann heißt, erst in sechs Monaten, werde ich das wohl privat zahlen -.- ik will endlich Ruhe haben.
    Ich berichte euch dann, ob es was nützt, kann ja sein, dass einige andere von euch auch CMD haben.

    Grüße
    Data

  8. #8


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    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.807
    Blog-Einträge: 40

    AW: Tinnitus - er raubt mir den Schlaf

    Hallo.

    Ich (Wald-und-Wiesen-Krankenkassen-versichert) habe mit Ausnahme der Praxisgebühr (die üblichen € 10) nichts privat bezahlt.

    Die Anfertigung der Schiene ging auf Kassenkosten.

    Privat bezahlen musst du nur weitere Behandlungen, wie z.B. eine Cranio-Sacrale Therapie, also eine Behandlung auf Heilpraktiker-Ebene.

    Außer, du gehst zu einem Zahnarzt ganz ohne Kassenzulassung, denn bei dem musst du natürlich immer alles selbst bezahlen, wenn du nicht privat versichert bist.

    Oder du gerätst an einen Zahnarzt, der in solchen Fällen bei verzweifelten Patienten "vergisst" , dass er eine Kassenzulassung hat, weil er privat mehr abrechnen kann.

    Das solltest du schon im Vorfeld abklären, damit es keine Überraschungen gibt.

    Ich wäre generell vorsichtig mit selbst zu zahlenden Behandlungen, denn das Ganze ist eben nur ein Versuch, bei dem es keine Garantie auf Erfolg gibt.

    Ein Tinnitus kann viele (sehr viele) Ursachen haben.




    LG,
    Alex

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 31

    AW: Tinnitus - er raubt mir den Schlaf

    In den letzten Tagen nervt mich mein Tinnitus auch wieder wie verrückt... Wenn ich die Zähne zusammen beisse ist bei mir kein Unterschied.

    Zudem habe ich das Gefühl, dass unter Methylphenidat mein Tinnitus "deutlicher" wird bzw. die Ohrenschmerzen stärker werden. Auf manchen Internetseiten wird gemutmaßt, dass es einen Zusammenhang zwischen Dopamin und Tinnitus gibt... vielleicht erklärt das ja auch teilweise, warum ADHSler überdurchschnittlich oft von Tinnitus betroffen sind.

    Ich glaube nur das Rauschen könnte ich ganz gut ertragen, aber bei mir kommen noch Ohrenschmerzen (wenn es mal etwas lauter war eine Zeit lang) und Hyperakusis (z.B. Geschirr-Klirren tut weh im Ohr) hinzu, was mich total nervt. Seltsamerweise stört mich das Geräusch beim Einschlafen überhaupt nicht, obwohl ich vor dem Tinnitus bei kleinsten Geräuschen nicht einschlafen konnte.

    Am 12.03. gehe ich noch mal zu einem HNO.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

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    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 201

    AW: Tinnitus - er raubt mir den Schlaf

    Hallo xilef, ich bekomme Methylphenidat nicht länger, ich hatte das im Januar abgesetzt.

    Alex, ich war gerade beim Zahnarzt. Nun ja, er hat geschaut und erst einmal war er erfreut über meine schönen Zähne, welche mit 26 Jahren kein Loch oder ähnliches aufweisen. .

    Er hat sich das Gebiss angeschaut und auch kurz den Kiefer, welcher knackt. Auch meine genannten Symptome deuten auf eine CMD hin. Vor einigen Wochen hatte ich links im Kiefer starke schmerzen, direkt beim Gelenkt.

    Nun ja er hat erst einmal Abdrücke genommen, für den Fall, dass ich weiter behandelt werden will - Oberkiefer ist widerlich beim Abdruck - da könnte ich erbrechen, jedoch unten geht es super... ohne Tränen.

    Es gibt drei Schritte:
    1. Manuelle - Kiefergelenk, Muskeln per Hand
    2. Noch eine mit Rechnerunterstützung und Kiefer/Muskelanalyse, Kaubewegung der Muskeln ohne Zähne beachten.
    3. Schiene, und zwar eine richtige und nicht so eine die nur gegen Knirschen hilft.
    4. (Therapie bei Krankengymnastik)

    Punkt eins bis drei kostet zusammen zwischen 800 und 900 Euro! WTF! War das bei dir auch so teuer?

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