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Diskutiere im Thema ADHS , Depression, Sozialphobie im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 9

    ADHS , Depression, Sozialphobie

    Halloo Ihr lieben Adhs'ler

    Als ich vor 2 Jahren wegen massivem Canabiskonsum Panikattacken und einen schnellen Puls bekam, suchte ich mir einen Psychiater auf.

    Mein Arzt verschrieb mir daraufhin Cipralex ein AD, Dieses habe ich dann über mehrere Monate genommen ohne eine Wirkung zu verspüren , ausser das sich der Puls normalisiert hatte . Er war sehr erstaunt das ich nicht darauf angesprochen habe. Ich sagte Ihm das mein Bruder die Diagnose ADHS bekam , und wie sich herausstellte bin auch ich betroffen.

    Habe dann bis vor kurzem Ritalin genommen, und erstmals gesehen wie schön die Welt ist und welchen Platz ich genau in dieser habe.
    Vor ca. 3 Wochen habe ich das AD abgesetzt , da ich dachte es geht mir nur so gut durch das Ritalin. doch als ich dann Ritalin nahm oder auch nur eine Zigarette rauchte kam es mir vor als würde ich erst durch das Ritalin die Absetzerscheinungen des AD spüren, ich bekam Panikatacken und wurde wieder depressiv diesmal aber nich ADHS depressiv sondern richtig .

    So, nun meine Frage , ist es möglich das Ängste und Depressionen erst richtig ans TAgeslicht kommen , nachdem ich Ritalin genommen habe ??? Da ich nun meine Gefühle und auch den Rest der Welt richtig Wahrnehme .
    ???????

    LG ANDY

  2. #2
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: ADHS , Depression, Sozialphobie

    Hi Andy,

    boh das ist eine schwierige Frage......

    Auch ich habe jahrelang AD genommen, auch SSRI.

    Und deine Frage nun ist eine Frage, die mich auch interessieren könnte.....darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht....sehr interessant.

    Ich bin mal gespannt, ob jemand hier eine Antwort hat.

    Viel Spass hier im Forum....ist echt sehr vielseitig hier.

    LG

    Heike

  3. #3
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: ADHS , Depression, Sozialphobie

    Hallo Andy,
    deine Frage kann ich leider nicht beantworten, doch du hast bei mir eine andere aufgeworfen:

    Kann es sein, das Antidepressiva bei unbehandelten AD(H)Slern nicht oder nicht richtig anschlagen?

    Ich quäl mich nämlich schon seit Jahren durch meine Depressionstherapie, kann bisher aber keine nennenswerte Erfolge verbuchen. AD(H)S ist bei mir bisher nur ein Verdacht, aber ich weise eine Reihe von Symptomen auf.

    Könnte es also sein, das die Antidepressiva erst wirken, wenn man das ADHS im Griff hat? Das würde auch erklären, warum ich meine chronische Müdigkeit nicht loswerde.

    Seraphim

  4. #4
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: ADHS , Depression, Sozialphobie

    Hi Seraphim,

    bei MIR war es so. Habe jahrelang Antidepressiva genommen. Hat ein bisschen geholfen, aber irgendwann gar nicht mehr. Darüber haben sich meine Ärzte immer gewundert.

    lg

    Heike

  5. #5
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: ADHS , Depression, Sozialphobie

    Danke für deine Antwort, Heike! Ich werde dem nachgehen und mich baldmöglichst testen lassen!

    Gruß und Dank,
    Seraphim

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3

    AW: ADHS , Depression, Sozialphobie

    Hey Andy,

    ich habe exakt das selbe Problem wie du.
    Ich bekomme Medikinet + Clomipramin-neuraxpharm 10mg.

    Ich hab vorher unter Cannabiskonsum sehr schnell eine Panikattacke bekommen.
    Das schlimmste war, dass die Depressionen, Sozialphobie usw auch nach weglassen des Konsums a
    angehalten haben. Ich nehme Clomipramin seit einer Woche und merke schon eine leichte Besserung.
    Mein Antrieb kommt wieder, ich grübel nicht mehr soviel wie vorher, fühle mich morgens ausgeschlafen.
    Vorher war ich ein Morgenmuffel, seit einer Woche wache ich morgens auf und habe gute Laune und
    komme direkt aus dem Bett.
    Cannabis konsumiere ich immer noch, da ich sonst innerlich zu nervös bin, aber nicht mit mit Nikotin
    zusammen, da ich gemerkt habe, dass die Panikattacken hauptsächlich bei Kombination mit Nikotin entstanden sind.
    Mir wurde es vorher öfters gesagt, aber da ich Raucher bin, dachte ich, dass kann bei mir garnicht sein.
    Habe mir ein Vaporizer gekauft und inhaliere nur noch den Dampf. Seitdem fühle ich mich ausgeglichener,
    morgens bin ich nicht ausgelaugt auch wenn ich nachts um 3 noch einen chille. Ich merke die positiven medizinischen
    Effekte von Cannabis wie Stimmungsaufhellung, Entspannung, die ich leider seit mehreren Jahren nicht mehr hatte.
    Meine Depressionen sind komischerweise auch fast so gut wie nicht mehr bemerktbar, meine innere Leere verschwindet,
    ich hab wieder freude an den banalsten Dingen.
    Ich bin mir aber sicher, dass es nicht von den Antidepressiva kommen, da die Stimmungsaufhellung frühstens in 2 bis 3 Wochen
    eintritt. Ich denke es liegt eher daran, dass ich Cannabis auf medizinische Art konsumiere.

    (Das hier soll keine Aufforderung zum Drogenkonsum sein, sondern ist nur meine persönliche Erfahrung)

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3

    AW: ADHS , Depression, Sozialphobie

    Seraphim schreibt:
    Hallo Andy,
    deine Frage kann ich leider nicht beantworten, doch du hast bei mir eine andere aufgeworfen:

    Kann es sein, das Antidepressiva bei unbehandelten AD(H)Slern nicht oder nicht richtig anschlagen?

    Ich quäl mich nämlich schon seit Jahren durch meine Depressionstherapie, kann bisher aber keine nennenswerte Erfolge verbuchen. AD(H)S ist bei mir bisher nur ein Verdacht, aber ich weise eine Reihe von Symptomen auf.

    Könnte es also sein, das die Antidepressiva erst wirken, wenn man das ADHS im Griff hat? Das würde auch erklären, warum ich meine chronische Müdigkeit nicht loswerde.

    Seraphim

    Hast du deine Schilddrüse checken lassen ?
    Ich hab auch jahrelang müdigkeit gehabt, hab auch mehrere Antidepressiva genommen, aber es hat sich niemals was gebessert.
    Meine Blutwerte hatte ich mehrmals testen lassen, die haben immer gestimmt. Vor kurzen war ich dann nochmal zum Test da und dann kam raus
    (obwohl ich eine sehr schlanke Person bin), dass ich eine leichte Schilddrüsenunterfunktion habe. Die Müdigkeit, die ich seit Jahren mit mir getragen habe,
    geht langsam weg. Natürlich sind leider die ADS-Symptome noch weitgehend vorhatten, aber die Müdigkeit war echt unerträglich ....

  8. #8
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: ADHS , Depression, Sozialphobie

    Ja, meine Schilddrüse wird regelmäßig kontrolliert, da ich eine erworbene Unterfunktion habe.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 9

    AW: ADHS , Depression, Sozialphobie

    So nun bin ich mit dem cipralex wieder in der .5 woche ...

    mir geht es nun schon viel besser , nur die ADS syptome sind noch da einfach müde , gelangweilt , und genervt . Aber zumindest ist die " echte " depression schon fast verschwunden. Das ich als ads ler viel zu spät diagnostiziert wurden , und in der schule sowiso ein einzelgänger und gemobbter war . ist es auch nicht so ein wunder eine komorbität zu entwickeln.

    Nun wenn ich das Riti nehme ist das gute Gefühl, der Antrieb die Freude und das Interessen wieder da.

    Also Ritalin bei nidcht behandelter Despression u.s.w , aus meiner pers. Ansicht keine gute Idee.
    Zitat:
    1. Mein Arzt meint, dass man vor der Behandlung von ADHS im Erwachsenenalter eine Behandlung mit einem Antidepressivum vornehmen sollte, weil alle ADHSler in der Folge der lebenslangen Beeinträchtigungen eine Depression entwickeln. Stimmt das ?

    Jein. Tatsächlich ist es eine häufig zu treffende Beobachtung, dass die alleinige Gabe von Methylphenidat bei Erwachsenen mit ADHS zu einer (scheinbaren ?) depressiven Grundstimmung führen kann. Einer Phase der anfänglichen Euphorie (die vermeindliche Erklärung für alle möglichen Probleme oder Konzentrationsprobleme gefunden zu haben) kann anschliessend eine Ernüchterung folgen. Stimulantien wie Methylphenidat wirken "ent-täuschend" : Sie öffnen einen Blick auf die Innenwahrnehmung, die man aus den verschiedensten Gründen bisher nicht registrieren wollte / konnte. Und dabei können natürlich jede Menge Verletzungen oder Traumatisierungen zu Tage kommen, die wiederum mit Unruhe einhergehen. Häufig wird nun diese Unruhe bzw. Unfähigkeit zur Entspannung unter der Medikation mit den eigentlichen ADHS-Symptomen verwechselt, was zu einer erheblichen Irritation hinsichtlich der richtigen Behandlung führen kann.


    Diese Phase der Ernüchterung folgt häufig eine Hinterfragen der Diagnostellung oder der Behandlungsmethode mit eher ziellosem Vorgehen. Fehlt es hier an einer engmaschigen Austauschmöglichkeit zwischen Arzt und Klienten (alternativ einer psychotherapeutischen Begleitung oder zumindest professionellem Coaching) kann eine sehr problematische Konstellation entstehen. Anders ausgedrückt : Die alleinige Gabe von Metyhlphenidat oder Amphetaminsulfatsaft kann gehörig schief gehen.

  10. #10
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 902

    AW: ADHS , Depression, Sozialphobie

    Wenn man ADS/ADHS hat braucht man andere Antidepressiva .Wirken dann auch wenn man kein mph nimmt.
    genauso aber wie beim mph besondere Belastungen setzten vorrübergehend die Wirkung aus,bzw wirkt halt nicht ganz so.

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