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Diskutiere im Thema Borderline- wie beginnt es? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #11
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 1.323

    AW: Borderline- wie beginnt es?

    Hallo checkerbunny,

    das Thema interessiert mich auch sehr. Ich bin mit einer Anzahl an Diagnosen hier aufgeschlagen und Borderline ist eine davon.
    Begonnen hat alles mit einem Suchtproblem. Im Zuge dessen wurde bei mir während einer Therapie ADS festgestellt. Meine Sucht hab ich nicht in den Griff bekommen. Ich begann zu kratzen, ritzen, alles mögliche. Während der nächsten Therapie waren sich meine Therapeuten nicht mehr ganz sicher, Borderline/PtBS?

    Worauf ich hinaus will, Borderline kann sich auch in der Unmäßigkeit der Sucht äussern. Und nach Aussagen meiner Therapeuten ist die Abgrenzung zwischen ADS - Borderline - PtBS äusserst schwierig, da die Symptome sehr ähnlich sind.

    Bei ADS hat bei mir keiner mehr Zweifel, Borderline bin ich mir nicht wirklich sicher, auch ein Besuch in einer Spezialklinik brachte keinen nennenswerten Aufschluss.

    Klar ist jedoch, nicht jeder der sich verletzt ist zwangsläufig Borderliner, genauso wie sich nicht jeder Borderliner sich zwangsläufig verletzt. Das macht die Sache so kompliziert und kann nur durch einen versierten Facharzt abgeklärt werden.

    LG

    Enolem
    Geändert von Enolem (27.07.2009 um 20:47 Uhr)

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 72

    AW: Borderline- wie beginnt es?

    Hallo, bei mir wurde vor zwanzig Jahren auch Borderline diagnostiziert , ich hab mir schon als kleines Kind alles Haare plus Wipmern plus Augenbrauen einzeln mit Wurzel ausgerissen, ich denke das ist auch eine Art von selbstverletzung , geritzt hab ich mich nie, stand mir auch echt nie der Sinn nach. Was auf jeden fall bei mir zutrifft ist die mangelnde Objektkonstanz.Mittlerweile finde ich mich aber in der ADHS Diagonstik mehr wieder als in Borderline, bzw. haben ja beide ne Menge "Schnittstellen" ;-)

    LG Funkydanni

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 73

    AW: Borderline- wie beginnt es?

    Hallo Ihr Lieben, ich finde es total supi, dass Ihr Euch so "öffnet" - das hat mich in meiner speziellen persönlichen Situation echt weitergebracht!! Habt alle ganz lieben Dank dafür!!!

    Es grüßt herzlich

    Checkerbunny

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Borderline- wie beginnt es?

    Hallo!

    Ich weiß, dieser Beitrag ist schon älter, ich antworte aber trotzdem noch mal drauf.

    Bei mir wurde die Diagnose Borderline (und einige andere auch noch) auch gestellt und zwar in einer heftigen Krise in meinem Leben.
    Ich begann mich heftig zu schneiden (nicht ritzen) und meine Arme sehen heute aus als hätte ich sie in einen Aktenvernichter getaucht. Meine Beine haben tiefe und große Narben. Ich habe also gründlich "zugeschlagen".
    Mehrere Jahre habe ich gebraucht um mich zu beruhigen.

    Geblieben sind die Narben (ich habe zwar heute noch den Drang mich selbst zu verletzen kontere dann aber lieber mit einer Flasche Wein) aber die fürchterliche Leere und all die anderen Symptome sind verschwunden.

    Ich habe Tierpsychologie studiert, 6 Jahre eine Hundeschule geleitet und bin heute Angestellte mit einem 8 Std. Job., arbeite in einem Team mit 19 Männern und einer Frau zusammen und bin sehr beliebt auf der Arbeit.
    Mit der Diagnose Borderline wäre das nicht möglich, zumindest nicht über so viele Jahre.

    Was ist also nun mit mir, habe ich Borderline, hatte ich Borderline und wenn ja wo ist es hin?
    Kann man mit dieser Störung tatsächlich diese sozialen Leistungen bringen auf Dauer oder nicht?

    Es wurde damals bei mir fein säuberlich diagnostiziert und trotzdem bezweifle ich, dass ich es je wirklich hatte.

    Was ich damit meine ist - dass es sehr schwer ist diese Diagnose eindeutig zu stellen. Lebenskrisen spitzen sich oft über Jahre zu und die dazu gehörigen Begleiterscheinngen gleichfalls. Wenn man diese Krise überwunden hat, können die Symptome wieder verschwinden oder minimieren.

    Habe ich trotzdem Borderline? Auch wenn ich mein Leben jetzt besser im Griff habe? Habe ich Borderline, auch wenn einige Symptome nun völlig verschwunden sind? Und was ist das was geblieben ist?

    Mannmannmann - manchmal braucht man eine Diagnose um sich daran fest zu halten, weil es (auch nach meinem Empfinden) nichts Schlimmeres gibt als sich als Ausnahemversager zu fühlen.
    Ich war absolut froh damals über diese Diagnose und habe mich schlaugelesen vor der Diagnosestellung bzw. dem Test. Kurz, ein Teil von mir wollte das auch hören um irgendwo dazu zu gehören. Um einen Namen für schreckliche Gefühle zu bekommen.

    Ich würde einen Test heute sicher negativ abschließen. Und wenn ich den Tester nicht informieren würde, dass bei mir die Diagnose bereits gestellt wurde - wäre der sicherlich überrascht.

    Was ist dann noch wahr?
    Das was war oder das was ist?
    Und was sind Diagnosen im Bezug zu einer Therapie wirklich
    wert? Ist es nicht viel wichtiger sich die richtige Hilfe zu suchen? Ist es nicht wichtiger sich wohl zu fühlen und selbst
    das Empfinden zu haben Dinge zu brauchen oder wirkliche
    Hilfe zu erleben?

    Liebe Grüße

    Wistle

  5. #15
    Ehem. Mitglied 14

    Gast

    AW: Borderline- wie beginnt es?

    Borderline und AD(H)S sind sich in der Symptomatik sehr ähnlich, wistle, deshalb kommt es hier oft zu Fehldiagnosen und falschen Behandlungen. Bei mir wurde das zu Beginn ebenfalls (fehlerhaft) diagnostiziert - die Therapie hat entsprechend gebracht: NICHTS. Klar, kann ja auch nicht, weil ich keine BPS hab´ sondern ADHS.

    Eine Borderline-Persönlichkeitsstörung verschwindet nicht einfach - ebenso wenig ist sie heilbar. Man kann damit prima leben und umgehen lernen, heilen lässt sie sich aber nicht. Insofern würde ich vorsichtig vermuten, dass auch bei Dir vielleicht die Symptomatik der AD(H)S unerkannterweise im Vordergrund stand. Nun können mit AD(H)S ja eine Menge Komorbiditäten einher gehen - AD(H)S ist quasi der fruchtbarste Nährboden für jede andere psychische Störung - und eine solche Komorbidität kann (leider) auch eine BPS sein. Keine Frage.

    Ob das bei Dir allerdings tatsächlich der Fall ist, das kannst Du selbst Dir vielleicht am besten beantworten - oder Du sprichst mit Deinem Doc mal darüber? Letztlich hab´ ich mir aber abgewöhnt, mich als lebende Vitrine mit vielen beschrifteten Diagnose-"Schubladen" zu sehen, denn einen Stempel hat man ja erfahrungsgemäß schneller als die passende Stempelfarbe.

    Diagnosen hin oder her - bei mir steht die ADHS im Vordergrund, ebenso wie bei vielen anderen hier. Summa summarum ist mein Wesen, wie es ist - ich bin wie ich bin, mein Charakter macht mich aus und ADHS ist für mich nunmal ebenso (ohne Frage ein ziemlich nerviger!) Teil meines Charakters.

    Ich kann Deine Verwirrung aber verstehen, wistle.

    Vielleicht magst Du ja auch hier nochmal nachlesen?

    Borderline-Persönlichkeitsstörung ? Wikipedia

    Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ? Wikipedia

    Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bei Erwachsenen ? Wikipedia

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...orderline.html

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...diagnosen.html

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...-adhs-bps.html

    http://adhs-chaoten.net/forum-famili...keit-adhs.html

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Borderline- wie beginnt es?

    Hallo Virtuna,

    danke dir sehr für deine Antwort und für die vielen Links (ich kenn sie alle) .

    Du hast Recht mit dem was du schreibst, eigentlich mit allem was du schreibst. Eines ist aber ziemlich frapierend und fiel mir eigentlich (auch wenns doof ist) jetzt erst auf - die ADHS-Prolbeme bleiben.
    Ich habe einige Jahre Therapie hinter mir auf Basis dieser schönen Schubladenstempel, wie du es so treffend visualisierst. Aber mein ADS hat noch keiner (außer während der Diagnose in Würzburg) genauer angesehen. Keine Therapie oder ähnliches in diese Richtung.
    Deshalb schaffe ich es nach all den Jahren auch immer noch nicht Struktur in mein Privatleben zu bringen. Man kann es gut an meinem Haushalt sehen und ich lades deshalb auch keinen zu mir ein. Das ist nicht gerade förderlich für ein gutes Privatleben und schafft immer und immer wieder neuen Frust.

    Danke dir !

    LG

    Wistle

  7. #17
    Ehem. Mitglied 14

    Gast

    AW: Borderline- wie beginnt es?

    wistle schreibt:
    Du hast Recht mit dem was du schreibst, eigentlich mit allem was du schreibst.
    ...Uh - mit Sicherheit nicht mit allem und ich werde gerne mit anderen, neuen und richtigeren Infos beliefert....aber danke Dir für die Blumen, wistle.

    wistle schreibt:
    Eines ist aber ziemlich frapierend und fiel mir eigentlich (auch wenns doof ist) jetzt erst auf - die ADHS-Prolbeme bleiben.
    Ich habe einige Jahre Therapie hinter mir auf Basis dieser schönen Schubladenstempel, wie du es so treffend visualisierst. Aber mein ADS hat noch keiner (außer während der Diagnose in Würzburg) genauer angesehen. Keine Therapie oder ähnliches in diese Richtung.
    Kann ja auch nicht helfen, wenn etwas ganz anderes behandelt wird, als tatsächlich vorliegt. Skills und Therapie ist niemals verkehrt und schadet auch sicher nicht - mitnehmen können wir trotzdem einiges, auch sicher das eine oder andere hilfreich anwenden. Dennoch helfen Grippemittel bei Heuschnupfen auch nur bedingt.

    Da ist es nur logisch, dass sich so im Laufe der Jahre immer mehr Therapie-Frust, Resigantion und das Gefühl breit macht, uns könne eh niemand helfen. Du bist damit sicher nicht alleine, wistle.

    wistle schreibt:
    Deshalb schaffe ich es nach all den Jahren auch immer noch nicht Struktur in mein Privatleben zu bringen. Man kann es gut an meinem Haushalt sehen und ich lades deshalb auch keinen zu mir ein. Das ist nicht gerade förderlich für ein gutes Privatleben und schafft immer und immer wieder neuen Frust.
    Ah jo, das hast Du richtig erkannt, auch wenn´s leider alles andere als Grund zur Freude ist. Der Kreis zieht sich über Jahre weiter, die Auswirkungen der unbehandelten und unerkannten AD(H)S zieht sich weiter wie ein klebriger Rattenschwanz, an dem immer mehr Dreck und Müll hängen bleibt, bis er kaum noch tragbar erscheint. Um dieses Chaos wieder zu entwirren bedarf es dann jahrelanger Arbeit.

    Aber hey, wistle, Du hast einen riesigen Vorteil gegenüber anderfen Betroffenen: Du bist nämlich hier gelandet. Das ist der erste Schritt sich zu informieren und einige Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Es ist sicher nicht einfach, keine Frage, aber wir sind hier keine Allein-Kämpfer. Und genau das ist etwas, was dieses Forum hier zu einem besonderen seiner Art macht, wie ich finde.

    Hast Du Dir schonmal die Interessengemeinschaften angeschut, wistle? lola leitet eine dieser Gemeinschaften, in der es um Coaching geht. Schau mal hier, wenn Du magst :

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-coa...coachen-2.html

    Liebe Grüße!

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