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Diskutiere im Thema Seelischer Missbrauch im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 85

    Seelischer Missbrauch

    Meine Mutter hat versucht mich von ihr abhängig zu machen. Eigenständig konnte ich bis zu meinen 33. Lebensjahr gar nicht werden, ich hatte ja keine eigene Meinung und kein eigenes Denken; das wurde mir ja abgenommen; das hatte ich nicht zu haben, darauf folgten Strafen wie z.B. "der Teppichklopfer."
    Sie meinte zu wissen, was ich brauche, wie ich zu denken zu haben, was ich will, was ich fühle, was ich für Bedürfnisse habe.
    Ich war ein geschaffenes Ding, sie konnte beliebig über mich verfügen. Ihr Wunsch war es, dass ich ihr Verhalten und ihre Eigenschaften übernehme.
    Erfüllte ich ihre Erwartungen, bekam ich ihre Aufmerksamkeit, ansonsten dichtete sie mir Schuldgefühle auf oder körperliche Züchtigungen erfolgten. Als hätte ich sie verraten. Ihre Auslegungen und Meinungen hatte ich gefälligst mit ihr zu teilen, wenn nicht, erfolgten konfliktreiche Diskussionen die meistens bei mir in Tränen endeten, weil ich mich nicht verstanden fühlte oder die Diskussion wurde handgreiflich von ihr unterbrochen.

    Kurz gesagt: Ich erhielt ein Identitätsverbot!

    Nur wenn ich bei ihr bleibe, bekomme ich ihr "Materialismus", alles was für sie wichtig ist, gehe ich, wird ihre Liebe entzogen, die Liebe in Überhäufung mit Material. Gehst du, bleibst du arm! Irgendwann war mir klar, sie liebt mich nicht wie ich sein will, sie benutzt mich nur für ihre Zwecke.

    Meine Schwester war das "böse" Kind, sie hat schon früh das Elternhaus verlassen und sie werte sich, wenn sie das machen sollte, was Mutter für sie wichtig hielt.

    Das brave Kind passt sich an den Forderungen der Mutter an , ist angepasst und lieb (um körperliche Züchtigungen zu umgehen) und enttäuscht nicht die Mutter , das böse Kind ist wütend und will eigenständig werden.

    Mein Therapeut meinte, meine Mutter wäre ein Kompensatorischer Narzisst. Da meine Mutter immer von ihrer schrecklichen Kindheit erzählte und ihre Mutter nie liebe gab, hat sich der Narzissmus von meiner Oma sich auf meine Mutter übertragen.
    Na gut, dass ich den nicht mitgenommen habe.
    Er sagte noch:"Diese Leute sehen es nicht ein, dass irgendetwas nicht mit ihnen stimmt. Darum wären die kaum bei einen Therapeuten, schliesslich fühlen sich diese Leute als perfekt."

    Aber komischer Weise die Depression seit 2004 hat mir geholfen, mich von dieser Macht zu entziehen. Schon auch daher, dass sie versuchte, dass selbe Spiel mit meinen Sohn zu machen. Ich sah das nur und dachte:"Das tut die meinen Kindern nicht an, die werden nicht seelisch gequält."
    Ja meinst wie oft ich meinen Sohni schnappte und mit ihn von der Oma weg ging.

    Sohni in der Vorschule, er sollte Zuhause Hausaufgaben machen. Laut meiner Mutter "Schularbeiten", ja das ist eine Arbeit bei ihr.
    Also Sohni malt einen Löwen aus und meine Mutter schreit ihn an:"Ein Löwe ist nicht grün, der ist braun mit gelb, nehme eine andere Farbe!"
    Ich war froh, dass das Kind überhaupt mal einen Stift in die Hand nahm.
    "Lass das Kind den Löwen ausmalen, wie es will !" konnterte ich zurück.
    "Nein, so sieht ein Löwe nicht aus!" empörtes zurückkommen von ihr.
    Also wollte sie halt mit einen Staubwedel, davon der peitschende Stiel meinen Sohn ihre Meinung einprügeln.
    Sie wollte ................... bevor das geschah, schnappte ich meinen Sohn und war raus da.
    Einen Tag habe ich sie mal Mundtot bekommen, schon wieder einen Kampf mit Sohnis "Schularbeiten".
    Ich sagte einfach zu ihr:"Du bist gerade wie deine Mutter!"
    Sie war richtig erschrocken und still. Die machte keinen Mucks mehr.

    Einen Tag kam meine Mutter mit einer Überweisung von ihrer Hausärztin zurück, da stand darauf: Osteoperose, Athritis und Herzbeschwerden durch schwere Belastungen durch NPS.
    Worauf meine Mutter mich fragte:"Was bedeutet das?"
    Ich muß es ja wissen, nach ihrer Meinung nach, ich war ja im med. Beruf-Psyotherapie.
    Ich sagte:"Irgendeine lateinische Abkürzung, bedeutet durch schwere Arbeiten im Leben."
    "Ja, ich habe ja schon immer schwer gearbeitet und seit Kindheit an ................blah blah blah."
    Die Geschichten kenn ich schon in und auswendig.
    Sie hat so schwer gearbeitet, sie war immer schlimmer dran, als all die Anderen ............. blah blah blah.
    Ich am nächsten Tag bei der Hausärztin und holte ein Rezept für Mutter ab und sah die Ärztin und sagte:"Meine Mutter hat mich gefragt, was NPS bedeutet. Ich weiss es!"
    Die Ärztin stand ganz erschrocken da. Ich glaube sie sah schon meine Mutter in der Praxis laufen und ihr Vorwürfe zu machen.
    "Ich habe es ihr falsch übersetzt, ansonsten hätten sie einen Patienten weniger."
    Ich sah richtig, wie der Ärztin einen Stein vom Herzen fiel und sie sagte kurz:"Das würde sie sowieso nicht einsehen." und entschwand darauf ins Ärztezimmer.

    Als im Jahr 2000 der Euro eingeführt worden ist, erklärte ich ihr:" 2DM ist ungefähr ein 1€."
    Nein, bei ihr war es umgekehrt: 1DM ist 2€.
    Ich hatte minutenlange Diskussionen schon geführt, sie nicht überzeugt, als ich dann endlich zum Eurotaschenrechner griff.
    Und sie darauf:"Nein, das stimmt nicht!"
    "Du willst mir doch nicht erzählen, dass der Euroumrechner nicht richtig funktioniert."
    "Nein, das kann nicht sein," ihr Gegenargument.
    Paar Tage später hat sie doch mal eingesehen, dass die Euroumrechnerei doch so ist.

    Mal krass beschrieben: Wenn 5 Leute sagen: Das Auto was vorhin hier vorbei fuhr, war rot.
    Und sie sagt: Nein das war grün.
    Dann ist es grün und wenn trotzdem die Mehrheit was anderes erzählt.

    Also ich die Krankenkasse wechselte, schrie sie mich an:"Du wirst mal später keine Rente bekommen."
    Da beharrte sie auf ihre Meinung, ihr war das schliesslich auch mal passiert.
    Obwohl ich ihr zigmal erklärt habe, ich wechsel die Krankenkasse nicht den Rententräger.
    Schwupp hat sie sich beleidigt zurück gezogen und sprach kein Wort mehr mit mir.
    Ich hätte sie angeblich angeschrien. Moment, sie hat zuerst geschrien. So wie es im Wald hinein schallt, so kommt es wieder zurück.
    Nach zwei Tagen dauer beleidigt sein, erklärte ich ihr in Ruhe nochmals, ich habe die Krankenkasse gewechselt nicht die Rentenkasse, die ist immer noch dieselbe.
    Sie schrie zurück; ich schrie auch zurück-
    Ich war mal wieder diejenige die angeblich zuerst angefangen hatte zu schreien.
    Dann rief meine "böse" Schwester bei ihr an; ich erzählte was vorgefallen war; und machte ihr das nochmals klar.
    Nach 3 Tagen gab sie endlich Ruhe.



    Meinen Mann musste ich auch vor sie beschützen.
    Die reinste Katastrophe für sie ist, wenn Schulden gemacht werden.
    Und schon hatte sie heraus gefunden, dass mein Mann private Schulden hat.
    "Ich bezahle ihn seine Schulden und dafür soll er für dich in die Rentenkasse einzahlen," so ihr Vorschlag, sollte ich ihn so anbieten.
    Sie meinte ja immer, ich werde ja keine hohe Rente bekommen, wenn die wüsste.
    Weil sie bekommt ja kaum etwas, also ich dann folglicher Weise auch nicht.

    Ich erzählte meinen Mann ihr Vorhaben und gab gleich Hinweise zum Verhalten ab:
    "Bleib lieber in deiner privaten Insolvenz, nimm niemals Geld von ihr an, nur wenn du etwas leistest, wie z.B. bei ihr Rasen mähen. Aber nimm nie Geld an ohne Leistung. Du machst dich sonst von ihr abhängig. Sie hat dann ein Machtinstrument über dich, tu das was ich dir sage, schliesslich habe ich dich mit Material (in diesen Falle Geld) geholfen. Und wunder dich nicht, wenn sie zig mal die selben Geschichten erzählt, wie schwer sie es doch hatte und wie toll sie in der Schule war und überhaupt ihre Beweihräucherung!"

    Auch hat sie damals meine erste Wohnungseinrichtung bezahlt. Inzwischen sind alle ihre Klamotten erfolgreich vernichtet und ich habe mir etwas "Eigenes" zu gelegt. Sie dann:"Wieso hast du dir Neues gekauft, war doch schliesslich teuer, muss doch für den Preis halten............"
    Das heutzutage alles kurzlebig ist, sieht sie auch nicht ein.
    Aber sie hatte bei ihre Ansprache ein bisschen Gewässer im Auge. Ja Mist aber auch, die hat sich eigene Sachen angeschafft, ich kann meine Tochter nicht mehr erpressen mit:"Du weisst, was ich dir alles gekauft habe, dafür solltest du mir dankbar sein!"

    Und so langsam entzog ich ihr die Macht. Ich war nicht mehr mit den Materialismus erpressbar.

    Natürlich hielt ich lange Jahre die Füsse still, wenn ich mit 20 Jahren noch mitbekomme, wie meine 33Jährige Schwester von ihr eine Ohrfeige abbekommt. Ja, um was ging es nochmal, achja, Materialismus. Das Auto. Und dann sagte noch meine Schwester:"Du bist doch selbst schuld, wenn A. nicht selbsständig wird, du nimmst ihr ja alles ab!"
    Paar Dinge zuviel, die meine Mutter nicht hören wollte.

    Da kleben sie, die Kindheitserinnerungen in mir und ich weiß, warum ich mich nicht gewehrt habe, wie meine Schwester.
    Aber wenn ich mit 5 Jahren folgende Dinge erlebe, dann könnnen sich so einige denken, warum ich mich nicht wehrte:

    Die Streitereien zwischen meiner Mutter und meiner Schwester spielten sich meistens in der Küche ab. Mutters Reich die Küche.
    Ich stand da mit meinen 4-5 Jahren vor der Küchentür und sah mir folgende Situationen an:

    Da zogen sich meine Mutter und meine Schwester sich gegenseitig in die Haare. Meine Schwester rief andauernd:"Ich hasse Dich!"
    Sie kugelten sich über den Küchenfussboden hin und her.
    Und ich stand da mit meinen 5 Jahren vor der Küchentür und beobachtete das.
    Ich wusste zwar nicht um was es geht, aber dieses "Ich hasse Dich" und die Vorwürfe von meiner Mutter "Ich habe dir gesagt du sollst ........" machten mich ziemlich fertig.
    Da stand ich da, war am Heulen und rief nur noch:"Hört endlich auf!"

    Einen Tag wieder ein Kampf in der Küche. Damals hatten wir eine hölzerne Schiebetür. Meine Mutter nahm ein Messer und rannte auf meine Schwester los, die rannte aus der Küche und reagierte schnell und zog die Schiebetür zu, so dass der Arm meiner Mutter dort eingeklemmte mit dem Messer in der Hand.
    "Lass das Messer los oder ich drücke mit der Tür noch mehr!" schrie meine Schwester.
    In den Augenblick kam mein Paps zum Glück nach Hause.
    "Was ist denn hier los!?"
    "Die will mich umbringen, nur weil ich nicht das mache, was sie will" , konnterte meine Schwester.
    "M. du kannst doch nicht mit dem Messer auf das Kind zu rennen!"
    Und schon gings los mit : die hört nicht, sag du doch mal was, ich wollte ihr nur angst machen ..............
    Und schon werde ich mit hineingezogen:"A, nun sag doch mal, die Ma. ist doch böse. Du hast das doch gesehen?"
    Wenn ich sonst immer meiner Mutter alles nach ihrer Schnauze redete, aber ich liebe auch meine Schwester.
    Also kam aus mir heraus:"Ich weiß nicht um was es ging, ich habe nur gesehen, dass sie mit dem Messer hinter ihr her war."
    Wenigstens war mein Paps so vernünfig, er bat uns nach draussen zu gehen, um mal mit der Mama zu sprechen.
    Wenigstens mein Paps führte keine Streitereien vor den Kindern ab.
    Na keine Ahnung, was nun besprochen wurde. Aber meine Schwester zischte freiwillig übers Wochenende ab in ihr Internat und Mutter und Schwester sprachen kein Wort miteinander.
    Irgendwie herrschte eine unheimliche Stille, wärend der Fahrt zum Internat.

    Ehrlich gesagt, hätte mein Therapeut mich nicht tiefenpsychologisch in mein Unterbewusstsein herum gekramt, wäre es mir immer noch nicht ganz bewusst, dass ich eine Emotionale Belastung habe.
    Ok, ausser das, kommen ja noch etliche andere Probleme dazu, die sich zu einen grossen Haufen bilden, na kein Wunder, ich schalt mal fast 6 Jahre die Emotionen ab, Gefühle belasten ja nur.

    Was ich damit sagen will, ich will jetzt nicht die ganze Schuld auf meine Mutter schieben, schliesslich häuften sich noch andere Probleme an, die mich so werden liessen, wie ich war, und vielleicht hoffe nicht, wieder hinein fallen könnte.

    Das nicht Wissen können, was ich zu tun habe, kann auch Ursache vom ADHS sein.
    Wer weiß.

    Und ich glaube als ADHS-Kind hatte meine Mutter sowieso noch den Hang, mich überzubemuttern. Denn das Kind muß ja angeleitet werden.
    Vielleicht war ich auch durch das ADHS dadurch für meine Mutter zugänglicher.
    Schliesslich weiß Kind nicht was es will.
    Geändert von Frustchaot ( 6.11.2011 um 21:17 Uhr)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 20

    AW: Seelischer Missbrauch

    Hm, sch***e.



    Leider fällt mir nichts so richtig schlaues zu sagen ein.

    Ich verstehe, wenn Du sagst, Du willst nicht alles auf Deine Mutter schieben. Aber Mütter sind halt meistens die, die den meisten Einfluss auf uns haben, die neben den Vätern am meisten dazu beitragen, wie wir werden.

    Ich glaube, Eltern merken häufig gar nicht, was sie gerade für ein Unheil anrichten.

    Und wenn Deine Mutter eine NPS hat, war sie vermutlich viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um überhaupt mit zu bekommen, dass andere Menschen - vor allem ihre Kinder! - auch wichtige Bedürfnisse haben.

    Ich glaube, das ist völlig ok und wichtig, dass Du Dich damit auseinander setzt. Ich denke nicht, dass Du vor hast, Dich jetzt den Rest Deines Lebens in Selbstmitleid zu suhlen und nur noch nach hinten zu schauen. Aber ich glaube, es kann einem total helfen, zu verstehen, was einen zu dem gemacht hat, der man heute ist. Evtl. kannst Du heute zumindest noch ein bisschen beeinflussen, z.B. Deiner Mutter aus dem Weg gehen.

    Habe selbst eine sehr anstrengende Mutter, die wahrscheinlich in weiten Teilen auch einfach nie aus ihrer Haut konnte, aber zum Glück war es nicht ganz so schlimm wie bei Dir. Und seitdem mein Vater gestorben ist, fehlt ihr auch der "Erfüllungsgehilfe", so dass sie mittlerweile keine Macht mehr über mich hat.

    Vielen Dank, dass Du das alles so offen aufgeschrieben hast!

    Und ich wünsche Dir ganz viel Erfolg in der Therapie, dass Du möglichst viel aufarbeiten kannst und weiter kommst!

    Liebe Grüße

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Seelischer Missbrauch

    hallo, bin auch gerade neu hier

    vielen Dank für diese Offenheit,
    versuche auch gerade aus meinen Altlasten schlau zu werden

    hab Familienstellen ausprobiert um einen Überblick über das Familiendrama zu kriegen,
    was herauskam war weniger ne Anleitung als vielmehr der Hinweis: bloß raus da

    für ne Therapieform schon merkwürdig
    sonst gehts doch immer um "alle wieder verstehen", oder so

    was ich inzwischen weiß ist das ich ein als Kind nichtdiagnostiziertes ADS habe
    und meine Mutter NPS

    scheint echt ne ganz unglückliche Kombi zu sein...

    liebe Grüße
    mirima

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 85

    AW: Seelischer Missbrauch

    So leicht ist das nicht. Ich hatte diesen Beitrag noch in meinen Wordpad abgespeichert. Ich habe es mal für mich aufgeschrieben.
    Ich bin seit 2007 in der Therapie und konnte erst 2009 darüber sprechen.
    Mein Therapeut bohrte immer auf meine Kindheit herum, wahrscheinlich hat er das schon geahnt.
    Mein Paps wahrscheinlich ein sehr hyperaktiver ADHSler war auch irgendwie von der Meinung meiner Mutter abhängig.
    Lag schon daran, dass meine Mutter wohl halt klüger war, da mein Paps LRS hatte.
    Meine Schwester ist wahrscheinlich auch hyperaktiv, und konnte nie eine Bindung zu einem Lebenspartner aufbauen.
    Sie wollte sich mal wegen all den seelischen Qualen mal in unseren Abwasserkanal ersäufen.
    Bis sie sich sagte, wegen der blöden Kuh bringe ich mich nicht um.

    Wenn ich andauernd editiere, fallen mir bestimmt noch Rechtschreibfehler auf.

    mirima Willkommen hier.

    Mir noch was eingefallen.
    Ich sehe meine Mutter nur noch zweimal in der Woche höchstens. Ich fahre sie zum Einkaufen oder mal zum Arzt.
    Seitdem sie körperlich nicht mehr kann, hat sie komischer Weise mehr ein offenes Ohr für mich.
    Sie ist ja nicht mehr in der Lage, für mich alles zu erledigen..

    Hin und wieder kommen so Sprüche wie: Wieso geht es dir schlecht, mir geht es viel schlechter seitdem Papa nicht mehr da ist.
    Aber ich kommentiere das nicht mehr.
    Ich laß mich auch nicht mehr auf Diskussionen ein. Ich konter dann mit:"Du hast recht und ich meine Ruhe!"
    Das macht sie noch fuchsiger, da sie weiß, die will nicht mehr darüber sprechen und sie konnte mich nicht überzeugen.
    Geändert von Frustchaot ( 6.11.2011 um 21:30 Uhr)

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Seelischer Missbrauch

    Hallo Frustchaot,

    das was du beschreibst, kenne ich auch von meine Mutter. Schuldvorwürfe, wenn ich nicht nach ihrer Nase tanzte, nach ihrer Bedürfnisse soll mein Charakter geformt werden. Selbst bei mein ältere Schwester hat sie auch kein Halt gemacht. Rechtfertigen, obwohl wir wusste, dass wir unschuldig waren.
    Mein Schwester hatte vorteil, dass sie als ältere öfter von zuhause weg blieb. Um zu fliehen (vermute ich) mit ältere Jungs/Männer Bindung eingegangen ist, um öfter zu übernachten. Vor der Hausdrache fern zu bleiben.
    Als jüngeres Kind, war ich leider abhängig von ihr. Je öfter mein Schwester ausser Haus war, bekam ich alles ab.
    Als mein Schwester 15 und ich 10 war, konnte ich mich unter anderem an Situation erinnern. Als unsere Mutter regenslos bekleidet in Bademantel oder Pyama vorm Fernseher sah, hat sie nicht registiert. Wollte an ihr vorbei, als mein Schwester warnende Blick zu mir warf und bin zügig vorbei gelaufen und erschrack als mich an Arm nahm. Wir beide hatte einen Schreck bekommen, sie wollte wissen, wo hin wollte. Als Antwort gab ihr "ich möchte zur Bad gehen", sie glaubte mir irgendwie nicht.
    Die Seelische Grausamkeiten war für uns beiden Persönlichkeitunterdrückung und immer als Lügnerinnen glauben zu lassen. Mein Schwester nahm endgültig Reiß aus (Auszog), ich wurde als Sklave in Haushalt ohne Rechte ausgenutzt. Daher brauch ich mich nicht wundern, woher ich mein Rückenprobleme habe.
    Nach dem Tod von der Oma, ging sehr schnell die Famillie kaputt bediengt durch meine Mutter. Mein Vater ist an Schizophrenie erkrankt, seit dem erkennt er mich nicht als Tochter und unsere Mutter hat gleich eine Beziehung eingegangen (Später Stiefvater). Selbst unsere Stiefvater steht am Trümmern von sein Leben (Alkohol, Krankheit, kaputte Selbsständigkeit, Geerbtes Haus durch Schulden verloren) und unsere Mutter trinkt auch nicht wenig.
    Nach dem das Jugendamt durch Schule und Hort eingeschaltet wurde, aufgrund mein Verhaltenauffäligkeiten (Sexuelle Mißbrauch erlebt, Nächtliche Abhauen, Schule schwänzen.....). Mein damalige Lehrerin hatte versucht zu vermitteln (kam einmal in der Woche) und sowohl auch die Hortmitarbeiterin vor Ort. Es hatte bei ihr nicht gefruchtet. Von einen Therapeutin von JA habe ich erfahren, dass ich in einen Heim komme, weil ich bessere Betreuung und zur Ruhe komme soll. Von einen JA-Mitarbeiterin habe ich sie direkt gefragt, wie es mit mir weiter geht. Meinte zulange bleibst du bei deine Mutter, bist ein Heimplatz frei ist. Nach der Zeit im Heim hatte ich mit mein Auffäligkeiten zu kämpfen, bis ich zur normale Teenager entwickelte. Mein Muter gefiel es nicht, dass mir gut geht. Immer übers Wochende kam ich mit Agression zurück, bis die JA-Mitarbeiterin, mein Vormund, und die Mutter mit Stiefvater eine Gespräch stattfand. Meinte ich probiere einmal in Monat zu besuchen. Das ging auch in die Hose. Während die JA-Mitarbeiterin und mein Vormund die Besuchzeiten komplett weg zu lassen nach mein Wunsch. Meine Mutter hatte bei Gespräch nicht versucht zu kämpfen, als Tochter habe ich gesehen, dass ihr egal bin.
    Nach der Vertrauliche Gepräch mit Heimleiter erfuhr, dass ich bereits Mündel war als ich zu ihnen kam. Dass mein Mutter mich mit geteilte Sorgerecht mit JA angelogen hat.
    Die Gespräche nach mehrere Abstände, hatte kein Sinn gebracht bis ich als Tochter meine Mutter zu verstossen (Meine Schwester tat es selbe).
    Seitdem habe ich sporadisch Kontakt zu meine Schwester (Wohnt in andere Stadt) und unsere Ehrenkodex heisst: Keine von uns beiden soll kein Kontakt zu unsere Mutter und über die aktuelle Leben von uns einzelne absolute Geheimhaltung gegenüber zu unsere Mutter (mittlerweile Codewort Asoziale Kuh).
    Damals konnte man nie über ihre Verhalten einschätzen. Nach aktuelle Gespräche, wurde gesagt das sie eine Borderlinerin wäre. Damals hatte das Jugendamt versucht mit erfüllte Auflagen zu sehen, bis ich endgültig zur Mündel wurde.
    Seitdem versuche ich über eine Tagesstätte stabilisieren zu lassen aufgrund ADHS mit Episodenartige Depressionen lassen. Mittlerweile beziehe Sozialhilfe nach SGB12 und weiss nicht ob ich wieder zur Arbeitsmarkt zurück kehre. Nach dem Gespräche von damalige Massnahme-Mitarbeiterin, die Firma (meine ehemalige Qualifiuierungsplatz) und Arbeitsagentur, kam man zum endschluss. Dass mir wegen der Kindheit zu tief verwurzelt Problematik ist und mir helfen lasse.

    Da bist du leider kein Einzelfall.

    Leider dauert es bis man davon los kommt, um endlich ein eigenes Leben zu führen. Wie man sich vorstellt.


    Viele Grüßen
    Viola1238
    Geändert von Viola1238 ( 7.11.2011 um 20:50 Uhr)

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 85

    AW: Seelischer Missbrauch

    Meine Mutter hat niemals Alkohol angerührt und hat auch niemals geraucht. Sie sieht Süchte als Schwäche an.
    Selbst die Hausärztin erkannte ja, was mit meiner Mutter los ist und verschrieb ihr Tranquilizer.
    Damit sie zur Ruhe kommt, angeblich damit sie sich nicht so aufregt und noch mehr Herzprobleme bekommt.
    Also so hat es die Ärztin ihr verklickert. Die Ärztin hat ihr niemals den wahren Grund genannt.
    Die Tranquilizer hat sie nie genommen, weil da stand ja im Beipackzettel, die können süchtig machen. So ein Zeugs was süchtig macht, nimmt sie ja nicht.
    Sucht ist ja eine Schwäche und sie ist ja angeblich nicht schwach.
    Inzwischen ist sie so stark gehbehindert, nimmt aber von anderen ausser mir, keine Hilfe an. Von anderen die Hilfe anzunehmen, wäre wieder für sie eine Schwäche.

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: Seelischer Missbrauch


  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Seelischer Missbrauch

    Nein, bei ihr war es umgekehrt: 1DM ist 2€.

    Ist es nicht so :-D Teuro sei dank :-D

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 85

    AW: Seelischer Missbrauch

    Rantanplan schreibt:
    Nein, bei ihr war es umgekehrt: 1DM ist 2€.

    Ist es nicht so :-D Teuro sei dank :-D


    Ja mittlerweile hat sie das ja auch mal gerafft.
    Zwar denkt sie noch in DM, aber wie.
    Beispiel: Was 3€ für ein Brot? Das sind 6 DM, soviel hätte ich früher für ein Brot nie ausgegeben!

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Thema: Seelischer Missbrauch im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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