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Diskutiere im Thema Borderlinestörung im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #61
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 199

    AW: Borderlinestörung

    missy71 schreibt:
    [...]
    um das ganze noch ein wenig komplizierter zu machen bring ich eben noch mal dazu den ein:
    http://www.martinsack.de/_downloads/..._PTBS_2005.pdf[...]
    ... im Gegenteil. Für mich haste damit sogar ein wenig Licht ins Dunkel gebracht. Interessante Ansichten, die 'der Sack' da verbreitet.

    Gibt's das auch als Hörbuch? ... Bin konzentrationsmäßig nicht über Punkt 2.2 hinausgekommen ... na ja - vielleicht später mal.



    Nordlicht schreibt:
    [...]Z.B sagt man ja das ein Borderline Patient eine hohe Anspannung hat in bestimmten Situationen und sich noch schlechter regulieren kann als ein ADHSler. Stimmt das?
    Nu ja - die Frage ist ein bißchen 'schwammig'. Und meine Antwort darauf wäre: Ja und nein. ... Ich denke, daß kommt eben auf die 'bestimmten Situationen' an, um das überhaupt 'vergleichen' zu können.

    Mal abgesehen davon kann man in ein AD(H)S "... im Zustand schwerster Dekompensation ... / ... und schwere Depression ..." mit etwas 'gutem Willen' eine Vielzahl von Symptomen verschiedenster Persönlichkeits- oder anderer Störungen hineininterpretieren.

    Ebenso können einem ohne Weiteres die Symptome einer kombinierten Persönlichkeitsstörung 'vorgaukeln', man hätte ein ADS (mit z. B. hypoaktiver Ausrichtung).

    Da kommt man dann so langsam in den Bereich: "Welches Schweinderl hätten's denn gern?" ... Soll heißen: Liegt eine ADS zugrunde, sollte man der darauf abzielenden (medikamentösen) Therapie ausreichend Zeit geben, um erstmal 'das Gröbste' zu kompensieren bzw. zu lindern. Wenn dann noch 'was übrig bleibt', muß nochmal jenauer nachjehakt werden.

    Oder: Völlich Latte, wie des Dingen heißt! Was tut mir gut? Wie 'laufe' ich am schnellsten wieder 'geradeaus'? Was hilft mir, den Leidensdruck zu nehmen und mich wieder beziehungs- oder / und lebensfähig zu machen?
    Geändert von Knalljacke (31.05.2012 um 08:59 Uhr) Grund: Nordlichts Beitrag aufgegriffen

  2. #62
    missy71

    Gast

    AW: Borderlinestörung

    Knalljacke schreibt:
    ... im Gegenteil. Für mich haste damit sogar ein wenig Licht ins Dunkel gebracht. Interessante Ansichten, die 'der Sack' da verbreitet.

    Gibt's das auch als Hörbuch? ... Bin konzentrationsmäßig nicht über Punkt 2.2 hinausgekommen ... na ja - vielleicht später mal.





    Nu ja - die Frage ist ein bißchen 'schwammig'. Und meine Antwort darauf wäre: Ja und nein. ... Ich denke, daß kommt eben auf die 'bestimmten Situationen' an, um das überhaupt 'vergleichen' zu können.

    Mal abgesehen davon kann man in ein AD(H)S "... im Zustand schwerster Dekompensation ... / ... und schwere Depression ..." mit etwas 'gutem Willen' eine Vielzahl von Symptomen verschiedenster Persönlichkeits- oder anderer Störungen hineininterpretieren.

    Ebenso können einem ohne Weiteres die Symptome einer kombinierten Persönlichkeitsstörung 'vorgaukeln', man hätte ein ADS (mit z. B. hypoaktiver Ausrichtung).

    Da kommt man dann so langsam in den Bereich: "Welches Schweinderl hätten's denn gern?" ... Soll heißen: Liegt eine ADS zugrunde, sollte man der darauf abzielenden (medikamentösen) Therapie ausreichend Zeit geben, um erstmal 'das Gröbste' zu kompensieren bzw. zu lindern. Wenn dann noch 'was übrig bleibt', muß nochmal jenauer nachjehakt werden.

    Oder: Völlich Latte, wie des Dingen heißt! Was tut mir gut? Wie 'laufe' ich am schnellsten wieder 'geradeaus'? Was hilft mir, den Leidensdruck zu nehmen und mich wieder beziehungs- oder / und lebensfähig zu machen?

    leider nicht soweit ich weiß^^.....aber interessant ist da eben gerade was auf seite 10 steht...unterschied von bps zu kompl. ptbs^^.....tja etwas dröge der text...^^aber das haben die abhandlungen der leutchen ja eh so an sich^^......ps.: such dir wen der es dir vorliest^^ aber ich glaube kaum dass du dann noch verstehst was du vorgelesen bekommst^^.....ich nehm akkustisch weniger wahr als per buchstabe^^....


    na ja das hat aber schon ne menge miteinander zu tun...weil ich komm mit den bps thera ansätzen null klar..........und auf ad(h)s (das h passt heute eher nur noch aufs hirn^^....früher als kind war ich noch hibbelig.......dazu.....) wurde von denen trotz meines ausdrücklichen wunsches eben leider nie getestet........ergo gabs da auch keine tabs gegen.......obwohl ich zugeben muß dass ich so verrückt war aufgrund dessen dass ich mit bl hängen gelassen wurde.....eben versucht hab wie ich auf amphetamin reagier....und ich wurde davon ruhiger und das hirn kam auch zur ruhe........ich konnte tatsächlich endlich mal einen gedanken lange zeit verfolgen, am strang bleiben.....und richtig gut und ruhig schlafen............

    die thera auf bl hat mich nur noch weiter in völlige unruhe gequetscht.........sertralin und ich werd erst recht hyperaktiv...........auch wieder körperlich........der theraansatz über dbt brachte mir exakt null weil ich mich da nicht drauf konzentrieren kann.........hat von denen da aber weder wer bemerkt noch von mir per wort aufgenommen..........womit sich das alles für mich in luft auflöste......

    anspannung bei bl? hmmmmm .löst sich eigtl recht schnell über unerwünschtes verhalten^^.........wenn ich da den unterschied zu ads sehen soll....es dürfte ja aufgrund des stoffwechselprobs weniger darauf reagieren...es sei denn adrenalin beruhigt nen adsler auch........

  3. #63
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Borderlinestörung

    Nordlicht schreibt:
    Tja da sind viele Sachen wo man nicht richtig weiß was bei ADHS und was bei Borderline ist.Z.B sagt man ja das ein Borderline Patient eine hohe Anspannung hat in bestimmten Situationen und sich noch schlechter regulieren kann als ein ADHSler. Stimmt das? Diese Anspannung ist auch so eine Sache die ich beim nächsten Gespräch mal genauer definieren muss.Ich wurde ja schon gefragt ob ich abergläubisch bin. Das bin ich.Ich werde berichten wie es weiter geht.
    Ich möchte dahingend nochmal auf meinen Beitrag in diesem Thread deuten *deut* (recht am Anfang) *g*! Ich habs versucht aus meiner Sicht zu beschreiben

    LG

    Rose

    PS: Damit keiner suchen muss mach ich mal copy and paste



    Hallo ihr Lieben,

    da ich ja bis vor kurzem in der Klinik war und nun die Doppeldiagnose ADHS und Borderline habe wollte ich zu dem Thema mal noch was einstellen was ich in der Klinikzeit gegen Ende geschrieben habe und vielleicht kann daraus ja jemand ein bissl mehr ziehen als aus Wikipedia http://adhs-chaoten.net/images/smilies/004.gif!

    Hoffe es kann der ein oder andere was damit anfangen!


    LG

    Rose



    So nun ein paar wissenswerte Informationen für alle die nicht wissen was eine Borderline Persöhnlichkeitsstörung über
    haupt bedeutet. Ich will gleich zu Anfang sagen, dass ich das aus MEINER Sicht und meinem bis jetzt Wissen beschreibe,
    allerdings habe ich diese Informationen hier von der Station und aus meinen Therapien, also nichts aus den Fingern
    gesaugtes http://adhs-chaoten.net/images/smilies/004.gif!

    In der Gesellschaft gilt eine Borderline Persöhnlichkeitsstörung meistens als die Krankheit bei der
    "die Jugendlichen oder jungen Erwachsenen sich die Arme aufschneiden".
    Daher mal am Anfang gesagt, dass laut Ärzten ca die Hälfte von BPS-Patienten in ihrem Leben noch nie geschnitten haben.
    Allerdings haben diese Menschen andere "Problemverhalten" und manchmal auch andere Arten von Selbstverletzendem Verhalten.
    Aber Menschen mit einer BPS müssen KEIN selbstverletzendes Verhalten haben, genausowenig bedeutet es, wenn ein
    Mensch SVV hat, dass er Borderliner ist.

    Boderline entsteht durch zwei große Faktoren.

    Der erste Faktor ist die Veranlagung. Menschen die an einer BPS erkranken sind von Natur aus sensibler auf die Welt
    gekommen als die meisten anderen.

    Der zweite Faktor ist das was der Mensch in seiner Kinderheit/Jugendzeit oder auch jungem Erwachsenenalter erlebt (es
    gibt auch Fälle wo es noch später ist, aber das ist wohl eher selten).

    MEISTENS wenn diese beiden Faktoren zusammenkommen entwickelt dieser Mensch eine Emotionsregulationsstörung die dann unbehandelt zu einer
    Borderline Persöhnlichkeitsstörung wird und im Laufe der Zeit entwickelt dann jeder individuell seine "Problemverhalten".

    Bei fast allen Patienten ist es so, dass sie ihre Emotionen und Gedanken ab einem bestimmten Punkt (oder auch dauerhaft)
    nicht mehr steuern können.
    Das hat etwas mit der Anspannung zu tun. Die meisten Menschen mit einer BPS haben immer eine gewisse Grundanspannung.
    Stelle Dir eine AnspannungSkala von 0-10 vor. Der gesunde Mensch hat in einer entspannten Situation eine Anspannung von
    0-1 (zB auf der Couch sitzen und ein Buch lesend ohne Störungen). Die meisten Menschen mit einer BPS haben eine Grund-
    anspannung von 3-4. Nun ist es bei einem gesunden Mensch so, dass seine Anspannung in einer zB extremen Streitsituation
    vielleicht schonmal auf 5 ansteigt (Ausnahmen bestätigen die Regel). Das ist dann für diesen gesunden Menschen schon
    die "totale Eskalation".Ein gesunder Mensch bekommt das danach aber wieder relativ gut und schnell in den Griff.

    Bei einem Menschen mit einer BPS steigt die Anspannung oft schon wegen nicht so großen Dingen die mies laufen bis zu 7 hoch.
    Ab der 8 beginnt bei den meisten Menschen das "Aussetzen des Denkens". Bedeutet wirklich, dass keine Gedanken mehr da
    sind die die Realität so wahrnehmen wie sie ist. Es ist nur noch "Handeln" oder "Ausrasten" oder eben SVV um den
    Druck zu regulieren. Jeder findet für sich eine andere Art der Regulation, diese stellt dann meist das sogenannte
    "Problemverhalten" dar. Einige Beispiele ab 8-10: Schneiden,Drogenkonsum, den Kopf gegen die Wand/auf den Boden schlagen,
    rumschreien, Wutanfälle, sich oder andere verletzen durch schlagen oder was auch immer, extermes Autofahren, Klettern ohne Sicherung,
    gestörtes Essverhalten (zB Erbrechen), Manipulatives Verhalten, ungeschütze extrem häufig wechselnde Sexualkontakte uvm....
    In der Nachbetrachtung wenn der "Druckabbau" stattgefunden hat und sie sich wieder "runterreguliert" haben (was meist sehr lange dauert)
    ist es für die meisten Menschen so, dass oft das Gefühl aufkommt "das bin ich nicht gewesen" , "das wollte ich nicht",
    "was habe ich da gemacht".
    Oft treten dann tiefe Traurigkeit bis hin zu Depressionen und oder Schuldgefühle auf (die auch wieder zu Selbst-
    verletzendem Verhalten führen könnnen) ...ein Teufelskreis...
    Bei den meisten Betroffenen kommt es irgendwann zu suizidalen Gedanken, weil sie einfach alles nicht mehr aushalten und keinen
    Weg aus dem "Irrsinn" finden. ABER hier gilt das gleiche wie beim Schneiden, nicht JEDER Borderliner hat suizidale Absichten und
    nicht jeder der diese hat ist Borderliner......

    Durch diese und andere Verhaltensweisen (das waren nur beispiele, es gibt seeeeehr viele und teilweise skuriele
    Problemverhalten) kommt es so gut wie immer zu Problemen im Zwischenmenschlichen Bereich.Beziehungen sind schwer stabil
    zu erhalten, das Selbstwertgefühl der Betroffenen geht meist gen null. Gehäufte familiäre Probleme, Verlust von
    Freundschaften, Kindesentzug, finanzielle Probleme (durch zb Kaufsucht oder "Belohnungssysteme"), Abhängigkeit von Substanzen
    oder Alkohol, schwere körperliche Erkrankungen (zb Hepatitis oder HIV durch ungeschützten Sexualkontakt), Arbeitslossigkeit etc pp.

    Nun kommt der Punkt wo ich gerne den Vergleich ADHS und Borderline Persöhnlichkeitsstörung bei Erwachsenen rausfiltern möchte.
    Ich selber habe viel darüber nachgedacht und auch in der Therapie drüber gesprochen.
    Für mich ist es umso interessanter, da ich ja beide Diagnosen habe, die auch beide hier durch viele Tests nochmal bestätigt wurden.

    Es gibt definitiv Punkte an denen sich ADHS Komorbiditäten und Borderline Symptome überschneiden.
    Ein Arzt hier sagte aber zu mir, dass es auch viel davon abhängt wie stark ADHS ausgeprägt ist.
    Es gibt sicher sehr viele Menschen mit ADHS denen solche Verhaltensweisen fremd sind. Aber es gibt eben auch welche denen einige der
    Dinge sehr bekannt vorkommen.
    Es gibt wohl auch Studien in denen Erforscht werden soll ob ein unbehandeltes ADHS zu einer BPS werden kann. Bestätigt
    wurde das nicht und die Ärzte mit denen ich gesprochen habe halten das für eher unwahrscheinlich. Aber nichts genaues weiß man nicht
    (ist das was ich daraus entnommen habe).

    Mein behandelnder Oberarzt sagte zu mir, dass es meist so ist, dass dieses "zwanghafte" der BPS (meist) zuzuschreiben ist.
    Es ist keine Frage mehr von "will ich das" oder "Will ich das nicht". Man hat einfach ab einem gewissen Punkt keine "Macht" mehr über
    seine Gedanken und sein Handeln. Es ist also das Ziel zu erlernen gar nicht an diesen Punkt zu kommen und WENN man an ihn kommt Mittel und Wege (Skills)
    zu finden diese Situation in den Griff zu bekommen.
    Dazu muss man viel lernen!!! Und das ist bei ADHS´lern ja so eine Sache... jemand der "nur" eine BPS hat und sich im "normalfall" gut
    konzentrieren kann hat es einfacher als jemand der beides hat...

    Das "schöne" ist, dass viele Therapieformen für beide Diagnosen geeignet sind. zB Achtsamkeit erlernen sowie Ergotherapie und Körperwahrnehmung (darüber
    kann man auch die Konzentration sehr gut trainieren). Skillstraining ist eine Sache wo ich oft denke, dass sie auch eigendlich für beides
    sinnvoll ist, allerdings weiß ich nicht ob das für ADHS´ler angeboten wird.
    Die sogenannten Skills sind Fertikeiten die zur Regulation und Entspannung dienen sollen und NICHT schädlich sind.
    Es gibt Hochspannungsskills die eingesetzt werden
    wenn eben die Gedanken nicht mehr "unter Kontrolle" sind (oder auch damit sie nicht außer Kontrolle geraten im besten Falle).
    Da gibt es dann sehr viele Möglichkeiten und es kommt ein wenig darauf auf welche "Kanäle" bei einem zugänglich sind.
    Hochspannungsskills könnnen zB Amoniakampullen (aus der Apotheke) sein an denen man riecht (wie ein Schlag ins Gesicht) oder Chilli Schoten kauen(NICHT
    schlucken), Eisbeutel an emfindliche Stellen legen, eiskalte Dusche, saure oder ecklige Bonbons....
    Es gibt eine ganze Palette an Skills und jeder muss für sich die richtigen finden. Die meisten Menschen setzen Skills unbewußt im Alltag ein um sich
    abzulenken (hier sprechen wir NICHT von Hochspannungsskills) zb Puzzeln, telefonieren, Tagebuch schreiben http://adhs-chaoten.net/images/smilies/004.gif, heißen Kaffee, ein Blatt zerreißen,
    einen Ball in der Hand drücken, Fingerspiele, Hirnflickflacks, singen, Musik hören, Musik machen..... alles Skills, wenn man sie bewußt einsetzt.

    Skills und Achtsamkeit sind zwei Dinge die eigendlich Hand in Hand gehen. Ich muss achtsamkeit erlernen um zu wissen WANN ich überhaupt einen Skill
    einsetzen sollte und ich kann mich auch über Achtsamkeitsübungen regulieren (wenn die Anspannung nicht zu hoch ist, aber das ist auch typ und "kanal"
    abhängig).
    Im groben gesagt geht es bei der Achtsamkeit darum den Moment in dem man sich befindet deutlich wahrzunehmen und sich nicht vom vergangenen oder
    zukünftigen belasten zu lassen. Es geht darum achtsamer mit sich selbst zu sein und zu erkennen was ich wann brauche und welche
    Situationen ich mit Achtsamkeit besser meistern kann.
    Hört sich WESENDLICH einfacher an als es ist. Wenn man sich damit intensiv befasst merkt man, dass das grade in der heutigen Zeit
    selbst für den "gesunden" Menschen eine Herausforderung darstellt.


    by Rose geschrieben 15.01.2012

  4. #64
    missy71

    Gast

    AW: Borderlinestörung

    Rose schreibt:



    Es gibt definitiv Punkte an denen sich ADHS Komorbiditäten und Borderline Symptome überschneiden.
    Ein Arzt hier sagte aber zu mir, dass es auch viel davon abhängt wie stark ADHS ausgeprägt ist.
    Es gibt sicher sehr viele Menschen mit ADHS denen solche Verhaltensweisen fremd sind. Aber es gibt eben auch welche denen einige der
    Dinge sehr bekannt vorkommen.
    Es gibt wohl auch Studien in denen Erforscht werden soll ob ein unbehandeltes ADHS zu einer BPS werden kann. Bestätigt
    wurde das nicht und die Ärzte mit denen ich gesprochen habe halten das für eher unwahrscheinlich. Aber nichts genaues weiß man nicht
    (ist das was ich daraus entnommen habe).

    .............
    Das "schöne" ist, dass viele Therapieformen für beide Diagnosen geeignet sind. zB Achtsamkeit erlernen sowie Ergotherapie und Körperwahrnehmung (darüber
    kann man auch die Konzentration sehr gut trainieren). Skillstraining ist eine Sache wo ich oft denke, dass sie auch eigendlich für beides
    sinnvoll ist, allerdings weiß ich nicht ob das für ADHS´ler angeboten wird.
    Die sogenannten Skills sind Fertikeiten die zur Regulation und Entspannung dienen sollen und NICHT schädlich sind.



    by Rose geschrieben 15.01.2012
    na ja was sagt in den ganzen ursachen denn bitte die genetische veranlagung.....temperament... ...?.........und die häufung spricht auch dafür.......das es aus unerkannt und unbehandeltem adhs heraus entstehen kann..........

    zu dem anderen.......ich komm wie einige andere bpsler auch nicht mit dbt klar........also dem was du oben angesprochen hast........und achtsamkeit braucht schon eine gut behandelte adhs symptomatik..........ebenso die dinge wie chigong und pme nach jakobson..........

    wenn du das pech hattest das zuerst bl anerkannt wird suchen die nicht mehr weiter nach den ursachen und grunderkrankungen...bedeutet dass ein evtl bestehendes adhs nicht mehr erkannt wird.......und damit der weg zur theramöglichkeit nur noch mit medis versucht wird zu erreichen..........wobei dann da nur auf ad´s, neuroleptika und/oder antiepileptika zurück gegriffen wird.......was aber an der adhs seite nix bewirkt..........

  5. #65
    Allanon

    Gast

    AW: Borderlinestörung

    Hi@ll,

    nur mal kurz - da no time:

    Das was ich bei BL nicht verstehe ist, was die emotionale labilitaet mit "schwarz-weiss-denken" (aka Dichotomie) zu tun hat bzw. wieso muss wer der emotional labil isz zwagnslaeufig zu "dicotomie" kategirisiert werden. Das finde ich stoerend. Ich finde, dass gerade die etwas "sensibele Wesen" mehr empfindungsvermoegen fuer die facetten der Gefuehle hat.

    Ich persoenlich bin der Meinung, dass die emotionale labilitaet eine eigenstaendige Diagnose verdient ?

    Mich wuerde zudem die Biograpfie der betroffenen in den ersten 3 Jahre wahnsinnig interessieren.
    Familienstituation (Adoptiert ? Pflegeeltern ? Rolle von Alkohol in der Familie ?)
    Wer moechte, mag gerne erzaehlen. Ist kein muss, will hier Niemand zu nahe treten !

    Falls ich diese Diagnose bekommen sollte, werde ich es mit sicherheit zurueckgeben, versprochen ^^
    (ihr muesst aber mehr als 2 monate gedulden, etwas, was zu unser staerke nicht unbedingt zaehlt LOL ^^)

  6. #66
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Borderlinestörung

    missy71 schreibt:
    na ja was sagt in den ganzen ursachen denn bitte die genetische veranlagung.....temperament... ...?.........und die häufung spricht auch dafür.......das es aus unerkannt und unbehandeltem adhs heraus entstehen kann..........

    zu dem anderen.......ich komm wie einige andere bpsler auch nicht mit dbt klar........also dem was du oben angesprochen hast........und achtsamkeit braucht schon eine gut behandelte adhs symptomatik..........ebenso die dinge wie chigong und pme nach jakobson..........

    wenn du das pech hattest das zuerst bl anerkannt wird suchen die nicht mehr weiter nach den ursachen und grunderkrankungen...bedeutet dass ein evtl bestehendes adhs nicht mehr erkannt wird.......und damit der weg zur theramöglichkeit nur noch mit medis versucht wird zu erreichen..........wobei dann da nur auf ad´s, neuroleptika und/oder antiepileptika zurück gegriffen wird.......was aber an der adhs seite nix bewirkt..........

    Also 1. (vielleicht täusch ich mich) finde ich Deinen Ton sehr aggressiv, vielleicht kann man seine Meinung etwas "netter" rüberbringen!

    2. Dass unerkanntes ADHS zu einer BPS führt ist nicht erwiesen (und nach dem was ich darüber von meinem damaligen Oberarzt gehört habe der sich mit beidem intensiv beschäftigt meine Meinung nach eher unwahrscheinlich) darüber brauchen wir also nicht spekulieren das bringt meiner Meinung nach nichts...
    Sowohl BPS ist erblich als auch ADHS ... also auch von der Seite ist es eher schwer das rauszufiltern und man kann eben Pest und Collera haben....

    3. um mit dbt klar zu kommen muss man sich drauf einlassen was vielen Anfangs schwer fällt und es gibt auch immer wieder Patienten die noch nicht wirklich dazu bereit sind etwas zu verändern und dann ist es eine recht sinnfreie Sache. Dazu kommt, dass man sich die Dinge "raussuchen" sollte die man für sich als gut und sinnvoll erkennt. Dazu kommt, dass man einigermaßen "stabil" sein sollte (meine Erfahrung) und einen guten Therapeuten braucht. Ich wäre ohne stationären Aufenthalt mit DBT auch nicht klar gekommen denke ich...

    4. Eine gute Klinik bzw ein guter Arzt der Erfahrung hat kann denke ich recht klar erkennen ob es sich um ADHS oder Borderline oder eben beides handelt. Es ist nunmal leider so, dass es immer noch schwierig ist an solche Leute zu kommen, aber die Diagnose Borderline wird heute auch nicht mehr so schnell verteilt wie es mal war, denn mitlerweile sind sie da doch schon einen Schritt weiter.
    Ich denke es ist auch immer die Frage inwieweit man sich in sowas "reindrücken" lässt. Ich hatte erst die Diagnose ADHS und dazu kam dann die Diagnose Borderline und es wurde dann nochmal die ADHS Diagnose gemacht um diese nochmals zu bestätigen und ich habe dann auch für mich erkannt was ADHS "ist" und was Borderline (bei mir)....
    Jeder Mensch kennt sich selbst am besten und ich denke, dass sich niemand eine Diagnose aufdrücken lassen muss mit der er sich nicht identifizieren kann (selbst wenn die gestellt wird ist es im Zweifel immer gut die nochmal zu hinterfragen bzw hinterfragen zu lassen).

    5. DBT ist durchaus geeignet für ADHS (in etwas gewandelter Form) und Achtsamkeit wird sogar für ADHS´ler als Gruppentherapie in verschiedenen Kliniken angeboten und ich kenne Leute die daran teilgenommen haben und denen das durchaus auch was gebracht hat.
    Man sollte nur weil für einen selbst eine Therapie aus welchen Gründen nicht geeignet ist nicht grundlegend sagen "das bringt nichts"! Ich persönlich würde zB niemals eine Hypnosetherapie in Erwägung ziehen (grusel) aber es gibt (auch hier) Menschen denen diese sehr gut hilft/geholfen hat, also würde ich es nicht als "bringt nichts" abtun!
    Nicht immer alles so schnell negativ bewerten

    LG

    Rose

  7. #67
    missy71

    Gast

    AW: Borderlinestörung

    zu 1.....ok Du bist bler......überempfindlich.... ...was ich mittlerweile eh nicht mehr sein werde..........gründe dafür gibts genug.....werde ich auch hier nicht mehr klar legen warum...

    zu 2.......dann bitte erklär mir den unterschied von adhs zu der genetischen veranlagung.....sprich dem dementsprechenden temperament......sie sagen zwar nicht explizit was von adhs aber eben psychische erkrankung...wozu letztlich auch stoffwechselstörungen im hirn zählen.......

    na ja was sagt in den ganzen ursachen denn bitte die genetische veranlagung.....temperament... ...?.........und die häufung spricht auch dafür.......das es aus unerkannt und unbehandeltem adhs heraus entstehen kann..........

    sry zu 3.das du dafür einigermaßen stabil sein mußt....es soll ja gerade stabilisieren....um iwann mal ne minichance zumindest in D auf ne traumathera zu bekommen....und was hat das einlassen mit der konzentrationsfähigkeit zu tun?.....würde bedeuten, dass du mir ja unwissend jede thera absprechen würdest.......warum? in D sind se nur auf dbt gegangen.....was bei mir völlige destabilation auslöste....und als ich sagte dass sei nicht mein problem was sie mir andichten würden hieß es zu instabil für trauma.....das ergebnis war gar keine mehr...weil auf dbt konnte ich mich nach 3x null mehr einlassen....

    zu 4. bl wurde als diagnose nach 1. feststellung von denen nie wieder überprüft...es wurde einfach ewig weiter geschleppt...von klinik zu klinik, arzt zu arzt........wobei das nicht ärztehopping heißen soll...was ja bler soooo gerne machen, sondern daran liegt dass es gerade in nds zur zeit gang und gebe ist das jede praxis sich nur noch auf privatpatienten verlagert ........so erging es mir jedenfalls.....oder eben das ich am anfang nur von den kandidaten auf zeit gnade fand .........die max 1 jahr in der praxis waren....die festen eben generelll schon nur noch das dollarzeichen privatpatienten nahmen....

    zu 5.....auch da zeigt sich der bler, der nur das liest was er möchte...:

    wenn du das pech hattest das zuerst bl anerkannt wird suchen die nicht mehr weiter nach den ursachen und grunderkrankungen...bedeutet dass ein evtl bestehendes adhs nicht mehr erkannt wird.......und damit der weg zur theramöglichkeit nur noch mit medis versucht wird zu erreichen..........wobei dann da nur auf ad´s, neuroleptika und/oder antiepileptika zurück gegriffen wird.......was aber an der adhs seite nix bewirkt..........
    es wird nur der stiefel so in den kliniken durch gezogen, einheitsbrei, weder persönlich noch auf andere erkrankungen rücksichtnahme...oder auch nur zu gucken ob noch was da ist........

    das ist das was ich erlebt habe.....generell keine guten erfahrungen mit denen hinter mir.....dass ich auf selbige heute hass ohne ende schiebe......schnell negativ sehen? nach 5 jahren bl thera? am anfang war ich noch arbeitsfähig...am ende nicht mal mehr lebensfähig ohne fremde hilfe....
    meine thera ging von 2005 bis 2010..........2005 kam bl-diagnose aufgrund von.....:
    depression,ritzen und massivem selbsthass...........keiner hat je geguckt warum ich mich hasse.......warum und wann ich ritze...........warum ich depressiv bin...
    Geändert von missy71 (31.05.2012 um 21:33 Uhr)

  8. #68
    missy71

    Gast

    AW: Borderlinestörung

    die instabilität ist das schwarz weiß.......es gibt kein gut und böse sondern gut oder böse........es geht dir spitze......im nächsten moment könntest du ohne großen anlass sterben.....eben das kippen von einem extrem (schwarz) ins völlig andere (weiß)......

  9. #69
    Allanon

    Gast

    AW: Borderlinestörung

    missy71 schreibt:
    die instabilität ist das schwarz weiß.......es gibt kein gut und böse sondern gut oder böse........es geht dir spitze......im nächsten moment könntest du ohne großen anlass sterben.....eben das kippen von einem extrem (schwarz) ins völlig andere (weiß)......
    Hm, unter Schwarz-weiss verstehe ich eher, dass es zwar ein "schwarz" und/oder ein "weiss" gibt, aber nix dazwischen ?
    Sagen wir mal, grau, gruen, metallicblau ???
    Ich also kann nicht logisch nachvollziehen, dass emotional instabile zwangslaeufig diese Facetten nicht empfinden kann.

    Ich gehoere auch zu der sorte, mich monatelang ueber etwas zu aergern wenn ich mich halt aergere.
    Es passiert mir nicht wenn ich in einer "guten umgebung" bin nicht bzw. sehr selten, aber sehr oft, in einen ort wo ich mich nicht wohl fuehle (hier diese stadt wo ich jetzr lebe)
    Trotzdem ist es nicht wie im maerchen, dass nur "boesen" oder "guten" gibt....

    neulich habe ich gelesen, dass BL dadurch beguenstigt wird, wenn in der fruehen kindheit niemand da war um das kind zu troesten wenn es angst hatte oder sich geaergert hatte etc.
    Wie zum Bsp. Fruehgeborene das hospitalisiert wurde, Adoptivkinder (die vorher von eine pflegefamilie zur anderen abgeschoben wurde) oder eben wenn ein Elternteil selber solche Krankheiten hatte.
    Das ist doch nachvollziehbar, da man als kleinkind ja sooo unter stress steht, wenn eben niemand da ist zum troesten.

  10. #70
    missy71

    Gast

    AW: Borderlinestörung

    da bedeutet es aber den wechsel zwischen den extremen und dass man andere menschebn und dinge eben nur "schwarz" oder "weiß" sehen kann.......die zwischentöne werden dem bler eh generell abgesprochen...wie eben vieles andere auch........

    wenn du es so sehen magst.....die schädigung kann auch schon vorher stattfinden....es wird da gerade an der genetik geforscht in dem bereich.........das ist aber echt zu schwer zu erklären weil es unter epigenetik fällt.....also keine dauerhafte veränderung am genom ist der in die folgegeneration vererbt werden soll....aber eben beui der betroffenen person der generation 1 dauerhaft bleibt und schäden in der folgegeneration macht.....aber in generation 2 nicht an 3 weiter gegeben werden soll.......ist echt schwer zu beschreiben.......

    außerdem kriegt das kind ja schon im bauch vieles mit......nicht erst hinterher.......streßhormone und andere dinge im blut der mutter........auch das alles hat schon auswirkungen......auch medikamente die lange vor der schwangerschaft genommen wurden sind nicht unbedingt rest- und folgelos aus dem körper raus.......


    was nun wirklich alles da mit reinspielt wird eh nicht so schnell heraus kommen.......

    was ich aber auf der bl seite sehe ist: beide extreme können dazu führen....mangelnde fürsorge wie aber auch das absolute überbehüten..........und eben dinge die das hirn zu gern verdrängen will......das liest du immer wieder.....aber auch hier gilt wieder...es kann muß aber nicht passieren........

    auch wenn andere es anders sehen.....bl ist zwar nix neues in der psychiatrie, aber die psychiatrie selbst steckt noch in den kinderschuhen.......weil gibt es ja im verhältnis zur medizin noch nicht so lange.......und forschungen sind eben auch noch jung.....trotzdem hab ich mich da als versuchskaninchen gefühlt........

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Stichworte

Thema: Borderlinestörung im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
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