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Diskutiere im Thema Multiple Sklerose / MS und ADS / ADHS ???? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Multiple Sklerose / MS und ADS / ADHS ????

    Huhu Schlampie,

    sorry, mein Neurologe glaubt irgendwie nicht, dass Erwachsene AD(H)S haben können, und ist auch sowieso kein Psychiater. Also brauchste schon mal nicht ins Sauerland kommen, er kann die herapien auf beide Diagnosen nicht abstimmen :-( Mein Psychiater ist zwar super, aber er hat nicht wirklich Ahnung von Neurologie. Allerdings möchte er öfter mal ein EEG haben, also interessiert es ihn auf jeden Fall. Und er hat sich vorher informiert, ob Tysabri sich mit Methylphenidat verträngt, bevor er es mir verschrieben hat. Ach ja, den "Auftrag" für das EEG musste ich über meinen Hausarzt machen lassen, d.h. mein Psych wollte ein EEG haben, das habe ich meinem Hausarzt gesagt, also hat er mir eine Überweisung dazu zum Neuro gegeben. Hätte ich diesem direkt gesagt, dass mein Psych das haben wollte, hätte er mich wieder ne ganze Weile blöde behandelt...

    Mit "scheinbar eine AD(H)S-typische paradoxe Wirkung" meinte ich, das sich bei uns ja vieles gegenteilig auswirkt. Nehmen wir z.B. eine Schlaftablette, sind wir danach die ganze Nacht wach Und bei Avonex war es eben so, dass ich statt weniger Schüben sogar mehr bekam. Ohne MS Medikament ging es mir ne ganze Weile richtig gut, bis ich dann eine Grippeimpfung bekam...

    Ich weiss nicht, wie es mit ADHS undautoimmunkrankheiten ist, ich bin ein ein Träumerchen, mir fehlt also das H für Hyperaktivität. Ich denke mal die haben mehr inneren Stress. Bei mir treten eben die Schübe auf, wenn mir die anderen Stress machen. Eigentlich schon bei der Angst vor solchen Stress


    Ich hoffe, dass ich Dir geholfen habe und Dir nun alles klar ist

    Gruß, Chaoslady

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 292

    AW: Multiple Sklerose / MS und ADS / ADHS ????

    Sooo, habe das ganze hier leider mal wieder aus den Augen verloren und das mit der Berichtigung hat au nicht so hingehauen. Ich würde mich riesig über eine PN freuen zwecks erfahrungsaustausch und so. Ich bekomme jetzt seid knapp 3 Wochen copaxone und weiß noch nicht so recht was ich so meinen soll. hmm,,, aber schaun wir mal


    melded euch ihr betroffenden und wissenden ^^

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Multiple Sklerose / MS und ADS / ADHS ????

    Hallo Tagtraum und die Anderen,

    vielleicht liest das noch jemand von euch, obwohl der Tread etwas älter ist.

    Bei mir ist das genauso... MS, Allergien, Asthma (Allergiebedingt) und jetzt ADS. Ehrlich gesagt, eines davon hätte mir gereicht.
    Aber vielleicht hängt letztendlich alles zusammen, wer weiß und so wird es logisch.

    Auch bei mir wirken Medis oft paradox, zu schnell, gar nicht oder ich vertrage sie einfach nicht.

    Ich versuche es jetzt in Stichpunkten herzuleiten, was mein Gedanke ist, sonst verzettel ich mich.

    MS - Nach einer Knie OP mit einer PDA erster (erkannter) Schub. Zusammenhang wurde von den Ärzten damals nicht gesehen.
    (Was nichts heißt. Mir glaubte fast kein Arzt, dass eine örtliche Betäubung schon 20 Sekunden nach dem einspritzen wirkt, aber
    schon nach gefühlten fünf Minuten wieder aufhört zu wirken)
    Diagnose MS vor ca. 7 Jahren. Therapiebeginn sofort mit Rebif. Es folgte ein Schub nach dem anderen.
    Rebif nach drei Monaten abgesetzt, Schübe reduzierten sich.
    Dann Behandlung mit Copaxone (sind imunmodulierte Aminosäuren), nur noch ein zwei Schübe.

    Seit 2009 Frühjahr keine Behandlung mehr mit MS Medis und auch kein Schub mehr. (die letzten vier Jahre waren mehr als stressig!)

    Einzige Behandlung mit Vitamin D 1000 mg pro Tag, wegen extremen Vitamin D Mangels, Vitamin B Komplex,
    Zink und Aminosäuren (Kapseln gibt es in der Apotheke).
    Neurologe ist wenig begeistert, dass ich keine Therapie mit MS Medis mache.
    Aber er schwört auch auf Vitamin D und als ich das mal abgesetzt habe, hat er mir sehr ins Gewissen geredet.
    Unter der Hand vertritt er die These, MS hängt mit Allergien und Vitamin D Mangel zusammen. (sehe ich auch so)
    Meine These auch mit paradoxen Wirkungsweisen der Medikamente hängt MS zusammen.

    Allergien- Das weglassen, was ich nicht vetrage und ab und an eine antiallergische Tablette (wirkt aber nur gering)

    Asthma - ohne Behandlung, weil allergisch gegen Asthmamittel. Da Cortison, fast wie eine Narkose wirkt auch das nicht.
    (Ich kann ja nicht den ganzen Tag verschlafen)

    ADS - Diagnose vor einer Woche.

    Kommt in der Familie vor: MS -> häufig
    ADS -> Undiagnostiziert, aber mein Verdacht auch häufig (ich bin nicht der einige Chaot und habe mich ganz normal gefühlt,
    denn die meisten in meiner Familie sind ja auch so)

    In einem Thread hier habe ich gelesen, dass ADS auch mit einem Vitamin D Mangel und Vitamin B Mangel einhergehen kann. Genauso wie die MS.
    Damit will ich nicht sagen, dass man alles zusammen haben muss, vielleicht sind gewisse Umwelteinflüsse zusätzlich ausschlaggebend, um letztendlich
    die Krankheiten ausbrechen zu lassen.
    Anscheinend ist bei einem Vitamin D Mangel der Körper nicht in der Lage das Vitamin D zu verarbeiten und dann das Hormon zu bilden, was der Körper benötigt
    (ich kenn den Namen des Hormons jetzt nicht)

    Ich kann es noch nicht genau beschreiben, aber mein Gefühl sagt mir, dass ich nicht zufällig die oben aufgelisteten Krankheiten in Kombination habe.
    Was mir Angst macht, dass ich irgendwann wegen der MS keinen Sport mehr machen kann, weil dann dreh ich durch.

    Eure Meinungen interessieren mich!

    Viele Grüße
    Okay
    Geändert von okay (12.03.2012 um 16:45 Uhr)

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 84

    AW: Multiple Sklerose / MS und ADS / ADHS ????

    Hallo,

    ich hole den Thread mal hoch, da mich interessieren würde, ob jemand weiß, ob es neue Erkenntnisse zu dem Thema gibt und auch, ob es hier noch aktive User gibt, die auch sowohl von AD(H)S als auch MS betroffen sind?

    Habe hier gerade in dem Strattera-Thread gelesen, dass manche Ärzte wohl von der Gabe von MPH bei MS abraten, da nicht erforscht ist inwiefern das die MS beeinflusst.

    Auch habe ich einen Beitrag in einem Forum von Dr. Martin Winkler von 2007 gelesen, dass er einige Patienten hat, die beide Erkrankungen haben und das wohl in einem Ausmaß, welches über den reinen Zufall hinaus geht, dieser Zusammenhang wäre wohl auch Cordula Neuhaus aufgefallen. Auch haben wohl die meisten dieser Patienten einen eher atypischen MS-Verlauf.
    Näheres dazu finde ich aber leider nicht.

    Bei mir wurde ADHS zum ersten Mal 2003 diagnostiziert, meinen ersten MS-Schub hatte ich Ende 2004 und 2005 bekam ich die Diagnose MS.

    Würde mich über einen Austausch mit weiteren Betroffenen freuen.

    Gruß, Nomnomnom

  5. #25
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Multiple Sklerose / MS und ADS / ADHS ????

    Ich habe ADS, sprich ohne H.
    Und seit Dezember die Diagnose MS und meinen ersten Schub.
    Ging mit Sensibilitätsstörungen in der rechten Hand und Gangstörungen im rechten Bein einheru. Phasenweise sehr stark. Und Gleichgewichtsstörungen.
    Nach zweimaliger Kortisongabe laufe ich jetzt wieder normal, Sensibilitätsstörungen in der Hand habe ich noch, aber in einem verkraftbaren, nicht störendem Maße.

    Abgesehen von den beiden Krankheiten habe ich keine Allergien oder sonstige Erkrankungen.

    Gestern habe ich das erste Mal Avonex gespritzt, habe das auch relativ Nebenwirkungsfrei verkraftet. Also scheinbar besser als viele andere.

    Ansonsten. Ja ich hab wohl 11 kleine Läsionen im Hirn, keine im Rückenmark und wie gesagt erster Schub im Dezember. Nach einer kleinen Op, die wird als auslöser gesehen.
    Die 11 Läsionen die ich schon habe sind wohl älter und sind entstanden ohne das ich es bemerkt habe, sprich ohne Symptome.

    Und Gisbert, ich habe kein Amalgam in den Zähnen.

    Wie sieht das denn bei euch mit den Symptomen aus? Welche habt ihr denn z.B. während eines Schubes?
    Und wieviele Läsionen habt ihr? und Wo?

    Lg

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 84

    AW: Multiple Sklerose / MS und ADS / ADHS ????

    Bei meinem ersten Schub habe ich mein linkes Bein hinterhergezogen und dachte zuerst an einen Schlaganfall, bin zum Arzt gegangen, Hinweise auf einen Schlaganfall konnten nicht gefunden werden und es wurde ein MRT gemacht, allerdings nur vom Kopf, nicht von der Halswirbelsäule, auch da konnte nichts festgestellt werden, weil es wohl in der HWS saß. Nach ca. einem halben Jahr war es wieder verschwunden.

    Bei meinem zweiten Schub war zuerst meine rechte Hand taub und von einem auf den anderen Moment war sie nicht mehr taub, dafür war meine komplette linke Körperhälfte taub, auch die Feinmotorik war gestört, hab beim Klopfen beim Rommé fast den ganzen Tisch eingeschlagen, weil ich nicht mehr kontrollieren konnte, wie feste ich klopfe.
    Da wurde dann bei der Untersuchung ein MRT sowohl vom Kopf, als auch der HWS gemacht und da hat man dann was gesehen und ich kam ins Krankenhaus und man hat eine Lumbalpunktion gemacht, wo dann rauskam, dass ich MS habe. Wurde dann mit Kortison behandelt, da hat es dann ein 3/4 Jahr gedauert bis alles wieder weg war.

    Hatte dann noch ein paar Mal Taubheitsgefühle in den Händen, aber nie was, was so lange angehalten hat.

    Im Sommer letzten Jahres hatte ich dann eine Sehnerventzündung, war aber nach 3 Wochen wieder komplett weg. Da wurde dann nochmal ein MRT gemacht und es sind wohl einige Läsionen dazugekommen.

    Ich nehme aber keine Medikamente und würde auch die Schübe nicht mehr mit Kortison behandeln lassen, wenn es nicht zu schlimm ist.

    Also ich denke mich hats noch relativ milde getroffen, bisher zumindest, mit 3 größeren Schüben in über 8 Jahren.
    Geändert von Nomnomnom (16.02.2013 um 10:53 Uhr)

  7. #27
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Multiple Sklerose / MS und ADS / ADHS ????

    Auf einen milden Verlauf hoffe ich ja auch^^ Natürlich wer tut das nicht :]

    Kortison halte ich dennoch für angebracht, schon allein weil ich meine Hände brauche um zu Arbeiten, das ist nicht zu verantworten wenn da Ausfälle bekannt sind da ich auch an Maschinen arbeiten.

    Und es dient ja auch dazu die Blut Hirn Schranke wieder "dicht" zu machen um zu verhindern das die Entzündung weiter fortschreitet und noch mehr Schäden entstehen.

    Wie alt warst du denn bei der Diagnose?

    Edit: Und warum hast du dich denn gegen eine Basistherapie entschieden?

  8. #28
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Multiple Sklerose / MS und ADS / ADHS ????

    In meinem Freundeskreis gibt es zwei Personen mit MS, bei der einen ist es seit 10 Jahren bekannt, die andere - meine beste Freundin - hat es seit knapp einem Jahr. Bei beiden wirkt es sich auf die kognitive Leistung aus. Wie Anni schon schreibt, hat es viel Ähnlichkeit mit ADHS. Meiner Freundin hab ich dann irgendwann mal gesagt, als sie sich frustriert über irgendwelche Unkonzentriertheitm Vergesslichkeit, Sprunghaftigkeit beklagte: "Siehst du, so geht es mir schon mein ganzes Leben lang. Verstehst du jetzt das Problem?" "Ja, aber du hattest Zeit, dich daran zu gewöhnen und konntest schon Strategien entwickeln!"

    Tja, und da hat sie dann doch auch irgendwie Recht gehabt. Sie muss sich selbst erstmal so verpeilt kennen lernen, ich lerne mich neu mit MPH kennen. Die Symptome sind irgendwie die Gleichen, die Ursache und Behandlung ist grundverschieden.

    WIe ist das bei Euch, die ADHS und MS haben? Hat da die MS unter Umständen die ADHS-Symptomatik verstärkt oder merkt ihr nur körperliche Auswirkungen? Ich frage mich halt immer, ob man MPH off label nicht auch bei MS verordnen kann, wenn diese sich mit einer Fatigue und den Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen auswirkt. Meine eine Freundin ist mit 34 Jahren in die Erwerbsminderungsrente gegangen, meine beste Freundin kann ihren Beruf auch nur noch halbtags ausüben.

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 84

    AW: Multiple Sklerose / MS und ADS / ADHS ????

    Valkyre schreibt:
    Wie alt warst du denn bei der Diagnose?

    Edit: Und warum hast du dich denn gegen eine Basistherapie entschieden?
    Ich war bei der Diagnosestellung 23, bei meinem ersten Schub 22.

    Mein früherer Neurologe (ist mittlerweile in Rente) meinte bei meinem eher milden Verlauf wäre es nicht unbedingt nötig und da ich kurze Zeit vorher noch eine schwere depressive Phase hatte und die Medikamente unter Umständen ja Depressionen auslösen können, riet er mir davon ab.
    Meiner jetztigen Neurologin wäre es zwar lieber, wenn ich Medikamente nehmen würde, aber sie sagt, ich müsste es selbst entscheiden.
    Wenn es schlimmer werden sollte, würde ich es wohl auch machen, aber ich hatte in den letzten 3 Jahren nur letztes Jahr die Sehnerventzündung und sonst nichts.

    Trine schreibt:
    WIe ist das bei Euch, die ADHS und MS haben? Hat da die MS unter Umständen die ADHS-Symptomatik verstärkt oder merkt ihr nur körperliche Auswirkungen? Ich frage mich halt immer, ob man MPH off label nicht auch bei MS verordnen kann, wenn diese sich mit einer Fatigue und den Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen auswirkt. Meine eine Freundin ist mit 34 Jahren in die Erwerbsminderungsrente gegangen, meine beste Freundin kann ihren Beruf auch nur noch halbtags ausüben.
    Also ich merke keinen Unterschied zu vorher, nur halt die körperlichen Symptome, die ADHS-Symptomatik ist unverändert.

  10. #30
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Multiple Sklerose / MS und ADS / ADHS ????

    Anni schreibt:
    Sollte sie nicht doch besser Medikamente nehmen??
    Nein, nicht unbedingt.
    Neben einigen erheblichen Nebenwirkungen, kann auch der Druck gegen eigenen Wunsch Medikamente nehmen zu "müssen" sehr negativen Einfluss auf den weiteren Krankheitsverlauf haben! Da MS sehr viele verschiedene Verlaufsformen haben kann, ist es wichtig individuell sehr genau zu prüfen ob und welche Medikamente genommen werden und das mit dem behandelnden Arzt durchzugehen.

    Sich zur Einnahme zwingen zu müssen löst Stress aus und gerade bei MS kann jeglicher Stress neue Schübe auslösen, den gesamten Verlauf der Krankheit sehr negativ beeinflussen. Dazu kommt noch, dass viele der Medikamente nicht bei allen Patienten helfen, dann jedoch trotzdem erhebliche Nebenwirkungen haben können, teils Verschlechterungen auslösen können.


    Anni schreibt:
    Ich bin ratlos und würde ihr gern helfen, aber wie?
    Indem du ihr einmalig ganz gezielt anbietest das sie dich jederzeit um Hilfe bitten kann und sie dann nicht weiter bedrängst.
    Und indem du sie als deine Freundin genauso in Anspruch nimmst wie früher. Sie genauso um Rat bittest, um ihre Meinung fragst, ihr von deinen Problemen erzählst.

    Wer so eine Krankheit hat, muss leider sehr oft miterleben, dass gerade die allerbesten Absichten von Familie und Freunden langfristig zu Ausgrenzung und Isolation führen. Denn einerseits wollen alle helfen, aufmuntern, dasein....was extrem belastend sein kann, wenn man z.B. versuchen muss "wirklich aufgemuntert" zu erscheinen, um die wohlmeinenden Freunde nicht zu enttäuschen. Andererseits wird mit der gutgemeinten Absicht den Kranken nicht noch mit eigenen Problemem zu belasten dann aufgehört selbst von alltäglichen Nervdingen zu erzählen, um Rat zu fragen, denjenigen weiter bei allem mit einzubeziehen.

    Wer miterlebt plötzlich nur noch als Patient und Hilfebedürftiger gesehen, mit Wattehandschuhen angefasst und bei vielen alltäglichen Dingen plötzlich "geschont" und deshalb nicht einbezogen zu werden, fühlt sich sehr schnell unglaublich einsam, wertlos und verlassen.

    Wenn du ihr weiter das Gefühl gibst, das sie deine Freundin sein, auch für dich dasein darf und dir auch mal Rat und Hilfe geben kann und darf, wirst du ihr viel mehr helfen als über alles was mit der Krankheit zu tun hat. Sie braucht dich nicht als Arzt, Mutter oder Retter, sondern als Freundin die weiter den Menschen sieht statt des Patienten.

    Anni schreibt:
    Sie ist jünger wie ich und sone richtige freche niedliche Berliner Göre und sehr kreativ.
    Prima, dann weißt du doch schon was ihr gut tut! Hilf ihr dabei sich weiterhin jung, frech und kreativ zu fühlen. Es gibt tausend Dinge die ihr weiterhin tun könnt, tausend Dinge die ihr auch dann tun könnt, wenns ihr mal nicht gut geht oder bestimmte Sachen nicht gehen. Mach dich zu ihrem "Du bleibst wie du bist"-Coach und lass die MS von den anderen "Coaches" betreuen.

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