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Diskutiere im Thema Weniger Schmerzen durch ADS ? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #31
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Weniger Schmerzen durch ADS ?

    Ob es direkt mit AD(H)S zusammenhängt? Ich denke schon... (das sind jetzt nur mal meine Überlegungen, ist nicht mit Fakten hinterlegt)

    Aber auch Schmerzreize werden doch über die Nervenbahnen weitergeleitet. Ergo auch über Rezeptoren und den dafür zuständigen Botenstoffen...

    Und da ist doch eh ein Ungleichgewicht da. Also entweder wird der Schmerzreiz nicht richtig weitergeleitet oder geht aber in dem Wust an Informationen und Reizen einfach unter...

    Werd mich da mal ein bißchen schlau lesen. Aber logisch wäre es schon, oder?

    SSV würde ich für mich auch ausschließen. Ich mache das ja nicht bewusst um einen Schmerz zu spüren... es hilft mir nur mich zu konzentrieren und Spannung abzubauen. Ich bekomme es oft nicht mal mit, dass ich das mache.

    Leute die sich z.B. ritzen, machen das ganz bewusst. Teilweise wird das richtig zelebriert. Und oft mit dem Hintergrund sich selbst weh zu tun (oder zu bestrafen). Das trifft sicher nicht auf alle zu (ich möchte das auch nicht verallgemeinern), ist aber bei genaueren Hinsehen oft der Fall. Innere Spannungen werden damit zwar auch abgebaut, aber eben ganz bewusst.
    Geändert von loekoe (26.09.2011 um 16:00 Uhr)

  2. #32
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 806

    AW: Weniger Schmerzen durch ADS ?

    @loekoe

    Aber auch Schmerzreize werden doch über die Nervenbahnen weitergeleitet. Ergo auch über Rezeptoren und den dafür zuständigen Botenstoffen...

    Und da ist doch eh ein Ungleichgewicht da. Also entweder wird der Schmerzreiz nicht richtig weitergeleitet oder geht aber in dem Wust an Informationen und Reizen einfach unter...
    das macht für mich durchaus sinn. ich glaube, ich habe nur irgendwo (weiss nicht mehr in welchem buch) gelesen, dass adhs-kinder (mädchen?) ein stärkeres schmerzempfinden haben, als der durchschnitt.

    wäre interessant, darüber mehr zu wissen. bin gespannt auf deinen bericht

    lg
    L

  3. #33
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Weniger Schmerzen durch ADS ?

    Hmm, also ganz grob gesagt:

    der Schmerz wird über die Nervenbahnen im Rückenmark ins Gehirn weitergeleitet. Dabei kommt es zu verschiedenen Reaktionen:
    1. man zuckt zurück (das passiert unbewusst und in Bruchteilen von Sekunden)
    2. der Reiz kommt im Thalamus an und wird dort verarbeitet:
    - der Formatio reticularis steuert die Aufmerksamkeit auf den Reiz
    - die Großhirnrinde macht den Schmerz bewusst
    - das limbische System verleiht dem Schmerz eine emotionale Bedeutung

    Wenn der Schmerz vom Thalamus verarbeitet wurde, werden Endorphine freigesetzt, die die schmerzhemmenden Nervenbahnen aktivieren. An die Schaltzentralen im Rückenmark kommen so Botenstoffe wie Serotonin!!, die die Schmerzsignale verstärken oder hemmen.

    Und bei ADHS spielt auch Serotonin eine große Rolle. Das würde auch das unterschiedliche Empfinden von Schmerz erklären...

    Ich mach mich heute abend mal weiter schlau... Das war jetzt nur die Kurzfassung. Fakt ist aber auch, dass gerade bei ADHS-Kindern eine gewisse Schmerzunempfindlichkeit (oder Überempfindlichkeit) bekannt ist. Das hängt wohl auch oft mit der schlechten Selbstwahrnehmung zusammen.
    Auffällig ist wohl auch, dass diese Kinder im gleichen Maße wie sie selber Schmerz nicht wahrnehmen, auch Probleme damit haben einzuschätzen wie stark sie anderen Kindern Schmerz zufügen... "ich hab doch gar nicht so doll gehauen..."

    Übrigens etwas, dass ich auch von mir kenne. Blödes Beispiel: ich rubbel mein Kind nach dem Baden mit dem Handtuch ab. In schöner Regelmäßigkeit kommt dann: "Mama, du tust mir weh!"
    Tatsächlich empfinde ich das Rubbeln nicht als stark, Kind aber schon... Da wären wir dann wieder beim Thema Achtsamkeit...

    Ich bleib mal dran, ist ein interessantes Thema.

  4. #34
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Weniger Schmerzen durch ADS ?

    Ich halte mich selbst eher für Überempfindlich was Schmerz angeht, keine Ahnung ob ich es tatsächlich bin oder es nur so wahrnehme.
    Aber ich finde mich total darin wieder dass das mit meiner jeweiligen Achtsamkeit stark schwankt!

    Dass kann soweit gehen das ich irgendwas zu ruppig mache weil ich den Kopf mal wieder ganz woanders habe und erst eine Weile später, wenn die ach so interessante Ablenkung weg ist, feststelle dass das was ich da tue oder getan habe ganz schön Aua ist.
    Und dann sind da noch die Tage an denen ich mir ein entspannendes Vollbad gönnen möchte und erst da bemerke das ich ziemlich viele blaue Flecken habe, mich aber (mal wieder) absolut nicht erinnern kann wo die hergekommen sein sollen. Ich denke schon dass ich das merke wenn es passiert, nur eben oft nicht genug Konzentration aufbringe.
    Ich liebe Gartenarbeit, aber ich gehöre zu den Leuten die grundsätzlich entweder Blasen bekommen und längst aufgerieben haben bevor sie sich drum kümmern oder aber mal wieder fiesen Muskelkater bekommen weil sie sich weit über die Belastungsgrenze ausgepowert haben.

    Hat eine Schmerz meine Aufmerksamkeit, bin ich jedoch ein Weichei, definitv.

  5. #35
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 409

    AW: Weniger Schmerzen durch ADS ?

    Isis schreibt:
    Hat eine Schmerz meine Aufmerksamkeit, bin ich jedoch ein Weichei, definitv.
    ich denke das ist teilweise echt der Kick... damit bekommt halt halt die Aufmerksamkeit und kann sie halten...

    Das ist es ja, was es für manche von uns denke ich auch so entspannend macht. Aber es kommt wirklich immer sehr auf die Art der Schmerzen an... das kann man sicher nicht verallgemeinern. Grundsätzlich muss man sicherlich schomal Trennen zwischen Schmerzen die man hat, weil man tatsächlich ernsthaft verletzt ist und welchen die eher belanglos sind... was nciht heißt, dass es dabei weniger wehtut, aber der psychische Effekft spielt ja eine große Rolle dabei.

    Dinge die Viele scheinbar machen,wie Haut zupfen etc... die verletzten ja nicht ernsthaft und man weiß woher sie kommen!

    Zudem müsste man in Hinblick darauf noch zwischen gewollten und ungewollten Schmerzen unterscheiden. Damit hätten wir schon mal mindestens vier Kategorien.

    Aber ich finde dieses Thema hier wirklich sehr interessant ;-)

    lg Sandra

  6. #36
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Weniger Schmerzen durch ADS ?

    Ich habe mir letztes Jahr fast den Daumen zerquetscht an einem Granitblock der abrutschte. Vom Kreislauf her hab ich gemerkt: "Ups,der rauscht in den Keller!" hab mich dann gleich auf die Couch gelegt, Beine hoch und mir von den Kindern ein Kühlpad bringen lassen für den Daumen.

    Aber so richtig Schmerzen hab ich nicht wahrgenommen. Erst 2 Tage später der Druck, der durch die Einblutung unter dem Daumennagel entstanden ist, das war eklig.

    Und so ist es häufig. Mein Mann trägt etwas mit mir zur Haustür rein, schieb zu kräftig bzw. ich hab meine Finger leider noch zwischen Haustürrahmen und Gegenstand "QUETSCH" und das Einzigste was ich sage ist: "Danke, das war zufällig MEINE Hand?!" Gegen später sieht man, wie blitzeblau das Ganze ist.

    Oder ein Percheron (Kaltblut) - hat sich mir mal auf den Fuß gestellt. "Heee, geh da runter!" >>> gegen die Schulter des Pferdes geklopft und Fuß rausgezogen. Aber Schmerzen???


    Dafür hab ich manchmal Probleme mit den Nerven unter der Hautoberfläche. Sobald mich etwas leicht streift fühlt es sich an, als halte man ein brennendes Streichholz etwa 1 cm neben meiner Haut und fährt langsam darüber.

    Genauso die rheumatischen Beschwerden die ich habe. Undifferenzierte Kollagenose, die Werte recht niedrig aber ich hab Schmerzen wie Hulle!

    Vermutlich liegt es also tatsächlich am gestörten Wahrnehmungsvermögen was den eigenen Körper angeht.

  7. #37
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 396

    AW: Weniger Schmerzen durch ADS ?

    Ich glaube es liegt an der gestörten Selbstwahrnehmung, die bei vielen ADSlern vorherrscht, dass wir unsere Schmerzen als nicht so stark empfinden...

  8. #38
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Weniger Schmerzen durch ADS ?

    Hallo,
    zum Thema Schmerzempfindung kann ich mich fast nicht äußern, da ich mir selbst meine Schmerzschwelle relativ hoch angesetzt habe.
    Schmerz ist ein Gefühl und demzufolge relativ.
    Er wird von jedem Menschen anders empfunden.
    Es giebt Menschen unter uns wie auch unter den "Anderen" welche sich einen kleinen Schiefer in den Finger gerissen haben und vor Schmerz halb tot sind
    und es giebt auf beiden Seiten Leute denen fährt der Winkelschleifer in den Fuß die wickeln ein Handtuch darum und lassen sich zum Annähen fahren.
    Auch mir ist es eigen über blaue Flecke unbekannten Ursprungs an meinem Körper zu staunen.
    Soviel von von mir, ein frohes Osterfest wünscht Euch allen
    Holly

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