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Diskutiere im Thema Umgang mit Borderlinern im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    Umgang mit Borderlinern

    Hallo,

    vielleicht kann mir jemand mit Erfahrung im Gebiet Borderline-Persönlichkeitsstörung etwas Aufschluss über den richtigen Umgang mit solchen Personen geben.

    Ich habe eine Exfreundin, die mir dies neulich in einem Gespräch erzählt hatte, nachdem ich ihr über meine ADS-Diagnose berichtete. Zur Zeit unserer Beziehung war darüber nichts bekannt. Ich hatte auch nie den Eindruck, dass sie besonders viele krankhafte Auffälligkeiten hatte, im Gegenteil war die Beziehung eigentlich sehr gut und immer sehr harmonisch. Das Ende kam damals, weil sie mir gestanden hatte, mich betrogen zu haben und bei einem solchen Vertrauensbruch ziehe ich auf vernünftige erwachsene Weise diejenigen Konsequenzen, die ich für richtig halte. Ich muss mir nicht das Kopfkino geben, das hat schon vorher begonnen und es war eher eine Erleichterung, das los zu werden als dass mich die Trennung wirklich längerfristig unglücklich gemacht hat.

    Nun, ich bin jemand, der sehr viel Wert auf ein erwachsenes Miteinander legt und abgesehen von dem gängigen Sex mit der Ex in der kurzen Phase direkt nach der Beziehung, den man sich doch jedes Mal als Fehler eingestehen musste, blieb unser Verhältnis sehr locker und freundschaftlich.

    Auslöser war nun wohl jedoch die letzte Beziehung mit einem sehr gefühlskalten Egozentriker, der die Symptomatik in ihr so stark aufflammen lies, dass sie sich infolge des Beziehungsendes in professionelle Hände begab und diese Diagnose erhielt.

    Zunächst einmal wundere ich mich, wieso ich davon nie wirklich viel mitbekommen habe, abgesehen von ihrem Fremdgehen, obwohl sie selbst meinte, dass das keine Überraschung gewesen sei, da sie schon immer wusste das etwas nicht stimmt.

    Und zweitens frage ich mich, wie der geeignete Umgang mit diesen Menschen aussieht. Ich mag sie, daher möchte ich ihr nicht ungewollt schaden. Andererseits weiß ich nicht, wie ich das anstelle und wie man mit dieser Krankheit am besten umgeht.

    Auslöser für diesen Beitrag ist das akute Ereignis, dass sie mir auf einem Sozialnetzwerk mit Hilfe eines Fakeaccounts hinterherspioniert. Es wäre nicht das erste Mal, dass sie das macht, das geschah bereits während der Beziehung in ähnlicher Weise. Insofern waren da doch diese Kleinigkeiten, die sich in das Bild einfügen bereits damals vorhanden.

    Nach dem ersten Impuls, das Spiel mitzuspielen und den Spieß umzudrehen weil ich sauer auf diesen erneuten Vertrauensbruch ihrerseits war, habe ich mir nun aber ein paar Gedanken gemacht. Ich habe ihr dann eine SMS geschrieben dass sie mich enttäuscht hat, dass ich sie jedoch mag, weiß dass sie Probleme hat und deswegen ihrzuliebe einfach vergessen will was geschehen ist. Natürlich hat sie auf unwissend getan und so getan als wüsste sie nicht, wer da schreibt. Abgesehen davon, dass es für mich persönlich irrelevant ist, ob die Nummer gelöscht oder das lediglich ein Versuch mich zu verunsichern ist, frage ich mich einfach, ob die Reaktion angemessen ist.*

    Wie würdet ihr damit umgehen bzw. was würdet ihr mir empfehlen? Ich will einem solchen Drama möglichst wenig Nährboden geben und strebe da an, dass das Verhältnis weiterhin vernünftig und entspannt zwischen uns bleibt. Oder würdet ihr in diesem Falle den kompletten Kontaktabbruch empfehlen? Es fällt mir schwer, in ihren Kopf zu schauen und mir vorzustellen, was sie fühlt aber oft habe ich den Eindruck dass sie nur sehr wenig davon erlaubt sich auch sichtbar nach außen zu zeigen.


    *Da muss ich der Objektivität halber doch noch die Restwahrscheinlichkeit eingestehen, dass ich mich irre in meiner Annahme und alles so korrekt ist wie sie es darstellt, bzw. da eine zweite, sich sehr unnatürlich verhaltende Person real existiert. Aber im Ernst: Nein.

  2. #2
    Chaosfee

    Gast

    AW: Umgang mit Borderlinern

    konntest Du ihr zeigen, was Du für sie empfindest? In der Beziehung? Wie hast Du ihr gezeigt, dass sie Dir vertrauen kann? Dass sie die einzige für Dich ist... etc..?

    Brauche etwas genauere Erläuterungen, um Dir vielleicht einen besseren Rat geben zu können.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 217

    AW: Umgang mit Borderlinern

    Ich habe keine Erfahrung mit Borderline. Nach dem, was du schreibst, habe ich mich aber gefragt, ob deine Ex-Freundin sich eventuell Hoffnungen macht, mit dir wieder zusammenzukommen.

    So, wie ich es verstanden habe, hast du damals die Beziehung beendet. Vielleicht hätte sie sie gern weitergeführt, trotz des Fremdgehens. Ausserdem hattest du ja auch nach dem Ende der Beziehung weiterhin sexuelle Kontakte mit ihr. Das könnte bei ihr die Hoffnung genährt haben, dass es dir gar nicht so ernst damit ist, dass Schluss sein soll.

    Und vielleicht siehst du jetzt, nachdem ihre nächste Beziehung ein Reinfall war, wieder (oder immer noch?) aus wie der Traummann schlechthin, zumal du freundschaftlich mit ihr umgehst (ein deutlicher Gegensatz zu dem vorherigen Freund), so dass die Hoffnung auf eine Beziehung mit dir wieder angefacht wurde.

    Da kannst du noch so oft sagen, dass du nur Freundschaft willst; die Hoffnung stirbt zuletzt und wird durch jede Freundlichkeit deinerseits weiter geschürt.

    Zu diesen Überlegungen bin ich gekommen, weil deine Ex-Freundin nach deiner Wahrnehmung versucht, über das soziale Netzwerk herauszubekommen, was du so machst. Hat sie das in der Zeit, als sie mit dem anderen Mann liiert war, auch schon getan? Oder erst jetzt wieder, nachdem ihr ein Gespräch mit doch recht persönlichem Inhalt hattet?

    Falls es der Fall sein sollte, dass sie sich Hoffnungen auf eine neue Beziehung mit dir macht, würde ich den Kontakt zu ihr erstmal reduzieren bzw. ganz abbrechen, damit sich die Situation wieder beruhigen kann. Von mir selbst weiss ich, dass in meiner Verliebtheit jede noch so kleine Geste des Mannes von mir als Hoffnungsschimmer interpretiert wurde. Da war die rosarote Brille plus Hoffnung stärker als der Verstand.


    Was Borderline betrifft, habe ich mal gehört, dass ein Buch namens "Ich hasse dich, verlass mich nicht" gut sein soll. Weiter kann ich dazu nichts sagen, weil ich mich, wie eingangs gesagt, nie mit Borderline beschäftigt und daher auch das Buch nicht gelesen habe.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Umgang mit Borderlinern

    Hallo Hypocampus,

    warum willst du dich mit ihr eigentlich weiterhin befreundet sein (ist nicht sarkastisch gemeint)?

    Ich würde es an deiner Stelle zumindest nicht von der Borderline-Diagnose abhängig machen, sondern daran was dir an der Freundschaft (bzw. Freundschaft plus) liegt. Am besten du gehst mit ihr um, wie "früher". Das scheint sie ja nicht geschädigt zu haben.

    Wenn du willst das die Freundschaft weiterhin besteht und sie auch mit ihrer Krankheit unterstützen willst, wären vielleicht Ratgeber-Bücher gut. Versuch aber nicht ihr Problem zu deinem zu machen und wenn du merkst das es dich zu sehr einengt, bzw. du merkst das sie dich versucht einzuspannen, würde ich mich an deiner Stelle zurückziehen. So schwer es manchmal fällt, manchmal ist einem mit einem Rückzug mehr geholfen als sich komplett aufzugeben.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: Umgang mit Borderlinern

    FreakyFriday schreibt:
    Hallo Hypocampus,

    warum willst du dich mit ihr eigentlich weiterhin befreundet sein (ist nicht sarkastisch gemeint)?

    Ich würde es an deiner Stelle zumindest nicht von der Borderline-Diagnose abhängig machen, sondern daran was dir an der Freundschaft (bzw. Freundschaft plus) liegt. Am besten du gehst mit ihr um, wie "früher". Das scheint sie ja nicht geschädigt zu haben.
    Weil ich bisher keinen Grund sehe, den Kontakt abzubrechen. Der Kontakt blieb bisher ja auch meist oberflächlich und nur bei zufälligen Begegnungen (abgesehen von einem Tag direkt nach dem Beziehungsende, wo sie mir direkt schrieb dass sie Sex will, wo ich aber keine Lust hatte bzw. keine Zeit und was sich dann im Endeffekt auch im Sande verlief). Ich sage mal, für mich käme allerhöchstens eine Freundschaft+ in Frage, denn sie disqualifiziert sich mit solchen Aktionen schlicht für mehr. Ich habe da jedoch auch Bedenken, ob das überhaupt moralisch korrekt wäre, denn sie sagt zwar, dass sie kein Interesse an einer Beziehung mit mir hat und tut generell immer sehr kalt. Ich kaufe ihr das nicht so hundertprozentig ab, zumal das auch anderen auffällt wie stark sie meine Aufmerksamkeit sucht wenn wir uns mal zufällig irgendwo treffen. Zusätzlich muss ich jedoch auch zugeben, dass auch ich kaum sagen kann, was eine Freundschaft+ zu dem jetzigen Zeitpunkt langfristig für mich bedeuten würde, vielleicht rede ich mir da auch mit dem zeitlichen Abstand inzwischen auch nur mehr Gefühlskälte ein und es wäre eine blöde Idee im Endeffekt.

    Morgenröte schreibt:
    Ich habe keine Erfahrung mit Borderline. Nach dem, was du schreibst, habe ich mich aber gefragt, ob deine Ex-Freundin sich eventuell Hoffnungen macht, mit dir wieder zusammenzukommen.

    So, wie ich es verstanden habe, hast du damals die Beziehung beendet. Vielleicht hätte sie sie gern weitergeführt, trotz des Fremdgehens. Ausserdem hattest du ja auch nach dem Ende der Beziehung weiterhin sexuelle Kontakte mit ihr. Das könnte bei ihr die Hoffnung genährt haben, dass es dir gar nicht so ernst damit ist, dass Schluss sein soll.

    Und vielleicht siehst du jetzt, nachdem ihre nächste Beziehung ein Reinfall war, wieder (oder immer noch?) aus wie der Traummann schlechthin, zumal du freundschaftlich mit ihr umgehst (ein deutlicher Gegensatz zu dem vorherigen Freund), so dass die Hoffnung auf eine Beziehung mit dir wieder angefacht wurde.

    Da kannst du noch so oft sagen, dass du nur Freundschaft willst; die Hoffnung stirbt zuletzt und wird durch jede Freundlichkeit deinerseits weiter geschürt.

    Zu diesen Überlegungen bin ich gekommen, weil deine Ex-Freundin nach deiner Wahrnehmung versucht, über das soziale Netzwerk herauszubekommen, was du so machst. Hat sie das in der Zeit, als sie mit dem anderen Mann liiert war, auch schon getan? Oder erst jetzt wieder, nachdem ihr ein Gespräch mit doch recht persönlichem Inhalt hattet?

    Falls es der Fall sein sollte, dass sie sich Hoffnungen auf eine neue Beziehung mit dir macht, würde ich den Kontakt zu ihr erstmal reduzieren bzw. ganz abbrechen, damit sich die Situation wieder beruhigen kann. Von mir selbst weiss ich, dass in meiner Verliebtheit jede noch so kleine Geste des Mannes von mir als Hoffnungsschimmer interpretiert wurde. Da war die rosarote Brille plus Hoffnung stärker als der Verstand.


    Was Borderline betrifft, habe ich mal gehört, dass ein Buch namens "Ich hasse dich, verlass mich nicht" gut sein soll. Weiter kann ich dazu nichts sagen, weil ich mich, wie eingangs gesagt, nie mit Borderline beschäftigt und daher auch das Buch nicht gelesen habe.
    Ja, sie verhält sich erst seit der Sache, dass wir uns gegenseitig ein wenig geöffnet haben wieder so. Und in der Vergangenheit kurz nach dem Beziehungsende (inzwischen auch schon etwa 3 Jahre her) trafen wir uns auch einmal zufällig irgendwo, wo sie mir direkt sagte, dass sie gerne einen Neuanfang machen würde, worauf ich nur mit "Nein" antwortete.

    Ich möchte ihr trotzdem einfach nicht wehtun und kann kaum einschätzen was wirklich in ihr vorgeht, weil sie davon nur sehr wenig an die Oberfläche lässt. Der Gesamteindruck bleibt jedoch, dass da tatsächlich mehr in ihr passiert als sie sich auch zu zeigen traut. Sie gibt mir keinen Anlass, anzunehmen, dass ich ihr noch wehtun kann aber meine Intuition sieht anders aus.

    Chaosfee schreibt:
    konntest Du ihr zeigen, was Du für sie empfindest? In der Beziehung? Wie hast Du ihr gezeigt, dass sie Dir vertrauen kann? Dass sie die einzige für Dich ist... etc..?

    Brauche etwas genauere Erläuterungen, um Dir vielleicht einen besseren Rat geben zu können.
    Ich habe ihr keine Gründe gegeben, mir nicht zu vertrauen, ansonsten weiß ich es nicht. Und sie scheint mir auch zu vertrauen. Ansonsten wäre ich nicht der Einzige, der davon erfahren hat, dass es eine Liste inklusive Fotos gibt, in der ich ebenfalls zu finden bin mit Erinnerungen an all die Männer mit denen sie geschlafen hat. Egal ob ONS, Beziehung, oder Freundschaft+. Ich bin wohl der einzige der diese Zahl konkret kennt, auf die sie auch nicht stolz ist. Sie vertraut mir ja auch an, dass sie diese Diagnose hat, obwohl das natürlich im Tausch gegen mein Vertrauen geschah, ihr von meiner zu erzählen.

    Letztendlich macht es mich nur traurig, dass sie das Vertrauen, dass ich ihr mit dieser Information schenkte auf solche Weise mit Füßen tritt. Zu allem Überfluss hat sie mit dieser "Rolle" auch noch versucht aus meinen Verwandten private Informationen herauszukitzeln, was ich als absolutes No-Go betrachte.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 217

    AW: Umgang mit Borderlinern

    Hallo hypocampus

    Im Zweifel solltest du deiner Intuition trauen und davon ausgehen, dass bei ihr mehr ist unter der Oberfläche.

    Welche Art von Informationen wollte sie denn bei deinen Verwandten erfragen? (Du musst das nicht erzählen, darum geht es mir nicht.) Wenn sie z.B. versucht hat herauszubekommen, ob du gerade eine Freundin hast, würde ich das noch als normal und legitim einordnen, wenn sie wieder an einer Beziehung mit dir interessiert ist.

    Was ich ein wenig merkwürdig finde, ist diese Männer-Liste, die sie erstellt hat. Das finde ich, ehrlich gesagt, ein wenig krass. Eine Buchführung über ihre Sexualpartner??? Wozu dient diese Liste, und was hat sie damit vor? Im schlimmsten Falle findest du genaue Zahlen über dich und deine "Leistungen" irgendwo im Internet.

    Ich glaube, allein schon wegen dieser Sache würde ich Abstand von ihr nehmen oder zumindest extrem vorsichtig damit sein, was ich ihr erzähle. Das ist aber mein persönliches Gefühl, und du musst natürlich selbst entscheiden, wie du sie einschätzt.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: Umgang mit Borderlinern

    Morgenröte schreibt:
    Hallo hypocampus

    Im Zweifel solltest du deiner Intuition trauen und davon ausgehen, dass bei ihr mehr ist unter der Oberfläche.

    Welche Art von Informationen wollte sie denn bei deinen Verwandten erfragen? (Du musst das nicht erzählen, darum geht es mir nicht.) Wenn sie z.B. versucht hat herauszubekommen, ob du gerade eine Freundin hast, würde ich das noch als normal und legitim einordnen, wenn sie wieder an einer Beziehung mit dir interessiert ist.

    Was ich ein wenig merkwürdig finde, ist diese Männer-Liste, die sie erstellt hat. Das finde ich, ehrlich gesagt, ein wenig krass. Eine Buchführung über ihre Sexualpartner??? Wozu dient diese Liste, und was hat sie damit vor? Im schlimmsten Falle findest du genaue Zahlen über dich und deine "Leistungen" irgendwo im Internet.

    Ich glaube, allein schon wegen dieser Sache würde ich Abstand von ihr nehmen oder zumindest extrem vorsichtig damit sein, was ich ihr erzähle. Das ist aber mein persönliches Gefühl, und du musst natürlich selbst entscheiden, wie du sie einschätzt.
    Ja, ich denke es geht in diese Richtung - hauptsächlich ging es darum, wie es mit anderen Frauen in meinem Leben aussieht. Ich bin dahingehend sehr diskret und behalte all diese Sachen für mich und sie will eben so nach der Wahrheit stochern. Zum anderen fühle ich mich auch von ihr stark verarscht. Das Verhalten dieser fiktiven Person war die lächerliche Karikatur einer Männerphantasie, die sie eher aus stereotypem Pornowissen als aus einer guten Menschenkenntnis heraus gestaltet hat. Es spricht Bände über das verzerrte Bild, das sie scheinbar von Männern hat und ich denke, dass dieser Account nicht speziell für mich sondern ursprünglich zur generellen Unterhaltung entstanden ist. Wenn du es genauer wissen willst, sie gab sich als bisexuell und plump promiskuitiv aus. Sie teilte mir mit, dass sie auf meine Schwester stehen würde. Wollte wissen ob sie Slips oder Tangas trägt. Ich hab geantwortet "frag sie doch". Woraufhin sie meine Schwester angeschrieben hat. Welche ich natürlich parallel sofort aufgeklärt und eingebunden habe.
    Diese äußerst absurden Spielchen wären ja auch einigermaßen unterhaltsam gewesen, wenn sie damit nicht unter die Gürtellinie gehen würde. Der Buchtitel den du nanntest spiegelt die zweischneidige Borderline-Symptomatik sehr gut wieder "Ich hasse dich, verlass mich nicht". Während das hier in meinen Augen einerseits ein Versuch ist, aus Interesse mehr über mich zu erfahren, ist es andererseits auch nur hasserfüllter Spott. Sie schrieb meiner Schwester, dass ich wissen wolle, ob sie Slips oder Tangas trage. Sowas geht einfach nicht! Sie zieht mich vor meiner Familie in den Dreck! Das Gespräch mit meiner Schwester war sehr kurz und darauf, ob sie ein paar Fragen stellen könne lehnte meine Schwester es ab, intime Informationen herauszugeben. Ich weiß nicht konkret, was sie fragen wollte. Auch wenn die Sache von Anfang an für meine Schwester klar war und ihre Antworten letztendlich aus meiner Hand stammten - peinlich bleibt es dennoch.

    Vor allem aber war diese Sache für mich eines: Enttäuschend. Denn man hat das Gefühl gehabt, mit ihr vernünftig reden zu können und bekommt dann den Dolch doch anschließend in den Rücken. Offensichtlich ist wirklich alles schlimmer geworden. Du hast vollkommen Recht, zumindest so wie sie jetzt ist, scheint sie mir unberechenbar in ihrem Verhalten. Die Sache mit dem Buch sehe ich nicht so eng - ich glaube kaum dass sie damit etwas schlechtes bezwecken will. Wenn ich sie da richtig nachvollziehe, möchte sie auf diese Weise nur etwas von dem Gefühl behalten, dass Sex doch etwas Besonderes darstellt. Sie möchte nur nicht, dass diese Gesichter aus ihrer Vergangenheit als Bedeutungslosigkeit verblassen. Das ist ihre Weise, mit ihren Schuldgefühlen wegen der sexuellen Freizügigkeit umzugehen denke ich. Es gibt der Sexualität ein wenig die Bedeutung zurück, die sie ihr schon längst innerlich entzogen hat. Sie wird das nie jemandem zeigen, weil sie sich selbst dafür vor anderen schämt dass sie so ist. Sie hat das lediglich für sich selbst gemacht, sonst für niemanden. Deswegen habe ich da auch keine Bedenken. Und die Tatsache, dass ich davon weiß hat wohl damit zu tun, dass ich persönlich damit auch garkein Problem habe - weniger als sie zumindest.

    In dieser Hinsicht ist die Sache klar - es ist schwer, zu ihr jemals neues Vertrauen zu schöpfen - und das sehe ich als eine sehr grundlegende Basis für eine ernsthafte Beziehung an. Insofern bleibt Freundschaft oder Freundschaft+ unter genannten Vorbehalten und der Vermeidung von zuviel Nähe. Garkein Kontakt mächte ich eigentlich nicht, weil wir uns charakterlich enorm gut verstehen und ich sie abgesehen von solchen Spinnereien sehr mag.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 217

    AW: Umgang mit Borderlinern

    Ich habe ziemlich gestaunt bei der Geschichte mit den Slips. Das ist ja fast schon intrigant! Ob ihr das so bewusst ist, ist eine andere Sache...

    Ich hatte mal kurz mit einer Person zu tun, die zumindest Borderline-Züge hatte (genaueres weiss ich nicht). Die hat ähnliche Sachen gebracht (Leute gegeneinander ausspielen) und war dann völlig perplex, warum die Leute sich von ihr abgewandt haben. Die hat gar nicht kapiert, was sie da eigentlich abgezogen hat.

    Vielleicht ist das bei deiner Ex-Freundin ähnlich.

  9. #9
    Chaosfee

    Gast

    AW: Umgang mit Borderlinern

    Sie teilte mir mit, dass sie auf meine Schwester stehen würde. Wollte wissen ob sie Slips oder Tangas trägt. Ich hab geantwortet "frag sie doch". Woraufhin sie meine Schwester angeschrieben hat.
    Entschuldige,aber das klingt nicht nach einer Frau! Woher weißt Du dass es IHR Fakeaccount war?



    Und verzeih, dass ich da nochmals genauer stochere, aber wie interpretierst Du, ihr genug Grund gegeben zu haben, Dir zu vertrauen? Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man sich da leicht verschätzt und in der Subjektivität seiner eigenen Wahrnehmung verheddert bleiben kann.

    Egal ob ONS, Beziehung, oder Freundschaft+. Ich bin wohl der einzige der diese Zahl konkret kennt, auf die sie auch nicht stolz ist. Sie vertraut mir ja auch an, dass sie diese Diagnose hat, obwohl das natürlich im Tausch gegen mein Vertrauen geschah, ihr von meiner zu erzählen.
    .. das ist ja wieder eine ganz andere Art von Vertrauen. Also ich meine schon die in Eurer Liebesbeziehung.
    Geändert von Chaosfee ( 7.09.2011 um 20:56 Uhr)

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: Umgang mit Borderlinern

    Chaosfee schreibt:

    Und verzeih, dass ich da nochmals genauer stochere, aber wie interpretierst Du, ihr genug Grund gegeben zu haben, Dir zu vertrauen? Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man sich da leicht verschätzt und in der Subjektivität seiner eigenen Wahrnehmung verheddert bleiben kann.
    Man kann keine Gründe für Vertrauen liefern, Vertrauen entsteht oder eben nicht. Man kann lediglich vermeiden, das Vertrauen irgendwie herauszufordern und das habe ich nicht getan. Wirkliche Eifersucht war nie ein großes Thema. Ich habe ihr nie einen wirklichen Grund geliefert, eifersüchtig zu sein, das muss ausreichend sein für die Art des Vertrauens, die du meinst. Vielleicht sogar ein bisschen zu wenig habe ich das Vertrauen herausgefordert denke ich manchmal.

    Chaosfee schreibt:
    Entschuldige,aber das klingt nicht nach einer Frau! Woher weißt Du dass es IHR Fakeaccount war?
    Weil ich von ihr selbst auf diese Person hingewiesen wurde ^^ Und zwar mit dem Hintergrund, dass diese Frau ganz zufällig exakt denselben Namen trägt und aus derselben Stadt kommt. Lediglich anders aussieht und eine handvoll Freunde hat, die mit ihr nichts zu tun haben. Nebenbei Kleinigkeiten im Dialog, die ins Gesamtbild passen bezüglich des Wissens, das sie über mich hat. Sie verhält sich da ja auch nicht wie eine Frau. Sie verhält sich so, wie sie denkt dass es ein Traum der Männer sei. Anstattdessen ist es nur absurd, sonst nichts.

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Thema: Umgang mit Borderlinern im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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