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Diskutiere im Thema ADHS und generalisierte Angststörung - Symptomüberschneidung? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 13

    ADHS und generalisierte Angststörung - Symptomüberschneidung?

    Hallo zusammen,

    2006 erkrankte ich an einer generalisierten Angststörung & Depressionen und dem Reizdarmsyndrom, einer der Auslöser war sicher ADHS, ich möchte aber jetzt nicht so stark ausschweifen, das würde den Rahmen sprengen.

    Jedenfalls wurden meine Angstzustände2010 und die damit verbundenen körperlichen Reaktionen so massiv, dass mir klar war, "jetzt hast du ein Problem, dir gehts echt mies!".

    Mehrere Ärzte- und Klinikodysseen habe ich hinter mir, ein Alptraum!!! Keiner der ******* Ärzte dachte damals an ADHS, bis meine Mutter eine Reportage über ADHS bei Erwachsenen im TV schaute und hellhörig wurde, da diese Diagnose als Kind schon gestellt wurde. Man machte sich also selbständig auf die Suche nach Antworten und schließlich bin ich im Institut für Erwachsenen-ADHS (in FFM,privat) gelandet und der Test fiel positiv aus, ich erfüllte sehr viele Symptome.

    Ich bekam von meiner damaligen Ärztin Elontril erst 150mg, dann 300mg. Das nehme ich bis heute und merke zwar sogut wie keine Nebenwirkungen aber auch keinen positiven Effekt und ich nehme es schon ein halbes Jahr.

    Meine konkreten Fragen sind nun folgende:

    1. Könnte ADHS eine generealisierte Angststörung(GAS) verstärken? Da ADHSler zu Grübelzwängen neigen und ein starkes Hauptsymptom der GAS das Grübeln ist, könnte es dadurch vielleicht verstärkt werden?

    Außerdem habe ich starke Stresssymptome, können diese von ADHS ebenso verstärkt werden? Vorallem Symptome wie Anspannung!,Nervosität, Unruhe, das Gefühl wie gehetzt zu sein(als würde der Motor die ganze Zeit laufen, wie auf Drogen so aufgeputscht) und das Gefühl sich nicht entspannen zu können, wie weiß ich was ADHS ist und was welche Symptome der Angststörung sind? Oder ist das ein Geben und Nehmen? Wie kann ich das herrausfinden?

    2. Gibt es jemanden der ebenfalls diese Doppel (oder fast drei-vierfach Diagnose -.-) hat und durch ne vernünftige ADHS Medikation eine Linderung beider zustände erfahren hat?

    Danke fürs Lesen & zukünftige Antworten

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 135

    AW: ADHS und generalisierte Angststörung - Symptomüberschneidung?

    Hallo,

    das Ganze ist ein sehr komplexes Thema, und wahrscheinlich
    nicht einmal von Experten zu durchschauen.

    Ich kann hier nur meine persönliche Meinung äußern, die auf
    eigenen Erfahrungen beruht.

    Ich denke, die Ursache für Deine Probleme ist ADS.
    Da Menschen mit ADS nicht in unsere stromlinienförmige
    Gesellschaft passen, werden sie schon als Kind, und sei es nur
    latent, unter Druck gesetzt.
    Dieser bricht dann irgendwann durch und zeigt sich in diversen
    Symtomen, zum Beispiel in einer Angststörung.

    Deine Stresssymptome werden nicht von ADS verstärkt, sondern
    ausgelöst.

    ADS ist keine Krankheit, sondern eine Veranlagung, mit der man,
    so meine Erfahrung, durchaus glücklich leben kann, man muss sie
    nur akzeptieren und lernen, damit umzugehen.
    Patentrezepte hierfür gibt es keine, jeder muss da seinen eigenen
    Weg finden.

    Nur Eines darf man niemals: Aufgeben.

    Alles Gute für Dich

    deroptimist

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 40

    AW: ADHS und generalisierte Angststörung - Symptomüberschneidung?

    Moin, Moin!

    Habe gerade Deine Schilderung gelesen und dachte, wow, das klingt doch sehr vertraut. Bei mir kam der Knall 2007, nach einer extrem stressigen Freizeit, danach keinen Freizeitausgleich genommen, das Wochenende sofort Party gemacht und dann wurde ich Montags wach, alles in Watte gepackt, aber eine furchtbare Unruhe, Gedankenrasen bis hin zu Zwangsgedanken, Appetitlosigkeit etc. Danach ging es erst mal von Arzt zu Arzt, natürlich nix gefunden, wie das in diesen Fällen so ist. Die klassischen depressiven Symptome sind bereits seit langer Zeit verschwunden, Antriebslosigkeit, Appetitlosigkeit, innere Leere und gedämpfte Wahrnehmung. Was bleibt ist Gedankenrasen, dauernde Ängste und Sorgen etc. Es gibt Phasen, manchmal sogar über mehrere Wochen, da läuft alles so leicht und man fragt sich, wo liegt eigentlich das Problem. Kommt es dann zu bestimmten anstehenden Projekten wie z.B. Umzug, Urlaub, berufliche Herausforderungen u.s.w. geht es oft wieder los, Angst hiervor, Angst davor, nervöse innere Unruhe, vom Magen aufsteigende Panik und so weiter. Ich stehe exakt vor der gleichen Frage, wie viel davon beruht auf einer Angsterkrankung, welche Anteile entspringen dem ADHS!? Medikamente empfehlen möchte ich eigentlich nicht, denn die Erfahrungen sind höchst subjektiv, und was dem einen hilft, muss nicht bei jedem anderen die gleichen positiven Effekte hervorzaubern. Für mich persönlich kann ich nur sagen, dass mir Fluoxetin bezüglich der Zwangsgedanken und depressiven Symptome sehr gut geholfen hat. WIr hatten auch damals die Behandlung mit Medikinet begonnen, allerdings war ich zu dem Zeitpunkt dermaßen neben der Spur, dass schwer abzuschätzen war, ob es hilft, oder die innere Unruhe eher weiter verstärkt. Ich habe nächste Woche einen Termin bei meinem Doc, und eventuell werden wir dann einen neuen Versuch starten.

    Erst mal nen ganz lieben Gruß aus Krefeld,

    Lars

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 36

    AW: ADHS und generalisierte Angststörung - Symptomüberschneidung?

    hey,

    das würde mich auch interessieren ob welche von ecuh durch das mph Angststörungen oder Depressionen losgeworden sind.
    Mir sagte man ich hätte eine Pseudosoziophobie durch das ADS entwickelt.
    Nehme jetzt seit knapp 1Woche MPH und muss sagen das mir einiges schon leichter fällt.
    Allerdings habe ich dennoch die Woche wieder Reizdarm gehabt.
    Die letzten Tage allerdings wurde das auch besser, hatte nur noch ein bischen Bauchschmerzen und es ist alles drin geblieben .

    LG

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3

    AW: ADHS und generalisierte Angststörung - Symptomüberschneidung?

    Ich hab genau das selbe. Bin auch von Arzt zu Arzt aber keiner konnte mir helfen. Methylphenidat hat mir am anfang etwas geholfen, aber nach paar Wochen
    fing es wieder an. Durch Stress wurde es noch schlimmer.

    Bekomme jetzt seit einer Woche Clomipramin 10 mg zu Methylphenidat. Ich merke wie mein Schwankschwindel weniger wird. Meine Muskelschmerzen,
    Rückenbeschwerden sind komplett weg. Plötzlich funktioniert auch meine Beziehung wieder.
    Was auch wirklich hilft ist, dass du dich deinen Ängsten stellst. Ich hab mich zum Beispiel immer vor ungenehmen Sachen versteckt aus Angst,
    ich könnte wieder eine Panikattacke bekommen. Aber das macht es schlimmer, denn dein Gehirn lernt aus dem Meidverhalten. Besser ist es, wenn
    du dich deinen Ängsten stellst und immer dabei im Hinterkopf hast "Es ist nur die Angst, mir wird nichts passieren", denn dann lernt dein Gehirn,
    dass dir nichts passiert und die körperlichen Symptome lassen langsam nach. Gehst du in Psychotherapie ?

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