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Diskutiere im Thema RDS reward deficiency syndrom und ADHS im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
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ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    RDS reward deficiency syndrom und ADHS

    Aufgrund einer Schilderung von extremer Nikotinsucht bin ich beim Lesen vom Hallowell (Delivered from Distraction) an einer Stelle hängengeblieben.

    Hier wird das RDS im Zusammenhang mit ADHS genannt.

    Das RDS (reward deficiency syndrom) beschreibt eine Störung des natürlichen Belohnungssystems im Gehirn (Ausschüttung von "Glückshormonen") als genetische Disposition.

    Diese natürliche Ausschüttung wird normal von verschiedenen Ereignissen (z.B. Essen, Liebe, Sex etc.) ausgelöst.
    Eben die gleiche Wirkung können Stimulanzien wie Alkohol, Kokain, Amphetamine, Heroin, Nikotin etc. aber auch u.a. Riskantes Verhalten haben.

    Für mich stellt sich nun die Frage, ob ADHSler, die durch Therapien lernen, positive Verstärker zu nutzen (und damit die Dopamin-Ausschüttung anzuregen), aufgrund eines RDS hier nicht zu den gewünschten Ergebnissen gelangen. Sprich das normale Belohnungssystem trotz großer Anstrengung nicht so nutzen können bzw. nicht zu den gewünschten Ergebnissen führt.

    Ein weiterer Aspekt ist hier die große Suchtgefahr, da für einen Zustand des "Wohlfühlens" eine erhöhte Menge von Stimuli notwendig zu sein scheint.

    Hat sich jemand schon mit dem Thema befasst? Evtl. Erfahrungen gemacht? Welche Konsequenz hat das auf die Auswahl von Medikamenten?

    Lg
    Erika

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: RDS reward deficiency syndrom und ADHS

    Hi Erika,

    das mit dem Suchtverhalten kann ich bestätigen. Und irgendwie wird in den einschlägigen Therapien auch danach gehandelt, auch wenn z.B. ADHS als mögliche Ursache geflissentlich ignoriert wird.

    So ist es in Fachkreisen Allgemeinwissen, dass frisch entzogene Süchtige dazu tendieren, sich zu überfordern bzw. riskante Unternehmungen zu planen auf der Suche nach dem verloren gegangenen Kick.

    Ähnliches sehe ich auf einem Gebiet, dass mir immer als Perfektionismus ausgelegt wurde, was für mich nicht wirklich stimmig ist. Ich brauche aber tatsächlich eine (für meine Verhältnisse) überdurchschnittliche Leistung, um mich ehrlich freuen zu können. Mag sein, dass von Beidem was dabei ist, aber zwanghafter Perfektionismus reicht als Erklärung jedenfalls nicht aus.

    lg

    lola

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: RDS reward deficiency syndrom und ADHS

    Hallo Berga,

    danke für deinen Beitrag. Ja, das mit dem Belohnen ist mir schon bekannt, mir ging es bei diesem Problem aber darum:

    Für mich stellt sich nun die Frage, ob ADHSler, die durch Therapien lernen, positive Verstärker zu nutzen (und damit die Dopamin-Ausschüttung anzuregen), aufgrund eines RDS hier nicht zu den gewünschten Ergebnissen gelangen. Sprich das normale Belohnungssystem trotz großer Anstrengung nicht so nutzen können bzw. nicht zu den gewünschten Ergebnissen führt.
    Weil eben diese Disposition das sowieso schon vorhandene (ADHS-spezifische) Problem verstärkt. So habe ich es jedenfalls verstanden.

    LG
    Erika

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