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Diskutiere im Thema ADS und Suchterkrankungen und denen daraus resultierenden Störungen im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 234

    ADS und Suchterkrankungen und denen daraus resultierenden Störungen

    Hallo Forum,

    nicht selten kommt es dazu, dass späterkannte ADS-Betroffene Drogen als Selbstmedikation missbrauchen. Drogen wirken auf den Dopaminhaushalt, welcher bei ADS'lern bekanntlich gestört ist. (Wenn im Kopf "dürre" herscht und die Droge "Regen" bringt, kann sich jeder ausmalen, weshalb das Riskio wesentlich erhöht ist. Klar dürre im Kopf kann man auch ohne ADS haben um dem mal vorne wegzugreifen) Daraus resultiert logischerweise ein wesentlich höheres Suchtpotential. Für einen Betroffen ist das besonders schlimm, denn aus einer Sucht zu kommen ist schon nicht leicht und wenn es einem gelingt, bleibt einem eine angemensse Medikation/Therapie oft verwehrt. Viele Verhaltensweisen, die man sich antrainiert hat, sind nicht gesellschaftskonforn und nur wenige ADS'ler haben das Glück mit ihrer Andersartigkeit in der Welt zurechtzufinden.
    Welche Ansätze gibt es um solchen Menschen zu helfen? Lösungswege gibt es anscheint nicht. Weder in Fachbüchern noch bei Spezialisten noch in den einschlägigen Foren hört/liest man davon. Es sind wahrscheinlich individuelle Lösungswege, die dem ein oder anderen helfen, doch vielen wird eben nicht geholfen. Für mich heißt das, dass Betroffenen in der Kindheit geholfen werden muss, um die Problematik im Keim zu ersticken.

    Was meint ihr?

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 85

    AW: ADS und Suchterkrankungen und denen daraus resultierenden Störungen

    naja.... helfen und problematik im keim zu ersticken....

    wenns klappt - ich weiß nicht

    ich hatte meinen anfall auch heut morgen und war traurig... weil kann mir ja echt keiner helfen... kein einziger "experte" die würden mich wahrscheinlich auf ne lebenslange geschlossene stecken.... aber ich hab sooooo viele geile gedanken und je mehr ich nehme desto mehr sehe ich....

    hätte mir man damals ritalin gegeben denke ich es wäre was aus mir geworden.

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: ADS und Suchterkrankungen und denen daraus resultierenden Störungen

    Hej vakuum

    2. Pharmazeutische Zeitung online: ADHS: Sucht als Selbstmedikation
    Sucht als Selbstmedikation. Von Claudia Borchard-Tuch. Kinder mit ADHS haben im Erwachsenenalter ein erhöhtes Risiko, süchtig zu werden. ...
    http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index ... Im Cache

    aus dem Bericht geht hervor , das wenn Kinder schon rechtzeitig medikamentös behandelt werden, das Suchtpotential tatsächlich eher geringer ist

    Auszug aus dem Artikel :
    "Im Gegensatz hierzu zeigten klinische Studien, dass eine adäquate medikamentöse Behandlung von ADHS-Kindern mit Methylphenidat nicht zu einem erhöhten Risiko für die Entwicklung eines Substanzmissbrauchs führt, sondern im Gegensatz sogar suchtprotektiv wirken kann. So wurde nachgewiesen, dass die Behandlung von ADHS-kranken Kindern mit Methylphenidat die Gefahr eines späteren Substanzmissbrauchs vermindern kann (15, 16). Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Methylphenidat mit ADHS in Zusammenhang stehende Störungen wie Schulversagen oder Schwierigkeiten im Sozialverhalten, die selbst das Risiko eines Substanzmissbrauchs in sich bergen, vermindert (1

    Ob Methylphenidat suchtprotektiv wirkt, ist somit nicht sicher. " also bei Erwachsenen ist das noch nicht erwiesen ...wobei ich vermute , das da noch gar keine Studien liefen oder weiß da wer, was da aktuell läuft?...kann man nur hoffen, das sich da was tut, weil Suchtkranken ungern bis gar nicht Methylphenidat verschrieben wird ... aus Sorge das Mißbrauch der Substanz stattfindet...

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 234

    AW: ADS und Suchterkrankungen und denen daraus resultierenden Störungen

    insanity schreibt:
    naja.... helfen und problematik im keim zu ersticken....

    wenns klappt - ich weiß nicht

    ich hatte meinen anfall auch heut morgen und war traurig... weil kann mir ja echt keiner helfen... kein einziger "experte" die würden mich wahrscheinlich auf ne lebenslange geschlossene stecken.... aber ich hab sooooo viele geile gedanken und je mehr ich nehme desto mehr sehe ich....

    hätte mir man damals ritalin gegeben denke ich es wäre was aus mir geworden.

    Im Keim zu ersticken geht wohl kaum, da es einen das ganze Leben begleitet.
    Doch wenn einem Hilfe im Kindesalter verwehrt bleibt, landet wann unter Umständen im Erwachsenenalter in einem Teufelkreis. Dann gibt es kein allgemeingültiges Rezept mehr um da rauszukommen. Wohingegen man im Kindesalter vieles noch in die richtige Bahn gelenkt werden kann.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 234

    AW: ADS und Suchterkrankungen und denen daraus resultierenden Störungen

    Dori schreibt:
    Ob Methylphenidat suchtprotektiv wirkt, ist somit nicht sicher. " also bei Erwachsenen ist das noch nicht erwiesen ...wobei ich vermute , das da noch gar keine Studien liefen oder weiß da wer, was da aktuell läuft?...kann man nur hoffen, das sich da was tut, weil Suchtkranken ungern bis gar nicht Methylphenidat verschrieben wird ... aus Sorge das Mißbrauch der Substanz stattfindet...
    Das ist so ein Teufelkreis von dem ich spreche. Medikation bleibt einem verwehrt. Therapien greifen nicht.... ADSler versucht sich selbser zu helfen.
    Dabei nicht inbegriffen welche Störungen sich während der Leidenszeit sich dazu entwickelt haben.

    Ach und danke für den Link Dori

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 14

    AW: ADS und Suchterkrankungen und denen daraus resultierenden Störungen

    Schlimm ist es auch, das man sich schon im Laufe der Zeit mit dem Alltagsrausch abgegeben hat. Ich selbst begann meinen Alkohol- und Marijuanakonsum mit 17 (oder so) und das steigerte sich dann auch ein wenig. Nun bin ich 26 und ich kann schon nach einer kleinen Konsumpause nicht mehr schlafen und bin dem entsprechend auf Arbeit garnicht mehr zu gebrauchen );

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 199

    AW: ADS und Suchterkrankungen und denen daraus resultierenden Störungen

    Hallo!

    @Vakuum - ich kann dir Recht geben... im Nachhinein hatte ich schon als Kind ADHS (Träumer) - da mein Bruder aber auffällig war (Tic) fiel ich nicht auf... bis es in der Jugendzeit schwierig wurde. Aber auch da hab ich mich zusammengerissen, um meine Eltern nicht zu beladten.

    Heute hab ich selbst zwei Kinder, der Große mit ADHS (same as me..) und nun komm ich an meine Grenzen. Ich bin selbst Ergotherapeutin und kann unseren Alltag ganz gut strukturieren, aber auf Kosten meiner ganzen Energie ! Abends belohn ich mich dann mit Alkohol - hier ein Gläschen Wein, dort ein Campari - alles im Rahmen, aber es fährt mich runter...

    Schlimm finde ich, dass man es als Erwachsener schwer gemacht bekommt, wenn man nach sich schauen möchte - ich bin nun das 2.Jahr auf der Suche nach Bestätigung für meine Verdachtsdiagnose (die Wartezeiten für Diagnostik sind bescheiden lang und die Anbieter im Umkreis von 200 km zu suchen)... Auch Therapeuten zu finden macht keinen Spaß !!!

    Also sitz ich hier, nipp meinen Apxxol Spritz und bin froh, dass es das Forum gibt!!

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 352

    AW: ADS und Suchterkrankungen und denen daraus resultierenden Störungen

    Hallo,

    auch ich hatte angst vor Sucht- Alk., ich habe zu Hause nur um arbeiten zu können Bier getrunken. Ich hatte das gefühl ruhiger zu reagieren und mich etwas besser auf meine arbeit konzentrieren zu können. Ich habe das auch mehrmals bei meinen Therapeuten angesprochen und bekam gesagt Alk. Mißbrauch und Fehlmedi. Abends oder wenn ich keinen Druck zu arbeiten hatte trank ich nichts, außer in Gesellschaft oder bei Besuch. Zum Glück habe ich in den Jahren keine Sucht entwickelt. Seit ich Ritalin nehme 6 Wochen trinke ich nichts mehr, ich habe das Gefühl es ist eine ähnliche Wirkung. Schade ist nur das ich auch auf den "Genuss" (trinke gerne trockenen Rotwein) verzichten muß. Ich sage mir das ist halt der Preis....Früher war es ja kein Genuss, sondern "Ruhigsteller".

    Lg Tom

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 18

    AW: ADS und Suchterkrankungen und denen daraus resultierenden Störungen

    Hallo Vakuum,

    ja das sehe ich genau so, wenn meine Eltern sich die Mühe gemacht hätten und bereits in meiner Kindheit die Diagnose ADS gestellt worden wäre, bin ich mir sicher wäre ich nicht in die Sucht gegangen, ich beziehungssüchtig und coabhänging und ich kann euch sagen die Sucht und die Abhängigkeit von anderen Menschen ist wirklich heftig, ich hatte zu viele und zu dramatische Beziehungen und kann von Glück sagen, das mein Leben auf der Überholspur nicht tödlich geendet hat. Als ich meine Mutter darauf angesprochen habe, das ich ja auch als Kind schon anders war, eine Träumerin, nicht in der Realität leben könnend, immer allein ohne Spielkameraden, versunken in der Welt der Bücher, Probleme in der Schule das Pensum zu schaffen und ständig diese Angst, diese Unsicherheit - da hat sie mir geantwortet das sie mit mir bei einer Psychologin war, die dann gemeint hat sie soll auf ihren Mann (mein Vater) hören und mich strenger erziehen, ab und zu ein Klaps auf den Hintern hätte noch nie jemand geschadet, da muss ich echt kotzen und bis heute kann ich nicht wirklich sagen das mich Psychologen / Therapeuten wirklich weiter gebracht haben, da das Wissen warum und weshalb was passiert ist sicherlich interessant und wichtig war, ich aber nie Zugang zu meinen Gefühlen hatte. Diese habe ich verdrängt, nicht wahrhaben wollen, weg machen. Jetzt bin ich gerade auf dem Weg nach Diagnosestellung ADS und mit Hilfe von MP Zugang zu meiner Gefühlswelt zu finden und das ist sehr anstrengend. Aber meinen Eltern Vorwürfe zu machen bringt auch nichts, zumal ich mir sicher bin, das mein Vater auch ADS hatte und deshalb Alkoholiker wurde.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 18

    AW: ADS und Suchterkrankungen und denen daraus resultierenden Störungen

    Hallo Eowyn,

    ich bin auch gerade auf der Suche nach einer Therapeutin, aber da ich ja schon über 10 Jahre tiefenpsychologische Therapie hinter mir habe, wurde mir so durch die Blume gesagt - austherapiert und der nächste Versuch mit einer anderen Therapeutin im Sinne von energetischen Behandlung und /oder über Körperwahrnehmung weiter zu kommen, musste ich mir anhören, ich kann ihnen am Nachmittag keinen Termin anbieten, also weder morgen, noch übermorgen, noch sonst wann, dürfen die das denn - Patienten abweisen? ja sie dürfen, denn mit dem Satz aber ich kann ihnen gern andere Kollegen empfehlen, bei denen man dann wieder seine Seele auskotzt, das macht mich echt wütend, aber nicht aufgeben und weitersuchen

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