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Diskutiere im Thema Ist es "nur" ADHS oder doch eine Zwangskrankheit??? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 68

    Ist es "nur" ADHS oder doch eine Zwangskrankheit???

    Hallo,
    Bei mir wurde schon vor Jahren ein stark ausgeprägtes ADHS festgestellt. Des weiteren habe ich auch eine zwanghafte Persönlichkeit attestiert bekommen.
    Allerdings soll ja genau hier der Unterschied liegen..?Zwanghafte Persönlichkeit ist nicht gleich Zwangskrankheit..
    Allerdings besteht mein ganzes Leben aus Zwängen wie ich meine.
    Heute hatte ich z.b. immer ständig wieder kehrende Gedanken die ich auch nicht verdrängen konnte.
    Im allgemeinen bin ich ein Ordnungsfanatiker der alles an seinem Platz braucht und Baustellen (in Form von unerledigten Aufgaben)nicht ruhen lassen kann.Ich kann auch nicht mal so spontan was unternehmen oder mit Freunden (die paar die ich noch habe) weg gehen wenn ich weiß da gibts noch was zu erledigen. Das führt dazu das ich schon öfters krank geschrieben war weil ich es einfach alles nicht mehr schaffe.
    Arbeit, Haushalt, Sport, eigener Campingplatz, Arztbesuche..
    Diagnose war eigentlich immer Erschöpfung (R53).
    Freundin habe ich auch schon seid 2 Jahren keine mehr weil ich, glaube ich zumindest, gar keine Zeit für eine Beziehung habe.http://1.1.1.5/bmi/www.zwaenge.de/ag...cons/icon9.gif
    Mein Problem ist nun das ich glaube aufgrund meines ADHS gucken die Ärzte auch gar nicht weiter nach anderen Krankheiten.
    Kann mir denn hier zufällig jemand weiter helfen??

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Ist es "nur" ADHS oder doch eine Zwangskrankheit???

    Hallo chaoskopf,

    Du schilderst das Thema Zwangsgedanken und natürlich gehört das in die Gruppe der Zwangserkrankungen.

    Als Kind hatte ich eher Zwänge und als Erwachsener eher Zwangsdedanken.

    Meine Erfahrung war, dass immer dann wenn ein spannender Reiz kam, die Zwänge schnell veschwanden.

    Heute begreife ich den Zwang als etwas, dass man einen Gedanken oder eine Handlung wie einen Karteikartenreiter markiert hat und man beim Überfliegen der Datei immer wieder wahrnimmt.

    Ich schaffte es früher nie diesen Reiter zu entfernen, aber ich habe jetzt auf alle Karten Reiter gesetzt und bin nicht mehr so für die einzelne Markierung empfänglich.

    Dieses Bild hilft mir.

    Liebe Grüße

    Chris

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Ist es "nur" ADHS oder doch eine Zwangskrankheit???

    Also das Gedankenkreisen, wenn jemanden etwas sehr beschäftigt, das ist typisch ADS/ADHS. Das muß nichts direckt mit einer Zwangsstörung zu tun haben
    Und wie du schon gesagt hast, es gibt einen Unterschied zwischen der F60.5 Anankastischen Persönlichkeitsstörung ( auch zwanghaften PS) und einer Zwangsneurose (Zwangsstörung).

    Du hast folgedes gesagt:

    Heute hatte ich z.b. immer ständig wieder kehrende Gedanken die ich auch nicht verdrängen konnte.

    Die Betonung liegt auf heute. Bei einem echten Zwang ist das fast immer.

    Dann sagtest Du noch:

    Im allgemeinen bin ich ein Ordnungsfanatiker der alles an seinem Platz braucht.

    Sehs doch mal positiev. Eine Person mit ADS/ADHS ist eigendlich das krasse Gegenteil. Ist es nicht möglich, das Du diese Ordnung einfach nur brauchst, um Dein inneres Chaos in Zaun zu halten?
    Meiner Meinung nach hat es enorme Vorteile für jemanden mit ADS, wenn er so dizipliniert ist, das er immer alles gleich an seinen Platz legen tut.
    Im normal Fall sieht es nämlich so aus, das man das eher selten macht und daher ständig am suchen ist. Das kann Dir nur sehr selten passieren, wenn alles einen festen Platz bei Dir hat.
    Wenn so ein Charakter mit ADS kombiniert wird, dann ist das nicht unbedingt negativ.
    Ich kenn das von mir, nur bin ich nicht so diszipliniert.
    Ich würde mir gerne eine scheibe von Dir abschneiden.

    Es gibt klare Kriterien dafür, wann jemand eine Zwangsstörung hat.
    Leider schreibst Du zu wenig darüber, um genaueres dazu sagen zu können.

    Wie gehts Dir denn und was passiert, wenn Du z.B. bestimmte Dinge dann einfach mal nicht machst. Ich meine, außer das Du immer dran denken mußt. z.B. Was für Gefühle kommen hinzu...

    LG Irrlicht

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 272

    AW: Ist es "nur" ADHS oder doch eine Zwangskrankheit???

    Nach einer verbreiteten Theorie ist die zwanghafte Persönlichkeitsstörung oft Folge von unbehandeltem ADHS, da Betroffene ihre Desorganisiertheit häufig dadurch zu kompensieren versuchen, dass sie sich zur Ordentlichkeit und Strukturiertheit regelrecht zwingen, um mit ihrer Detail- und Planungsversessenheit Fehler und Misserfolge zu verhindern.
    Quelle: Zwanghafte Persönlichkeitsstörung

    Ich persönlich bin von dieser Theorie sehr überzeugt! Aus eigener Erfahrung: Ich neige sehr dazu die Dinge nach dem Prinzip "ganz oder gar nicht" zu machen. Während der Pubertät habe ich auch ein paar echte Zwänge (im Sinne der Unterscheidung Zwang - zwanghafte Persönlichkeit) entwickelt, die zum Glück aber weitestgehend zurückgegangen sind.
    Beispielsweise bin ich entweder zwanghaft ordentlich, oder lasse alles chaotisch liegen. Beides erzeugt Spannungen...

    Ich denke mal, dass es auch gut gegen deine Zwanghaftigkeit helfen müsste, wenn du gegen das ADHS behandelt wirst, da das whs die Ursache ist.
    LG

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