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Diskutiere im Thema ADS und APS - nur für Gleichgesinnte im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
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ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2

    ADS und APS - nur für Gleichgesinnte

    In den letzten Jahren drückt der APS-ler immer stärker in mir durch. Nachdem ich ihn über lange Zeit in den Hintergrund drängen konnte, wird er jetzt immer häufiger "aktiviert". Ich bin noch schneller gefrustet und noch schneller aggressiv als früher. Ich merke wie ich regelrecht Aggressionsschübe bekomme. Manchmal möchte ich einem Passanten grundlos die Luftröhre rausreissen oder ihm/ihr mit voller wucht ins Gesicht schlagen. Ich tu das nicht! Ich denke ich würde es niemals tun. Aber ich habe diese Gedanken öfter als früher und heftiger. Meine Gedanken sind jenseitig von allem Menschlichen.

    Ich habe das total gestörte Sexualverhalten. Ich brauche die verrücktesten Kicks und entwickle eine absurde exibitionistische Ader...

    Die Menschen sind mir egal. Ich vermag mich in sie hinein zu versetzten aber was ich in ihnen sehe schert mich einen Dreck. Oft bin ich sogar der einzige der Andere wirklich durchschaut. Ich sehe ihre Ängste, ihre Befürchtungen, ich erkenne Absichten und Wünsche. Ich bin öfters in Situationen in denen ich mit nur einem Satz der entsprechenden Person eine grosse Hilfe sein könnte. Aber ich sage nichts (ausser ich bin gerade in einem Hoch, oder die Medis wirken gerade richtig).

    Ich habe keine Freunde (langfristig) und hatte noch nie eine richtige Freundin. Heute bin ich 23 Jahre alt. Durch manipulatives Verhalten und eig. im Endeffekt Erpressung konnte ich letztes Jahr endlich eine Lehre abschliessen. Ich hasse die Arbeit. Ich habe keinen Schimmer was ich machen oder werden möchte.

    Ich bin in Behandlung. Zur Zeit nehme ich täglich zwischen 60 und 90mg Ritalin und bis zu 20mg Dexamphetamin (von Tag zu Tag verschieden).

    Die Medis machen mich fertig. APS und ADS werden zwar reguliert. Für eine gewisse, immer kürzer werdende Zeit. Im Gegenzug werde ich aber stark depressiv und habe manchmal echt probleme die Nacht zu überleben. Der Lichtblick in solchen Situationen ist die Gewissheit, dass die Wirkung nachlässt und wieder ein Leben mit heftigem ADS und APS auf mich wartet.

    Situationen, Reaktionen von Anderen und Begegnungen, die mich normalerweise viel zu kalt lassen, machen mich auf den Medis richtig fertig.

    Ich bitte um Rat! Ich weiss nicht was ich machen soll. Mein Psychiater und meine Psychologin können mir nicht helfen.

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 62

    AW: ADS und APS - nur für Gleichgesinnte

    Hallo Tagträumer,

    Leider bin ich besser im Reden, als im schreiben...aber mir fällt nur dazu ein...Das Du dich engmaschiger Beobachten lassen solltest...
    durch einer längerfristige stationäre Aufnahme, in einer Klinik ...vielleicht?...

    Deine Medis verändern das Realisationserleben...direkter , unbeeinflussbarer?? Ohne Medis...funktioniert wohl Dein Schutzschild besser...??
    So habe ich es für mich jedenfalls erkannt...allerdings klingt es bei Dir extremer, als ich es derzeit empfinden kann.

    Allerdings habe ich bislang nie Ritalin genommen/bekommen...aber mit AD ging es mir ähnlich. Daher nehme ich gar nichts mehr ein.

    Viel Glück, och wenns Dir am Ar... vorbeigeht
    Gruss Dannyme

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2

    AW: ADS und APS - nur für Gleichgesinnte

    Danke für die Antwort.

    Dexamphetamin nehme ich nicht mehr. Ich beobachte mich selber seit gut 10 Jahren. Ich habe seitenweise Informationen und Analysen von mir. Das Problem ist, dass ich mich im Normalfall wohl fühle, so wie ich bin.

    Ich reagiere nur "falsch" auf sämtliche Medis. Und ich musste einiges ausprobieren. Ich reagiere auf alle Medis anders, als es zu erwarten ist. Darum können mir die Psychiater auch kaum helfen. Glaub mir ich habe einiges durch. Mein Hauptanliegen ist es, mich soweit zu beherrschen und normal zu verhalten, dass mich keiner Einweist. Das wäre mein Untergang. Ich kenne Leute die eingewiesen wurden. Ihr Leben ist heute aus meiner Sicht nicht mehr lebenswert. Ich habe gesehen wie Menschen kaputt gegangen sind.

    Es gibt etwas, dass alles Böse heilen, und Krankheiten in Luft auflösen kann. Das ist die Liebe. Tiefempfundene Liebe.

    Die Hälfte alles Mitglieder in diesem Forum wäre nicht hier, wenn sie wahre Liebe erleben würden. Sie ist es, die uns davon abhält durchzudrehen. Ich weiss, dass das so ist, und dennoch, kann ich diese Liebe nicht erreichen.
    Die Frage ist nur, wie lange eine solche Liebe anhält. Aber ich sage euch: Für die Zeit, für die wir ehrlich geliebt werden und selber Liebe geben können, für diese Zeit sind wir kerngesund. Für diese Zeit können wir alles erreichen. Für diese Zeit sind wir göttlich. Die Liebe ist Gott auf Erden und wer sie im Herzen trägt, kennt keine Krankheit. Die Liebe ist der goldene Schlüssel zum Leben, der die Tür öffnet, die das ganz persönliche Glück
    offenbart. Und das zu erreichen ist der Sinn des Lebens.

    Ich könnte ewig weiterschreiben. Zumindest bis diese Phase, in der ich gerade bin, wieder nachlässt. Das wird wohl in wenigen Stunden der Fall sein....

    Versucht, diese Denkanstösse zu nutzen. Ich weiss, dass ich damit recht habe, auch wenn ich die Gedanken in ein paar Stunden nicht mehr nachvollziehen kann.

    Die Erleuchtung ist kein Wunder, sondern schlicht die Erkenntnis, dass alles was wir brauchen vor unserer Nase liegt. Gott ist kein Zauberer, sondern die guten Gedanken und die Fähigkeit diese als solche zu Erkennen.

    Kosmisch gesehen ist der Mensch nur ein Schluck Wasser mit etwas zu viel Gehirn im Abgang. Versucht also nicht das Unmögliche zu begreiffen, sondern das Mögliche zu erkennen. Ihr werdet sehen, dass das Unmögliche und das Mögliche vielleicht sogar näher zusammenliegen, als ihr denkt.

    Tip zum Schluss: Schaut nie durch eine Brille, die ihr euch nicht selber aufgesetzt habt.


    So, jetzt muss ich mich auf Morgen vorbereiten, da muss ich zum Psychiater...

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