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Diskutiere im Thema AD(H)S und Messis im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
ADS/ADHS und Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline, Abhängigkeit/Sucht, Messie-Syndrom und andere typische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen)
  1. #31
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 117

    AW: AD(H)S und Messis

    Danke dir - ich hab gelesen, dass du ja auch schon das ein oder andere "durchgemacht" hast.

    Ich gebe dir total Recht. Ich merke selbst wie leicht es mir fällt, wenn meine Eltern eine Grundordung vorgeben. Ich weiss wo der gelbe Sack steht (und tadaa benutze ihn nicht nur, sondern entsorge ihn sogar ), ich weiss wo Papier hinkommt, wo die Pfandflaschen und wo diverse andere Dinge liegen.

    Der Hammer ist - das es eigentlich total einfach ist die Ordnung dann zu HALTEN. Schliesslich kommt man sogar ohne schmutzige Füße, ohne über tausend Dinge drübersteigen zu müssen usw...zu dem Ort wo es liegt, der Mülleimer steht oder sonst irgendwas. Sprich - der Weg in die Küche ist plötzlich deutlich kürzer, weil schneller erreichbar. Es klingt schrecklich, aber genau SO ist es.

    Ich kann von mir nur sagen, dass ich a) ein wenig Druck von aussen brauche (Besuche sind dafür toll!) und b) eine recht strenge Ordnung wo bestimmte Dinge liegen oder zu finden sind.

  2. #32
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 117

    AW: AD(H)S und Messis

    chaos-engel schreibt:
    ich bin mit meinem messitum auch an einem punkt gewesen, der jenseits der vorstellungskraft aller mir bekannten personen liegt.
    aber ich MUSSTE an diesen völligen nullpunkt um den absprung davon zu schaffen glaube ich, und ich bin heute noch allen menschen die mir damals dabei geholfen haben, endlos dankbar....
    Nachtrag: So war es bei mir auch! Ganz genau SO. Die Bombe mußte erst platzen, damit was passiert und auch bei mir ist das Kind (sorry, er nennt sich selbst Jugendlicher ) eine Motivation das jetzt so weiter zu führen.

  3. #33
    Mistvieh

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 575

    AW: AD(H)S und Messis

    Hab jetzt nicht alle Beiträge gelesen, nur mal so viel da zu - mir fällte es wahnnsinnig schwer Ordnung zu halten und war schon als Kind in der Hinsicht ein Chaot. Im Laufe der Jahre ist es etwas besser geworden, aber ich muß mich auch mal aufraffen etwas wegzuwerfen wo ich mitunter denke "vielleicht brauche ich es ja nochmal"....ich denke da nur an meinen 486iger Rechner..ja, was will ich denn eigentlich noch mit dem Teil? Auch meine ganzen alten Röhrenbildschirme...ich hab jetzt alles mal entsorgt. Es ist mir schon irgendwo ein Graus Keller oder Wohnung mit Gerümpel vollgestellt zu wissen, ich hab eh schon meine Probleme Ordnung zu schaffen, wenn mir dann noch Gerümpel im Weg steht, kriege ich garnichts mehr auf die Reihe.

    Viele Grüße

    Lumpi

  4. #34
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 59

    AW: AD(H)S und Messis

    Also ich bin definitiv Messie, es ist schlimm. Ich finde si viel Zeug nicht mehr, weiß nicht, wo anfangen...

  5. #35
    Mistvieh

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 575

    AW: AD(H)S und Messis

    Plüschi schreibt:
    Also ich bin definitiv Messie, es ist schlimm. Ich finde si viel Zeug nicht mehr, weiß nicht, wo anfangen...
    Schmeiß am besten alles weg, und richte Dich neu ein...auch wenn es seltsam klingt, als ich 1992 ausbrannte war ich irgendwie ganz froh einen neuen Start zu haben.

    Viele Grüße

    Lumpi

  6. #36
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 117

    AW: AD(H)S und Messis

    Guter Vorschlag, Lumpi - den würde ich so unterschreiben. Nur leider wird man nicht mehr Herr über den ganzen Müll. Da ist es nicht so einfach mit dem wegwerfen. Deshalb bleibe ich bei meinem Rat: Hilfe suchen.

    PS: Bei mir funktioniert es inzwischen einige Wochen echt gut ....toi toi toi

  7. #37
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 59

    AW: AD(H)S und Messis

    Alles wegschmeißen, auf gar keinen Fall. Das kann ich nicht und viele Papiere sind wichtig. Nur weil ich mit dem Abwasch nicht hinterherkomme, kann ich nicht jeden Tag neue Teller kaufen...

  8. #38
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 59

    AW: AD(H)S und Messis

    Ich gebe nur nicht auf und überlege mir immer neue Systeme, nur dauert es eeeeeeeeeewig, bis ich die so fertig habe, wie es auch hilft.

  9. #39
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 162

    AW: AD(H)S und Messis


    Nur weil ich mit dem Abwasch nicht hinterherkomme, kann ich nicht jeden Tag neue Teller kaufen...
    Doch Plüschi. Du könntest Pappteller nehmen.. Und hier wissen glaube ich sehr sehr viele, dass das leider nicht nur ein NUR-GEFÜHL ist.. Wenn Du Dir also einmal Hilfe holst, alles Geschirr in den Keller räumst, kannst Du entweder auf Pappteller umsteigen ODER einen Satz Geschirr in der Wohnung lassen. So bist Du gezwungen SOFORT abzuwaschen.

  10. #40
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: AD(H)S und Messis

    Hallo,

    in meiner Familie ist ein starker Sammeltrieb leider sehr verbreitet, und wir haben Alle Probleme mit dem Wegwerfen. Meine vorletzte Wohnung war auch vollgestopft mit Dingen, von denen ich mich nicht trennen konnte. Der Umzug in eine sehr viel kleinere Wohnung hat meinen Bestand dann drastisch verkleinert, das war aber sehr schmerzhaft.

    @plüschi

    "Ich weiss nicht wo anfangen" ist das Kernproblem. Damit sind auch Menschen konfrontiert, die die Grenze zwischen Unordnung und zwanghaftem Sammeln noch nicht überschritten haben.

    Frl. v. Linz hat da einen sehr sehr wichtigen Tipp gegeben: Reduktion von Überbeständen auf das absolut Notwendige. Wer es schafft, doppelt und dreifach Vorhandenes gleich auszumisten, schreibt nicht hier in diesem Thread. Aber das Beiseitestellen von Überbeständen schafft schon mal Distanz zu selten gebrauchten Gegenständen, die kann man dann auch leichter weggeben, wenn sich ein Anlass bietet. Ich denke dabei an karitative Flohmärkte, Spendenaufrufe u. dgl.. Meine Schwester verschenkt gerade einen Teil ihres Kücheninhalts an eine Freundin, die umzieht und sich durch Schwesters Spende nicht so viel neu kaufen muss. So hat sie beim Ausmisten sogar ein gutes Gefühl.

    Für den Alltag ist es wichtig, Inseln der Ordnung zu schaffen. Ganz kleine Oberflächen für den täglichen Bedarf, die dann auch wirklich frei bleiben. Das lässt sich mit 5 - 10 Minuten täglichem Aufwand schaffen. In der Küche wäre das die Spüle und ein Essplatz, im Wohnzimmer ein Tisch oder Schreibtisch als Arbeitsplatz. In besonders stressigen Lebensphasen kann alleine das schon sehr anstrengend sein. Das Tolle am Inselsystem ist die Einfachheit. Da kommt man nicht in Versuchung, über tolle Systeme nachzudenken, die mit hoher Wahrscheinlichkeit nie umsetzbar sind.

    Das ist ein genereller Tipp für ADHSler, gilt bei grossen Chaos aber noch viel mehr: arbeiten in ganz kleinen Schritten und mit ganz simplen Konzepten. Was nützt mir das tollste Ordnungssystem, wenn ich es im Alltag nicht mal schaffe, das Altpapier zeitnah zu entsorgen? Und was nützen mir schmerzhafte Wegwerfaktionen, wenn ich vom nächsten Flohmarkt wieder einen Kubikmeter Beute nach Hause bringe?

    Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass man am besten im Hier und Heute anfängt. Mit dem Inselsystem und mit ganz klaren Regeln:

    - für jeden neuen Gegenstand muss ein alter Gegenstand raus. Das ist eine Strategie zur Vermeidung von übervollen Kleiderschränken, die lässt sich aber auch auf andere Bereiche übertragen.

    - Aufräumaktionen mit Dingen beginnen, die wirklich Müll sind, also zb Altpapier oder Altglas oder eindeutig Kaputtes. Das schafft schon mal Platz und erfordert noch keine schmerzhaften Trennungsprozesse.

    - eine kleine Ecke der Wohnung aussuchen, und nur die aufräumen. Und dann auch zufrieden sein, auch wenn es nur ein Quadratmeter ist.

    - in den meisten Aufräumsystemen wird empfohlen, von oben nach unten zu arbeiten. Das gilt bei Messis nicht, wir fangen mit dem Boden an. Es ist ja wirklich schwierig, Dinge von A nach B zu tragen, wenn man ständig über andere Dinge stolpert.

    - Hilfe suchen ist toll, aber dafür braucht es eine Vertrauensperson mit grossem Einfühlungsvermögen und grosser Geduld. Am besten eine andere Betroffene, da gibts keine Scham. Aber auch dann Grossaktionen nur dann, wenn sich wirklich ein Hyperfokus einstellt. Sonst stellt sich Überforderung ein, und die ist sehr demotivierend.

    - kurze Aktionen. Das ist aushaltbar und bringt Erfolgserlebnisse. Grossaktionen bleiben oft in der Hälfte stecken und bringen dann nur ein weiteres, schmerzhaftes Versagenserlebnis.

    ...uns so weiter und so fort ....

    Das sind jetzt nur Dinge, die bei mir schon funktioniert haben bzw. immer noch funktionieren. Chaos ist ja wie Unkraut, die Bude wächst schneller wieder zu, als man sie freiräumen kann. Deshalb ist die Konzentration auf kleine Erfolge so wichtig.

    so, ich geh jetzt an meine täglichen 10 Minuten für Routinehandgriffe.

    lg
    lola

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