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Diskutiere im Thema Verhaltenstherapie und Medikamente - was erwartet mich? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 15

    Frage Verhaltenstherapie und Medikamente - was erwartet mich?

    Heippa!

    Ich bin momentan noch in der Diagnostik, habe jetzt noch zwei Probesitzungen vor mir und dann geht es los.

    Letztes Mal war ziemlich erschütternd... meine Therapeutin meinte, mir sagen zu müssen, dass ich besser keine Kinder mehr kriegen sollte und hat mein Kind mit Heroin verglichen... es sei doch die gleiche Belastung.

    Ich werde aber weiter zu ihr gehen und mich dennoch für Kinder entscheiden. Mein Mann und ich haben unseren Traum und unser Zwerg bringt sogar etwas Struktur rein. (zB. abends zeitig schlafen gehen und morgens zeitig aufstehen)

    Bisher ist sie der Meinung, ich habe eine schwere Depression, so richtig hat sie mir da wohl nicht zugehört... ich bin zwar ziemlich frustriert und hoffnungslos, aber das liegt hauptsächlich an den Umständen... (Studiumsprobleme und so) und ansonsten wechselt meine Gefühlswelt mehrmals am Tag. Ich hatte schon schwere Depressionen, aber momentan ist es relativ im Lot...

    Das Chaos ist natürlich trotzdem da - im Haushalt, Papieren und Uni. Allerdings ist es schon viel besser geworden, seit ich meinen Mann habe. Gemeinsam klappt das irgendwie viel besser - obwohl wir doppelt ADHSler sind.

    Ich wollte nun wissen, wann denn bei einer Verhaltenstherapie so auf mich zukommt... es wird einmal etwas wegen meiner Sozialangst passieren und dann halt gegen meine Depression bzw. die Antriebslosigkeit und das Chaos (das Symptom ist ja dasselbe).
    Was geschieht da so, was wurde bei Euch gemacht?

    Außerdem meine Frage zu Medikamenten:

    ich bin eigentlich kein Fan von Medis, allerdings überlege ich ernsthaft für die Studienepisoden, wo es drauf ankommt, nach Bedarf Medikamente zu nehmen. (pack es nicht, Hausarbeiten zu schreiben... ).
    Mir wurde schonmal eine Probedosis MPH verabreicht, das hat auch angeschlagen. Danach sollte es weitergehen, allerdings bin ich dann schwanger geworden und es musste erstmal aussetzen.

    Wie sehr hat Euch MPH geholfen? Gibt es hier Studenten, die dank MPH Erfolge verzeichnen konnten?

    Ich möchte einfach etwas Hoffnung... aufgeben ist nicht mein Ding, aber ich brauche auch Lichtblicke.

    Vielen Dank für Eure Antworten!
    Knoll

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 98

    AW: Verhaltenstherapie und Medikamente - was erwartet mich?

    Hallo Knoll,

    ich bin in einer ähnlichen Situation wie du - ein zweites Kind ist geplant, auch wenn ich im Moment mit Mann, Haus und knapp 2-jährigem Wirbelwind echt am Limit bin. WIr sind auch zwei ADHSler, d.h. mein Mann gehört zu der Kategorie ADS.
    Meine Therapeutin gehört auch nicht zu den einfühlsamsten, aber den Spruch von deiner (Kind, Heroin) finde ich schon krass!

    Ich habe in der letzten Sitzung ein blödes Gefühl gehabt, weil sie nicht besonders einfühlsam war und werde ihr das in der nächsten Sitzung auch sagen.
    Und wenn ich irgendwann mein Medikament absetze und schwanger werde, sage ich ihr das, wenn alle anderen es auch erfahren - im 4. Monat.
    Wenn du bei deiner Therapeutin bleiben möchtest, würde ich mit ihr drüber sprechen, dass du solche Bemerkungen kontraproduktiv findest.
    Eine Therapie ist immer noch eine Dienstleistung und wenn ich in meinem Job schlechte Arbeit leiste, bekomme ich das auch widergespiegelt.

    Ansonsten kann ich nur zu dem Schritt, die Therapie durchzuziehen, raten.
    Ich bin nach nur 4 Sitzungen begeistert - wir überlegen gemeinsam, was meine hauptsächlichen Probleme sind und gehen die schrittweise an - bisher habe ich 3 kleine Details geändert und es geht mir schon besser - meine Therapeutin ist kompetent und ich habe das Gefühl, dass sie meine Probleme und diese Veränderungen/ Konsequenzen gut abschätzen kann - abschätzen ist ja nun leider nicht meine Stärke:-)

    Dazu nehme ich Methylphenidat, ein retard-Präparat und ein nicht-retardiertes nach Bedarf - aber die Wirkung ist bei mir marginal - es ist definitiv ein Unterschied zu vorher, aber die Erleuchtung ist es nicht - die Erleuchtung ist für mich diese Therapie.

    Ich hatte auch schon mehrere depressive Episoden :-(
    Die schlimmste in der Schwangerschaft ... vielleicht bekommst du ja auch ein Antidepressivum empfohlen - das sollte man aber nicht nur ein paar Monate lang nehmen, wenn du also innerhalb des nächsten Jahres wieder schwanger werden möchtest, würde ich dir von einem Antidepressivum abraten.

    Ich wünsch dir ganz viel Erfolg - klär das mit deiner Therapeutin und dann nimm die Zügel in die Hand - DU bestimmst in deiner Therapie, wo es langgeht und wobei die Frau dir helfen soll!

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Verhaltenstherapie und Medikamente - was erwartet mich?

    Oh dankeschön für die Antwort!

    Ich werde es definitiv durchziehen... ich will nicht wieder irgendwo drauf warten, dass ein Wunder geschieht. Ich hab ihr meine Meinung dazu auch gesagt, auch dass ich meine Situation anders einschätze. Aber irgendwie geschockt und irritiert war ich auch zuerst. Mein Mann ist mir da zum Glück eine große Stütze.

    Ich hasse es zwar, mich verteidigen zu müssen, vorallem wenn der andere mich als nicht ganz zurechnungsfähig erklärt, aber ich weiß sehr wohl, was ich will und bereut habe ich bisher noch keine einzige Entscheidung.

    Ich bin schon total gespannt, wie es weitergeht.

    Im Januar werde ich gleich zu meiner ADHS-Ärztin fahren und mir die Medikamente verschreiben lassen. Meine Therapeutin würde gern sehen, dass ich Antidepressiva nehme, aber das ist (noch) keine Option für mich. Da ,,nehme" ich lieber natürliche Antidepressiva, wie Sport, Natur, eine Umarmung und auch meine eigene Fähigkeit, mich in eine Euphorie umzustimmen.
    Direkt nach der Schwangerschaft ging es mir sehr sehr schlecht, aber da hat mir zum Glück ein auf die meisten vielleicht etwas eklig wirkendes Mittel geholfen - mein Mutterkuchen. Ja... ich hab am Anfang auch zuerst gedacht - wie widerwärtig, aber mein Mann meinte, ich solle nochmal drüber nachdenken, da ich ja schon generell für eine Wochenbettdepression prädestiniert bin. Und getrocknet und zu Pulver zermahlen ist der Ekelfaktor (fast) verschwunden. Die Depression hat sich zwar etwas hingezogen; aber die Tage, nachdem ich etwas davon genommen hatte, waren schon etwas besser. Wäre mal zu testen, wie das jetzt auf mich wirkt.

    Aber es ist toll, dass ich gerade sogar wieder etwas Schmetterlinge im Bauch bekomme... irgendwie kehrt die Hoffnung zurück!

    Knoll

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 37

    AW: Verhaltenstherapie und Medikamente - was erwartet mich?

    Hallo!

    knollbräu schreibt:
    Gibt es hier Studenten, die dank MPH Erfolge verzeichnen konnten?
    Ja, hier, ich! Ich studiere etwas sehr lernintensives und ganz ohne MPH habe ich Probleme. Ich habe vor einigen Jahren (vor meiner Diagnose) schon mal studiert und das abbrechen müssen. Mir persönlich ist MPH eine Hilfe, aber mir eine vernünftige Struktur zu schaffen war mindestens ebenso wichtig.
    Da gibt es an den Unis auch Seminare von der zentralen Studienberatung, vielleicht wäre das was, oder eben mit der Therapeutin erarbeiten?!

    knollbräu schreibt:
    Ich möchte einfach etwas Hoffnung... aufgeben ist nicht mein Ding, aber ich brauche auch Lichtblicke.
    Das kann ich gut verstehen, es ist auch hart, gerade als studierende Mutter. Mein Arzt sagt: nicht nachdenken, durchziehen! (wenn das nur immer so einfach wäre...)

    Ich hatte früher auch (teils schwere) Depressionen, aber seitdem ich nicht immer nur Rückschläge in Studium und Privatleben zu verbuchen habe, bin ich relativ stabil. Sport ist übrigens ein super Ansatz gegen eine depressive Verstimmung, hilft mir auch enorm.
    Viel Erfolg weiterhin!

    Lieben Gruß
    Sredna

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